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Foto: Ewald Neffe

Foto: Pixabay/lagunabluemolly

Foto: Pixabay/sethink

Naturpark-Schulen und Biodiversität

Der österreichweite Aktionstag der Naturpark-Schulen zum Tag der Biodiversität

Der Schutz und Erhalt der Biodiversität ist ein wesentliches Thema in den Naturparken. Mit Bezug auf den „Internationalen Tag der biologischen Vielfalt“, der jährlich am 22. Mai auf der ganzen Welt gefeiert wird, hat der VNÖ alle Naturpark-Schulen und -Kindergärten aufgerufen, ein gemeinsames Zeichen für die Biodiversität zu setzen und sich mit Projekten und Veranstaltungen an einem österreichweiten Aktionstag mit wechselndem Jahresthema zu beteiligen.


2019 wird das Jahr der Tonkünstler

2019 findet der Aktionstag zum Tag der Biodiversität am 22. Mai statt, dieses Mal unter dem Motto „Landschaften voller Tonkünstler“. Alle Naturpark-Schulen und -Kindergärten sind eingeladen, sich mit Aktionen und Projekten daran zu beteiligen.

Fotos: Ewald Neffe, Pixabay/lagunabluemolly, Pixabay/sethink, Ewald Neffe, Herfried Marek, Pixabay/Pezibear, Pixabay/Oldiefan

Unsere Naturparke sind voller Tiere, Pflanzen und auch unbelebter Phänomene, die uns mit ihren unglaublich vielfältigen Kommunikationsarten und Geräuschwelten immer wieder aufs Neue in Staunen versetzen. So wie etwa die spannenden Momente, wenn aus einem freundlichen Zwitschern ein Alarmsignal wird, nach einer Unterbrechung durch Raubtiere wieder ein entspannter Austausch einkehrt, sich Naturgewalten lautstark ihren Weg durch die Landschaft bahnen oder wenn wir Menschen alltägliche Pflanzen zu stimmungsvollen Musikinstrumenten machen.

Das Spiel mit Geräuschabfolgen von einer Stimmung zur nächsten, von einer Tonabfolge in eine andere, von einem alten Rhythmus zu einem neuen finden wir aber auch, wenn sich eine Brise in einen Sturm verwandelt, wenn Wasser in der Kurve eines Bachlaufs plötzlich schneller fließt oder sich die Geräuschwelten einer Jahreszeit zur nächsten Phase wandeln. Am Tag der biologischen Vielfalt im Jahr 2019 dreht sich bei den Naturpark-Schulen und -Kindergärten alles um Geräusche und Kommunikation in der Naturparklebewelt, die dahintersteckenden Strategien, genialen Kniffe und das wunderbare Wechselspiel zwischen Symphonien und Dissonanzen.

Informationen und Materialien zum Aktionstag 2019

Ideen und Tipps zum Jahresthema „Landschaften voller Tonkünstler“

Die konzentrierten Aktionen der Naturparke, Naturpark-Schulen und Naturpark-Kindergärten lassen diese als österreichweite, kräftige Einheit in Erscheinung treten und erhöhen die öffentliche Wahrnehmung für deren Engagement für die Biodiversität. „Ideen und Tipps“ soll als Unterstützung für Aktionen und Projekte zum Jahresthema „Landschaften voller Tonkünstler“ dienen.

PDF-Download: Ideen und Tipps Tonkünstler

Beispiele zu Tonkünstlern, die uns umgeben

Gehölze

Foto: Pixabay/Yvonne Höpfl

Das Phänomen

Gehölze kombinieren ganz bestimmte Tier- und Pflanzenwelten, die je nach Art und Größe, eigene Geräuschkulissen hervorrufen. Diese Geräuschkulissen machen den Klang und die Stimmung in einem Lebensraum einzigartig und unterscheiden ihn von anderen Symphonien, welche zum Beispiel nur auf Wiesen zu hören sind.
Gehölze wie zum Beispiel Heckensträucher wogen sich im Wind, rascheln mit den Blättern, schlagen mit den Ästen aufeinander und knacken. Je mehr Gehölze beieinanderstehen, desto intensiver werden ihre Geräusche. Im Wald gesellt sich zu Blätterrascheln, schlagenden und knackenden Ästen auch das mächtige Stöhnen von Baumstämmen, das Rumpeln, wenn sie fallen oder der laute Knall, wenn ein Baum vom Blitz getroffen wird. Hecken wie auch Wälder dienen aber auch als Lebensraum für Tonkünstler wie singende Vögel, keifende Eichhörnchen und brummende Käfer. Manche unserer Tonkünstler kommen nur in Lebensräumen mit den richtigen Gehölzen vor. So findet man Mönchsgrasmücken nur dort, wo es Hecken gibt, aber niemals mitten im Wald oder auf einer offenen Fläche. Buchfinken hingegen lieben Bäume und würden sich nicht mit ein paar Sträuchern zufrieden geben. So klingen selbst verschiedene Arten und Kombinationen von Gehölzen unterschiedlich. Diese manchmal feinen Unterschiede kannst du nur wahrnehmen, wenn du dich bewusst darauf einlässt und dich mit deiner Umgebung beschäftigst. Dann enthüllen sich dir
nach und nach die Melodien, die durch Gehölze geprägt werden.

 

Die Geräusche im Überblick

  • Die Bewohner der Hecken und Wälder, wie zum Beispiel verschiedene Vögel, Bienen, Füchse, Hirsche und viele mehr zwitschern, summen, rufen, quieken, heulen, röhren und fauchen.
  • Saftstrom des Ahorns.
  • Blätter rascheln in Laubwäldern.
  • Äste knacken.
  • Stämme ächzen.Blüten verwandeln sich in Früchte.

 

Ideen und praktische Tipps zur Umsetzung

  • Besorg dir ein Stetoskop und leg es an einen Baumstamm. Was kannst du hören? Wie hört es sich an, wenn jemand die Äste schüttelt oder du gegen den Baumstamm klopfst?
  • Geh zu deiner Naturparkhecke und hör dich um, welche Heckenbewohner und
    Heckengeräusche kannst du hören?
  • Bau eine Rassel aus den Samen deiner Hecke oder des Waldes. Das funktioniert
    besonders gut mit den Samen von Hasel, Pimpernuss, Schlehe, Schwarzem Holunder, Rotbuche, Eiche, Robinie, Kirsche und Linde.
  • Setz dich zuerst unter einen Nadelbaum, dann unter einen Laubbaum und lausche ihren Geräuschen. Wie unterscheiden sie sich? Bemerkst du auch Unterschiede zwischen verschiedenen Laubbäumen?
  • Spiel das Mikrofonspiel
  • Welche Geräusche gibt es im Wald? Welche dieser Geräusche kannst du im Wald in deiner Nähe hören?
  • Manche Vorgänge bei Gehölzen, wie zum Beispiel die Samenverbreitung des Sandbüchsenbaums, können sehr laut sein.
  • Welche Beispiele kennst du noch?
  • Wie sehen Fuchsrufe aus, wenn man sie zeichnet?

 

Zum Weiterdenken

  • Welche Prozesse in Gehölzen verursachen
    noch Geräusche?
  • Welche Töne entstehen wenn Menschen
    Gehölze verarbeiten und verwenden?

Wiesen

Foto: Donau Niederösterreich/www.extremfotos.com

Das Phänomen

Wie Gehölze kombinieren Wiesen ganz bestimmte Tiere und Pflanzen zu einer eigenen Tonkulisse. Nicht nur leben auf Wiesen andere Tiere und Pflanzen als auf Gehölzen, sie werden auch von Menschen anders genutzt. So finden sich auf Wiesen Haustiere wie zum Beispiel Kühe, Schafe oder Ziegen, die dieser Umgebung einen ganz anderen Klang verleihen, als wir ihn im Wald durch Rehe, Füchse oder Wölfe hätten. Auf Wiesen finden sich auch eigene Vogelarten, die den Wald meiden, wie zum Beispiel das Braunkehlchen oder die Feldlerche. Auch manche Insekten, wie zum Beispiel Zikaden und Grillen finden sich nur auf Wiesen und veranstalten nur dort ihre lauten Konzerte, die von im Wind rauschendem Gras begleitet werden.
So einzigartig wiesenbewohnende Tiere sind, so einzigartig sind auch ihre Strategien um Töne zu erzeugen:
Vögel nutzen ihren Stimmkopf, Insekten verwenden ihren Panzer oder ihre Tymbalorgane und Säugetiere erzeugen Töne mit dem Kehlkopf. Auf Wiesen finden finden wir auch Pflanzen wie den Klappertopf oder den Mohn, die von sich aus keine Geräusche erzeugen können, aber mit ihren Fruchtständen im Rhythmus rasseln, wenn sie vom Wind geschüttelt werden. So haben Wiesen ihre eigene, einzigartige
Kombination von Tönen, die sich in keinem anderen Lebensraum findet. Wie auch bei der Tonkunst der Gehölze lassen sich die Unterschiede zwischen verschiedenen Wiesen nur wahrnehmen, wenn du dich bewusst darauf einlässt und dich mit diesem einzigartigen Lebensraum beschäftigst. Dann enthüllen sich dir nach und nach die Melodien, die durch Wiesen geprägt werden.

 

Die Geräusche im Überblick

  • Weidetiere wiehern, blöken und muhen
  • Wiesenbewohner wie der Feldhase, Ziesel oder Hamster quieken und rufen.
  • Insekten schwirren und summen.
  • Zikaden und Grillen zirpe.
  • Heupferde reiben sich die Beine.
  • Wiesenpflanzen, wie zum Beispiel der Mohn oder der Klappertopf, rasseln und
    klappern mit ihren Fruchtständen.

 

Umsetzungsideen und praktische Tipps

  • Geh auf eine Wiese und mach eine Geräuschlandkarte.
    Was kannst du wo hören?
  • Schaff Lebensraum für die Tonkünstler der Wiese und baue ein Insektenhotel oder eine Insektentränke.
  • Male die Geräusche die du hörst. Wie sehen sie für dich aus?
  • Welche Geräusche findest du auf einer Wiese?
  • Welche Geräusche kannst du auf Wiesen in deiner Nähe hören?
  • Wie hören Tiere, wie zum Beispiel Falter und Fische?
  • Geh mit deinem Smartphone auf eine Wiese und sieh dir die Visualisierung der Wiesengeräusche (Sonagramme) an. Welche Töne findest du am schönsten?


Zum Weiterdenken

  • Wie funktionieren die Ohren von Kühen, Schafen und Ziegen?
  • Wie machen Grillen, Zikaden und Heupferde Geräusche und wie hören sie?

