Landschaften voller

Bilder

Wo Natur Geschichte schreibt – und Bilder entstehen

Österreichs schönste Landschaften

Reist man mit offenen Augen durch Österreich, wird einem klar, wie abwechslungsreich das Landschaftsbild vieler Regionen ist. Durch die teils Jahrhunderte andauernde Bewirtschaftung des Menschen entstanden ausgedehnte Weiden, fruchtbare Äcker, bunte Streuobstwiesen, strukturreiche Weingärten und viele andere Kulturlandschaften.

Diese bieten vielen Tieren und Pflanzen eine Lebensgrundlage: So besiedeln annähernd 45.000 Tierarten und beinahe 3.500 Farn- und Blütenpflanzen die unterschiedlichen Lebensräume in Österreich.

Landschaften voller Leben

Der Großteil dieser vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt ist auch in den Österreichischen Naturparken beheimatet – unseren Landschaften voller Leben! Die Naturparke tragen mit zahlreichen Projekten und Maßnahmen dazu bei, diese Vielfalt der Arten, Lebensräume und Kulturlandschaften und somit deren einzigartige Schönheit zu erhalten.

Mit viel Tatkraft engagieren sie sich zum Beispiel für nachhaltige Bewirtschaftungsweisen oder für die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung. Sie halten Traditionen hoch oder entdecken manche wieder neu und tragen so dazu bei, die Naturschätze und kulturelle Identität dieser Landschaften voller Leben für zukünftige Generationen zu bewahren.

© Hannes Kohlmeier, Franz Kovacs, Stefan Leitner, Naturpark Weißbach Archiv, Naturpark Weissensee, Ewald Neffe, TVB Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen Mediadome, Verein Naturparke NÖ/www.pov.at

Landschaften voller ...

© Almenland Edelbrennerei Graf, Birgit Battocleti, Johannes Ehn, Dieter Fürrutter, Franz Grabenhofer, Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, Javier Castro – stock.adobe.com, Franz Kovacs, Stefan Leitner/NP Gesäuse, Herfried Marek, Ewald Neffe, Peter Atkins – stock.adobe.com, SusaZoom – stock.adobe.com, Niels Willems

In unseren Naturparken werden vielfältige Beziehungen gelebt

Die Vielfalt der Ökosysteme, also des Zusammenspiels zwischen Lebewesen und ihrer Umgebung, ist die komplexeste Ebene der biologischen Vielfalt. Bei den Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen den Organismen und ihren Lebensräumen geht es nicht nur um Fressen und gefressen werden. Beim Zusammenspiel in Ökosystemen gibt es viele verschiedene Arten von „in Beziehung“ stehen.

Die Bäuer*innen pflanzen und beernten zum Beispiel Hochstamm-Obstbäume, in deren Stämme unsere Spechte ihre Nisthöhlen zimmern. Das freut natürlich auch andere Vogelarten wie Meisen, aber auch Fledermäuse, Insekten und Siebenschläfer. Im Luftraum und an den krautigen Wiesenpflanzen am Boden sorgen tausende Wild- und Honigbienen sowie hunderte andere Insektenarten beim Sammeln von Pollen und Nektar für schmackhafte Früchte und quasi nebenbei auch für köstlichen Honig. Schließlich wird die Obstwiese gemäht, die Nutztiere im Stall mit dem Schnittgut versorgt und ein wenig Dünger wieder auf die Flächen ausgebracht.

Bei den meisten der unglaublich vielen Beziehungen in den Naturparken sind wir Menschen mittendrin statt nur dabei. Und von vielen dieser ökologischen Zusammenhänge profitieren wir Menschen mehr als wir glauben – ob es nun die Bestäubungsleistungen unseren Kulturpflanzen, die Bereitstellung von Arzneimitteln, der Natur abgeschaute technische Errungenschaften oder wohlschmeckende Früchte sind.

In den Österreichischen Naturparken legen die dort wirtschaftenden Menschen hohen Wert auf die achtsame und nachhaltige Nutzung der Landschaft. Mehr noch: Die Naturparke nehmen ihre Verantwortung für den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt offensiv wahr und setzen in Zusammenarbeit mit den Naturpark-Organisationen auf Landes- und Bundesebene, den Naturschutzabteilungen und mit fundierter Unterstützung von Fachkräften und Ökolog*innen jede Menge wirksame Projekte zum Schutz und Erhalt der Biodiversität um.

