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Foto: weinfranz

Foto: F. Lindmoser

Foto: weinfranz

Hohe Gipfel und tiefe Schluchten

Im Zentrum des größten Naturparks Niederösterreichs im südwestlichen Mostviertel thront der 1.893 Meter hohe Ötscher, welcher sowohl Bergabenteurer als auch Naturgenießer gleichermaßen beeindruckt. Sprudelnde Gebirgsbäche und tosende Wasserfälle durchfurchen das Kalkgebirge und bilden die markanten Schluchten.
Im Wechselspiel von ausgedehnten Wäldern und weiten Almen haben sich eine prächtige Alpenflora und eine einzigartige Fauna entwickelt.

Bildergalerie

Einrichtungen und Angebote

  • Naturparkzentrum Ötscher-Basis Wienerbruck
  • Naturvermittlung
  • Steige und Stege in den Schluchten und zu den Wasserfällen
  • Erlebnisdorf Sulzbichl
  • Schutzhaus Vorderötscher
  • Aussichtsturm, Alpengarten und Sternwarte am Hochbärneck
  • Tropfsteinhöhle und Kartause in Gaming
  • Terzerhaus, Mountaincarts und Monsterroller auf der Gemeindealpe in Mitterbach
  • Erlebnis Ötschergipfel mit Sessellift von Lackenhof aus
  • Holzknechtmuseum in Trübenbach

Daten & Fakten

Größe: 15.953 ha

Gründungsjahr: 1970

Wichtige Lebensräume:
Wald / Waldrand und -lichtungen, Lebensräume im Gebirge, Streuobstwiesen

Gemeinden:
Puchenstuben, St.Anton an der Jeßnitz, Gaming, Mitterbach am Erlaufsee, Annaberg

Fauna und Flora Besonderheiten aus der Tier- und Pflanzenwelt

Wasseramsel, Foto: T. Hochebner

Ein typischer Bewohner der zahlreichen, klaren Gebirgsbäche im Naturpark Ötscher-Tormäuer ist die Wasseramsel. Der ca. 18 cm große Singvogel hat einen markanten weißen Fleck auf Brust und Hals, sitzt meist auf Steinen im Wasser und knickst dabei auffällig. Bei der Nahrungssuche nach Insektenlarven, Schnecken und kleinen Krebsen kann die Wasseramsel, als einziger heimischer Singvogel, auch schwimmen und
tauchen.

Im ganzen Naturpark verteilt findet man die giftigste Pflanze Europas – den Blauen Eisenhut. Die Blume blüht dunkelviolett oder tiefblau und wächst an Bächen und Quellen auf nährstoffreichem Boden. Bereits 1 bis 2 Gramm des Hahnenfußgewächses wirken tödlich. Die enthaltenen Alkaloide können sogar die menschliche Haut durchdringen, weshalb der Blaue Eisenhut im Mittelalter bei Giftmorden oft eine Rolle spielte.

Wandertipps

Ötschergräben- Grand Canyon Österreichs

Foto: F. Weingartner

Die Kraft des Wassers schürfte in Millionen Jahren aus dem Kalk des Ötschermassivs die Ötschergräben. Heute präsentiert sich dieser "Grand Canyon Österreichs" als Kernstück des Naturparks Ötscher-Tormäuer. Der romantische Wasserfall zum Stierwaschboden, ein Steiglein sogar mit Tunneln, großer Enzian, Petergstamm, Seidelbast, Bergastern, Steinbreche, Lilien, Dolomit und Gips, schroffer Fels und Wasserfälle auf Schritt und Tritt, prächtig angelegte Steige und mittendrin der Ötscherhias , der neuerdings eine fesche Wirtin ist, eine renovierte Mühle mit oberschlächtigem Wasserrad und obenauf sanfte, weite Wiesen beim Hagengut - das alles sammelt sich bei dieser Tour und wird gut gerüttelt bei der kurzen Rückfahrt mit der Mariazellerbahn.

Gehzeit: 4 Std.
Höhenunterschied: 350 Hm
Weglänge: 11,5 km

Nähere Informationen unter:

Trefflingfall

Foto: F. Weingartner

Die unterschiedlichen Natur- und Kulturlandschaften begeistern die Wandernden auf dieser Tour. Die Alm am Hochbärneck, mit dem Almhaus und dem Aussichtsturm, eignet sich hervorragend für eine kleine Pause. Nach dem Abstieg durch einen schattigen Buchenwald, mit wunderbarem Blick auf den Ötscher, führt der Weg entlang der glasklaren Erlauf durch die Vorderen Tormäuer, vorbei an der Eibenmühle und dem Hundsbachfall. Als Highlight kommt zum Abschluss noch der Trefflingfall, der sich in mehreren Kaskaden in die Tiefe stürzt. Zurück beim Ausgangspunkt kann man sich in der Trefflingtalerhütte dann die verdiente Jause abholen.