Vögel

Foto: Ewald Neffe

Das Phänomen

Das PhänomenVögel gehören zu den offensichtlichsten Tonkünstlern unserer Umwelt. Sie singen, zwitschern, piepsen, quieken, klopfen, fauchen, imitieren … Jedes Frühjahr singen sich viele von ihnen die Kehle aus dem Hals um anderen Vögeln mitzuteilen, dass sie bereit sind für eine Familiengründung. Das interessante dabei ist, der Gesang vieler Vögel ist nicht angeboren, sondern erlernt. Wie ein Kind, das in die Musikschule geht, lernen auch viele Vögel den Gesang wenn sie jung sind. Singend und rufend drückt sich jederVogel anders aus und jede Art hat ein breites Repertoire, mit dem sie uns mitteilt, was gerade passiert und was sie bewegt. Und das kann auch uns Menschen bewegen.Der erste Vogelgesang im Frühling lässt das Herz höherschlagen, ein Sommer ohne Amselgesang ist unvorstellbar und nicht umsonst dienen Vögel als Inspiration für zahlreiche Gedichte und Musikstücke wie zum Beispiel „Wenn der Vogel singen will“von Franz Grillparzer oder „Il gardellino“ von Vivaldi.Besonders bei Musik kommt sich die Tonkunst der Vögel und der Menschen nahe, denn so wie Menschen versuchen Vögel zu imitieren, so versuchen Vögel oftmals auch Menschen zu imitieren.So kann es vorkommen, dass ein Vogel anstatt seiner arteigenen Melodie einen Popsong trällert. Besonders intelligente Vögel, wie zum Beispiel Eichelhäher, imitieren auch andere Tiere, wie zum Beispiel Katzen, um Fressfeinde zu vertreiben.Wenn wir genau darauf achten, können wir verschiedene Vogelarten an ihren Rufen unterscheiden und mit ihnen fühlen, was sie gerade mit ihren ArtgenossInnen teilen. Manchem Leute machen das sogar haupberuflich.

 

Die Geräusche im Überblick

  • Paarungsrufe im Frühling.
  • Futterrufe wenn sich die Eltern dem Nest nähern.
  • Warnrufe bei Gefahr.
  • Flügelrascheln beim Putzen und beim Fliegen.
  • Klopfen und Rascheln, wenn Vögel nach Nahrung suchen.

 

Ideen und praktische Tipps zur Umsetzung

  • Schaff Lebensraum für diese Tonkünstler und baue ein Vogelhaus.
  • Mach eine Vogelkartierung und sieh dir an welche Vögel in deiner Umgebung
    leben. Hierzu kannst du einfach spazieren gehen und die Vögel, die du bemerkst auf einer Karte einzeichnen, oder dich von nachfolgender Anleitung inspirieren lassen
  • Versuch die Töne verschiedener Vögel nachzuahmen. Welche Vögel fallen dir leicht? Das kannst du auch mit Vogelpfeifen ausprobieren. Vogelfpeifen bekommt
    man zum Beispiel beim Jagdbedarf.
  • Versuche ein Sonagramm zu zeichnen und vergleiche verschiedene Vögel.
  • Hör dir Musikstücke berühmter KomponistInnen an, die von Vögeln inspiriert
    wurden wie zum Beispiel
  • Sieh dir an:
    >wie Menschen Vogelstimmen imitieren
    >wie Vögel Menschenstimmen imitieren
    >wie Vögel Alltagsgeräusche imitieren
  • Mach ein Quiz und finde heraus wie viele
    Vogelstimmen du kennst

 

Zum Weiterdenken

  • Welche Vögel kennst du und welche Töne machen sie? Kannst du sie nachahmen?
  • Wie funktionieren Vogelohren und Vogelstimmen?
  • Wie kannst du Vogelkommunikation beobachten?
  • Welche Strategien haben Vögel um besonders leise zu sein?

Säugetiere

Foto: Pixabay/lagunabluemolly

Das Phänomen

Auch Säugetiere drücken sich über Töne aus. Sie piepsen, quieken, blöken, muhen, jaulen, fauchen, bellen, miauen und vieles mehr. Dabei klingt jedes Säugetier anders und hat sein eigenes Repertoire mit dem es uns mitteilt, was gerade passiert, ob es gerade Lust auf Zuneigung hat oder ob es lieber alleine gelassen werden möchte.Säugetiere nutzen diese Töne und Tonabfolgen um untereinander, zum Beispiel von Katze zu Katze, oder auch von Katze zu Hund, zu kommunizieren. Manche dieser Töne haben sich Menschen zunutze gemacht, wie zum Beispiel das Bellen eines Hundes oder Esels um vor Gefahr gewarnt zu werden. Gleichermaßen nutzen Menschen Töne, wie zum Beispiel Pfiffe oder Rufe um mit Säugetieren zu kommunizieren und sie dazu zu bringen bestimmte Dinge zu tun. Dabei enstehen manchmal kunstvolle Tonabfolgen und Melodien, wie zum Beispiel beim schwedischen Hirtenruf, dem Kulning, das mit seinen lang gezogenen hohen Tönen durch das ganze Tal hallt. Manchmal beschränkt sich die Kommunikation auch auf kurze Pfiffe und Wörter, die einen Moment nachdem sie ausgestoßen wurden schon wieder verklungen sind. Obwohl Säugetiere, mit Ausnahme des Menschen, weniger musikalisch erscheinen als zum Beispiel Vögel, interagieren sie auch mit Musik. So kommen zum Beispiel Kühe angelaufen, wenn sich ihre Bauern aufs Feld setzen und Musik spielen oder Katzen versuchen ihre Menschen davon abzuhalten nervige Musik zu spielen.Unter den Säugetieren gibt es außerdem ganz spezielle Tonkünstler, die Fledermäuse. Sie stoßen Laute aus, die für Menschen meist nicht hörbar sind, um sich in ihrer Umgbung zu orientieren. Sie sehen sozusagen mit den Ohren.

 

Die Geräusche im Überblick

  • Manche Säugetiere rufen während der Brunft und verwenden auch sonst viele Töne, wie zum Beispiel für Warnrufe, bei Kämpfen um zu imponieren oder um Freude auszudrücken.
  • Katzen schnurren und miauen.
  • Hunde winseln, knurren und bellen.
  • Hamster und Kaninchen quieken.
  • Rothirsche röhren.
  • Wildschweine grunzen.

 

Umsetzungsideen und praktische Tipps

  • Mach eine Suchliste
  • Spiel Säugetier-Activity mit den Kategorien Zeichnen, Töne nachahmen und Pantomime
  • Versuche die Geräusche deiner Lieblingstiere nachzuahmen. Was fällt dir dabei auf?
  • Hör dir die Herzschläge verschiedener Säugetiere an (z.B. auf Youtube) und vergleiche sie mit deinem eigenen. Was fällt dir auf?
  • Menschen immitieren andere Tiere und kommunizieren mit ihnen, wie zum Beispiel beim schwedischen Hirtenruf
    >Was fällt dir dazu ein?
    >Kennst du noch weitere Beispiele?
  • Was hören unsere Vierbeiner?
  • Nicht nur der Mensch, sondern auch Tiere mögen Musik und auch hier sind die Geschmäcker verschieden
  • Mach ein Quiz.
    >Wie viele Säugetierstimmen kennst du?
    >Welche davon kennst du aus deiner Umgebung und aus deinem Alltag?

 

Zum Weiterdenken

  • Welche Geräusche machen Fledermäuse und warum können sie Menschen nicht
    hören?
  • Wie nehmen andere Tiere Geräusche wahr und wieso hören sie oft so viel besser als Menschen?
  • Wie setzen Säugetiere ihre Stimme zur Kommunikation ein?
  • Wie kommunizierst du mit Säugetieren, wenn du welche triffst?
  • Welche Strategien haben Säugetiere um besonders leise zu sein?

Jahreszeiten

Foto: Pixabay/Public Domain Pictures

Das Phänomen

Das Naturjahr ist wie ein Musikstück: Wenn im Frühling die ersten Tiere aus dem Winter zurückkehren beginnt der Frühling mit einem Pianissimo, welches während der Paarungszeit seinen Höhepunkt in einem dröhnenden Forte findet. Der Frühlingshöhepunkt wandelt sich zum Sommer in ein Mezzoforte, welches zum Herbst hin in ein Pianissimo übergeht. Nach und nach wird auch das Pianissimo des Herbstes zu fast völliger Stille und der Winter bricht an. Doch nicht nur Tiergeräusche ändern sich mit den Jahreszeiten: ein zugefrorener Bach taut im Vorfrühling auf und fängt wieder an zu glucksen, die Blätter fangen im Spätfrühling wieder an zu rauschen, ein Sommergewitter schickt Donner über den Himmel, ein Herbststurm pfeift und ein Schneesturm im Winter erstickt alle Geräusche. So erzeugen Tiere, Pflanzen und Wetterphänomene akustische Kombinationen, die typisch für jede Jahreszeit sind. Auch Menschen erzeugen in jeder Jahreszeit typische Geräusche. So kann man im Frühling die ersten MotorradfahrerInnen hören, im Sommer vergnügtes Plantschen am Wasser und die Ernte des ersten Getreides, im Herbst die Lieder der Erntedankfeste und des Almabtriebs und im Winter Weihnachtslieder, das Vorbeisausen von Skifahrern oder das Kratzen von Eislaufschuhen auf dem Eis. Manchmal hört man die Unterschiede zwischen den Jahreszeiten fast nicht, weil die Übergänge so langsam passieren und die Unterschiede fein sein können. Die Symphonien, die das Jahr für uns spielt, sind subtil und nur wer sich darauf einlässt viele Male genau hinzuhören kann sie in ihrem vollen Umfang genießen.

 

Die Geräusche im Überblick

  • Der Frühling ist laut und es dominieren die Paarungsrufe und Reviergesänge der Vögel, Blätterrauschen ist erst am Ende des Frühlings zu hören.
  • Der Sommer ist ein wenig leiser, die Paarungsrufe klingen aus und es dominieren Warnrufe, Freudenschreie, das Zirpen der Grillen und Heuperde und Blätterrascheln.
  • Im Herbst hörst du hauptsächlich Blätterrascheln, das leise Knacken, wenn ein Blatt zu Boden fällt und die Paarungsrufe einiger Säugetiere.
  • Der Winter ist leise und es dominiert die Stille, höchstens bei einem Sturm heult
    noch der Wind, aber Tiere und Pflanzen sind fast völlig still.

 

Ideen und praktische Tipps zur Umsetzung

  • Komponiere dein eigenes Jahreszeitenlied
  • Mach eine Geräuschjagd und versuche so viele Geräusche wie möglich zu finden
  • Hör dir Musikstücke berühmter KomponistInnen zu den Jahreszeiten an, zum Beispiel:
    > „Die vier Jahreszeiten“ von Vivaldi
    >„Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn
    Kannst du die Jahreszeiten erraten bevor
    du den Titel des Stückes liest?
  • Welche Klänge hörst du im Sommer, im Frühling oder im Herbst?

 

Zum Weiterdenken

  • Mach die Geräuschjagd und das Mikrofonspiel zu verschiedenen Jahreszeiten.
    Wie viele und welche Geräusche findest du in welcher Jahreszeit?