Gemeinsam arbeiten dabei Tag für Tag an die 15.000 Menschen in diesen Landschaften voller Beziehungen der Naturparke mit ganzer Kraft daran, dass Gemeinde-Bürger*innen und jährlich rund 20 Millionen Gäste*innen das regionale Natur- und Kulturerbe erleben und genießen können. Das geht natürlich auch wunderbar mit den Naturvermittler*innen, die viele, viele Menschen bei ihren Naturvermittlungsangeboten mit der Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt unserer Landschaften voller Leben in Beziehung bringen.

© dannywilde – stock.adobe.com, Grafvision – stock.adobe.com, katya_naumova – stock.adobe.com, Herfried Marek, Naturpark Jauerling-Wachau/Birgit Habermann, Naturpark Riedingtal, Ewald Neffe, weinfranz, Clothilde Wurzer

So viel Charakter findet man nur in unseren Naturparken

Durch das konsequente Züchten von Pflanzensorten oder Tierrassen und die Nutzung unserer Landschaften haben unsere Vorfahren eine bunte, summende Vielfalt mit tausenden Tier- und Pflanzenarten sowie einen gewissen Reichtum an Lebensräumen geschaffen. Dieser zieht sich von den charakteristischen Trockenwiesen an der Thermenlinie über die Mittelwälder bis zu den Weinbaulandschaften, die es alle ohne unser Zutun in dieser Ausprägung und Verteilung nie gegeben hätte. Dabei haben unsere Vorfahr*innen in den Naturpark-Regionen ganz bewusst das ausgewählt, weiter vermehrt und kultiviert, was zur Gegend passt, mit den Standortbedingungen zurechtkommt und sich über einen langen Zeitraum bewährt hat. Ob das die Züchtung von ganz speziellen Nutztierrassen wie dem Tux-Zillertaler Rind oder die Obstsortenvielfalt mit Hirschbirne im Pöllauer Tal oder der Wachauer Marille sind, alles sind sie nützliche und köstliche Besonderheiten, die ihre Wurzeln auch in den gleichnamigen Naturparken haben und die Landschaften voller Charakter formen.

Neben der Eigenart, die man essen, melken oder brennen kann, brillieren unserer Naturparke natürlich auch mit ganz charakteristischen landschaftlichen Besonderheiten. Ob das die Moore der Waldviertler Naturparke, die Weinidylle im Burgenland, die Granitschalensteine des Naturparkes Mühlviertel oder die wildromantische Flusslandschaft des Tiroler Lechs sind.

Ihre Charakterarten klingen wie das „Who is who“ der seltenen und speziell schützenswerten Vertreter der Flora und Fauna Österreichs, um nicht zu sagen Europas: Sie heißen Wiedehopf, Adriatische Riemenzuge oder Österreichische Heideschnecke und sind Besonderheiten, die heute noch in den Naturparken zu finden sind. Schließlich stößt man in den Naturparken mit Sicherheit auf tausende lebendige Charakterköpfe mit besonderem Händchen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt.

Ihre kultivierten landschaftlichen Arbeitsergebnisse sind dabei eine profitable Lebensgrundlage für uns und unsere Nachkommen. Je mehr charakteristische Arten wir nämlich erhalten, desto mehr Geschichten lassen sich erzählen, desto vielfältigere Erlebnisse und kleine Abenteuer lassen sich erleben und desto eigenartiger (im besten Sinne des Wortes) bleiben und werden unsere Landschaften voller Leben.

© kerstiny – stock.adobe.com, Franz Kovacs, Stefan Leitner/mit Unterstützung von Bund, Land Steiermark und Europäischer Union (LEADER), Naturpark Attersee-Traunsee, Naturpark Hohe Wand, patila – stock.adobe.com, Volkmar Scherr, Verein Naturpark Niederösterreich/Fotograf: www.pov.at, Verschönerungs- und Museumsverein Willendorf/Markowitsch, Anton Vorauer, Franz Wagner, Gerlinde Wakonigg, Chris Walch

