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Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

Foto: Archiv Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

Foto: W. Ungerank

Foto: H. Ender

Hochgebirge zum Anfassen

Eingebettet in die grandiose Hochgebirgslandschaft des Alpenhauptkamms ist der Naturpark eine Ausgleichs- und Ruhezone von größter Bedeutung. Er liegt im hinteren Zillertal und grenzt an Südtirol und Salzburg.
Neben zahlreichen Schutzhütten zwischen hohen Gipfeln und weißen Gletschern laden saftige Almen, artenreiche Bergwiesen und lichte Bergwälder zum aktiven Bergerlebnis, Verweilen und Erholen ein.

Bildergalerie

Einrichtungen & Angebote

  • Naturparkhaus im Bergsteigerdorf Ginzling – Infostelle, Ausstellung, Alpinbibliothek, Klettersteig
  • Ausstellungen in Brandberg: Kulturlandschafts.Welten und im Zillergrund: Steinbock.Welten
  • Naturpark-Sommerprogramm: Mehr als 200 geführte Touren (Mai - Okt.)
  • Zahlreiche Höhenwege wie den Berliner Höhenweg, die Peter Habeler-Runde oder die Dreiländertour
  • Themenwege – Gletscherweg Berliner Hütte, Naturerlebnisweg Glocke, Kulturlandschaftsweg Brandberg, Bergmähderweg Brandberg
  • über 100 Naturpark-Partnerbetriebe
  • Kletter- und Bouldergebiete im Zemm- und Zillergrund
  • Naturpark-Schulen in Brandberg und Tux

Daten & Fakten

Größe: 42.170 ha

Gründungsjahr: 2001

Wichtige Lebensräume: Lebensräume im Gebirge, Wald, Fließgewässer und Auwald

Gemeinden: Brandberg, Finkenberg, Ginzling (Fraktion), Mayrhofen, Tux

Fauna & FloraBesonderheiten aus der Tier- und Pflanzenwelt

Im Naturpark trifft man etwa auf den seltenen Gletscherhahnenfuß, ein grün überwinterndes, ausdauerndes Hahnenfußgewächs, das als Pionierpflanze extreme Standorte besiedelt. Sogar in der Arktis trifft man ihn an.
Bemerkenswert ist auch die Zirbe. Dieses Kieferngewächs wird bis zu 25 m hoch und 1.000 Jahre alt. Es ist ein attraktives Bau-, Möbel- und Schnittholz. Ihm wird auch eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt, z.B. gegen Bluthochdruck. Die Samen und Zapfen der Zirbe finden vielfältige kulinarische Anwendung.

Ein besonderer tierischer Bewohner des Naturparks ist der Gletscherfloh, der zwischen 1,5 und 2,5 mm „groß“ wird, also mit dem freien Auge kaum zu sehen ist. Er produziert eine Art „Frostschutzmittel“ und überlebt damit Temperaturen bis -20°C. Er ist damit das einzige Tier, das ganzjährig in und auf dem Gletscher existieren kann.

Abseits der Gletscher finden zahlreiche weitere Insekten, Spinnentiere u.ä. einen Lebensraum.

Wandertipps

Neumarkter Runde

Panoramahöhenweg mit Gletscherblick – einmal anders herum

Attraktives Gebiet nahe des Schlegeisstausees mit Blick in den Naturpark. bzw. auf Gletscher und Hochgebirge. Nicht zu schwere, gut markierte und begehbare Rundwanderung; gute und zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.

Gehzeit: ca. 4 Std.

Höhenunterschied: ca. 650 Hm

Weglänge: ca. 7,5 km

  • Karte zur Wanderung erhältlich
  • öffentliche Verkehrsmittel
  • Weg markiert u./od. beschildert
  • Verpflegungsmöglichkeit
  • Parkplätze am Ausgangspunkt

Neumarkter Runde (PDF-Download: 0,1 MB)

Ausstellungen

Gletscher.Welten

Ort:
Naturparkhaus Ginzling

Ausstellungs-Zeitraum:
01.01.2022 – 30.09.2022

Es ist keine Ausstellung im herkömmlichen Stil: keine Vitrinen, keine langweiligen Infotafeln sondern interaktive, multimediale Stationen zum Angreifen, Berühren und Begreifen.

Im Naturparkhaus befindet sich die öffentliche Naturpark- und Alpinbibliothek. Vor allem umfangreiches Kartenmaterial, Wander- und Kletterführer über die Region stehen zum Verleih oder einfach zum Lesen zur Verfügung. Eine kleine Auswahl an Büchern und Karten sowie Naturpark-Geschenke mit unserem „Zillertaler Gletscherfloh“ sind im Naturpark-Shop erhältlich.

