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Foto: H. Marek

Foto: F. Kovacs

Foto: H. Marek

Im Garten Pannoniens – zwischen Alpen und Puszta

Die Vielfalt an Landschaftselementen auf engstem Raum begründet die Einzigartigkeit dieses Teils des Naturraums Neusiedler See. Weingärten zwischen dem Höhenrücken aus Kalksandstein und dem breiten Schilfgürtel von Europas größtem Steppensee mit naturnahen Mischwäldern, Trockenrasen und Feuchtwiesen gestalten ein abwechslungsreiches Landschaftsbild.
Dazu bietet der Naturpark viele kulturhistorische Sehenswürdigkeiten.

Bildergalerie

Einrichtungen & Angebote

  • Frühgeschichtliche Siedlungsspuren
  • Historische Kellergassen
  • Bärenhöhle
  • Skulpturenpark
  • Schilf- und Weinlehrpfad
  • Purbacher Türke (Wahrzeichen seit 1532)
  • Keltengräber
  • Kanutouren durch den Schilfgürtel
  • Ramsarzentrum "Haus am Kellerplatz" (Mo–So von 9 bis 19 Uhr geöffnet)
  • Wehrturm mit Turmmuseum
  • Kirschblütenradweg
  • Vielfältiges Angebot an Erlebnisführungen
  • Naturpark-Zeitung 2020 (PDF-Download: 5 MB)

Daten & Fakten

Größe: 10.300 ha

Gründungsjahr: 2006

Wichtige Lebensräume:
Magerwiesen, Trockenrasen, Weingärten, Stehende Gewässer

Gemeinden:
Breitenbrunn, Donnerskirchen, Jois, Purbach, Winden

Fauna & Flora Besonderheiten aus der Tier- und Pflanzenwelt

Zwergschwertlilie, Foto: H. Marek

Auf den Magerwiesen und Trockenrasen des Naturparks findet neben zahlreichen Insekten, Spinnen und anderen kleinen Tieren das stark bedrohte Europäische Ziesel wertvollen Lebensraum. Charakteristisch für dieses Nagetier ist das „Männchen-Machen“, das ihm eine bessere Übersicht ermöglicht. Erblickt ein Tier dabei eine Gefahr, warnen sich die Tiere gegenseitig mit einem typischen Pfeifen. Während des Winterschlafs senkt es seine Körpertemperatur von 37/38°C auf 6/7°C ab.

Auf den Vorhügeln des Leithagebirges findet sich auch die im Burgenland gefährdete Zwergschwertlilie. Diese fällt durch ihren Blütenfarbenpolymorphismus auf, also den Umstand, dass blühende Pflanzen derselben Population unterschiedliche Farbtöne aufweisen – von blass gelb bis hin zu dunkelviolett. Dies dient der Täuschung von Insekten, da sie keinen Nektar für diese bereithält.

Wandertipps

Kirschblüten-Radtour B12

Mit dem Rad durch die Naturpark-Gemeinden

Am Fuß des Leithagebirges verläuft der gut beschilderte B 12 Kirschblüten- Radwanderweg durch die Naturparkgemeinden Donnerskirchen, Purbach, Breitenbrunn, Winden und Jois (Start in jedem Ort möglich). Ambitionierten RadlerInnen bietet sich auf der für pannonische Verhältnisse anspruchsvollen Strecke ein herrlicher Rundblick über den Neusiedler See bis weit hinein in die ungarische Tiefebene. Zahlreiche Schautafeln informieren auf einer Strecke von insgesamt 40 km über kulturelle und landschaftliche Besonderheiten. Die Tour geht vorbei an Weingärten und tausenden Kirschbäumen.

Karte dazu im Haus am Kellerplatz in Purbach täglich von 9 – 19 Uhr erhältlich

Fahrzeit: ca. 4 Std.
Höhenunterschied: ca. 40 Hm
Weglänge: ca. 44 km

  • Karte zur Wanderung erhältlich
  • öffentliche Verkehrsmittel
  • Weg markiert u./od. beschildert
  • Verpflegungsmöglichkeit
  • Parkplätze am Ausgangspunkt

Kirschblüten-Radtour B12 (PDF-Download: 0,3 MB)

Wandern im Leithagebirge

Entdecken Sie die Region entlang 17 neuer Wanderrouten zwischen den Hängen des Leithagebirges und dem Neusiedler See. Geprägt von einer großen landschaftlichen Vielfalt ist das Leithagebirge ein nahezu unerschöpfliches Gebiet für abwechslungsreiche Wandererlebnisse. Aufgrund des zum Teil unübersichtlichen Terrains wird die Verwendung eines GPS-Gerätes empfohlen. Für das GPS-Wandern stehen in den 5 Tourismusbüros Leihgeräte und ein Wanderführer mit Streckenbeschreibung zur Verfügung. Oder Sie nutzen die Plattformen: www.leithabergwandern.at oder www.outdooractive.com und laden die Routen auf Ihr Gerät.