Elemente

Foto: Fotalia/bessi7

Das Phänomen

Vom säuselnden Wind bis zur Opernsängerin, das Element Luft ist die Grundlage vieler Geräusche. Bewegt sie sich, wie Beispielsweise bei Wind, entsteht Rauschen, Pfeifen, Quietschen oder Säuseln. Desto gekonnter sie über Membranen und Resonanzräume bewegt wird, wie beispielsweise mit Stimmbändern oder Musikinstrumenten, desto abwechslungsreichere Melodien können entstehen. Hinter Tönen, die von Luft verursacht werden, liegen komplexe physikalische Vorgänge, die nicht nur für kunstvollen Selbstausdruck wichtig sind, sondern auch für viele Maschinen und Geräte, wie zum Beispiel Lautsprecher und Filmaufnahmen. Wasser ist, genauso wie Luft, die Grundlage vieler Geräusche und kann als Regen prasseln, trommeln, peitschen undm dröhnen. Der Regen gibt uns Rhythmus und spielt gemeinsam mit Blitz, Donner und Windbrausen Symphonien für uns. Wasser macht nicht nur selbst Geräusche, sondern bietet auch Lebensraum für Tonkünstler, wie zum Beispiel quakende Frösche, surrende Libellen und singende Vögel. Genauso wie bei Luft stecken hinter Wassergeräuschen komplexe physikalische Vorgänge, die Menschen für Maschinen und Geräte einsetzen, wie zum Beispiel das Echolot, welches verhindert, dass Schiffe auf Grund laufen. Wasser und Luft dienen nicht nur der Tonerzeugung, sie übertragen und reflektieren Töne auch auf unterschiedliche Art und Weise. So beeinflussen diese beiden Elemente auch unsere Geräuschwahrnehmung, weshalb sich eine trockene Umgebung anders anhört, als eine feuchte und ein windiger Lebensraum anders klingt, als eine große Wasserfläche.

 

Die Geräusche im Überblick

  • Das Element Wasser plätschert, rauscht und gluckst in Bächen. Je nach Fließgeschwindigkeit entstehen laute und leise, langsame und schnelle, monotone und abwechslungsreiche Geräusche.
  • Stehende Gewässer können durch Zersetzungsprozesse blubbern und bieten vielen tierischen Tonkünstlern Lebensraum.
  • Wasser trommelt als Regen auf Dächer und Fensterscheiben.
  • Das Element Luft braust, heult und säuselt als Wind. Wind kann Blätter zum Rascheln und Äste zum Knacken bringen.
  • Luft wird von Menschen und Tieren durch ihre Stimmbänder bewegt. Es entsteht
    Sprache und Gesang.
  • Feuer knistert und knackt.

 

Ideen und parktische Tipps zur Umsetzung

  • Schaff Lebensraum für Tonkünstler des Windes indem du Vogelhäuser aufstellst.
  • Mach dir eine Wasserharmonika indem du über den Rand von wassergefüllten Weingläsern streichst.
  • Bau dir eine Wasserflöte, indem du Flaschen verschieden hoch mit Wasser füllst und über die Öffnung bläst. Je mehr Wasser die Flasche enthält, desto höher wird der Ton. Alternativ kannst du die Wasserflöte auch als Wasserxylophon vewenden, indem du mit einem Schlägel dagegen schlägst.
  • Mach ein Feuer und gib nach der Reihe verschiedene Dinge hinein: Salz, Wasser, verschiedene Hölzer. Welche Geräusche lösen sie aus?
  • Hör dir Musikstücke berühmter KomponistInnen an, die von den Elementen Wasser, Wind oder Feuer inspiriert wurden, zum Beispiel:
    > „Wasser Musik“ von Georg Friedrich Händel
    > „Winter Wind“ von Frédéric Chopin
    Kannst du die Elemente anhand der, Musik, bevor du den Titel liest, erraten? Auch moderne MusikerInnen lassen sich von den Elementen inspirieren, zum Beispiel:
    > „Regen“ von Brian Crain
    > „Wind“ von Brian Crain
    > „El fuego“ von Capella de la Torre
    Kannst du die Elemente anhand der Musik, bevor du den Titel liest, erraten?
  • Verschaff dir einen Überblick über Gewässergeräusche:
  • Mixe mit dem Naturgeräuschmixer deine eigenen Naturgeräusche mit den Elementen Feuer, Wasser und Luft.

 

Zum Weiterdenken

  • Machen Fische auch Geräusche?
  • Wieso gibt es Geräusche?
    Könnten wir ohne Luft oder ohne Wasser hören?
  • Wieso macht der Wind überhaupt Geräusche?
  • Wie entstehen Donnergeräusche?

Menschen

Foto: Pixabay/Pezibear

Phänomen

Wie andere Tonkünstler lenken Menschen Luftmoleküle bewusst in die richtigen Bahnen, um sich sprechend, singend oder auch über ein Musikinstrument auszudrücken. Diese geräuschvollen Kunstformen sind von Person zu Person, Region zu Region und Land zu Land unterschiedlich. Gedichte und Musikstücke haben in unterschiedlichen Dialekten und Sprachen verschiedene Rythmen und Töne. So basiert europäische Musik auf acht Tönen und stellt Zusammenhänge in den Vordergrund, während asiatische Musik oft auf fünf Tönen basiert und Pausen stärker unterstreicht. Diese regionalen Unterschiede gibt es aber auch bei Tieren, wie zum Beispiel beim Buchfink. Er hat regional ausgeprägte Dialekte und so pfeifen, wie bei Menschen auch, tiroler Buchfinken ein bisschen anders als steirische Buchfinken.

Manchmal lenken Menschen Luftmoleküle auch unabsichlich in bestimme Bahnen und es entstehen Alltags-, Umgebungs- und Körpergeräusche wie zum Beispiel klirrendes Geschirr, rauschender Straßenlärm oder ein Magenknurren. Diese Alltags- und Umgebungsgeräusche beeinflussen sowohl menschliche als auch nichtmenschliche Tonkünstler. So fühlt sich unser akustischer Horizont in Umgebungen mit klaren, harmonierenden Geräuschen weit an, weil wir dort Töne über weite Entfernungen wahrnehmen können. Das erleben wir meist, wenn wir in der Natur sind. Wird unsere Umgebung so laut und disharmonisch, dass wir nur noch unser unmittelbares Umfeld wahrnehmen können, wie zum Beispiel an stark befahrenen Straßen, dann verengt sich auch unser Raumempfinden.

 

Die Geräusche im Überblick

  • Sprache und Gesang.
  • Musik mit Instrumenten.
  • Alltagsgeräusche: kochendes Essen, brummende Autos oder klappern der Stifte in der Federmappe.
  • Körpergeräusche: Herzschlag, rauschen unseres Blutes, Gluckern im Bauch, Magenknurren.

 

Ideen und praktische Tipps zur Umsetzung

  • Kannst du ein Instrument spielen?
    Bring es mit und spiel deinen FreundInnen was vor, spielt gemeinsam ein Stück oder versucht damit andere Tonkünstler nachzuahmen.
  • Bastel ein Hollerpfeiferl
  • Bau dir ein Knöterich-Xylophon.
    Dafür musst du nur verschieden große Knöterichstücke aneinanderbinden.
    Vorsicht, es ist ein leises Instrument, wenn du zu fest drauf schlägst bricht es.
  • Spiel eine Runde Geräuschbingo
  • Leg das Ohr an den Rücken deiner FreundInnen, welche Geräusche hörst du? Wie klingt es, wenn sie sich bewegen oder sprechen? Kannst du es hören, wenn sie sich auf den Kopf klopfen?
  • Körpergeräusche gehören zu den ersten Dingen die ein Mensch im Bauch der Mutter hört. Was empfindest du, wenn du sie jetzt hörst?
  • Hör dir die Geräusche dieser menschlichen Umgebungen an. Was lösen sie in dir aus?
  • Wie werden Vögel von menschlichen Geräuschen beeinflusst?
  • Wie hören eigentlich Menschen?

 

Zum Weiterdenken

  • Wie entstehen menschliche Körpergeräusche?
  • Welche Geräusche verursachen Menschen noch?
  • Wie nehmen wir Geräusche wahr und was lösen sie in uns aus?
  • Wie werden verschiedene Instrumente gebaut und wie entsteht ihr Klang?

2018 ist das Jahr der Verwandlungskünstler

Fotos: H. Marek, rupbilder/fotolia, H. Marek, Leonid Ikan/fotolia, foxartwork/fotolia, Amaro/fotolia, jonnysek/fotolia

Unsere Naturparke sind voller Tiere, Pflanzen und auch unbelebter Phänomene, die uns mit ihren unglaublich kreativen Verwandlungen immer wieder aufs Neue in Staunen versetzen. So wie etwa die magischen Momente, wenn die Raupen der Schmetterlinge zu prächtigen Faltern oder die Kaulquappen zu Kröten werden, aus einem winzigen Samen ein riesiger Baum heranwächst und aus dem Fleiß der Bienen mit etwas natürlichen Zutaten köstlicher Honig entsteht. Die Veränderung von einem Zustand in einen anderen, von einer Form in die nächste, finden wir aber auch beim Schmelzen der Eiszapfen zu klarem Wasser, wenn abgestorbene Kalkskelette von Tieren zu steinernen Fossilien werden oder die Köcherfliegen im Wasser kleine Steinchen des Bachgrundes in kunstvolle Köcher verwandeln. Am Tag der biologischen Vielfalt im Jahr 2018 hat sich bei den Naturpark-Schulen alles um die Veränderungen von Gestalt und Form der Naturparklebewelt, die dahintersteckenden Strategien, genialen Kniffe und wunderbaren Momente der Verwandlung gedreht.

Aktionstag 2018 – große Beteiligung und viele spannende Projekte!

Bei der Aktion der Naturpark-Schulen zum Tag der Biodiversität am 17. Mai 2018 ist das große Engagement der Naturpark-Schulen einmal mehr sichtbar geworden. Unter dem Motto „Landschaften voller Verwandlungskünstler“ haben 79 Naturpark-Schulen, angehende Naturpark-Schulen sowie Naturpark-Kindergärten Projekte umgesetzt, bei denen sich Kinder und Jugendliche mit den Verwandlungskünstlern ihrer Naturparke befasst haben. Die Einsatzbereitschaft und kreative Herangehensweise der Naturpark-Schulen und -Kindergärten beeindrucken! Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an alle, die sich beim Aktionstag oder mit Jahresprojekten für ein tieferes Naturverständnis bei Kindern und Jugendlichen und für die Biodiversität in unseren Naturparken eingesetzt haben!

Die Aktionen in den Bundesländern

Burgenland

Naturpark Geschriebenstein-Írottkő

NMS Lockenhaus

In der NMS Lockenhaus fand der Aktionstag unter dem Motto „Landschaften voller Verwandlungskünstler im und rund um unseren Schulteich“ statt.