Wildes und Kultiviertes, Einzigartiges und Unvergessliches

In den Österreichischen Naturparken hat man die besten Chancen in unserem Land, gewachsene und gelebte Vielfalt zu entdecken, die wir in Zukunft noch alle sehr gut brauchen können. Hier kann man nicht nur einsame Platzerln, abenteuerliche Schluchten oder wundersame Tiere und Pflanzen aufspüren – man kommt auch auf Du und Du mit den Leistungen der Naturpark-Menschen und ihren Produkten. Lässt man sich auf die Menschen und Landschaften der Naturparke ein und nimmt sich ausreichend Zeit, kann man alte Kultplätze aus der Bronze- und Keltenzeit, einzigartige Canyons im Ötscherland oder seltene Kriecherl, Orchideen und kostbare Halbedelsteine entdecken. Ganz egal welcher Entdeckertyp man dabei ist: Ob man sich auf die Spur der letzten ihrer Art macht oder ein gutes Tröpferl in besonders lauschiger Umgebung genießen möchte – der Antrieb und die Belohnung für Entdeckungen sind nicht zuletzt die Ausschüttung von Glückshormonen, die man so nur in den Naturparke genießen kann. Das geht so oft und so viel man möchte.

Ob die Streifzüge durch die Naturparke ganz allein oder in kundiger Begleitung gemacht werden, bleibt ganz der persönlichen Vorliebe überlassen. Für alle die es eher begleitet mögen, haben die Naturparke das beste Angebot schlechthin. Mit den mehr als 360 Naturvermittler*innen, die jährlich rund 80.000 Teilnehmer*innen im Zuge von Naturerlebnisangeboten persönlich begleiten, verfügt das Naturpark-Netzwerk österreichweit auch über die größte Gruppe an Naturschutz-Akteur*innen, die Inhalte der biologischen Vielfalt „Face-to-Face“ vermitteln und für gemeinsame Erlebnisse der Extraklasse sorgen.

Schließlich sind die Naturparke mit ihrer Ausrichtung, im Gegensatz zu anderen Schutzkategorien, dezidiert mit dem Auftrag der Verbindung, Einflechtung und Vermittlung von Naturschutzanliegen zu anderen gesellschaftlichen Lebensbereichen betraut. Und genau das macht die Naturparke auch zu etwas ganz Besonderem, qualifiziert sie als wichtigen Partner für die Umsetzung der österreichischen Biodiversitätsstrategie und bietet ihren Besucher*innen vielfältige Landschaften voller Entdeckungen.

© Archiv Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen, Franz Gerdl, Franz Kovacs, Stefan Leitner/mit Unterstützung von Bund, Land Steiermark und Europäischer Union (LEADER), Stefan Leitner/NP Gesäuse, Martin Lugger, MNStudio – stock.adobe.com, Naturpark Steirische Eisenwurzen, Verein Naturparke Niederösterreich/Fotograf: www.pov.at, Chris Walch, Wald der Sinne/Fotografin: nixxipixx.com, Daniel Zangerl

In unseren Naturparken genießt man die ganze Pracht und Vielfalt Österreichs nachhaltig

Fast alle Menschen in unseren Breiten brauchen und suchen irgendwann im Jahr Erholung. Das Angebot zur Befriedigung dieses für die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität unersetzlichen Betätigungsfeldes des „sich Erholens“ ist gewaltig, unüberschaubar und ein Bombengeschäft mit Schattenseiten und bekannten negativen Auswüchsen. Die Österreichischen Naturparke haben die Erholung als eine der 4 Säulen ihres Tuns und Handelns nicht nur in den Naturschutzgesetzen auf Länderebene verankert, sondern ein eigenes Verständnis in punkto Erholung entwickelt, das über die Ausformulierung in ihren Konzepten und Leitbildern hinaus auch umgesetzt und gelebt wird. Dabei zeigt sich ein hoher Gleichklang ihrer strategischen Ausrichtung auf landschaftsgebundene, biodiversitätsschonende und vielfaltsfördernde Erholungsangebote. Verwendete Slogans wie „Endlich Ruhe“ zeigen dabei ganz klar in eine Richtung, die keinen „Halligalli-Tourismus“ und keine Adrenalinsportarten forciert, sondern vielmehr eine Steigerung des Wohlbefindens der Besucher*innen und der Bevölkerung in einer ganzheitlichen, sorgsamen und nachhaltigen Form zum Ziel hat.

Die großartigen Landschaften voller Erholung der Österreichischen Naturparke bieten dafür wunderbare Aktivitätsräume und sorgen mit ihrer hohen landschaftlichen Eigenart für Erlebniscocktails hoher geschmacklicher Güte: Ob man alle Höhen und Tiefen Österreichs von den Dreitausendern des Ötztals bis zum tiefsten burgenländischen Steppensee am Fuß des Leithagebirges erleben möchte, oder eher auf das Rauschen von Wasserfällen oder den Blütenrausch der Obstblüte steht – in den Naturparken kann man sich ein buntes Erholungsprogramm zusammenstellen und muss sich dafür weder in Todesgefahr begeben, noch in künstlich geschaffenen Ersatzwelten abschwitzen.

