naturpark

Zillertaler Alpen

Landschaften voller Leben

Hochgebirge zum Anfassen

Eingebettet in die grandiose Hochgebirgslandschaft des Alpenhauptkamms ist der Naturpark eine Ausgleichs- und Ruhezone von größter Bedeutung. Er liegt im hinteren Zillertal und grenzt an Südtirol und Salzburg.

Neben zahlreichen Schutzhütten zwischen hohen Gipfeln und weißen Gletschern laden saftige Almen, artenreiche Bergwiesen und lichte Bergwälder zum aktiven Bergerlebnis, Verweilen und Erholen ein.

Mehr Infos findest du hier: www.naturpark-zillertal.at

Einrichtungen & Angebote

Daten & Fakten

Größe
0 ha
Gründungsjahr
0

Gebirge, Wald, Fließgewässer
Wichtige Lebensräume

4 Gemeinden
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Fauna & Flora

Im Naturpark trifft man etwa auf den seltenen Gletscherhahnenfuß, ein grün überwinterndes, ausdauerndes Hahnenfußgewächs, das als Pionierpflanze extreme Standorte besiedelt. Sogar in der Arktis trifft man ihn an.
Bemerkenswert ist auch die Zirbe. Dieses Kieferngewächs wird bis zu 25 m hoch und 1.000 Jahre alt. Es ist ein attraktives Bau-, Möbel- und Schnittholz. Ihm wird auch eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt, z.B. gegen Bluthochdruck. Die Samen und Zapfen der Zirbe finden vielfältige kulinarische Anwendung.

Ein besonderer tierischer Bewohner des Naturparks ist der Gletscherfloh, der zwischen 1,5 und 2,5 mm „groß“ wird, also mit dem freien Auge kaum zu sehen ist. Er produziert eine Art „Frostschutzmittel“ und überlebt damit Temperaturen bis -20°C. Er ist damit das einzige Tier, das ganzjährig in und auf dem Gletscher existieren kann.

Abseits der Gletscher finden zahlreiche weitere Insekten, Spinnentiere u.ä. einen Lebensraum.

Zirbe vor Floitenkees | Foto: Naturpark Zillertaler Alpen
Zirbe vor Floitenkees | Foto: Naturpark Zillertaler Alpen

Wandertipps

Panoramahöhenweg mit Gletscherblick – einmal anders herum

Attraktives Gebiet nahe des Schlegeisstausees mit Blick in den Naturpark. bzw. auf Gletscher und Hochgebirge. Nicht zu schwere, gut markierte und begehbare Rundwanderung; gute und zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.

Gehzeit: ca. 4 h

Höhenunterschied: ca. 650 Hm

Weglänge: ca. 7,5 km

  • Karte zur Wanderung erhältlich
  • öffentliche Verkehrsmittel
  • Weg markiert u./od. beschildert
  • Verpflegungsmöglichkeit
  • Parkplätze am Ausgangspunkt

Projekte

Der Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen ist Heimat für viele verschiedene Tierarten, darunter auch echte Spezialisten für das Leben im Hochgebirge wie etwa das Alpenschneehuhn. Dieser Gebirgsvogel zählt zu den Raufußhühnern und ist mit seinem dicken Gefieder und seinen kräftigen Füßen perfekt an die klimatischen Bedingungen im Hochgebirge angepasst. Deshalb stellt die zunehmende Klimaerwärmung eine reale Bedrohung für sie dar. Mit einem speziellen Forschungsprojekt untersucht der Naturpark, wie sich Population und Raumverhalten der Schneehühner entwickeln, um auf diese Veränderungen reagieren zu können. Dazu gehen alle 3-4 Jahre Kartierer ins Gelände, auch genetische Analysen gesammelter Proben und Akkustikboxen zur automatischen Erfassung von Rufaktivitäten kommen bei den Erhebungen zum Einsatz.

Wälder sind eine wichtige Säule der heimischen Biodiversität. Entscheidend für viele Arten ist: Totholz! Totholz ist zugleich Lebensraum für Spechte, Eulen oder Fledermäuse wie auch Nahrungsquelle für viele Käfer, Pilze & Co. Neben der Vielfalt in Naturwaldreservaten ist es ökologisch wichtig, auch im bewirtschafteten Wald Totholz und andere Strukturen zu belassen, um so ein Fundament für artenreiches, neues Leben zu schaffen. Daher haben die 5 Tiroler Naturparke diese gemeinsam Naturschutz-Initiative gestartet. In einem ersten Schritt sollen 1.000 „Lebensbäume“ ermittelt und über Baumpatenschaften langfristig gesichert werden. Unter Lebensbäumen ist stehendes Totholz zu verstehen, dass gewisse Anforderungen in Bezug auf Stammdurchmesser und Höhe erfüllt. Im Naturpark sind die ÖBf AG ein zentraler Projektpartner, es werden aber auch die Waldaufseher und private Waldbesitzer einbezogen. Die Baumpatenschaft ist eine tolle Möglichkeit, um sich als Privatperson oder Betrieb für einen Betrag von € 120 pro Baum für Vielfalt im Wald zu einzusetzen. Jeder Pate erhält eine Urkunde und ein kleines Geschenk. Für „Großpaten“ mit mehr als 10 Bäumen gibt es ein besonderes Geschenk. Bei Interesse kann man sich ab sofort bei der Naturparkbetreuung melden und eine Patenschaft übernehmen oder schenken!