Foto: NMS Lockenhaus
Foto: NMS Lockenhaus

VS Holzschlag

Die VS Holzschlag widmete ihren Aktionstag ganz und gar den Bohnenpflanzen. Nach einem Filmeinstieg über die Sprengkraft der Bohnenpflanzen gab es Präsentationen zu einem Beobachtungsexperiment, bei denen Ergebnisse aus dem „Bohnentagebuch“ vorgestellt wurden. Ein Programmpunkt zur Bohne fand sogar in englischer Sprache statt. Es wurde das Lied „Eine Hand voll kleiner Samen“ gesungen und eine Gemeinschaftscollage zum Thema gestaltet. Auch kulinarisch hatte die Verwandlungskünstlerin Bohne etwas zu bieten: bei einem gemeinsamen Essen als Bohnensterz.

Foto: VS Holzschlag
Foto: VS Holzschlag
Foto: VS Holzschlag
 

VS Unterkohlstätten

Die VS Unterkohlstätten hatte zum Tag der Biodiversität 2018 das Thema "Löwenzahn – eine Blume verwandelt sich" gewählt. Als Einstieg wurde ein Video gezeigt. Die SchülerInnen ergänzten Lückentexte über diese besondere Blume mit Hilfe von Sachbüchern und Internetrecherche, erstellten Steckbriefe und präsentieren diese. Des Weiteren arbeiteten sie im Wechsel bei verschiedenen Stationen an einem Löwenzahnpuzzle, Stöpselkarten, an einem Frage- / Antwortspiel, einem Frühlingsblumenmemory und falteten und bearbeiteten ein Leseheft über den Löwenzahn. Auch Löwenzahnsamen wurden in einem Blumenkisterl ausgesät, gegossen und Veränderungen beobachtet. Viel Spaß machten auch die Löwenzahnentdeckerbücher mit Forscheraufträgen, Versuchen und Beobachtungen. Als Abschluss gestalteten die Kinder eine Collage „Vom Löwenzahn zur Pusteblume“ mit Scherenschnitt und erarbeiteten und sangen das Löwenzahnlied „Fahrt nur vorbei!“

Foto: VS Unterkohlstätten
Foto: VS Unterkohlstätten

Naturpark Landseer Berge

VS Kaiserdorf, VS Markt St. Martin, VS Weingraben

Die SchülerInnen der VS Kaisersdorf, VS Markt St. Martin und VS Weingraben beobachten die Verwandlungskunst der Schlehenhecke im Lauf des Jahreskreises.

Naturpark Neusiedler See – Leithagebirge

NMS Purbach, VS Jois

Die NMS Purbach hat zu ihrem Aktionstag die SchülerInnen aus den umliegenden Schulen eingeladen, an Stationen die biologische Bielfalt hautnah erleben zu können. Die Stationen wurden von Studierenden der Pädagogischen Hochschule Burgenland gestaltet und betreut. So lernten die Kinder verschiedenes Saatgut  und die Keimphasen von Pflanzen kennen. Sie konnten auch den Lebenszyklus der Schmetterlinge und Frösche kennenlernen.

Foto: ARGE Naturparke Burgenland
Foto: ARGE Naturparke Burgenland

Naturpark Raab-Őrség-Goričko

VS St. Martin/Raab

Die SchülerInnen der VS St. Martin/Raab lernten bei der Veranstaltung „Wissenswertes an und um die Raab“ so einiges zu den Verwandlungskünstlern ihres Naturparks. Im Bereich der Wasserspiele hatte der Obmann des Naturparks mit seinem Vorstand, Vereinsmitgliedern und Studierenden der BOKU und UNI Wien Wissensstationen aufgebaut. An diesen erfuhren die Kinder viel Neues über Muscheln, Biber, Krebse, Vögel, Fische und Insekten.

Foto: Claudia Kröpfl-Kögl
Foto: Claudia Kröpfl-Kögl

Naturpark Rosalia-Kogelberg

VS Draßburg, VS Loipersbach, VS Schattendorf VS Sieggraben, sowie die Kindergärten Draßburg und Sieggraben

Am 23. Mai fand in Loipersbach der 3. Naturparktag der Naturpark-Schulen des Naturparks Rosalia-Kogelberg statt. Mit dabei waren 220 naturbegeisterte SchülerInnen der vier Naturpark-Schulen Draßburg, Loipersbach, Schattendorf und Sieggraben sowie die Kindergärten Draßburg und Sieggraben. Begleitet wurden sie von Experten der Werkstatt Natur.

Foto: ARGE Naturparke Burgenland
Foto: ARGE Naturparke Burgenland

VS Schattendorf

Die VS Schattendorf unternahm am 17. Mai eine Exkursion zum Imker, bei der die SchülerInnen Interessantes zur Verwandlungskünstlerin Biene erfahren konnten.

Foto: VS Schattendorf
Foto: VS Schattendorf

Naturpark in der Weinidylle

VS Mischendorf

Die Volksschule Mischendorf hat sich am 17. Mai mit dem Verwandlungskünstler Marienkäfer befasst. Zunächst wurde allgemein das Thema Insekten besprochen und welche besonderen Tiere es ebenfalls im Wald und auf der Wiese gibt. Hierzu haben die Kinder in Gruppen einen Legekreis zusammengefügt und Teile daraus vorgestellt. Anschließend wurde in Gruppen weitergearbeitet und der Lebenszyklus des Marienkäfers in Bildern und Worten erläutert. Um das Thema noch zu festigen, bearbeiteten die SchülerInnen noch diverse Arbeitsblätter.

Foto: VS Mischendorf
Foto: VS Mischendorf

Kärnten

Naturpark Dobratsch

VS Arnoldstein, NMS Nötsch, NMS Nötsch i.E. Bad Bleiberg, der Kindergarten Völkendorf sowie die Naturpark-Partnerschulen VS St. Leonhard, VS 10, VS 12 und VS Nötsch

Im Naturpark Dobratsch haben sich die 1. und 2. Klassen von 11 Schulen aus den Naturpark-Gemeinden mit über 700 Schülerinnen und Schülern am Aktionstag beteiligt. Am 17. Mai fand ein „kurzer“ Stationenwanderbetrieb statt, bei dem verschiedenste Organisationen Stationen betrieben haben. Unter anderem waren in diesem Jahr mit dabei: der Alpenverein Villach mit seinem Kletterturm, die Wildbach- und Lawinenverbauung, die ZAMG, der Alpengarten Villacher Alpe, die Bezirksforstinspektion, Naturpark-Imker, der Hegering Villach sowie mehrere Naturpark-RangerInnen. Die SchülerInnen bzw. die Klassen wanderten selbstständig in einem zeitlich vorgegebenen Intervall von Station zu Station und erlangten so Einsichten zu verschiedenen Verwandlungskünstlern des Naturparks.

Foto: Verein Naturpark Dobratsch
Foto: Verein Naturpark Dobratsch
Foto: Verein Naturpark Dobratsch
 

Naturpark Weissensee

VS Weissensee, die Naturpark-Partnerschule VS Zlan sowie der Kindergarten Stockenboi und die Kindergruppe Sumsiland

Am 18. Mai fand im Naturpark Weißensee am Ostufer der Aktionstag für die Naturpark-Schulen des Weißensees statt. Rund 100 Schülerinnen und Schüler konnten sich bei 5 Stationen zu den Verwandlungskünstlern am Weißensee informieren. Entlang des Seelehrpfades kreiste alles rund um das Thema Schmetterlinge. An zwei Kreativschauplätzen wurde Filzwolle fein versponnen und am Weidenplatz entstanden „Schaukler im Wind“. Viel Wissenswertes und Spannendes gab es über die Raupen und ihre Futterpflanzen, sowie zauberhafter Kreationen aus Blütentopfen. Lebhafte Rollenspiele zu der Verwandlung im Zeitraffer rundeten das vielseitige Rangerprogramm ab.

Foto: Naturpark Weissensee
Foto: Naturpark Weissensee

Niederösterreich

Naturpark Dobersberg

VS Dobersberg

Wohin sind unsere Fichten im Naturpark gekommen?“ Mit dieser Frage haben sich die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Dobersberg am Aktionstag beschäftigt.
Da sich die Waldlandschaft des Naturparks massiv gewandelt hat, hat sich die 3. Klasse der Volksschule intensiv mit dieser Frage auseinandergesetzt und hat Gründe für das Absterben der Fichte gesucht. Auf einem Plakat haben die Kinder Tatsachen und Ideen zusammengefasst.

Foto: VS Dobersberg
Foto: VS Dobersberg

Naturpark Heidenreichsteiner Moor

NNÖMS Heidenreichstein

Beim Aktionstag der NNÖMS Heidenreichstein gab es für die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Workshops. Mitarbeiterinnen vom Naturpark brachten zum Thema Wald verschiedene Holzsorten zum Riechen, Fühlen und Tasten mit. Zum Thema Wasser gab es Experimente und Mikroskoparbeit. Beim Mineralienworkshop wurden Mineralien aus aller Welt vorgestellt und die SchülerInnen durften aus Steinen Schmuck herstellen. Eine Jägerin stellte den NÖ Jagdverband vor und brachte Felle von erlegten Tieren und ausgestopfte Exemplare mit. Die Schüler/innen lernten Neues über Jagd und Hege. Zum Thema Mensch und Musik hat der Musikschulverband allerlei Musikinstrumente zum Ausprobieren mitgebracht. In Workshops zum Thema Mensch und Technik durften die SchülerInnen mit Unterstützung des Amateurfunkclubs in die Welt hinaus funken.

Foto: Margit Weikartschläger
Foto: Margit Weikartschläger

Naturpark Jauerling-Wachau

VS Maria Laach

Am 1. Juni 2018 fanden im Naturpark Jauerling-Wachau der Aktionstag der Volksschule Maria Laach und das Naturparkfest statt: 35 Schülerinnen und Schüler haben bei einer Rätselralley die Lebensräume Wasser, Wiese und Wald nach Verwandlungskünstlern erforscht. Bei einem Verwandlungstheater haben sie diese dann auch künstlerisch dargestellt. Beispiele waren Frosch, Schmetterling, Ameise, Maikäfer und Regenwurm aus der Tierwelt, und Rotbuche und Holunder aus der Pflanzenwelt.

Foto: Naturpark Jauerling-Wachau
Foto: Naturpark Jauerling-Wachau

Naturpark Kamptal-Schönberg

VS Schönberg

Am 20.Juni 2018 fand der Aktionstag der Naturpark-Schule Schönberg statt, an dem 65 Schülerinnen und Schüler die Verwandlungskünstler im Naturpark Kamptal-Schönberg unter die Lupe genommen haben.

Die Kinder haben die Lebensräume Fluss und Wiese nach Verwandlungskünstlern erforscht und mit Naturbildern auch viele schöne pflanzliche Beispiele dargestellt. Nicht nur bei der spannenden Wiesenwanderung entlang des Kamp, auch bei einem Pflanzenmemory konnten die Schüler ihr Wissen erweitern. Besonders abenteuerlich war aber die Erforschung des Kampflusses, bei dem die Kinder die Larven vieler Insekten fanden: Steinfliegen, Eintagsfliegen, Gelbrandkäfer und andere Schwimmkäferarten, Libellen, Köcherfliegen, Wasserläufer, Wasserwanzen, Kriebelmücken u.v.a. haben ihre Kinderstube im Wasser des Kamp und haben die Kinder mit ihren bizarren Formen in Erstaunen versetzt!