Eintrittspreise: Erwachsene 4,00 Euro / Kinder 2,00 Euro

Öffnungszeiten:
10.01.2022-12.06.2022: Montag bis Donnerstag: 8:30 Uhr - 12:00 Uhr & 13:00 Uhr - 17:00 Uhr ; Freitag: 8:30 Uhr - 12 Uhr
13.06.2022 - 30.09.2022: Täglich von 8:30 Uhr - 12:00 Uhr & 13:00 Uhr - 17:00 Uhr
Aufgrund des im April 2022 beginnenden Umbaus können die Öffnungszeiten kurzfristig abweichen

Weitere Infos zur Ausstellung erhalten Sie hier!

Kulturlandschafts.Welten

Ort:
Mitterstall Brandberg

Ausstellungs-Zeitraum:
täglich von 8:00 – 19:00 Uhr

Eines der bergbäuerlichen Kulturdenkmäler in der Naturparkregion ist der Mitterstall. Seit der Renovierung des denkmalgeschützten Gebäudes befindet sich im Mitterstall nun die Naturpark-Ausstellung „Brandberg – unsere Kulturlandschaft im Wandel“.

Die Ausstellung erzählt in drei Räumen über die erschwerten Bedingungen der alpinen Landwirtschaft mit ihren charakteristischen Wiesen, Weiden, Bergmähdern und Almen und lässt dabei vor allem die Einheimischen selbst zu Wort kommen.

Der Eintritt ist frei.

Projekte

Das Alpenschneehuhn

Der Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen ist Heimat von vielen verschiedenen Tierarten, darunter auch das Alpenschneehuhn. Jene Vögel sind aufgrund ihres dicken Gefieders und ihrer kräftigen Füße perfekt an die klimatischen Bedingungen im Hochgebirge angepasst. Deshalb stellt insbesondere die zunehmende Klimaerwärmung eine reale Bedrohung für sie dar. Mit einem speziellen Forschungsprojekt untersucht der Naturpark, wie sich Population und Raumverhalten der Schneehühner entwickeln, um auf diese Veränderungen reagieren zu können.

Eine detaillierte Beschreibung des Projektes finden Sie hier!

 

Forschungsprojekt "Zillertaler Granat"

Im hinteren Zillertal wurde vom späten 18. bis frühen 20. Jh. Granat als Halbedelstein abgebaut und zu Rohsteinen für den Edelsteinmarkt verarbeitet. Die Familien Hofer und Kreidl waren an der Gewinnung des Granats und seinem Handel in der Habsburger Monarchie beteiligt. Er wurde vor allem an Edelsteinschleifereien in Böhmen geliefert und dort zu geschliffenen und polierten Steinen und Schmuck weiterverarbeitet. Das Forschungsprojekt startete im Sommer 2021 und wird mit drei Doktorarbeiten und vielen wissenschaftlichen Analysen bis 2024 unter der Leitung von Prof. Dr. Gert Goldenberg vom Institut für Archäologien (Universität Innsbruck) umgesetzt. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der archäologischen Untersuchung der Hinterlassenschaften, dem Studium und der Archivierung schriftlicher Quellen sowie der mineralogisch-geochemischen Charakterisierung des Zillertaler Granats.

Der Naturpark möchte dieses kulturelle Erbe der Öffentlichkeit und speziell Schulen zugänglich machen und die Highlights in der neuen Ausstellung im Naturparkhaus präsentieren. Das Projekt wird vom Heritage Science Austria-Programms der Österreichischen Akademie der Wissenschaften finanziert.

Naturpark-Haus Zillertaler Alpen: Erweiterung

Im vergangenen Jahr wurde die Planung für dieses Projekt weit vorangetrieben. Neben der Erarbeitung eines architektonischen Detailkonzepts durch Architekt Gerhard Walter wurde gemeinsam mit dem Land Tirol ein Ausstellungswettbewerb durchgeführt. Auch die Gestaltung des Umfelds wurde konkretisiert, hier arbeiten ein Naturgartenplaner und ein Spezialist für Kletter- und Spielbereiche eng zusammen. Der Fokus des Umbaus liegt auf der Errichtung einer neuen Ausstellung zu den Themen Erdgeschichte, Geologie, Kristalle und Mineralien. Sie soll rund um das einzigartige Sammlerwerk von Walter Ungerank entstehen und sich an Erwachsene wie
Kinder und Einheimische wie Gäste gleichermaßen wenden.