Das Angebot der Naturparke setzt auf die Stärken der regionalen Eigenarten und ihre landschaftlichen und biologischen Ressourcen. Als Familie, Einzelperson oder Gruppe kann man beim Wandern, Radfahren, Bergsteigen, Kanufahren oder mittels des Genusses kultureller Angebote der Saison sein Wohlbefinden erhalten oder wiedererlangen. Das geht auf eigene Faust, oder man lässt sich mit fachkundlicher Begleitung von Naturvermittler*innen auf die großartige Tier- und Pflanzenwelt Österreichs in den Naturparken ein.

© Edelbrennerei Graf, Markus Huemer, Franz Kovacs, Stefan Leitner, Naturpark Weißbach Archiv, Ewald Neffe, Alois Pöltl, Michael Stabentheiner, Tinefoto/Martin Müller, Tinefoto.com/RM SW GmbH, Verein Naturparke Steiermark

In unseren Naturparken kannst man genussvoll einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Vielfalt Österreichs leisten

Einen Großteil der Vielfalt unserer Tiere und Pflanzen in den Naturparken gibt es nur noch deshalb, weil wir sie essen. Dafür sorgen die Partnerbetriebe der Naturparke mit der Herstellung und Veredelung von pflanzlichen und tierischen Köstlichkeiten ihrer Region. Wenn die Naturpark-Betriebe aufhören würden zu produzieren, wäre es auch mit einem Teil der Vielfalt schnell vorbei. Zum Glück tun sie das aber nicht. Vielmehr sorgen sie für reichhaltig gedeckte Tische voller Gustostückerln und Schmankerln. Damit könnte man sich und seine Familie eigentlich das ganze lange Jahr inkl. Festtage gesund und überaus schmackhaft ernähren. Das beginnt beim Honigbrot zum Frühstück, reicht über eine schmackhafte Kräuterjause als Vorspeise und köstlichen Lammbraten bis zum krönenden Abschluss mit Hirschbirnen-Schnaps aus dem Pöllauer Tal.

Bei der Erzeugung der als „Österreichische Naturpark-Spezialitäten“ gekennzeichneten Produkte wird größte Aufmerksamkeit auf schonenden Anbau, gewissenhafte Haltung und besondere kulinarische Güte gelegt. Mit der Vermarktung dieser Köstlichkeiten wird den Bäuer*innen auch zukünftig eine Erzeugung ermöglicht, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist, die Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten schützt und die Lebensfülle dieser charakteristischen Kulturlandschaften erhält.

Die „Österreichischen Naturpark-Spezialitäten“ sind in den jeweiligen Naturparken in Naturparkbüros, Bauernläden oder Lebensmittelgeschäften erhältlich, oder können direkt beim Produzenten bestellt werden. So können wir zu Hause in den eigenen vier Wänden ganz genüsslich einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt unserer Landschaften voller Gaumenfreuden leisten.

© Archiv Naturpark Weißbach, asapanchenko – stock.adobe.com, candy1812 – stock.adobe.com, Dmitriy – stock.adobe.com, Stefan Leitner/NP Gesäuse, Mathias Müller, Patrizia Tilly–stock.adobe.com, Patrizia Plattner, Soloviova Liudmyla – stock.adobe.com, tunedin–stock.adobe.com, Verein Naturparke Niederösterreich/Fotograf: www.pov.at, Wald der Sinne/Fotografin: nixxipixx.com, Weissensee Tourismus/tinefoto.com