Foto: Naturpark-Schule Schönberg
Foto: Naturpark-Schule Schönberg

Naturpark Ötscher-Tormäuer

VS Annaberg, VS Mitterbach, VS St.Anton, VS Gaming

Im November 2017 gab es einen Workshop mit LehrerInnen und DirektorInnen der  Naturpark-Schulen. Dabei wurden Themen zum Motto „Landschaften voller Verwandlungskünstler“ gefunden und jede Schule hat sich eines dieser Themen ausgesucht und eine Unterrichtseinheit dazu gestaltet. Alle Einheiten sind nun in einer Dropbox und jede Schule kann darauf zugreifen und die Unterrichtseinheiten durchführen.

Am Aktionstag hat sich die Naturpark-Schule Annaberg gemeinsam mit einer Mitarbeiterin des Naturparks dem Thema Borkenkäfer gewidmet. Dabei wurde die Verwandlung von den Käfern genauso besprochen wie die Auswirkungen auf Wälder und auch der Nutzen der Borkenkäfer wurde  erklärt.

Die SchülerInnen der Naturpark-Schule St.Anton an der Jeßnitz widmeten sich dem Thema Wald und erkannten bei dem Projekttag, das ein Wald mehr als einzelne Bäume ist und sich zu einer Erlebniswelt für unsere Sinne, zu einer Kunstwerkstatt und zu einer Arbeitswelt für Menschen verwandeln kann.

Foto: Naturpark Ötscher Tormäuer
Foto: VS St. Anton/Jeßnitz

Naturpark Purkersdorf

SPZ Purkersdorf

Insgesamt haben heuer im Naturpark Purkersdorf etwa 100 SchülerInnen am Projekt „Landschaften voller Verwandlungskünstler“ gearbeitet, das sie am 17. Mai im Schulhof gemeinsam präsentiert haben. In diesem Gemeinschaftsprojekt des Naturparks, der Naturpark-Schule SPZ Purkersdorf und der Volksschule Purkersdorf ging es um die Verwandlung in Wort und Bild von drei verschiedenen Themenbereichen. Dabei wurden nicht nur Tontöpfe entsprechend passend zu den jeweiligen Verwandlungen gestaltet, sondern in jeweils sechs Stationen wurden auch die Veränderungen von der Larve zum Insekt beziehungsweise von der Blüte zur Frucht heimischer Baumarten bildhaft mit den Kindern erarbeitet.

Foto: Naturpark Purkersdorf
Foto: Naturpark Purkersdorf

Naturpark Sparbach

VS Hinterbrühl

In der Volksschule Hinterbrühl waren am 17. Mai rund 130 Kinder dem Phänomen "Verwandlung" in verschiedenen Themen-Gruppen auf der Spur. Neben dem Löwenzahn, dem Obstbaum, den Schmetterlingen und Fröschen wurde auch zu den Gesteinen und Mineralien in einer Gruppe gearbeitet. In der Pause überraschte der Hirschkäfer – auch ein Verwandlungskünstler – im Schulgarten mit seiner Anwesenheit.

Foto: Naturpark Sparbach

Oberösterreich

Naturpark Attersee-Traunsee

NMS Neukirchen, NMS Schörfling, VS Aurach am Hongar, VS Reindlmühl

Die SchülerInnen der Naturpark-Schulen haben sich u.a. mit den Entwicklungszyklen des Frosches und der Fledermaus, der Veränderung des Wassers in den verschiedenen Aggregatzuständen und der Metamorphose der Schmetterlinge beschäftigt.

Naturpark Mühlviertel

VS Rechberg

Bei der Volksschule Rechberg standen im Zusammenhang mit dem Aktionstag die Amphibien im Fokus, die aufgrund ihrer Wandlungsfähigkeit sowohl im Wasser als auch an Land leben können. Die Kinder konnten in ihrer unmittelbaren Schulumgebung acht Amphibienarten kennen lernen.

Foto: Barbara Derntl
Foto: Barbara Derntl

VS St. Thomas

Die Naturparkvolksschule St. Thomas widmete sich einem treuen Begleiter der Menschen, den Schwalben. Um deren Brutmöglichkeiten am Hof und im Stall zu unterstützen, fertigten die Kinder sogar selbst gestaltete Nisthilfen. Im Rahmen einer Exkursion zu einem Bauernhof – wo die Welt für Schwalben noch in Ordnung ist – beobachteten sie die fleißigen Mehl- und Rauchschwalben am Beginn ihres Brutgeschäftes.

Foto: Nikola Jakadofsky
Foto: Barbara Derntl

Naturpark Obst-Hügel-Land

VS Scharten

Salzburg

Naturpark Riedingtal in Zederhaus

VS Zederhaus

Beim Projekt „Wildbestäuber“ haben sich die SchülerInnen der Naturpark-Volksschule Zederhaus im Unterricht und im Naturraum theoretisch und praktisch mit den Verwandlungskünstlern unter den verschiedenen Schmetterlingsarten beschäftigt. Im Werk-Unterricht wurde ein „Schmetterlingshotel“ gebaut und mit Eiern des Diestelfalters bestückt. So konnten die SchülerInnen die verschiedenen Entwicklungsstadien des Schmetterlings hautnah miterleben und betreuen. Noch vor den Ferien werden die SchülerInnen und LehrerInnen eine Exkursion zum „Wildbestäuberzentrum Waschberghütte“ im Naturpark Riedingtal unternehmen und eine fundierte Einführung in die Vielfalt der Blütenpflanzenarten und ihre Bestäuber vor Ort erfahren.

Foto: Naturpark Riedingtal in Zederhaus
Foto: Naturpark Riedingtal in Zederhaus

Naturpark Weißbach

VS Weißbach

Die 13 Kinder der Naturpark-Volksschule Weißbach zogen an ihrem Aktionstag los, um mit Lupenbechern ausgerüstet, über bunt blühende Wiesen auf die Litzlalm zu wandern. Die anstrengendere Bergetappe hielt sie nicht davon ab, unterwegs verschiedenste Verwandlungskünstler, wie Falter, Fliegen, Schnecken und Larven einzufangen, zu untersuchen und behutsam wieder freizulassen. So wurde nebenbei der Lebenszyklus von Faltern und auch von Amphibien gelernt.

Foto: Sabrina Bühn

Steiermark

Naturpark Almenland

VS Arzberg, VS Breitenau, VS Fladnitz, VS Koglhof, NMS Passail, VS Passail, VS Pernegg

Am Aktionstag waren die Kinder der sieben Naturpark-Schulen als Detektive unterwegs. Bei einem spannenden Stationen-Betrieb konnten die SchülerInnen über verschiedene Verwandlungskünstler staunen. Neben den Stationen des Naturparks haben sich die Schulen mit jeweils einer Station zu unterschiedlichen Themen beteiligt. Dabei befassten sich die Kinder mit verschiedenen Verwandlungen, u.a. jene der Milch zur Butter, der Kaulquappe zum Frosch, und auch damit, was der Regenwurm mit der Humus-Bildung zu tun hat.

Foto: fotoglick, Fritz Stibor, Passail
Foto: fotoglick, Fritz Stibor, Passail

Naturpark Mürzer Oberland

VS und NMS Viktor Kaplan, Kindergarten Kapellen

Die Volksschule und die Neue Mittelschule Viktor-Kaplan und der Kindergarten Kapellen haben im Naturpark Mürzer Oberland am 17. Mai den Aktionstag in ein Fest der Artenvielfalt mit faszinierende Aktionen zum Jahresmotto verwandelt.

Naturpark Pöllauer Tal

NMS Pöllau, VS Grazer Straße Pöllau, VS Saifen-Boden, VS Pöllauberg, VS Schönegg, VS Sonnhofen

Im Naturpark Pöllauer Tal haben 490 SchülerInnen der sechs Naturpark-Schulen im Schlosspark Pöllau 15 Stationen gestaltet, um spielerisch die Vielfalt der heimischen Verwandlungskünstler zu erforschen. Die SchülerInnen der Volksschule Schönegg führten das Theaterstück „Von der Raupe zum Schmetterling“ auf. Dabei gab es auch eine dramatische Szene, weil ein werdender Schmetterling Flugangst hatte. Darüber hinaus gab es Stationen zu den Themen „Apfelbaum in den vier Jahreszeiten“, „Vom Korn zum Brot“, „Von der Schafwolle zum Garn“, „Der Klimawandel und dessen Folgen“, „Was schlüpft aus dem Ei?“, „Entwicklungsstation – Käfer – Ameise – Frosch“ und verschiedene mehr.

Foto: Naturpark Pöllauer Tal
Foto: Naturpark Pöllauer Tal

Naturpark Sölktäler

NMS Stein/Enns, VS St. Nikolai, VS Stein/Enns

In der Naturparkschule NMS Stein an der Enns wurden bereits am 9.5. Aktionen gestartet. Die Kinder der 1. Klasse der Volksschule Stein an der Enns wurden eingeladen und durften mit Hilfe der Großen (1. Klassen NMS) Vieles über die Verwandlung der Raupe zum Schmetterling erfahren. Nach einer Filmsequenz über die Metamorphose  und einer unterhaltsamen Einführung wurden Schmetterlinge gebastelt, Schmetterlingsjausen und Raupen-Nachspeisen zubereitet. Bei Schmetterlingsgeschichten und Bewegungsspielen konnten sich die Kinder noch selbst in eine Raupe und deren Verwandlung hinein fühlen und machten begeistert mit.

Am 17.5. wurde in der Aula der NMS die Ausstellung über den ersten Aktionstag eröffnet, bei dem diese und weitere Arbeiten und viele Fotos  vorgestellt wurden. Klassenweise konnten die Kinder die Ausstellung besuchen.

Foto: Veronika Grünschachner-Berger
Foto: Veronika Grünschachner-Berger

Naturpark Steirische Eisenwurzen

NMS Weißenbach, VS Altenmarkt, VS St. Gallen

In Altenmarkt wurde am 17. Mai für Schülerinnen und Schüler der Naturpark-Schulen sowie der Volksschulen Gams, Landl und Wildalpen ein buntes Programm geboten. Es gab Stationen zur Verwandlungskunst der Amphibien, zur Metamorphose der Insekten und zu den Verwandlungskünstlern im Boden. In der Wildkräuterküche konnten die Kinder und Jugendlichen Speisen aus Wildkräutern zubereiten. Zehn Kinder der NMS Weißenbach betreuten als „Ökologiegruppe“ zwei Stationen, bei denen sich mit der Verwandlungskunst der Blumenwiesen und der Tiere im Wandel der Zeit auseinandergesetzt werden konnte.