Die Planung und Umsetzung erfolgt durch das erfahrene Team der idee GmbH. Aber auch im Umfeld des Hauses wird sich wie angedeutet einiges verändern. Rund um das Gebäude wird der vielfältige und naturnah gestaltete Außenbereich zahlreiche Kleinlebensräume abbilden und die Artenvielfalt fördern. Eine attraktive Kletter- und Spiellandschaft wird Groß und Klein zum Verweilen, Spielen und Kraxeln einladen. Abgerundet wird der neue Außenbereich durch eine großzügige, nach Süden exponierte Terrasse. Bei der Planung und Errichtung ist es dem Naturpark ein großes Anliegen, regionale Firmen in dieses richtungsweisende Projekt einzubeziehen. Der Spatenstich erfolgt im Frühjahr 2022, die Eröffnung des runderneuerten Naturpark-Hauses ist für das Frühjahr bzw. den Frühsommer 2023 vorgesehen.

Töne aus der Zeit der Jäger und Sammler

im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

Im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen entdeckten die Naturpark-Schulen an den Tagen der Artenvielfalt 2019 die Töne aus der Zeit der Jäger und Sammler vor 9.000 Jahren. Die Volksschule Tux ging im Tuxertal auf Spurensuche, die Volksschule Brandberg besuchte den Zamsergrund.  

Ob Steinbock, Gams oder Murmeltier – die Töne der Tiere im Hochgebirge begleiteten die Kinder bei dieser Steinzeitführung, auf der sie eine längst vergangene Zeit mit allen Sinnen entdeckten. Und eine spannende Jagdgeschichte entführte sie in die Zeit der Steinzeitjäger am Pfitscher Joch. 

Eine detaillierte Beschreibung des Projektes finden Sie hier!

Naturschutzplan auf der Alm

Neuauflage in vier Tiroler Naturparken

Der Naturschutzplan vereint die Interessen und praktischen Bedürfnisse der Almbewirtschafter*innen mit den Schutzzielen der Naturparkbetreuungen und fördert das gegenseitige Verständnis. Konkrete Naturschutzmaßnahmen auf der Fläche leisten wertvolle Beiträge zum Erhalt der Biodiversität und die Pflege traditioneller Kulturlandschaftselemente wirkt sich positiv auf das Landschaftsbild aus. Ziel des neuen gemeinsamen Naturschutzplans von vier Tiroler Naturparken ist es, diese positiven Effekte noch zu verstärken.

Eine detaillierte Beschreibung des Projektes finden Sie hier!

Freiwilligenprojekte

im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

Der Hochgebirgs-Naturpark setzt bereits seit 20 Jahren Freiwilligenprojekte um und zählt damit zu den „Regionen der ersten Stunde“, die sich dem Thema Freiwilligenarbeit im Naturschutz gewidmet haben. Von Anbeginn wurden die Projekte in enger Kooperation mit dem Österreichischen Alpenverein (ÖAV) durchgeführt. Standen anfänglich eher Schutzwaldprojekte im Vordergrund, wurde der Fokus in den letzten Jahren stärker auf Initiativen im Bereich naturschutzfachlich wertvoller Almen gerichtet.

Eine detaillierte Beschreibung des Projektes finden Sie hier!

Dieser Beitrag entstand im Rahmen des Projekts "Biodiversität durch Freiwilligenarbeit in Naturparken – Lebensräume pflegen, biologische Vielfalt erhalten, Bewusstsein schaffen", das vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaftgefördert wird.

Erfahren Sie mehr über Projekte zum Schutz und Erhalt derbiologischen Vielfalt sowie zum Thema „Klimawandel" in den Naturparken!

Anfahrt

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Mit der Bahn bis Jenbach – dort umsteigen in die Zillertalbahn – bis zur Endstation Mayrhofen – von dort mit dem Bus (Linie 4102) in Richtung Schlegeisstausee bis Haltestelle Ginzling

Taxiservice

  • Otto Kröll - Tel.: 05285 / 62967
  • Peter Kröll - Tel.: 05285 / 62260
  • Reini’s Taxi - Tel.: 0650 / 463 75 75
  • Taxi-Tux – Tel.: 05287 / 86900
  • Taxi Thaler - Tel.: 05285 / 63423 (nur Stilluptal)

Mit dem Auto

1) Über die A12 Inntalautobahn – Abfahrt Wiesing/Zillertal – auf der B 169 Zillertal-Bundesstraße nach Mayrhofen und von dort weiter Richtung Ginzling / Schlegeisstausee bis zum Talschluss

2) A10 – Abfahrt Knoten Pongau – B 311 nach Bruck am Großglockner – B 168 nach Mittersill – B 165 über die Gerlos (mautpflichtig) nach Zell am Ziller – weiter auf der B 169 nach Mayrhofen und von dort weiter Richtung Ginzling / Schlegeisstausee bis zum Talschluss

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