Zum Inhalt springen

AA AA AA

Foto: F. Grabenhofer

Foto: F: Kovacs

Foto: F. Kovacs

Foto: F. Grabenhofer

Foto: F. Kovacs

Schulen & Kindergärten

Kindern unserer Zeit ist es nur selten gestattet einfach so in den Wald oder auf Magerwiesen zu gehen und die darin beheimatete biologische Vielfalt zu entdecken. Was andere Generationen als selbstverständlich erleben durften, bleibt Kindergarten- und auch Schulkindern heutzutage oft verwehrt. Naturpark-Schulen und Naturpark-Kindergärten/Horte schaffen, in einer engen Zusammenarbeit mit den Naturparken und Gemeinden, die Möglichkeit ein grundlegendes Verständnis für die Natur zu erlangen.

Der Unterschied zwischen dem wohlschmeckenden und bekömmlichen Bärlauch und der tödlich giftigen Herbstzeitlose kann im Freiland erklärt und verstanden werden. Die blaue Farbe eines Moorfroschs im Frühjahr wird erlebt und schafft Einblicke in den Lebensraum von Mooren und Feuchtwiesen. So wird Kindern und Jugendlichen die Naturpark-Idee auf erlebnisorientierte Art und Weise nähergebracht und der Schutz der Natur wird ihnen nach und nach zu einer Herzensangelegenheit.

Warum findet man auf einer intensiven Fettwiese keinen Wiesensalbei? Weshalb blüht auf einer Feuchtwiese die Kuckuckslichtnelke? Was haben eine extensive Feldflur und die dazu gehörenden Hecken mit Biodiversität zu tun? Warum sind Honigbienen, aber auch Fliegen für die reiche Ernte von Äpfeln so wichtig? Naturpark-Schulen geben die Antworten nicht nur lehrend im Unterricht, sondern lassen die Schülerinnen und Schüler diese erforschend, in einer engen Kooperation mit den Naturparken, selbständig finden. Projekte und Freilandexkursionen im Sinne der Naturpark-Philosophie helfen ein grundsätzliches ökologisches Bewusstsein zu schaffen. Für Gemeinden und die Naturparke ist die Naturpark-Schule ein wesentlicher Punkt des Bildungsauftrages aber auch ein hervorragendes Instrument zur Identifikation der Bevölkerung mit dem Naturpark.

Sei es die intensive blutrote Verfärbung der zerriebenen Blütenblätter des Johanniskrauts, der Geruch und Geschmack einer Wilden Möhre, oder die wohlschmeckenden Aufstriche aus Kräutern von Halbtrockenrasen – die Ansprache der verschiedenen Sinneswahrnehmungen faszinieren und fördern den Forscherdrang bei Kindern. So wird nebenbei ein Naturpark-Bewusstsein geschaffen und die Ideen und die Philosophie der Österreichischen Naturparke gelebt und aktiv umgesetzt. In einem Naturpark-Kindergarten/Hort haben Kinder die Chance so früh wie möglich eine positive, emotionale Bindung zur Natur aufzubauen. Biologische Vielfalt ist nicht nur ein abstrakter Begriff, sondern wird mit allen Sinnen erlebt. Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken sind die Methoden, die den kleinsten Mitgliedern unserer Gesellschaft die Natur näherbringen.

Top