Wandern im Leithagebirge (PDF-Download: 4,1 MB)

WanderApp „Pannonian Slow-Route“

Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „NaNaNa“ ziehen der Welterbe Naturpark Neusiedler See – Leithagebirge, der Naturpark Rosalia – Kogelberg und der Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel an einem Strang. Die NaNaNa-App unter dem Titel „Pannonian Slow-Route“ lädt Besucher ein, die Naturbesonderheiten des Nordburgenlands zu erwandern und in die Regionen einzutauchen. Alle Infopulte, die in der Natur stehen, sowie auch weitere POIs sind in der App auf einer Karte verzeichnet und inhaltlich kurz beschrieben. Es gibt vorgefertigte Routen, die jahreszeitlich angepasst werden, sowie auch die Möglichkeit, eigene Routen zusammenzustellen. Man kann die Tour bereits von daheim aus planen, damit diese dann auch im Offline-Betrieb zur Verfügung steht. Die App beinhaltet alle interessanten Orte der Bereiche Natur, Kultur, usw. aller drei Regionen mit einer Kurzbeschreibung inklusive Bildmaterial.

Details dazu erhalten Sie unter www.pannonian-slow-route.at

Projekte

Bienenweiden auf Agrar-Brachen

im Welterbe Naturpark Neusiedler See – Leithagebirge

Foto: Gemeinde Donnerskirchen

Als Initiative gegen das allgegenwärtige Insektensterben hat die Naturpark-Gemeinde Donnerskirchen das Projekt „Bienenweide“ gestartet. Dabei wurden auf brach liegenden Agrarflächen Blühstreifen angelegt. Mittlerweile erfreut sich die Gemeinde über rund 10 ha blühende Bienenweiden.

Ziel des Projektes war es, das Blütenangebot auf Gemeindegebiet zu fördern, um Bienen aber auch anderen Insekten Lebensraum und Nahrung zu bieten. Vögel und andere kleine Tiere profitieren ebenso von einer solchen Wiesenfläche.

Eine detaillierte Beschreibung des Projektes finden Sie hier!

Streuobstwiesen-Erhaltung im Burgenland

Qualitätsprodukte aus den Streuobstwiesen des Burgenlandes

Foto: Wieseninitiative

Die Streuobstwiesen des Burgenlandes nehmen seit Mitte des letzten Jahrhunderts kontinuierlich ab. Die ökologisch überaus wertvollen und landschaftlich prägenden Obstgärten sind hochgradig gefährdet. Eine Erhaltung allein durch Fördermittel scheint unmöglich.

Unter dem Motto „Schutz durch Nutzung“ hat der Verein Wieseninitiative begonnen, StreuobstwiesenbesitzerInnen zu informieren und zur Nutzung ihrer Obstgärten zu motivieren. Die Produkte werden nach strenger Qualitätskontrolle unter der eigens entwickelten Qualitätsmarke „Qualitätsprodukte aus der Streuobstwiesn“ vermarktet.

Eine detallierte Beschreibung des Projektes finden Sie hier!

„Landschaften voller Verwandlungskünstler“

Tag der Artenvielfalt in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Burgenland

Foto: Thomas Böhm, ARGE Naturparke Burgenland

Am 17. Mai haben Naturpark-Schulen in ganz Österreich Aktionen zum „Internationalen Tag der biologischen Vielfalt“ unter dem Motto „Landschaften voller Verwandlungskünstler“ gesetzt. Rund 120 Kinder aus umliegenden Volksschulen begaben sich in der Neuen Mittelschule Purbach auf die Suche nach heimischen Verwandlungskünstlern und tauchten in die wunderbare Welt von Bienen, Fröschen, Schmetterlingen und Pflanzen ein.

In insgesamt zwölf Aktiv-Modulen, die mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule Burgenland entwickelt und von ihnen betreut wurden, hatten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich auf vielfältige Weise mit Verwandlungskünstlern auseinander zu setzen.

Ein gelungener Vormittag, der zeigte, wie handlungsorientierter Unterricht die Bildungsarbeit nachhaltig bereichern kann.

Eine detaillierte Beschreibung des Projektes finden Sie hier!

Bewusstseinsbildung für den Wert der Biodiversität

in den Burgenländischen Naturparken

Foto: Karin Rollett-Vlcek

In den nächsten Jahren stellen die sechs Burgenländischen Naturparke das Thema „Biodiversität & Naturschutz“ stärker als bisher in den Fokus ihrer Arbeit. Inhaltlich geht es um die Sensibilisierung für den Erhalt und die Entwicklung von gefährdeten Lebensraumtypen und naturschutzfachlich wertvollen Kulturlandschaften.

Zentraler Punkt sind Kommunikations- und Bewusstseinsbildungsmaßnahmen, wobei die Stärken der Naturparke, wie die breite Verankerung in der Region mit den gut funktionierenden Botschaftergruppen, genutzt werden.