Foto: Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen
Foto: Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen

Naturpark Südsteiermark

NMS Gamlitz, NMS Gleinstätten, VS Großklein, VS St. Johann i.S., VS Kaindorf a.d. Sulm, VS Langegg, VS St. Nikolai i.S., VS Ratsch, VS Straß sowie Kinderbetreuung Kiebitz, KG Glanz, KG Pistorf, KG Seggauberg, KG St. Johann, KG Spielfeld, KG Kitzeck und der Schlosskindergarten Gleinstätten

„Blütentraum und Äpfelklaubm“ – unter diesem Motto stand der diesjährige „Markt der Artenvielfalt“ im Naturparkzentrum Grottenhof. Knapp 700 Kinder der Naturpark-Schulen und -Kindergärten wurden auf „Safari“ durch den Biodiversitäts-Hotspot Streuobstwiese geschickt. Über 20 Austeller gaben ihr spezielles Wissen rund um die Artenvielfalt aber auch Obstverarbeitung weiter. Die Kinder und Jugendlichen konnten Bienenwaben von innen betrachten, Insekten sezieren, Vogelstimmen imitieren und auch die Verwandlungskunst der Raupe zum Schmetterling künstlerisch nachbauen.

Foto: Naturpark Südsteiermark
Foto: Naturpark Südsteiermark

Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen

VS Mariahof

Die SchülerInnen der VS Mariahof haben am Aktionstag ihre Umgebung, die Verwandlungskünstlerin Hecke und deren Bewohner unter die Lupe genommen und erforscht, was dort so alles kreucht und fleucht.

VS Mühlen

In der VS Mühlen haben sich die SchülerInnen mit den Verwandlungen von Frosch, Libelle, Braunkehlchen und verschiedenen Schmetterlingsarten befasst.

Foto: Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen
Foto: Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen

Tirol

Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

VS Brandberg

Die SchülerInnen der VS Brandberg haben sich mit einem ganz speziellen Verwandlungskünstler befasst: dem Kompostwurm. Er kann pro Tag Nahrung in der Größenordnung seines eigenen Körpergewichts zu sich nehmen und dabei aus unseren Küchen- und Gartenabfällen wertvolle Komposterde entstehen lassen. Am Aktionstag hat „Paulchen“ sich und seine Lebensweise in einer Geschichte vorgestellt und die SchülerInnen konnten in einem „1,2 oder 3-Quiz“ ihr Wissen zum Thema Kompost erweitern: Welche Abfälle sind für die Kompostierung geeignet? Wie heißen die kleinsten Lebewesen auf dem Kompost? Und wie kann man herausfinden, ob die Komposterde reif ist? Dies sind nur einige der Fragen, die im Rahmen der Naturpark-Stunde geklärt werden konnten.

Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen
Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

Naturpark Karwendel

VS Absam Eichat, VS Absam Dorf, VS Eben, VS Pertisau, VS Vomp

Im Naturpark Karwendel haben sich die SchülerInnen der Naturpark-Schulen zum Aktionstag u.a. mit der Entwicklung der Bienen und Schmetterlinge und den Verwandlungskünstlern unter den Bäumen, mit Ahorn, Buche, Apfelbaum und Weide beschäftigt. Die Kinder der VS Vomp haben Projekt-Bücher zu Biene und Schmetterling gestaltet. Die SchülerInnen der VS Pertisau haben Schmetterlingsraupen gesammelt, gefüttert und beobachtet. In der VS Eben wurde zu den Bäumen recherchiert, nachgelesen, geschrieben und gezeichnet. Es entstanden Plakate mit umfangreichen Informationen, die in der Folge in Referaten vorgetragen wurden. Anschließend wurde ein Lehrrundgang in fachkundiger Begleitung des Waldaufsehers gemacht, der den Kindern weitere Details zu den einzelnen Arten erklärte und zeigte.

Foto: Naturpark Karwendel
Foto: Naturpark Karwendel
Foto: Naturpark Karwendel

Naturpark Kaunergrat

NMS Fließ, VS Fließ, Haus Pfiffikus, KG Fließ

Im Naturpark Kaunergrat (Pitztal-Fließ-Kaunertal) haben sich die VolksschülerInnen und Kindergärtler im „Haus Pfiffikus“ der Metamorphose des Schmetterlings gewidmet. Der Kindergarten in Fließ beschäftigte sich mit der „Verwandlung des Wassers“. Mit großem Praxisbezug befasste sich die Volksschule Fließ mit dem spannenden Thema Wildbienen. Die 97 SchülerInnen der NMS Fließ nahmen die Verwandlungskünstler fotografisch vor die Linse: Unter der Anleitung der bekannten Naturfotografen Reinhard Hölzl & Heidi Nothegger gingen die SchülerInnen rund um das Naturschutzgebiet Fließer Sonnenhänge auf die Suche nach dem besten Fotomotiv eines Verwandlungskünstlers. Aus der Vielzahl der gemachten Fotos wurden von einer Jury 30 Fotos für das Finale nominiert und von den Eltern 5 Preisträger ausgewählt.

Foto: Archiv Naturpark Kaunergrat
Foto: Archiv Naturpark Kaunergrat
Foto: Archiv Naturpark Kaunergrat
 

Naturpark Ötztal

VS Längenfeld

Im Naturpark Ötztal fand der Aktionstag wegen der Pfingstferien bereits Anfang Mai statt. Die Kinder der 4. Klasse der VS Längenfeld waren mit der Naturführerin im Landschaftsschutzgebiet Piburger See unterwegs. Dort haben sie Verwandlungskünstler wie Eintagsfliegenlarven, und Köcherfliegenlarven im See entdeckt und im Mikroskop genauer betrachtet. Anschließend wurde sogar eine Riesenlibelle mit Naturmaterialien gebaut.

Foto: Naturpark-Schule VS Längenfeld
Foto: Naturpark-Schule VS Längenfeld
Foto: Naturpark-Schule VS Längenfeld
 

Naturpark Tiroler Lech

VS Elmen

Die SchülerInnen der VS Elmen haben ihren Aktionstag in der Martinauer Au, Europas größtem, zusammenhängenden Frauenschuhgebiet verbracht. Begleitet vom Gebiets-Betreuer der Bergwacht Elmen-Pfafflar gingen die Kinder Fragen nach wie: Was macht den Frauenschuh besonders? Und: Warum blühen in diesem Gebiet so viele Frauenschuhe?

Foto: Simon Walch
Foto: Simon Walch

Informationen und Materialien zum Aktionstag 2018

Beispiele zu Verwandlungskünstlern, die uns umgeben

Heckensträucher

Foto: Klaus Wanninger

Aufblühen und fruchten

In der Pflanzenwelt, der sogenannten Flora, steht Verwandlung nahezu im gesamten Jahreskreislauf an der Tagesordnung. Kaum ein anderer Bereich führt uns den Wandel so direkt und unübersehbar vor Augen, wie die grüne Seite der Natur. Einzig im Winter herrschen ein paar Wochen Ruhe, wobei sich die Knospen der Frühblüher bereits in Lauerstellung befinden, um bei den ersten wärmeren Phasen aufzuplatzen und das neue Vegetationsjahr einzuläuten.

Bei den Gehölzen zählt die Hasel zu den  allerersten, die im Vorfrühling ihre Pollen der
Windverbreitung überlässt. Dazu legt sie im vorangegangenen Vegetationsjahr die sogenannten Herbsthaselkätzchen an, damit geht im Frühjahr keine Zeit verloren, das Kätzchen muss sich nur mehr strecken und kann schon loslegen mit dem Aufblühen und Stäuben. Und dann geht es Schlag auf Schlag, dem leuchtenden Gelb der Dirndlblüte folgen bald die weißen Blütenmeere von Schlehe, Traubenkirsche, Steinweichsel und Co.

Das Aufplatzen der Knospen, wenn aus einer unscheinbaren bräunlichen oder grünlichen Knospe über Nacht plötzlich eine farbenprächtige, duftende Blüte wird, ist ein wahrhaft magischer Verwandlungsmoment in der Natur. Das Aufblühen ist nicht nur eine augenscheinliche Verwandlung, in den meisten Fällen wird noch dazu unser Geruchsinn mit Wohlgerüchen der unterschiedlichsten Blüten belohnt.

Während schließlich die letzten Gehölze blühen, wie die Waldrebe im Spätsommer oder der Efeu sogar erst im Frühherbst, sind andere schon längst mit der nächsten Verwandlung, nämlich jener von der Blüte zur Frucht, beschäftigt. Bei etlichen Heckensträuchern, wie z.B. Schlehe, Dirndl oder Hasel wird jetzt aus der bisher ungenießbaren Pflanze ein Produzent von schmackhaften Früchten für Mensch und Tier. In den Früchten finden sich wiederum die Anlagen für die nächste Gehölzgeneration, die Samen.

Diese werden durch den Wind oder durch Vögel und andere Tiere verbreitet, die dafür sorgen, dass an anderer Stelle neue Pflanzen keimen und heranwachsen können.

Wenn schließlich die Fruchtreife abgeschlossen ist, kommt es zur nächsten Verwandlungsphase, der Laubverfärbung im Herbst, die von knalligem Gelb bis zum tiefen Rot alle Stücke spielen kann. Besonders eindrucksvoll zeigen sich hier beispielsweise der Rote Hartriegel oder die Berberitze.

 

Die Verwandlungen im Überblick

  • Aus Knospen werden Blüten oder Blätter.
  • Blüten verwandeln sich in Früchte.
  • Triebe werden länger und/oder dicker.
  • Das kahle Gehölz im Winter verwandelt sich zu einer nahrungsspendenden Pflanze. Dabei sind mitunter nicht nur die Früchte, sondern bei einigen Sträuchern sogar die Blätter (z.B. junge Blätter vom Feldahorn) oder Blüten essbar (Hollerblüten kann man z.B. gut in Teig herausbacken).
  • Eine im Winterzustand unbekannte Pflanze verwandelt sich in eine bekannte Pflanze, sobald sich im Frühjahr Blätter und Blüten zeigen.

 

Umsetzungsideen und praktische Tipps

  • Herbarium anlegen: Blätter sammeln, pressen und aufkleben (oder Farb- abdrücke machen), um Blattentwicklung bzw. Wachstum zu dokumentieren.
  • Daumenkino: Knospe eines Strauches aussuchen (ev. markieren mit Schnur, damit man sie wiederfindet), möglichst jeden Tag „besuchen“ und ein Foto aus der gleichen Position (Richtung, Abstand) machen. Bilder zu einem Heft binden, schon kann das Daumenkino beginnen. So kann verfolgt werden, wie aus einer Knospe eine Blüte oder ein Blatt wird.
  • Zeichnen wie eine Blüte aussieht, wie sie aufgebaut ist und was sich ändert, wenn die Blüte zur Frucht wird. Die Blütenblätter fallen ab, später auch Kelch- und Staubblätter, Fruchtknoten beginnt zu wachsen, Frucht entwickelt sich, wächst, wird reif und verändert dabei ihre Farbe.

 

Zum Weiterdenken

  • Wie funktioniert eigentlich die Befruchtung (Bestäubung), die dafür sorgt, dass aus der Blüte eine Frucht wird?
  • Wie sieht die Verwandlung bei krautigen Pflanzen oder bei Nadelgehölzen aus?

