naturpark

Wüste Mannersdorf

Landschaften voller Leben

Eichen-Hainbuchen-Wälder bergen ehrwürdige Gemäuer

Südöstlich von Wien, am Leithagebirge, liegt der Naturpark. Besucher:innen spazieren über Wiesen, zu Teichen und an den 350 Jahre alten Mauern entlang. Diese 4,5 km lange Mauer umschließt das Naturpark-Zentrum Kloster St. Anna im Naturpark „Die Wüste“. Es gibt hier aber keineswegs Sanddünen und Oasen – der Name stammt von den Einsiedeleien, die zu dem einstigen Karmeliter-Kloster gehörten.

Gut versteckt sind deren Überreste auch heute noch im Wald zu finden. Und auch die Mauer ist mit den Jahrhunderten schon recht löchrig geworden, bietet zahlreiche Durchgänge und -blicke. Behutsam restauriert hingegen präsentieren sich die Leopoldskapelle und das Naturpark-Zentrum.

Mehr Infos findest du hier: www.naturpark-wueste-mannersdorf.at

Einrichtungen & Angebote

Daten & Fakten

Größe
0 ha
Gründungsjahr
0

Magerwiesen/Trockenrasen, Fließgewässer, Laubmischwald, Teich, aufgelassener Steinbruch, Streuobstwiese
Wichtige Lebensräume

1 Gemeinde
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Fauna & Flora

Die Wüste Mannersdorf beheimatet eine mannigfaltige Tierwelt. So leben hier etwa Turmfalken, die sich vorwiegend von Kleinsäugern und Singvögeln ernähren. Nicht zuletzt aufgrund ihrer hohen Anpassungsfähigkeit sind sie nach dem Mäusebussard die häufigste mitteleuropäische Greifvogelart.

Die Trockenrasen in den aufgelassenen Steinbrüchen sowie die Wiesen, Böschungen, Feuchtgebiete und Auen im Naturpark sind für ihren Blumen- und Insektenreichtum berühmt. Sie sind ein idealer Lebensraum für Schneeglöckchen, Krokus, Primeln, Zyklamen, Maiglöckchen, Diptam und seltene Orchideen.

Die Herbstzeitlose, eine weitverbreitete Knollenpflanze, blüht von September bis Oktober mit lila Blüten, die dem Krokus ähneln. Im Frühjahr sind nur die grünen Blätter zu sehen, die über den Sommer wieder einziehen. Die Herbstzeitlose wurde 2010 zur „Giftpflanze des Jahres“ gewählt.

Herbstzeitlose | Foto: Ewald Neffe
Herbstzeitlose | Foto: Ewald Neffe

Wandertipps

Das blühende Reich der Eremiten

Entlang dieser Wanderung, die Sie durch einen naturbelassenen Mischwald führt und Ihnen Einblicke in eine seltene Flora bietet, liegen kulturhistorische Gebäude und herrliche Aussichtspunkte.

Gehzeit: 3 h
Höhenunterschied: 200 Hm
Weglänge: 9 km

  • Karte zur Wanderung erhältlich
  • öffentliche Verkehrsmittel
  • Verpflegungsmöglichkeit
  • Parkplätze am Ausgangspunkt

Projekte

Natur erleben und Klimaveränderungen dokumentieren

Mit dem Naturkalender Niederösterreich wurde eine Initiative gestartet, die das Thema Klimaveränderung und ihre Auswirkungen auf die biologische Vielfalt veranschaulicht und die Bevölkerung der Naturparke aktiv einbezieht. Mit der im Projekt konzipierten und erstellten Naturkalender-App Naturparke NÖ können viele, für die Naturparkregionen typische Tier- und Pflanzenarten fotografiert und eingetragen werden, in welcher Entwicklungsphase sich diese im Moment befinden.

Wenn das regelmäßig gemacht wird, wird erkennbar, wie sich die Erderwärmung auf Tiere und Pflanzen auswirkt und welche Zusammenhänge es zwischen jährlicher Witterung und der biologischen Vielfalt gibt.

Naturparke in Österreich
Ausflugstipps