Gehzeit: 4 Std.
Höhenunterschied: 500 Hm
Weglänge: 9,5 km

Nähere Informationen unter:

    Ötscherüberschreitung als Rundtour

    Auf den Ötscher – der Vaterberg rau und mild

    Foto: F. Weingartner

    Wer noch nie am Ötscher-Gipfel gestanden ist, hat Niederösterreich nicht gesehen! Den Mostviertler Altvater über den Rauhen Kamm zu erklimmen, gilt als herausragende alpinistische Leistung im größten Bundesland Österreichs. Der Aufstieg durch den steilen Buchenwald vom Raneck hinauf, zerrt schon an den Wadln, ehe das Jausenplatzl beim Einstieg in den Rauhen Kamm erklommen ist. Nordseitig vorbei geht es an den Tärrischen Häusern. Dieses taube Gestein muss glücklicherweise nicht überklettert werden, um direkt am Grat anzukommen. Ein einziges einzementiertes Eisenstangel hilft dir über die Schlüsselstelle, die von unten rassiger aussieht, als sie in Wirklichkeit ist. Trotzdem: Es ist ein "Einser"-Schwierigkeitsgrad, soll heißen, man braucht die Hände zum Gleichgewicht halten.

    Gehzeit: 6 Std.
    Höhenunterschied: 1.100 Hm
    Weglänge: 10,5 km

    Nähere Informationen unter:

    Projekte

    Naturparke App NÖ

    Naturparke App NÖ Natur erleben und Klimaveränderungen dokumentieren

    Foto: LACON

    Mit dem Naturkalender Niederösterreich wurde eine Initiative gestartet, die das Thema Klimaveränderung und ihre Auswirkungen auf die biologische Vielfalt veranschaulicht und die Bevölkerung der Naturparke aktiv einbezieht. Mit der im Projekt konzipierten und erstellten Naturkalender-App Naturparke NÖ können viele, für die Naturparkregionen typische Tier- und Pflanzenarten fotografiert und eingetragen werden, in welcher Entwicklungsphase sich diese im Moment befinden.

    Wenn das regelmäßig gemacht wird, wird erkennbar, wie sich die Erderwärmung auf Tiere und Pflanzen auswirkt und welche Zusammenhänge es zwischen jährlicher Witterung und der biologischen Vielfalt gibt.

    Eine detaillierte Beschreibung des Projektes finden Sie hier!

    Hochlagenobst

    Hochlagenobst im Naturpark Ötscher-Tormäuer

    Foto: Fred Lindmoser

    Seit der Besiedelung des Ötschergebiets haben sich nicht nur die Menschen an die Höhenlage und das raue Klima angepasst, sondern auch die Obstbäume. Die Vielfalt an Arten und das Wissen um die besonderen Eigenschaften einzelner Obstsorten haben den BewohnerInnen des Gebiets das Überleben gesichert.

    In den vergangenen Jahrzehnten hat die Verwendung des eigenen Obstes und die Pflege der Bäume immer mehr an Bedeutung verloren. Der Erhalt der alten Sorten ist nicht nur aus Gesichtspunkten der Artenvielfalt wichtig, die Bäume sind auch Kulturgüter, die Geschichten erzählen. Aus diesen Gründen wurde das Projekt „Hochlagenobst“ im Naturpark Ötscher-Tormäuer ins Leben gerufen.

    Grundsätzlich umfasst das Projekt die Erfassung der alten Obstsorten im Ötschergebiet und deren Erhaltung.

    Eine detaillierte Beschreibung des Projektes  finden Sie hier!

    Erfahren Sie mehr über Projekte zum Schutz & Erhalt der biologischen Vielfalt in den Naturparken! 

    Anfahrt

    Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

    1) Mit der Mariazellerbahn von St.Pölten kommend bis nach Puchenstuben, Annaberg, Wienerbruck und Mitterbach

    2) Mit dem Bus von Scheibbs nach St.Anton/ Jeßnitz, Gaming und Puchenstuben

    Mit dem Auto

    • Von Linz kommend: Autobahn A1; Abfahrt Ybbs; Richtung Wieselburg und Scheibbs (ca. 1,5 h von Linz)
    • Von Wien kommend: Autobahn A1; Abfahrt St. Pölten durchs Pielachtal (ca. 1,5 h von Wien)
    • Von der Steiermark: Von Graz kommend: S35 in Richtung Leoben bis Knoten Bruck/Mur, B116 bis Kapfenberg, B20 Richtung Mariazell
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