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Foto: Herfried Marek

Foto: Ewald Neffe

Foto: Ewald Neffe

Gewöhnlicher Giersch

Foto: grünes handwerk

Die feinen, weißen Blüten des Gewöhnlichen Giersch (Aegopodium podagraria) ordnen sich in einer Doppeldolde an. Die Blätter sind zweifach gefiedert, wobei die Blattstiele nicht hohl sind.

Der Gewöhnliche Giersch (auch noch Geißfuß genannt) wächst in Fettwiesen, schattigen Gebüschen und Gärten. Die Blütezeit des Geißfußes reicht von Juni bis in den August. Das Vorkommen des Gewöhnlichen Giersch erstreckt sich über gesamt Österreich, von den Tieflagen (200 m) bis in die Bergwaldstufe (1.400 m).

Der Gewöhnliche Giersch ist reich an Kalium, Magnesium, Calcium, Mangan, Zink und Kupfer; beinhaltet ein Mehrfaches an Vitamin A, C und Eiweiß als Kopfsalat; außerdem Harz, ätherisches Öl, Flavonoide (antioxidative Wirkung). Die Blätter haben einen petersilienartigen Geschmack, wobei er mit dem zunehmenden Alter der Blätter intensiver wird; insgesamt sehr fein aromatisch und herzhafter schmeckend. Die jungen Blätter finden als Spinat Verwendung, aber auch als Salat gemeinsam mit Löwenzahn und Sauer-Ampfer. Durch sein eigenständiges Aroma lässt er sich zu köstlichen Suppen, Beilagen und Aufläufen verarbeiten. Früher waren Girschblätter Hauptbestandteil der vielerorts üblichen „Neunstärke", einer Frühlingskräutersuppe, die besonders zu Gründonnerstag gegessen wurde.

Volksmedizinisch wird Gewöhnlicher Giersch gegen Rheuma und Gicht eingesetzt. Mittels Mörser zerquetscht, werden Umschläge gegen Verbrennungen und Insektenstiche auf die Haut aufgelegt.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

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