Vom Menschen geprägt, von der Natur bereichert
Kulturlandschaften
Die Österreichischen Naturparke sind zum größten Teil Landschaften, die sehr stark durch die menschliche Nutzung geprägt werden – sogenannte Kulturlandschaften. Diese jahrhundertelange Nutzung hat auch den Effekt, dass in den Naturparken eine große biologische Vielfalt (/ueber-uns/biologische-vielfalt) herrscht, die nur durch eine fortlaufende menschliche Bewirtschaftung erhalten bleiben kann.
Vor allem Insekten sind wichtige Helfer in der Landwirtschaft: Als Bestäuber sicher sie uns Blütenvielfalt und Fruchtgenuss von vielen Pfanzen, als Nützlinge sind sie wichtige Gegenspieler von „Schädlingen“ und können ein Massenauftreten dieser verhindern, in der Nahrungskette sind sie unverzichtbar und elementarer Bestandteil eines funktionierenden Naturhaushaltes und als Bodenbewohner recyclen sie Nährstoffe und sorgen somit für einen fruchtbaren Boden.
Äcker und Gärten
Zu den am stärksten durch die menschliche Nutzung beeinflussten Landschaftsräumen gehören Äcker und Gärten. In den Naturparken finden sich besonders häufig biologisch bewirtschaftete Äcker und Bauerngärten, die Lebensraum für zahlreiche Tier und Pflanzen bieten.
Bauerngärten – Kräuter
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Der heute als „Bauerngarten“ bekannte Garten hat seinen Ursprung in den Klostergärten, in denen Mönche und Nonnen eine große Vielfalt an Gemüse, Gewürzen und Heilpflanzen in Mischkultur anbauten. Viele dieser Pflanzen stammten ursprünglich aus anderen Regionen und wurden über Klöster und Adelshäuser in bäuerliche Gärten weitergegeben. Dadurch entwickelte sich eine traditionsreiche Sammlung an Nutz- und Heilpflanzen wie Kamille, Pfefferminze oder Ringelblume, deren Wissen und Anwendung bis heute erhalten geblieben ist.
Diese Pflanzen erfüllen im Bauerngarten nicht nur eine wichtige Rolle für die menschliche Gesundheit, sondern fördern auch das ökologische Gleichgewicht. Sie wirken teilweise schädlingsabwehrend, unterstützen Nützlinge und bieten durch ihre Blüten eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten, besonders in Zeiten mit wenig Blütenangebot. Dadurch entsteht ein vielfältiger Lebensraum, in dem auch Raupen, Käfer, Wanzen und andere Kleintiere gute Bedingungen finden, was die Artenvielfalt im Garten insgesamt stärkt.
Bauerngärten – Beerenobst
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Im Laufe der Zeit ist viel Wissen über die ursprüngliche Wirkung und Nutzung von Gartenpflanzen verloren gegangen, sodass heute oft nur noch dekorative oder geschmacklich beliebte Arten angebaut werden. Dabei hatten viele Pflanzen früher auch eine wichtige Ernährungs- oder Nutzfunktion, wie etwa Dahlien, deren Wurzeln ursprünglich als Nahrungsquelle dienten. Ein typischer Bestandteil des Bauerngartens ist zudem Beerenobst, das nicht nur als Abgrenzung und Strukturgeber dient, sondern auch vielfältige Lebensräume schafft. Neben bekannten Arten wie Himbeeren oder Holunder werden auch traditionell Pflanzen wie Felsenbirne, Berberitze oder Heckenrose angebaut, die Insekten, Vögeln und anderen Tieren Nahrung und Schutz bieten.
Durch diese Vielfalt entstehen wertvolle Lebensräume, in denen auch seltenere Arten wie der Gartenrotschwanz geeignete Bedingungen finden. Der Rückgang strukturreicher Gärten mit Hecken, Sträuchern und Bäumen führt jedoch dazu, dass solche Vogelarten zunehmend ihren Lebensraum verlieren. Bauerngärten leisten daher einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und verbinden ökologische Vielfalt mit der Produktion hochwertiger Naturprodukte, die sowohl in unverarbeiteter als auch veredelter Form genutzt werden.
