Zum Inhalt springen

AA AA AA

Foto: Naturpark Steirische Eisenwurzen

Foto: F. Kovacs

Foto: H. Marek

Foto: Verein Domenico

Foto: F. Kovacs

Foto: Oberösterreichische Akademie für Umwelt und Natur

Foto: Kovacs

Sommernächtlicher Kirschtraum

Dieser süße Gruß von unseren Streuobstwiesen eignet sich hervorragend als Dessert für laue Sommernächte. Mit nur wenigen Handgriffen und Zutaten können Sie Ihre Liebsten mit einem herzhaften Kirsch-Aroma verwöhnen und die Gaumenfreuden unserer Kulturlandschaften genießen. Probieren Sie diesen Rezepttipp aus und lassen Sie es sich schmecken!


Zutaten für 6 Portionen

  • 300 g frische Kirschen oder 250 g entkernte Kirschen
  • 100 g Staubzucker
  • 250 ml Schlagobers
  • 3 Eidotter
  • 9 g Gelatinepulver
  • etwas Zitronensaft
  • etwas Vanille
  • ein Schüsschen Kirschbrand

Zubereitung

Für die Sauce die entkernten Kirschen mit der Hälfte des Zuckers zum Kochen bringen, von der Herdplatte nehmen, ein wenig Zitronensaft hinzugeben und pürieren.

Für die Creme Dotter mit dem restlichen Zucker, einem Spritzer Zitronensaft und Vanille schaumig schlagen. Steif-geschlagenen Schlagobers hinzugeben, ein Schüsschen Kirschbrand zufügen und in Wasser erhitzte Gelatine untermengen.

Biskotten zerkleinern und in Formen geben. Creme und Sauce nach Belieben in Formen füllen und für ca. drei Stunden kühlstellen.


Vom weißen Blütenmeer zur Aromavielfalt

Foto: Franz Kovacs

Ein klassischer Streuobstgarten besteht aus locker auf der Fläche verstreuten Obstbäumen, meist Mittel- bis Hochstamm. Die Bestände sind häufig von Äpfel-, Birnen- und Zwetschkenbäumen dominiert; daneben finden sich aber auch immer wieder Kirschen-, Nuss- und Mirabellenbäume. Vor allem alte, große Bäume sind es, die mit ihren Höhlen und teilweise abgestorbenen Ästen viel zur Biodiversität beitragen. Denn diese werden von unzähligen Tieren als Wohn- und Brutraum genutzt. Darunter finden sich Insekten wie die Blaue Holzbiene ebenso, wie Amphibien, Reptilien, Vögel oder Säugetiere. In abgestorbenen Ästen siedeln sich auch Larven von Insekten an, die sich vom morschen Holz ernähren. So hat der Mensch über die Kultivierung von essbarem Kern- und Steinobst einen eigenen Lebensraum geschaffen, der durch seine Strukturvielfalt eine hohe biologische Vielfalt aufweist.

Foto: Franz Kovacs

Bäume, die durch Sturm oder Schneelast umfallen, oder Lücken in den Streuobstwiesen werden in der Regel durch junge Mittel- oder Hochstammbäume ersetzt. Hierfür sind alte Sorten geeignet, die oft durch ihr unvergleichliches Aroma und ihre Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Bodenbedingungen oder Höhenlagen hervorstechen. Auf diese Weise tragen viele der Streuobstgärten zum Erhalt von alten Obstsorten bei, wodurch die genetische Vielfalt der unterschiedlichen Sorten auch für spätere Generationen erhalten wird. Im Herbst sind manche Streuobstbäume oft über und über mit Früchten behangen, sodass die süßen Früchte auch vielen Tieren als Nahrung dienen, um sich Reserven für den Winter anzulegen. Nicht zu vergessen ist auch die Blütenpracht im Frühjahr, die wiederum die erste Nahrung für den Start einer neuen Generation von vielen Insektenarten ist.


Top