Pflanzensamen

Foto: fotolia / bessy7

Liegen bleiben und Wurzeln schlagen

Es ist schon erstaunlich, wie aus einem  kleinen Samenkorn ein wohlschmeckendes Gemüse, eine wunderschöne Orchidee, ein blickdichter Strauch oder ein stattlicher Baum  heranwächst. Höchste Zeit, dieses Wunder an Verwandlung, bei dem aus einem winzig kleinen Ding, in dem eine unglaubliche Masse an (Erb-)Information auf kleinstem Raum gespeichert ist, eine riesige Pflanze mit ihrem charakteristischen Aussehen heranwächst, einmal genauer zu betrachten.

Je nach Pflanzenart passiert diese Verwandlung in unterschiedlichem Tempo. Wer Kressesamen aussät ist schnell am Ziel und wird schon nach ein bis zwei Wochen mit schmackhaftem Grün belohnt, bei einer Sonnenblume dauert es schon einige Wochen von der Aussaat bis zum leuchtendgelben Blüherlebnis. Ein Strauch braucht ein paar Jahre, bis er ausgewachsen ist und blickdicht wird, bei einem Baum muss man sich noch etwas länger gedulden, denn es dauert durchaus ein Jahrzehnt oder mehr, bis er angenehmen Schatten spendet, wobei das Wachstum je nach Gehölzart und Standort sehr unterschiedlich sein kann.

Faszinierend an den kleinen Lebensspendern sind auch ihre unterschiedlichen Verbreitungsstrategien. Pflanzen können in ihrem Leben nicht einfach ein paar Meter weitergehen, wenn die Bedingungen nicht passen. Sie sind fest verwurzelt und haben meist nur die Möglichkeit, den Standort von einer zur nächsten Generation zu verändern.

Dafür haben Pflanzen verschiedene Tricks entwickelt. Die einen statten ihre Früchte mit einer Signalfarbe und gutem Geschmack aus. Diese sind ein gefundenes Fressen für Vögel und andere Tiere und benötigen die Darmdurchwanderung oft als Aktivierung, um schließlich nach der unverdauten Ausscheidung kilometerweit entfernt zu einer neuen Pflanze heranwachsen zu können.

Andere statten ihre Samen mit Flugkörpern aus und setzen auf Windverbreitung, durch die diese weite Strecken von der Mutterpflanze weggetragen werden können. Am bekanntesten ist hier der Löwenzahn, der seine Samen mit kleinen gräulichen „Fallschirmchen“ ausstattet, die ihn zur sogenannten „Pusteblume“ machen.

Durch diese verschiedenen Verbreitungsmechanismen erreichen die Samen oft weit von ihrer Mutterpflanze entfernt einen neuen Standort. Hier verwandelt sich nicht nur der Same selbst, sondern auch sein Umfeld. Mitunter herrschen am neuen Standort ganz andere Bedingungen, angefangen beim Bodensubstrat, über die Lichteinstrahlung oder Wasserversorgung bis hin zur Höhenlage.

 

Die Verwandlungen im Überblick

  • Aus dem Samen wird ein Keimling, daraus eine Jungpflanze und schließlich ein ausgewachsenes Individuum. Das passiert bei verschiedenen Pflanzen unterschiedlich schnell.
  • Durch verschiedene Strategien verwandeln die Pflanzensamen durch das Wurzelnschlagen ihren Standort.

 

Umsetzungsideen und praktische Tipps

  • Kresse selber heranziehen: Kresse keimen lassen geht sehr schnell und ist in ca. einer Woche bereit fürs Butterbrot.
  • Radieschen selber heranziehen: Radieschen sind nach 4 bis 6 Wochen erntebereit und können ebenfalls sehr leicht in Blumenkisten oder -töpfen herangezogen werden.
  • Fotodokumentation der Verwandlung vom Samen zur Pflanze von Radieschen und Kresse, und dazu die Radieschen servieren.
  • Ratespiel: Samen und zugehörige Pflanze zuordnen.


Zum Weiterdenken

  • Pflanzen vermehren sich nicht nur über Samen (generative Vermehrung), es gibt auch noch die sogenannte vegetative Vermehrung über Rhizome, Knollen, Zwiebeln oder Stecklinge. Wie funktioniert hier die Entwicklung und worin besteht der Unterschied?

Eier

Foto: fotolia / Streulicht

Schale sprengen und schlüpfen

Das Ei ist ein wahres Wunder der Natur. Es ist ein in seiner Hülle abgeschlossenes System, in dem sich alles befindet, was das künftige Lebewesen zum Aufbau der Köpermasse benötigt. Dabei spielt die Eizelle die Hauptrolle. Wenn sie erfolgreich befruchtet wird, startet die Entwicklung und wundersame Verwandlung zu neuem Leben. Der Eidotter dient dabei als Nährstoffdepot, die Hülle zum Schutz.

Hört man das Wort „Ei“, kommt einem zuerst das Hühnerei in den Sinn, das zu den Grundnahrungsmitteln der Menschen gehört. Aber es gibt noch viel mehr Lebewesen, die Eier legen und das in den unterschiedlichsten Formen und Größen. Neben den Vögeln gehören auch einige Reptilien und Amphibien, sowie Fische und Insekten zu den eierlegenden Tieren. Vogeleier besitzen eine harte Schale und sind typisch eiförmig, jene Eier von Fröschen oder Kröten – der sogenannte Laich – sind hingegen rundlich und von einer weichen gallertartigen Hülle umgeben. Sie werden vom Muttertier in Klumpen oder Schnüren abgelegt. Bienen legen ihre winzigen länglichen Eier in Waben, Ameisen pflegen ihre in eigenen Nestkammern, in denen optimale Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen herrschen. Schmetterlinge befestigen ihre Eier an den künftigen Futterpflanzen ihrer Raupen, die Zauneidechse sucht sich ein sonniges, sandiges Platzerl und gräbt Löcher, um dort ihre Eier hineinzulegen und von der Wärme der Sonne ausbrüten zu lassen.

Auch die Brutpflege ist sehr unterschiedlich je nach Tierart: Vögel setzen sich auf ihre Eier und bebrüten sie mit ihrer Körperwärme, die Ameiseneier werden von den Ammen in den „Kinderstuben“ behutsam gehegt und gepflegt, bei anderen Tierarten werden die Eier abgelegt und sich selbst bzw. der Sonnenwärme überlassen. Und nach ein paar Wochen geschieht das Wunder: Ein neues Lebewesen schlüpft!

 

Die Verwandlungen im Überblick

  • Das Ei verwandelt sich in eine Larve bzw. in ein anderes Lebewesen.
  • Aus einem starren, runden bzw. ovalen Ding wird etwas Lebendiges, Bewegliches.

 

Umsetzungsideen und praktische Tipps

  • Achtung: Froschlaich oder Kaulquappen zum Beobachten mitzunehmen, ist verboten!
  • Entwicklung von Laich (Ei) zu Kaulquappe und zu Frosch oder Kröte beobachten (ev. schon inkl. Fortpflanzung) Voraussetzung: Stehendes Gewässer     (Teich, Tümpel) in der Nähe. Der Zeitpunkt kann sich natürlich nach Höhenlage und Witterung um 1 bis 3 Wochen verschieben.
  • Experimente mit Hühnereiern zum Thema Ei.   
  • Eine Collage erstellen mit Bildern oder Zeichnungen von Eiern verschiedenster Tiere und den dazugehörigen Jungtieren sowie ausgewachsenen Tieren.

 

Zum Weiterdenken

  • Was passiert bei der Lebendgeburt im Gegensatz zum Schlüpfen aus dem Ei  und welche Tiere sind lebendgebärend?

Tiere

Foto: publicdomain

Ruhen und neu zusammenbauen

Viele Tiere sind richtige Verwandlungskünstler, man denke zum Beispiel daran, wie aus einer Raupe ein wunderschöner farbenprächtiger Schmetterling wird. Besonders interessant ist dabei, was im Puppenstadium während der phänomenalen Komplettumwandlung passiert, leider sozusagen hinter „verschlossener Türe“, denn für den Wandlungsprozess brauchen die Tiere vor allem eines: Ruhe! Das Insekt verwandelt sich in der Puppe vollständig – es baut sich regelrecht um und erscheint neu zusammengesetzt in völlig veränderter Form.

Alle sogenannten holometabolen Insekten, wie beispielsweise Käfer, Fliegen, Ameisen, Köcherfliegen oder Bienen, weisen die vier Entwicklungsstadien Ei, Larve, Puppe und ausgewachsenes Insekt auf. Das weibliche  Insekt legt Eier, aus denen wiederum eine Larve schlüpft. Die verschiedenen Stadien haben keinerlei Ähnlichkeit und häufig eine gänzlich unterschiedliche Lebensweise. Die Puppe ist immer bewegungslos und nimmt keine Nahrung auf, sondern zehrt von den Fettreserven aus dem Larvenstadium.

Manche Tiere verwandeln sich nicht nur selbst, sondern lassen mit ihrer alltäglichen „Arbeit“ noch andere wundersame Dinge  entstehen. So bastelt sich beispielsweise die Köcherfliegenlarve aus kleinen Steinchen eine maßgeschneiderte Behausung und Bienen sammeln unzählige einzelne Nektartröpfchen, um sie schließlich in wohlschmeckenden Honig zu verwandeln.

 

Die Verwandlungen im Überblick

  • Bei allen holometabolen Insekten verwandelt sich die Larve (die aus einem Ei geschlüpft ist) erst in eine Puppe und dann in das erwachsene Insekt, dazu gehören z.B. Köcherfliegen, Bienen, Ameisen und Schmetterlinge.
  • Bienen verwandeln Nektartröpfchen in Honig.

 

Umsetzungsideen und praktische Tipps

  • Eine Schmetterlingsraupe in der Klasse zum Schmetterling heranziehen und die Entwicklung mit Fotos dokumentieren. Daumenkino von der Verwandlung anfertigen.
  • Köcherfliegenlarven beobachten wenn ein fließendes Gewässer in der Nähe ist. Leere Köcher sammeln und fotografieren.
  • Kooperation mit Imker in der Nähe, den die Klasse regelmäßig besuchen darf. Bienen beobachten und verfolgen bzw. dokumentieren, wie aus Nektar Honig wird.
  • Ein Theaterstück überlegen, bei dem die     Kinder darstellen, wie aus einer Raupe ein Schmetterling wird.

 

Zum Weiterdenken

  • Herausarbeiten der Unterschiede und der Formenvielfalt von Larven und erwachsenen Insekten.
  • Welche Überlebensstrategien haben die Tiere für den Winter?

Menschen

Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

Verarbeiten und nutzen

Der Mensch verwendet nahezu alles, was ihm als nützlich erscheint. Auf fruchtbarem Boden betreibt er Ackerbau und verwandelt die Erträge in Nahrungsmittel, so wird beispielsweise aus Samen von bestimmten Gräsern (Getreide) Brot, aus Paradeisern Ketchup, aus Trauben entsteht Wein und aus dem Mais schmackhaftes Popcorn.