Eine detaillierte Beschreibung des Projektes finden Sie hier!

„RamsarReserve“

Einzigartige Managementzone im Welterbe Naturpark Neusiedler See – Leithagebirge

Foto F. Kovacs

Der Welterbe-Naturpark Neusiedler See – Leithagebirge ist involviert in eines der größten Naturschutzprojekte der letzten Jahre im Burgenland. Als Ergänzung zum Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel am Ostufer entsteht nun am Westufer auf einer Fläche von rund 900 Hektar im Rahmen des Projekts Ramsar Reserve eine Managementzone im Bereich des Donnerskirchner und Alten Purbacher Kanals.

Eine detaillierte Beschreibung des Projektes finden Sie hier!

„NaNaNa+“

Zusammenarbeit im Naturtourismus im Naturpark Neusiedler See – Leithagebirge, Naturpark Rosalia-Kogelberg und im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel

Foto: ARGE Naturparke Burgenland

Im Bereich Naturtourismus wurden in den letzten Jahren bereits erfolgreich die beiden Projekte NaNaNa und NaNaNa+ umgesetzt. Dabei entstand eine intensive Kooperation mit den beiden Nachbarparks des Nordburgenlandes – dem Naturpark Rosalia-Kogelberg und dem Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel. Nun wird im dritten Projekt in Folge die Zusammenarbeit noch einmal vertieft. Dabei werden gemeinsame naturtouristische Angebote für verschiedene Zielgruppen entwickelt und die parkübergreifenden Exkursionen überarbeitet. Für die gemeinsame Medienarbeit werden Imagefotos produziert und interaktive Wander-Erlebnis-Karten produziert.

Um die Sichtbarkeit der Parks zu erhöhen, werden im Naturpark Neusiedler See – Leithagebirge bei den Ortseinfahrten Schilder montiert, die die fünf Gemeinden als „Naturpark-Gemeinden" ausweisen und in den Kirschsortengärten werden die Baumarten nach Sorten beschriftet. Die laufende Kommunikation und Vernetzung der drei Parks im Bereich Naturtourismus fördert den regionalen Zusammenhalt und dadurch die nachhaltige Entwicklung der Region als Gesamtheit.

Eine detaillierte Beschreibung des Projektes finden Sie hier!

Erfahren Sie mehr über Projekte zum Schutz & Erhalt der biologischen Vielfalt in den Naturparken! 

Anfahrt

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Von Wien kommend
Mit der Bahn von Wien Hauptbahnhof Richtung Wulkaprodersdorf kommen Sie im Halbstundentakt entweder direkt oder mit 1 x Umsteigen (Bruck/Leitha) in ca. 50 Minuten (Jois im Osten der Region) bzw. in ca. 1 h (Donnerskirchen im Westen) in die Region. Die Züge halten in allen 5 Gemeinden des Naturparks.

Von Eisenstadt kommend
Mit der Bahn von Eisenstadt nach Donnerskirchen sind es nur 12 Minuten. Die Züge Richtung Neusiedl am See verkehren zweimal stündlich und halten auch in den anderen Orten Purbach, Breitenbrunn und Winden. Jois als letzten Ort am östlichen Rand des Naturparks erreicht man so in 20 bzw. 31 Minuten.

Öffentlich unterwegs innerhalb der Region

Alle Naturparkgemeinden haben eine Bahnhaltestelle am südlichen Ortsrand und eine Postbushaltestelle im Ortszentrum.

In Purbach (täglich, Tel. +43 650 7083222) und in Breitenbrunn (Mo.-Sa., T. +43 650 7091222) gibt es einen „Gmoabus“ (Ruftaxi), der für den komfortablen Transport innerhalb der Orte gerufen werden kann.

 

Mit dem Auto

Von der A4 in beiden Fahrtrichtungen – Abfahrt Neusiedl/See – auf die B50 in Fahrtrichtung Eisenstadt. Nach der Naturparkgrenze werde die Orte Jois, Winden, Breitenbrunn, Purbach und Donnerskirchen nacheinander erreicht.

Von der A2 in beiden Fahrtrichtungen - bei Wr. Neustadt auf die S4 Richtung Eisenstadt, Mattersburg, Ungarn – vor Mattersburg abbiegen auf die S31 Fahrtrichtung Eisenstadt bis zur Abfahrt Eisenstadt Ost – an der Kreuzung rechts abbiegen auf B50 Richtung Neusiedl/See – Kreisverkehr 3. Ausfahrt, danach beginnt der Naturpark mit dem Ort Donnerskirchen und es folgen Purbach, Breitenbrunn, Winden und Jois.

Oder von der A2 Fahrtrichtung Graz nach Wr. Neudorf auf die  A3 Richtung Eisenstadt bis zum Kreuz mit der S31 – Abzweigen in Fahrrichtung Eisenstadt  - Abfahrt Eisenstadt-Ost – auf B50 bis zur Naturparkgrenze – dann wie zuvor beschrieben.

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