Emotionale Wärme, Wohlbefinden und Geborgenheit für Menschen und Tiere

Kinder und Erwachsene mögen Liebe und Geborgenheit. Wenn man sich wo geborgen fühlt, fühlt man sich gleichermaßen auch behütet, gewärmt und geschützt. Die Österreichischen Naturparke und alle in die Entwicklung der Naturparke involvierten Menschen und Organisationen kümmern sich bei ihren Aktivitäten und Konzepten, neben den „Hard Facts“ einer tragfähigen wirtschaftlichen Entwicklung und der Harmonisierung von Anliegen des Naturschutzes mit land- und forstwirtschaftlichen Nutzungen, auch um die wichtigen emotionalen Bedürfnisse der Bewohner*innen und Gäst*innen, die in die Landschaften voller Geborgenheit der Naturparke kommen. Zu den Bewohner*innen zählen dabei auch die wilden und kultivierten Pflanzen und Tiere, die sich in den Lebensräumen der Naturparke genauso geborgen fühlen sollen und dürfen, wie wir Menschen auch. Wenn die Bäuer*innen oder Hausbesitzer*innen es beispielsweise zulassen oder aktiv fördern, dass die jungen Mehlschwalben im Nest an der Hauswand unter dem Dach in Geborgenheit groß werden können, schaffen sie nicht nur aktiv Lebensraum für eine Tierart, die wahrscheinlich seit Jahrtausenden zur Gegend gehört. Sie erzeugen und fördern damit bei ihnen selbst, bei ihren Kindern aber auch bei vorbeikommenden Menschen einen positiven Bezug zur Natur, der sich nachhaltig im Gehirn einnistet.

Die Naturparke kümmern sich aber auch mit ihren rein für Menschen gemachten Angeboten darum, dass man etwa in einer der vielen Buschenschenken, bei den Dorfwirten, einem Mostheurigenbesuch oder bei einem Abhofverkauf auf Menschen trifft, die Zufriedenheit und Gelassenheit ausstrahlen, mit der liebevollen Gestaltung ihres Ambientes Geborgenheit und wohlige Wärme vermitteln und bleibende Erlebnisse erzeugen, an die man sich gerne zurückerinnert.

© AlpPine Spirits, Robert Eder, Sonja Eder, Michael Gletthofer, Josef Hinterleitner, Franz Kovacs, LACON, Fred Lindmoser, Naturpark Pöllauer Tal, Naturpark Rosalia-Kogelberg, Ewald Neffe, Michael Stabentheiner, Verband der Naturparke Österreichs, Weissensee Information

Hunderte Ideen in hunderten Initiativen zum Erhalt der biologischen Vielfalt

Der Motor des Naturpark-Netzwerkes läuft mit der Kraft der Einfälle und dem tatkräftigen Zupacken von tausenden Menschen. Die Charaktervielfalt der Akteur*innen in den Naturparken bildet dabei einen ganz wichtigen Antrieb für neue Ideen zur Erhaltung unserer natürlichen Ressourcen in Österreich. Ihre Erhaltungsleistungen vollbringen die Landbewirtschafter*innen und all die anderen Naturpark-Akteur*innen aber nicht nur aus Pflichtbewusstsein, sondern weil es ihnen ein persönliches Anliegen ist und weil sie erkannt haben, wie sehr Lebensqualität mit der Erhaltung unseres natürlichen und kultivierten Erbes verbunden ist. Dabei wissen sie genau, dass die Welt nicht stillsteht und dass es gerade in Zeiten mit zunehmender Beschleunigung ohne die Entwicklung und vor allem die Umsetzung neuer Ideen nicht geht. Eine gute Chance haben die Naturparke dabei vor allem auch deshalb, weil sie auf den vier gleichberechtigten und gleichwichtigen Säulen: Schutz, Erholung, Regionalentwicklung und Bildung aufgebaut sind. Das schafft Raum für Ideen, für Querdenker*innen, Ideenspender*innen und Umsetzer*innen und kann säulenübergreifende Entwicklungen stimulieren, die den Menschen der Naturpark-Landschaften dienen und auf eine Erhaltung der kulturlandschaftlichen Ressourcen als starkes Prinzip und Grundlage ihres Handelns ausgerichtet sind.

Ob das nun Schafaktien, Partnerbetriebs-Konzepte oder Veranstaltungen mitten in den Zentren der Landeshauptstädte sind, die schmackhaft machen, wie das „Grünzeug von der Wiese“ zum Genuss für kleine und große Menschen geeignet ist. Apropos kleine Menschen: Mit der genialen Idee, die Naturpark-Schulen und Naturpark-Kindergärten zu gründen, gelingt es tagtäglich, das Motto der „Landschaften voller Ideen“ in die zukünftige Generation der Umsetzer*innen und Entscheidungsträger*innen hineinzutragen und gemeinsam mit den Kleinen und Kleinsten sowie den Pädagog*innen mit unglaublicher Kreativität weiterzuentwickeln.