Stein, Holz oder Metall verwandelt der Mensch  in Gebäude oder Zäune und Mauern, die Jahrhunderte überdauern. Quarzsand verwandelt er zu Glas, Silicium verwendet er für Elektronik, aus Schafwolle erstellt er Garn und  strickt daraus Pullover und aus Hühnereiern macht er sich Ham and Eggs zum Frühstück.

Weiden und andere Pflanzen werden zur Herstellung von Körben oder Zäunen verwendet und manche Pflanzenfasern sogar in Kleidung verwandelt. Fließendes Wasser nutzt  der Mensch als Transportmittel und verschifft so unterschiedliche Produkte oder Rohstoffe einfach über weite Strecken.

Aus Gemüse- oder Obstpflanzen werden unterschiedlichste Sorten mit größeren oder besseren Früchten oder speziellen Farben herangezüchtet. Letztendlich verwandelt der Mensch allerlei Rohstoffe, Pflanzen und Tiere.

In erster Linie sind es „Verwandlungsprozesse“ zur Herstellung von Nahrungsmitteln, Kleidung, Baustoffen, Transportmitteln, technischen und elektronischen Geräten.

Der Mensch war schon immer Teil der Verwandlungskünstler der Natur. Die Nutzung der biologischen Vielfalt und vieler Verwandlungsergebnisse von Tieren und Pflanzen  sind nämlich unsere Lebensgrundlage.

Durch die intensive Nutzung von Rohstoffen sowie pflanzlichen und tierischen Produkten nehmen wir Menschen inzwischen einen sehr starken Einfluss auf die Welt.

 

Die Verwandlungen im Überblick

  • Aus Gräsersamen wird Brot.
  • Mais wird durch Erhitzen mit Zugabe von     Fett zu Popcorn.
  • Stein, Holz und Metall werden zu      Bauwerken.
  • Schafwolle wird zu Garn und dieses zu Strickware.
  • Quarzsand (Gesteinssand) wird zu Glas.
  • Pflanzen werden durch Züchtung in ihren Eigenschaften verwandelt.
  • Tiere werden durch Züchtung in ihren Eigenschaften verwandelt.
  • Pflanzen werden in Schnüre, Seile oder Kleidung verwandelt.

 

Umsetzungsideen und praktische Tipps

  • Fladenbrot backen, bei einem Stand das fertige Brot zum Verkosten anbieten und die Grundmaterialien daneben präsen-tieren. Diese Art der Verwandlung zu lernen war für die Menschen sehr wichtig.
  • Korb flechten bzw. KorbflechterIn besuchen.
  • Schnur aus Pflanzenfasern herstellen.
  • Verschiedene Apfelsorten verkosten, die alle durch menschliche Züchtungen ausgehend von einer Art entstanden sind.
  • Filzen von Schafwolle.
  • Ideensammlung und Fotoausstellung, was Menschen in ihrem Alltag alles verwandeln.

 

Zum Weiterdenken

  • Einfluss des Menschen auf die Biodiversität bzw. biologische Vielfalt.

Wasser

Foto: fotolia / Leonid Ika

Einfrieren, fließen  und ausdampfen

Wasser hat eine unglaubliche Verwandlungskraft, es kann sich durch Kälte zu Eis oder durch Hitze zu Dampf verwandeln. Je nach Aggregatzustand verändert Wasser seine Eigenschaften völlig.

Es verändert aber auch ganze Landschaften, beispielsweise kann ein natürlich verlaufender Fluss sein Bachbett immer wieder verlegen und so die Landschaft regelrecht umformen. Außerdem kann Wasser allein durch sein Vorhandensein oder Fehlen entscheidenden Einfluss auf Leben haben.

Lang andauernde Trockenheit und Hitze führen zum Verwelken von Pflanzen und zum Verdursten von Lebewesen. Bei der Vegetation kann es sogar durch zu langen Frost, also wenn zwar Wasser da, aber nicht verfügbar ist, weil es sich im falschen Aggregatzustand befindet, zum Vertrocknen kommen.

Der Körper jedes Lebewesens besteht zu  einem gewissen Anteil aus Wasser, der des Menschen z.B. aus 50 – 70 %, je nach Alter und Geschlecht. Durch den meist relativ großen Wassergehalt von Lebewesen versuchen diese zu vermeiden, dass das Wasser in ihren Zellen gefriert. Durch das Frieren der Zellflüssigkeit werden nämlich Zellen zerstört, wie zum Beispiel an den matschigen Erdbeeren gut erkennbar ist, die man aus der Tiefkühl- truhe holt.

Der Zitronenfalter überwintert draußen und hat eine geniale Überlebensstrategie entwickelt, mit der er ohne Schutz und Unterschlupf trotzdem überleben kann. Mit Hilfe von dreiwertigem Alkohol, dem Glycerin, Sorbit und Eiweißstoffen kann er den Gefrierpunkt seiner Körperflüssigkeiten derart senken, dass er Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius schadlos überstehen kann.

Wir Menschen haben uns diesen Trick auch abgeschaut und verwenden ihn als Autofahrer bei unserem Kühler- oder Scheibenputzwasser. Zitronenfalter und andere Insekten haben diese Technik schon seit Millionen Jahren in petto.

Da Wasser nicht nur für den Zitronenfalter, sondern für die meisten Lebewesen lebensnotwendig ist, haben Tiere und Pflanzen viele Tricks und Strategien entwickelt, mit dem unterschiedlichen Angebot an Wasser eines Standortes umzugehen. Auch wir Menschen haben uns schon immer nach der Verfügbarkeit von Wasser richten müssen. Es fällt zum Beispiel auf, dass größere menschliche Siedlungen meist an Flüssen gebaut wurden.

 

Die Verwandlungen im Überblick

  • Wasser wird durch Kälte zu Eis oder umgekehrt.
  • Wasser wird durch Verdunstung gasförmig und verwandelt sich in Wolken.
  • Luftfeuchtigkeit verwandelt sich durch Temperaturabkühlung in Tau.
  • Fließendes Wasser kann die Landschaft umformen.
  • Fehlendes Wasser lässt Pflanzen welk werden, zu viel Wasser lässt Pflanzen wegen Sauerstoffmangels faulen.
  • Pflanzen trinken Wasser und schwitzen mit ihren Blättern Wasserdampf.

 

Zum Weiterdenken

  • Andere Stoffe und ihr Aggregatzustand.

Steine und Kristalle

Foto: publicdomain

Viel Energie und Zeit vergehen lassen

Die Versteinerung und auch die Kristallbildung erfordern vor allem eines, viel Zeit und Energie. Bis ein Lebewesen zu einem Fossil wird, dauert es tausende von Jahren. Normalerweise wird ein totes Tier oder eine Pflanze von anderen Lebewesen gefressen oder von Bakterien und Pilzen zersetzt und löst sich zu guter Letzt buchstäblich in Luft auf bzw. wird durch den Abbau eigentlich wieder zu Erde.

Wenn aber der verstorbene Körper oder die abgestorbene Pflanze in Schlamm, Sand oder Lehm eingegraben wird, z.B. am Meeresgrund oder in einem Flussbett, verlangsamt das die Verwesung enorm, da keine Luft zum Körper gelangen kann und auch Aasfresser haben keine Chance mehr, den toten Körper zu erwischen. Im Laufe der Zeit lagert sich immer mehr Material auf dem Körper ab. Wenn die Ablagerungsschicht, die sogenannten Sedimente, eine gewisse Dicke erreicht haben, dann steigt der Druck auf den nicht verwesten Körper. Dadurch wird das restliche Wasser herausgepresst. Die Sedimente werden verfestigt, das ursprünglich organische Material wird durch anorganische Stoffe ersetzt. Das ist der eigentliche Versteinerungsvorgang.

Auch die Alpen sind aus solchen abgelagerten Sedimenten entstanden. Viele abgestorbene Meeresbewohner, darunter auch Tiere mit Kalkschalen, wie z.B. Muscheln wurden so im Laufe der Zeit versteinert und durch die Kraft der sich nach Norden bewegenden afrikanischen Platte haben sich die Alpen in die Höhe aufgefaltet. Das Kalkgestein in den Alpen stammt von diesen ehemaligen Meeresablagerungen, die unter viel Zeit und Druck entstanden sind. Deshalb findet man mancherorts auch zahlreiche, gut erkennbare Fossilien im Gestein.

Ein Kristall wiederum entsteht, indem Atome, Moleküle und Ionen eine regelmäßige Struktur ausbilden. Kristalle können sich aus Dampf, Schmelze oder aus einer gesättigten Lösung bilden.

 

Die Verwandlungen im Überblick

  • Abgestorbenes Tier- oder Pflanzenmaterial wird unter Luftabschluss versteinert, sogenannte Fossilien bzw. Gesteine entstehen.
  • Aus gesättigten Lösungen entstehen Kristalle.

 

Umsetzungsideen und praktische Tipps

  • Salz- oder Zuckerkristalle selber züchten und am Aktionstag ausstellen.
  • Fossilien aus der Umgebung ausstellen und ihre Entstehungsgeschichte in Form eines Märchens erzählen.

 

Zum Weiterdenken

  • Gestein ist hart, aber dennoch verändert es seine Gestalt mit der Zeit, z.B. durch Verwitterung.
  • Wie entstehen Höhlen oder Tropfsteine?
  • Welche Rolle spielt Gestein bei der Bodenbildung?

2017 war das Jahr der Flugkünstler

2017 hat der VNÖ die Naturpark-Schulen erstmals zur Teilnahme an einer bundesweiten Aktion mit dem Thema „Landschaften voller Flugkünstler“ eingeladen. Der Aufruf ist auf Anhieb auf große Resonanz gestoßen: am und rund um den 22. Mai haben sich in allen sieben Naturpark-Bundesländern über 4000 Kinder mit der Biodiversität und den Flugkünstlern aus der Tier- und Pflanzenwelt ihres Naturparkes befasst. 

Fotos: fotolia/bessi7, S. Käfer, H. Marek, E. Neffe

Spannende Projekte zu Flugkünstlern aus der Tier- und Pflanzenwelt

Die Projekte, die in über 50 Naturpark-Schulen umgesetzt worden sind haben sich als so vielfältig gezeigt wie die erforschten Flugkünstler selbst: Unter anderem haben Schülerinnen und Schüler beim Imkerbesuch so einiges über die Bienensprache gelernt. Andere haben auf verschiedenen Wiesentypen die Entwicklungsstadien der Schmetterlinge erforscht. Bei Exkursionen mit ExpertInnen haben die Kinder neue Erkenntnisse zur Lebensweise von heimischen Singvögeln oder auch zu ihrem frühmorgendlichen Gesang gewonnen. Des Weiteren haben die Kinder erlebt, dass die Ultraschalllaute des Fledermausflugverkehrs hörbar gemacht werden können. Darüber hinaus haben sie mit Unterstützung von Studierenden geniale Flugkörper nach Vorbild des Ahornsamens nachgebaut. Einige Projekte haben auch darstellende oder künstlerische Zugänge zum Thema angeboten und kreative Aufführungen und Ausstellungen hervorgebracht, die an Schul-Festen präsentiert worden sind. 

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