Biologische Äcker – Getreide
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
In biologisch bewirtschafteten Getreidefeldern findet man heute noch eine große Vielfalt an sogenannten Ackerbeikräutern wie Mohn, Kornblume oder Kamille, die früher typisch für blühende Kornfelder waren. Diese Pflanzen bieten nicht nur Nahrung und Lebensraum für Insekten, sondern fördern auch ein gesundes Bodenleben durch schonende Bewirtschaftung, Fruchtfolge und Verzicht auf intensive Eingriffe. Dadurch bleibt der Boden fruchtbar und das ökologische Gleichgewicht erhalten.
Zusätzlich spielen Blühstreifen entlang von Äckern eine wichtige Rolle für die Biodiversität. Sie bieten Rückzugsräume für Insekten, Feldhasen, Rebhühner sowie Reptilien und fördern die Ausbreitung von Nützlingen wie Spinnen, Ameisen oder Schlangen, die auch zur Schädlingskontrolle beitragen. Diese Streifen wirken als „Trittsteine“ in intensiv genutzten Landschaften und verbinden Lebensräume miteinander. Gleichzeitig geraten traditionelle Nutzpflanzen wie Buchweizen zunehmend in Vergessenheit, obwohl sie früher eine wichtige Rolle in der Ernährung spielten.
Biologische Äcker – Kürbis
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Ackerland spielt eine zentrale Rolle für die Ernährung des Menschen und nimmt in Mitteleuropa den größten Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche ein. Traditionell wurden auf klein strukturierten Feldern viele verschiedene Feldfrüchte im Rahmen einer Fruchtfolge angebaut, um die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu erhalten. Dazu zählen Getreidearten, Hackfrüchte wie Kartoffeln und Zuckerrüben sowie Sonderkulturen wie Flachs oder Tabak. Diese Vielfalt an Anbauformen, kombiniert mit Strukturen wie Hecken, Feldrainen und Brachestreifen, schafft wertvolle Lebensräume und fördert die Biodiversität trotz intensiver Nutzung.
Auch spezialisierte Tierarten wie der Kiebitz sind auf solche offenen Ackerlandschaften angewiesen, da sie dort geeignete Bedingungen zum Brüten und zur Nahrungssuche finden. Gleichzeitig zeigt der Text die lange Geschichte von Kulturpflanzen wie dem Kürbis, der bereits vor Tausenden Jahren angebaut wurde und heute in vielen Formen als Nahrungsmittel genutzt wird. Insgesamt verdeutlicht das Zusammenspiel von Landwirtschaft, Strukturvielfalt und Artenreichtum, wie wichtig nachhaltig bewirtschaftete Äcker für Natur und Mensch sind.
Gewässer
Wasser ist der Ursprung allen Lebens, daher ist es nicht verwunderlich, dass Gewässer Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen bieten. Quellen, Seen und Teiche prägen die Landschaft in vielen Naturparken und werden von den Menschen in vielerlei Hinsicht genutzt.
Quellen
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Quellwasser spielt eine zentrale Rolle für die Bierherstellung, da seine Zusammensetzung aus Mineralstoffen, Salzen und Härtegrad den Geschmack entscheidend beeinflusst. Es ist besonders rein, sauerstoffreich und hat das ganze Jahr über eine konstante, niedrige Temperatur, da es beim Durchsickern durch Boden und Gestein gefiltert wird. Jede Quelle unterscheidet sich in ihrer Beschaffenheit und bietet dadurch vielfältige natürliche Strukturen.
Naturnahe Quellen sind zudem wichtige Lebensräume für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten. Pflanzen wie Brunnenkresse und das Bittere Schaumkraut wachsen dort und sind teilweise sogar essbar. Auch Tiere wie der Feuersalamander sind auf sauberes Quellwasser angewiesen, da sie es zur Fortpflanzung benötigen und ihre Larven in Quelltümpeln entwickeln. Der Schutz von Quellwasser ist daher sowohl für die Qualität von Bier als auch für den Erhalt empfindlicher Ökosysteme von großer Bedeutung.
Seen
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Österreich verfügt über eine große Anzahl stehender Gewässer, wobei nur natürliche und ausreichend große Gewässer im engeren Sinn als Seen gelten. Trotz dieser Vielfalt verbindet alle Seen ein gemeinsames Merkmal: Wo Wasser vorhanden ist, entsteht Leben. Seen unterscheiden sich zwar stark in ihrer Form und Beschaffenheit, bieten jedoch stets vielfältige Lebensräume, insbesondere in den Uferzonen mit Schilf, Röhricht und feuchtigkeitsliebenden Pflanzen.