Im hinteren Zillertal wurde vom späten 18. bis frühen 20. Jh. Granat als Halbedelstein abgebaut und zu Rohsteinen für den Edelsteinmarkt verarbeitet. Die Familien Hofer und Kreidl waren an der Gewinnung des Granats und seinem Handel in der Habsburger Monarchie beteiligt. Er wurde vor allem an Edelsteinschleifereien in Böhmen geliefert und dort zu geschliffenen und polierten Steinen und Schmuck weiterverarbeitet. Das Forschungsprojekt startete im Sommer 2021 und wird mit drei Doktorarbeiten und vielen wissenschaftlichen Analysen bis 2024 unter der Leitung von Prof. Dr. Gert Goldenberg vom Institut für Archäologien (Universität Innsbruck) umgesetzt. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der archäologischen Untersuchung der Hinterlassenschaften, dem Studium und der Archivierung schriftlicher Quellen sowie der mineralogisch-geochemischen Charakterisierung des Zillertaler Granats.

Der Naturpark möchte dieses kulturelle Erbe der Öffentlichkeit und speziell Schulen zugänglich machen und die Highlights in der neuen Ausstellung im Naturparkhaus präsentieren. Das Projekt wird vom Heritage Science Austria-Programms der Österreichischen Akademie der Wissenschaften finanziert.

Das Naturparkhaus im idyllischen Ginzling ist nach seinem Umbau zu einem erlebnisreichen Treffpunkt für Berg- und Kristallbegeisterte geworden. Eine neue Kristall-Ausstellung, ein herrlicher Naturgarten, ein Spielbereich mit Boulderanlage und das gemütliche Café „Rast“ mit sonniger Terrasse laden zum Entdecken, Verweilen und Entspannen ein. Das Naturparkhaus ist bestens mit Öffis erreichbar und idealer Ausgangspunkt für viele Bergaktivitäten. Die „Verborgenen Schätze“ sind das neue Schmuckstück des Hauses. Die Ausstellung erstreckt sich über zwei Etagen und mehr als 500 m² und nimmt die Besucher mit auf eine einzigartige Reise durch die geologische Geschichte der Zillertaler Alpen und zeigt die funkelnden Kristallschätze, die über Millionen Jahre im Inneren der Berge entstanden sind. Im Fokus steht immer wieder der Mensch, der seit Jahrtausenden in den Bergen unterwegs ist, um diese Schätze zu suchen, zu finden und zu handeln. Sogar Johann Wolfgang von Goethe war ein „Fan“ und Sammler Zillertaler Kristalle. Einige Stücke seines Nachlasses sind aktuell in Ginzling zu sehen! Vor allem am Beispiel des Bergkristalls und Granats werden viele spannende Geschichten erzählt. Ein großes Relief der Zillertaler Alpen, spannende interaktive Stationen und ein Bergkino mit vielen verschiedenen Filmen sind einige Highlights, die Besucher erwarten.

Im vergangenen Jahr wurde die Planung für dieses Projekt weit vorangetrieben. Neben der Erarbeitung eines architektonischen Detailkonzepts durch Architekt Gerhard Walter wurde gemeinsam mit dem Land Tirol ein Ausstellungswettbewerb durchgeführt. Auch die Gestaltung des Umfelds wurde konkretisiert, hier arbeiten ein Naturgartenplaner und ein Spezialist für Kletter- und Spielbereiche eng zusammen. Der Fokus des Umbaus liegt auf der Errichtung einer neuen Ausstellung zu den Themen Erdgeschichte, Geologie, Kristalle und Mineralien. Sie soll rund um das einzigartige Sammlerwerk von Walter Ungerank entstehen und sich an Erwachsene wie
Kinder und Einheimische wie Gäste gleichermaßen wenden.

Die Planung und Umsetzung erfolgt durch das erfahrene Team der idee GmbH. Aber auch im Umfeld des Hauses wird sich wie angedeutet einiges verändern. Rund um das Gebäude wird der vielfältige und naturnah gestaltete Außenbereich zahlreiche Kleinlebensräume abbilden und die Artenvielfalt fördern. Eine attraktive Kletter- und Spiellandschaft wird Groß und Klein zum Verweilen, Spielen und Kraxeln einladen. Abgerundet wird der neue Außenbereich durch eine großzügige, nach Süden exponierte Terrasse. Bei der Planung und Errichtung ist es dem Naturpark ein großes Anliegen, regionale Firmen in dieses richtungsweisende Projekt einzubeziehen. Der Spatenstich erfolgt im Frühjahr 2022, die Eröffnung des runderneuerten Naturpark-Hauses ist für das Frühjahr bzw. den Frühsommer 2023 vorgesehen.

Naturparke in Österreich
Ausflugstipps