Was da alles von den Kindern quergedacht, quergemacht und neugedacht wird, zeigt sich Jahr für Jahr in komprimierter Form zum Beispiel am Tag der internationalen biologischen Vielfalt im Mai. Unter dem Motto „Landschaften voller Verwandlungskünstler“ oder „Landschaften voller Tonkünstler“ zeigt der Nachwuchs von über 100 Schulen an ein und demselben Tag gemeinsam auf, wie wichtig die biologische Vielfalt ist, was sie alles zu ihrem Schutz tun und wie klangvoll die Biodiversität in Szene gesetzt werden kann.

© Archiv Naturpark Weißbach, Alfons Feldmann, Franz Kovacs, Herfried Marek, Naturpark Pöllauer Tal, Naturpark Sölktäler, Ewald Neffe, Volkmar Scherr

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Gehzeit: ca. 2h
Höhenunterschied: 120 Hm
Weglänge: ca 8km

© benjaminnolte–stock.adobe.com, gotoole – stock.adobe.com, Halfpoint – stock.adobe.com, Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, Franz Kovacs, Lara Nachtigall – stock.adobe.com, Stefan Leitner/NP Gesäuse, logoboom – stock.adobe.com, Herfried Marek, Svetoslav Radkov – stock.adobe.com, Zillertal Tourismus/becknaphoto.com

Kleine und große, junge und alte Menschen packen mit ganzer Tatkraft zum Schutz der Vielfalt an

In den Österreichischen Naturparken engagieren sich viele kleine und große, junge und alte Menschen mit ganzer Tatkraft dafür, dass wir alle in den Genuss dieses wunderbaren gemischten Satzes österreichischer Landschaftsvielfalt kommen. Die Naturparke und ihre Akteur*innen bilden dabei ein gewaltiges, generationenübergreifendes Naturschutznetzwerk und nehmen eine gestaltende und zukunftsweisende Rolle für den Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt in Österreich ein. Die Basis des 47 Naturparke großen, aktiven Netzwerkes bilden rund 500.000 Bürger*innen in über 200 Naturpark-Gemeinden, in denen mehr als 400 im Naturparkmanagement und in der Naturvermittlung tätige Personen, über 7.000 Kinder und Jugendliche in Naturpark-Schulen und -Kindergärten sowie viele weitere Partner wie Land- und Forstwirt*innen, Beherbergungsbetriebe und Tourismusanbieter wirken und werken.

Die Naturparke leisten dabei mit zahlreichen Projekten zum Schutz und Erhalt der Biodiversität angewandte Forschungsarbeit und setzen gemeinsam mit Landnutzer*innen und Freiwilligen Pflegemaßnahmen um. Sie tragen mit ihren regionalen Naturpark-Produkten zum Erhalt der traditionellen Kulturlandschaft und der biologischen Vielfalt bei, kümmern sich um die Eindämmung von invasiven, gebietsfremden Pflanzen und Tieren, betreiben im Schweiße ihres Angesichtes Arten- und Lebensraumschutz, schaffen Arbeitsplätze und gewährleisten in gemeinsamen Projekten mit dem Tourismus, dass Naturschutz und Erholungsnutzung auch Hand in Hand gehen können.

Mit diesen Taten schaffen es die Naturparke, ein kräftiges Zeichen für den Erhalt unserer natürlichen Ressourcen in ganz Österreich zu setzen. Nicht zuletzt vermitteln die Naturparke sowohl der Bevölkerung als auch Gäst*innen den Wert der Biodiversität und legen mit Naturpark-Schulen und -Kindergärten einen wichtigen Grundstein für eine lebendige Zukunft unserer Landschaften voller Tatkraft.

© Bernhard Auer, benicoma – stock.adobe.com, Blickfang – stock.adobe.com, Josef Hinterleitner, Christine Klenovec, Franz Kovacs, Stefan Leitner/NP Gesäuse, Out There Somewhere – stock.adobe.com, Naturpark Almenland, Naturpark Riedingtal, Naturpark Sölktäler, Oskar – stock.adobe.com, Beatrice Schöller, Michael Stabentheiner, Verein Naturparke Niederösterreich/Fotograf: www.pov.at