Diese Uferbereiche sind wichtige Lebensräume für zahlreiche Tiere wie Insektenlarven, Frösche, Kröten und viele Vogelarten, während in den Gewässern selbst Fische leben. Besonders die Seeforelle, ein großer und wertvoller Speisefisch der Alpenseen, spielt dabei eine wichtige Rolle. Durch menschliche Eingriffe wie Fischbesatz und Veränderungen der Gewässer war ihr Bestand zeitweise stark gefährdet, konnte jedoch durch Schutzmaßnahmen und nachhaltige Bewirtschaftung vielerorts wieder stabilisiert werden.
Teiche
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Seit frühester Zeit haben Menschen künstliche Stillgewässer wie Teiche und Weiher in Siedlungsnähe für verschiedene Zwecke angelegt, etwa zur Viehtränke, als Löschwasserreservoir oder für die Fischzucht. Besonders die Karpfenzucht hat in Österreich eine lange Tradition von über 700 Jahren und war sowohl für die Ernährung als auch als wertvolles Handelsgut von großer Bedeutung.
Während früher viele Pflanzen und Tiere in Teichen als „störend“ für die Fischwirtschaft galten, entwickelt sich die Nutzung heute zunehmend in Richtung naturnaher Bewirtschaftung. Dadurch entstehen vielfältige Lebensräume, in denen sich seltene und geschützte Arten ansiedeln können. Auch Tiere wie der Haubentaucher sowie bedrohte Amphibien wie Frösche und Molche profitieren von diesen Gewässern. So tragen naturnahe Teiche nicht nur zur Erhaltung der Kulturlandschaft bei, sondern auch wesentlich zum Schutz der Biodiversität.
Obstkulturen
Einige Obstkulturen, wie zum Beispiel Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Österreichs und haben eine große Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die aus dem Obst gewonnen Produkte, wie Marmeladen, Säfte und Wein machen den Schutz dieser Landschaften auch zu einem kulinarischen Erlebnis.
Weinberge
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Der Anbau der Weinrebe erfordert warme, sonnige Standorte, weshalb vor allem südlich ausgerichtete Hänge geeignet sind. Traditionell naturnah bewirtschaftete Weingärten sind durch vielfältige Strukturen wie Büsche, Steinmauern, Streuobstbäume und felsige Bereiche geprägt, die zahlreiche Lebensräume schaffen. Diese Vielfalt fördert eine hohe Artenvielfalt, insbesondere von wärmeliebenden Tieren wie Eidechsen, Schlangen, Insekten und auch der Gottesanbeterin. Auch Vögel profitieren von der offenen, insektenreichen Landschaft, ebenso wie artenreiche Pflanzengesellschaften in den Zwischenzeilen der Weingärten.
Darüber hinaus finden sich in Weingärten auch besondere Pflanzenarten wie die Osterluzei, die vermutlich über den Weinbau verbreitet wurde und eng mit dem Osterluzeifalter verbunden ist, dessen Raupen ausschließlich von ihr leben. Weitere Pflanzen wie die Kermesbeere zeigen ebenfalls die historische Bedeutung des Weinbaus für die Verbreitung von Arten. Insgesamt tragen naturnah bewirtschaftete Weingärten nicht nur zur Produktion von Wein und Traubenprodukten bei, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität.
Hecken
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Der Weinbau benötigt warme, sonnige Standorte und wird daher vor allem an südlich ausgerichteten Hängen betrieben. Naturnah bewirtschaftete Weingärten sind durch vielfältige Strukturen wie Büsche, Steinmauern, Streuobstbäume und offene Flächen geprägt, die zahlreiche Lebensräume für Tiere und Pflanzen bieten. Dadurch entsteht eine hohe Biodiversität, insbesondere für wärmeliebende Arten wie Eidechsen, Schlangen, Insekten und die Gottesanbeterin, aber auch für Vögel und vielfältige Pflanzengesellschaften.
Zudem beherbergen Weingärten besondere Pflanzenarten wie die Osterluzei, die eng mit dem Osterluzeifalter verbunden ist, sowie die Kermesbeere, die historisch über den Weinbau verbreitet wurde. Insgesamt zeigen naturnah bewirtschaftete Weinberge, dass sie nicht nur der Produktion von Wein dienen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.
Streuobstbäume
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Streuobstgärten bestehen aus locker verteilten Obstbäumen wie Apfel-, Birnen- und Zwetschkenbäumen sowie weiteren Arten wie Kirsche oder Nussbaum. Besonders alte, groß gewachsene Bäume mit Höhlen und abgestorbenen Ästen sind ökologisch sehr wertvoll, da sie zahlreichen Tierarten wie Fledermäusen, Spechten, Käuzen, Hornissen oder Siebenschläfern Lebensraum und Brutplätze bieten. Auch Insektenlarven nutzen das Totholz, wodurch die Biodiversität zusätzlich gefördert wird.
Durch diese Strukturvielfalt entstehen über das ganze Jahr wichtige ökologische Funktionen: Im Frühling liefern die Blüten Nahrung für Insekten, im Herbst dienen die Früchte vielen Tieren als Futterquelle für den Winter. Zudem tragen Streuobstwiesen zum Erhalt alter Obstsorten und deren genetischer Vielfalt bei, da sie regelmäßig durch neue, robuste Setzlinge ersetzt werden. Insgesamt sind Streuobstgärten ein vom Menschen geschaffener, aber besonders artenreicher Lebensraum.
Streuobstwiesen
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Streuobstwiesen bestehen traditionell aus hochstämmigen Obstbäumen, damit die Flächen darunter weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden konnten, etwa als Weide oder zur Heugewinnung. Durch die hohe Aufastung der Bäume bleibt genügend Licht für das Grünland, in dem sich eine vielfältige Vegetation mit Arten wie Giersch, Wiesenkerbel oder Wald-Vergissmeinnicht entwickeln kann. Viele dieser Flächen liegen auf weniger geeigneten Böden wie Hängen oder Böschungen und werden durch die Nutzung als Streuobstwiese vor Verbuschung oder Bewaldung bewahrt.
Die regelmäßige Mahd fördert zusätzlich artenreiches Grünland, während die Wurzeln der Bäume den Boden stabilisieren und so Erosion verhindern. Streuobstbäume wurden außerdem häufig entlang von Wegen und Grundstücksgrenzen gepflanzt, wo sie sowohl als Windschutz als auch zur Beschattung dienten und gleichzeitig Erträge lieferten. Heute sind Streuobstbestände wichtige Landschaftselemente, die in intensiv genutzten Agrargebieten wertvolle Lebensräume und Rückzugsorte für Pflanzen und Tiere darstellen.
Vogelbeere
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Die Vogelbeere (Eberesche) ist eine typische Pionierbaumart, die schnell Kahlschläge, Lichtungen, Waldränder und Hecken besiedelt. Dank ihres starken Stockausschlagvermögens eignet sie sich besonders gut für Heckenstrukturen und kann als Strauch oder mittelgroßer Baum wachsen, der auch als Überständer wichtige ökologische Funktionen übernimmt, etwa als Ansitz für Greifvögel.
Ihre Früchte sind reich an Vitamin C und wurden früher sowohl als Winterfutter für Tiere als auch als Nahrungsquelle genutzt. Viele Vogel- und Säugetierarten fressen die Beeren, darunter zahlreiche Singvögel sowie auch Fuchs und Dachs. Die Samen werden über den Kot verbreitet, wodurch sich die Eberesche effektiv ausbreitet. Insgesamt ist die Vogelbeere eine ökologisch sehr bedeutende Baumart, da sie Lebensraum, Nahrung und Nistmöglichkeiten für eine große Vielfalt an Tierarten bietet, einschließlich seltener und gefährdeter Arten.
Wälder
Fast die Hälfte des Österreichischen Staatsgebietes ist mit Wald bedeckt, wobei ohne menschlichen Einfluss fast das ganze Gebiet bewaldet wäre. Sobald Flächen nicht mehr bewirtschaftet und gemäht werden, verwalden sie. Je nach Gegend und natürlichen Einflüssen entstehen verschiedene Waldgesellschaften mit Pflanzen und Tierarten, die dort besonders häufig vorkommen.