Unsere Naturparke leben Traditionen, die unsere Vielfalt am Leben erhalten

Unsere Naturparke haben über eine Verankerung in den Naturschutzgesetzen der Bundesländer den gesellschaftlichen Auftrag, die Eigenart und Schönheit ihrer Kulturlandschaften zu erhalten. Die Bewirtschafter*innen in den Österreichischen Naturparken erhalten mit ihrer täglichen Arbeit das biologische Erbe, das unsere Vorfahren über einen langen Zeitraum mitgeschaffen haben, ohne es oftmals direkt zu beabsichtigen oder sogar aktiv anzustreben. Wohlwissend, dass früher nicht immer alles besser war, sich der Schutzgedanke in den Jahrhunderten gewandelt hat und auch heute noch Moden unterliegt, die morgen vielleicht schon Geschichte sind, haben die Altvorderen in jedem Fall eine traditionell gewachsene Vielfalt in unseren Landschaften voller Traditionen erzeugt. Die spiegelt sich auch heute noch in einer enormen Vielfalt an Lebensräumen und an pflanzlichem und tierischem Leben wider. Annähernd 45.000 Tierarten und beinahe 3.500 Farn- und Blütenpflanzen besiedeln die unterschiedlichsten Lebensräume in Österreich, von denen unglaublich viele gerade auch in den Österreichischen Naturparken überlebt haben. Sie sind noch da, weil zahlreiche Bewirtschafter*innen immer noch Heu machen, Hecken erhalten, auf schädliche Wirkstoffe verzichten, seltene Kulturpflanzen und lokale Sorten anbauen oder seltene Nutztierrassen wie die Blobe Ziege züchten.

Oftmals verbinden die Menschen der Naturparke dabei Altes mit Neuem und schauen auf eine lebendige Weitergabe von Handlungsmustern, Überzeugungen und Gepflogenheiten. Dabei achten sie auch darauf, dass alte Traditionen und Fertigkeiten überleben, die im Moment vielleicht ein wenig überholt und nutzlos erscheinen, aber irgendwann wieder wichtig sein könnten.

Durch die 4 Säulen: Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung ist es dabei besonders breit und übergreifend möglich, das Erbe unserer Vorfahr*innen in das 21. Jahrhundert zu geleiten. Ob das der Einsatz alter Herstellungstechniken von Sensen, der Einsatz von Zisteln zur Marillenernte oder die Neubelebung der uralten Tradition des Aufschreibens von Naturbeobachtungen im Jahreslauf ist.

So wie es früher unsere Großeltern noch regelmäßig gemacht haben, notieren und melden heute wieder immer mehr die Zeitpunkte der Obstblüte, Getreidereife oder Rückkehr unserer Zugvögel mittels eigener Naturkalender-Apps. Damit leisten die Naturparke aktive Beiträge zur weltweiten Klima- und Biodiversitätsforschung und beleben quasi nebenbei eine Tradition, die es wahrscheinlich schon seit der Jungsteinzeit gibt.

© artiemedvedev – stock.adobe.com, Dieter Hawlan–stock.adobe.com, Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, Franz Kovacs, Stefan Leitner/NP Gesäuse, Fred Lindmoser, Naturpark Purkersdorf/Gabriela Orosel, Naturpark Riedingtal, Naturpark Steirische Eisenwurzen/Ernst Kren, TVB Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen/Mediadome, Verein Naturparke Niederösterreich/Fotograf: www.pov.at, Weissensee Tourismus/tinefoto.com, Georg Zöhrer

In unseren Naturparken triffst man auf Menschen, die mit ihrer Landschaft noch verwurzelt sind

Abseits der modernen Kommunikations-Landschaften und ihren ultraschnellen elektronischen Verbindungen a la Facebook oder Instagram, möchten unsere Österreichischen Naturparke vor allem Landschaften sein, in denen die Menschen noch intensiv mit der sie umgebenden Natur, Kultur und Tradition verbunden sind. Der sehr kräftige Begriff „gut geerdet“ zu sein, vermittelt dabei ein Anliegen, einen sehr intensiven Draht zur Landschaft und ihren Lebewesen zu haben und sich weniger leichtflüchtigen Moden wie Bewährtem Wissen und Handeln anzuvertrauen.

Zum Glück haben sich das unsere Naturparke auch auf ihre Fahnen geheftet und viele hundert Betriebe arbeiten noch oder wieder so, dass sie intensiv mit ihrem Stück Land verbunden sind und ihr Wirken auch viele ökologische Verbindungen wie zum Beispiel in einer Streuobstwiese ermöglicht. Streuobstwiesen wurden dazu angelegt, um Obst zu ernten und mit dem Unterwuchs kleine und große Nutztiere zu ernähren. Damit wurde aber zugleich ein extrem strukturreiches, vielfältiges und für unzählige Tiergruppen nutzbares ökologisches System sprichwörtlich aus dem Boden gestampft. In einer hochstämmigen Streuobstwiese haben schon unsere Ururgroßväter ältere, dickere, großkronigere und höhlenfähigere Bäume zugelassen und gefördert, als in einer modernen, einfacher gestrickten Intensivobstkultur. Damit sind die Bewirtschafter*innen unweigerlich enge Verbindungen zu ihren Standorten, Tieren und Pflanzen eingegangen und haben ökologische Funktionsketten verbunden, die bunt und unglaublich vielfältig sind.