Laubmischwälder
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Seit dem Mittelalter wurden Eichen- und Buchenwälder intensiv genutzt, etwa zur Schweinemast, da Eicheln und Bucheckern eine wichtige Nahrungsquelle für Tiere und auch den Menschen darstellten. Auch heute dienen diese Früchte vielen Wildtieren als energiereiche Nahrung, um Fettreserven für den Winter aufzubauen. In wärmeren Regionen kommen zusätzlich Edelkastanien vor, deren Früchte und Blüten (für Maronenhonig) ebenfalls wirtschaftlich und ökologisch bedeutsam sind.
Auwälder und andere Laubwälder bieten durch ihre strukturreiche Vegetation mit Strauch- und Krautschicht sowie Frühjahrsblühern wie Blaustern oder Gelbstern vielfältige Lebensräume und Nahrung für Wildtiere. Beerensträucher schützen kleine Vögel, während Insekten von Blüten und abgestorbenem Holz profitieren. Dieses Totholz dient wiederum Käferlarven als Lebensraum und bildet eine wichtige Nahrungsquelle für Spechte. Insgesamt zeigen diese Wälder ein eng vernetztes Ökosystem mit hoher Artenvielfalt.
Zirbenwälder
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Die Zirbe (auch Arve oder Zirbelkiefer genannt) ist ein besonders widerstandsfähiger Baum der Alpen, der selbst in extremen Höhenlagen bis etwa 2.500–2.850 m wächst und Temperaturen bis zu −54 °C standhält. Durch ihre Langlebigkeit von bis zu 1.000 Jahren und ihre Anpassungsfähigkeit gilt sie als Symbol für Stärke und Ausdauer.
Eng verbunden ist die Zirbe mit dem Tannenhäher, der ihre Samen als Hauptnahrung nutzt und große Vorräte anlegt. Dabei vergisst er einen Teil seiner Verstecke, wodurch neue Zirben wachsen können – ein wichtiger Beitrag zur Verjüngung der Bestände. Auch das aromatische Holz der Zirbe ist sehr geschätzt und wird für Möbel, Gebrauchsgegenstände und traditionelle Produkte wie Zirbenkissen verwendet, denen eine beruhigende Wirkung zugeschrieben wird.
Wiesen
Unter Wiesen versteht man landwirtschaftlich genutzes Grünland, auf dem durch Mähen Futter für Stalltiere gewonnen wird. Sie sind wie Weiden durch jahrhundertelange menschliche Nutzung entstanden und können nur durch diese erhalten werden. Der Lebensraum zeichnet sich durch eine hohe biologische Vielfalt aus, und bietet zahlreichen Tieren und Pflanzen eine Heimat.
Almen - Almkräuter
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Almen liegen meist in höheren Lagen und können nur während der kurzen Vegetationsperiode bewirtschaftet werden. Der Mensch ist dabei stark von natürlichen Bedingungen abhängig, etwa beim Almauftrieb und Almabtrieb des Viehs. Auch die Pflanzenwelt ist an diese kurze Wachstumszeit angepasst: Viele Arten haben nur wenige Wochen Zeit zum Wachsen, Blühen und zur Samenbildung, weshalb Almwiesen im Sommer besonders bunt und artenreich erblühen und zahlreiche Insekten anziehen.
Durch die jahrhundertelange Nutzung hat sich die natürliche Waldgrenze verändert und offene Almrasen wurden auch in tieferen Lagen gefördert. Damit diese Flächen erhalten bleiben, ist regelmäßige Pflege wie das Entfernen von Gehölzen notwendig. Die Pflanzenzusammensetzung hängt stark vom Untergrund ab, insbesondere von Kalk- oder Silikatgestein. In manchen Regionen findet man zudem Streuobstbestände mit alten Obstsorten, die die landschaftliche und biologische Vielfalt zusätzlich bereichern.
Almen - Tiere
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Almen sind vom Menschen geschaffene, sehr alte Kulturlandschaften, deren Entstehung bis in die Bronzezeit zurückreicht. Durch Rodungen in höheren Lagen entstanden Flächen, die im Sommer als Weiden für Vieh genutzt wurden, während die Talwiesen zur Heugewinnung dienten. Diese Form der Almwirtschaft ermöglichte eine bessere Futterversorgung im Winter und trug wesentlich zur Ernährungssicherheit bei.
In der modernen Landwirtschaft wurden zunehmend Hochleistungsrassen eingesetzt, wodurch traditionelle, an das Hochgebirge angepasste Rinderrassen stark zurückgingen. Viele dieser alten Rassen waren zeitweise fast ausgestorben, werden heute jedoch wieder gezielt erhalten und gefördert. Dadurch konnten sich Bestände erholen und es entstehen wieder typische Almprodukte wie Käse, Milch und Wurst aus diesen ursprünglichen Rinderrassen, die Teil des kulturellen und landwirtschaftlichen Erbes sind.
Fettwiesen
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Trocken- und Halbtrockenrasen entstehen vor allem auf sandigen, flachgründigen oder felsigen Böden sowie an steilen Hängen. Diese extremen Standorte sind geprägt durch Trockenheit, hohe Temperaturen und starke Witterungseinflüsse. Die dort wachsenden Pflanzen sind besonders gut angepasst, etwa durch wasserspeichernde Blätter oder die Bildung spezieller Inhaltsstoffe, die häufig auch für den Menschen als Heil- oder Gewürzpflanzen nutzbar sind.
Diese Flächen werden traditionell extensiv genutzt, etwa durch Beweidung mit Schafen und Ziegen oder durch händische Mahd, wodurch eine Verbuschung verhindert und die Artenvielfalt erhalten bleibt. Sie bieten wichtigen Lebensraum für wärmeliebende Tiere wie Eidechsen, Schlangen und verschiedene Insektenarten, darunter das Große Grüne Heupferd oder die Gottesanbeterin. Insgesamt sind Trockenrasen wertvolle, artenreiche Ökosysteme mit hoher ökologischer und kultureller Bedeutung.
Lärchenwiesen
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Lärchenwiesen sind traditionell bewirtschaftete Landschaften in höheren Lagen, in denen einzelne oder gruppenweise stehende Lärchen mit offenen Grünlandflächen kombiniert sind. Diese Flächen entstehen durch gezielte Forst- und Landwirtschaft und werden meist gemäht oder beweidet. Dadurch entwickeln sich artenreiche Magerwiesen, die sowohl wertvolles Holz liefern als auch eine hohe Biodiversität ermöglichen. Besonders vorteilhaft ist, dass Lärchen viel Licht zum Boden durchlassen und ihre Nadeln gut verrotten, wodurch sich die Vegetation gut entwickeln kann.
Diese Lebensräume bieten vielen Tierarten geeignete Bedingungen, etwa dem Braunkehlchen, das offene Wiesen mit Strukturen für Brutplätze und Nahrung benötigt. Auch Insekten und Spinnen sind in großer Vielfalt vorhanden und bilden eine wichtige Nahrungsgrundlage für Vögel. Zusätzlich können auf solchen Flächen auch Nutzpflanzen wie die Engelwurz vorkommen, die sowohl ökologisch als auch kulinarisch genutzt wird. Insgesamt verbinden Lärchenwiesen landwirtschaftliche Nutzung mit hoher Artenvielfalt und ökologischer Stabilität.
Trockenrasen
... und ihre Bedeutung für die Biodiversität
Die Zirbe (auch Arve oder Zirbelkiefer genannt) ist ein besonders widerstandsfähiger Baum der Alpen, der selbst in extremen Höhenlagen bis etwa 2.500–2.850 m wächst und Temperaturen bis zu −54 °C standhält. Durch ihre Langlebigkeit von bis zu 1.000 Jahren und ihre Anpassungsfähigkeit gilt sie als Symbol für Stärke und Ausdauer.
Eng verbunden ist die Zirbe mit dem Tannenhäher, der ihre Samen als Hauptnahrung nutzt und große Vorräte anlegt. Dabei vergisst er einen Teil seiner Verstecke, wodurch neue Zirben wachsen können – ein wichtiger Beitrag zur Verjüngung der Bestände. Auch das aromatische Holz der Zirbe ist sehr geschätzt und wird für Möbel, Gebrauchsgegenstände und traditionelle Produkte wie Zirbenkissen verwendet, denen eine beruhigende Wirkung zugeschrieben wird.
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