In den Naturparken wird emsig daran gearbeitet, möglichst viele solcher Verbindungen zwischen den Gliedern der biologischen Vielfalt beim Planen, Wirtschaften und Umsetzen zu bedenken, zu erzeugen und zu bewahren. Das bietet nicht zuletzt auch sehr gute Chancen auf eine nachhaltige und ressourcenschonende Bindung von Gästen*innen und Tourist*innen, die in den Landschaften voller Verbundenheit auch das wertvolle Produkt der biologischen Vielfalt genießen können.

© Arge Naturparke Burgenland, Sabrina Bühn, Barbara Derntl, Fotolia/bessi7, Franz Kovacs, Stefan Leitner, Herfried Marek, Manuela Marosevic, Naturpark Karwendel, Archiv Naturpark Ötztal/Patrizia Plattner, Naturpark Südsteiermark, Ewald Neffe, Herbert Schlatter

Über 100 Naturpark-Schulen und 50 Naturpark-Kindergärten in ganz Österreich leben eine zukunftsträchtige Bindung zu Natur und Region

Wie man vorausschauend und weitsichtig zur Erhaltung der Vielfalt beitragen kann, zeigen die Anstrengungen der Naturparke schon bei den Kleinen und Kleinsten. In über 100 Naturpark-Schulen und 40 Naturpark-Kindergärten wird den jüngsten Bewohner*innen der Naturpark-Regionen von klein auf ein grundlegendes Verständnis für ökologische Zusammenhänge vermittelt, das vor allem die Freude an der Beschäftigung mit Natur wecken und entfachen soll. Das vom VNÖ entwickelte Modell der „Naturpark-Schulen“ und „Naturpark-Kindergärten“ wurde dabei zu einem großartigen Erfolg. Die Schulen und Kindergärten erfüllen österreichweit gültige Kriterien und konnten sich binnen weniger Jahre in allen Naturpark-Bundesländern verankern. Grundlage für den großen Erfolg der Naturpark-Schulen und -Kindergärten ist deren enge Kooperation mit dem Naturpark und der Gemeinde. Durch die intensive Auseinandersetzung der Kinder und Jugendlichen mit den Themen des Naturparks findet eine emotionale Bindung statt, die langfristig zu einer gelebten Identifizierung mit dem Naturpark führt, für Naturschutzthemen sensibilisiert und diese Landschaften voller Zukunft mitgestaltet. Dabei werden nicht nur Wissen, Kreativität und soziale Kompetenz gefördert, sondern auch eine zukunftsträchtige emotionale Bindung der Kinder und Jugendlichen zur Natur ihrer Region geschaffen.

Die Österreichischen Naturparke ziehen aber nicht nur bei den Kleinen und Kleinsten an einem Strang, sondern setzen auch bei aktiven Erhaltungsmaßnahmen auf zukunftsträchtige Strategien. Für ein österreichweit koordiniertes und auf die zukünftige Entwicklung abgestimmtes Vorgehen haben die Verantwortlichen dabei die Biodiversitätsstrategie für Naturparke entwickelt sowie die Themenfelder und Maßnahmen für die kommenden Jahre abgestimmt. Damit reihen sich die Aktivitäten der Österreichischen Naturparke nahtlos in die Umsetzung der österreichischen und europäischen Biodiversitätsstrategien ein und leisten wichtige Beiträge zum Erhalt unseres Naturerbes.

Eine möglichst große biologische Vielfalt zu erhalten bedeutet dabei jedenfalls, mehr Möglichkeiten für die Zukunft zu schaffen und hilft dabei, flexibel auf Veränderungen zu reagieren. So erhöhen die Naturparke die Zukunftschancen dafür, dass wir und unsere Kindeskinder körperlich und geistig gesund bleiben, qualitativ hochwertige Lebensmittel genießen können und glücklich aufwachsen dürfen.

Naturparke in Österreich
Ausflugstipps