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Foto: Herfried Marek

Foto: Naturpark Hohe Wand

Foto: Alonso Aguilar/stock.adobe.com

Schwerpunkt Insekten

Praxismaterialien für Schulen und Kindergärten

Foto: Reinhold Wodisch

Die folgenden Praxismaterialien sind als Anregung und Hilfestellung für Aktivitäten an Schulen und Kindergärten gedacht.

Sie befassen sich mit der Bedeutung von Insekten und sind auch in unseren Ideen und Tipps zum österreichweiten Aktionstag zu finden.

Schmetterlingsspirale anlegen

Schmetterlingsspirale
Foto: stock.adobe.com/terezqua

Hintergrund: Bevor wir einen Schmetterling als Falter bewundern können durchlebt er verschiedene Entwicklungsstadien. Aus winzigen Eiern schlüpfen Raupen, sie durchleben mehrere Raupenstadien. Raupen ernähren sich häufig von ganz bestimmten Pflanzen und müssen vor allem eines machen: fressen. So werden sie immer größer und müssen sich mehrmals häuten. Nach dem letzten Raupenstadium verpuppt sich die Raupe in einem Kokon – und darin findet ihre unglaubliche Verwandlung zu einem Falter mit Fühlern und vier Flügeln statt. Diesen Entwicklungsweg nennt man in der Fachsprache Metamorphose. Als Puppe bezeichnet man übrigens die Insektenlarve, die sich in der Ruhestellung befindet und sich verwandelt, Kokon wird das Gespinst um die Puppe herum genannt.


Bildungsziele: Mit bunten Blumen ein Paradies für Schmetterlinge und deren Raupe schaffen. Naturbeobachtungen vor der Schultüre und Erkennen von jahreszeitlichen Abläufen in der Natur.


Alter: Kindergarten, Volksschule, Mittelschule

Gruppengröße: Kleingruppe

Material: siehe Praxismaterial zum Herunterladen


Ablauf: Eine Schmetterlingsspirale wird ähnlich wie eine Kräuterspirale angelegt. Es werden bestimmte Blumen und Stauden gepflanzt, die einerseits als Futterpflanzen für die Raupen und andererseits als Saugpflanzen für die erwachsenen Falter dienen – perfekt also zum Beobachten von Schmetterlingen. Die gärtnerische Pflege beschränkt sich auf das Abräumen verwelkter Pflanzen. Aber selbst dabei sollten solche mit hohlem Stängel oder mit Blattrosetten teilweise erhalten bleiben, darin können Kleintiere überwintern. Biologische Beobachtungen sind von Frühling bis in den Spätherbst möglich.

Die genaue Beschreibung zur Anlage der Schmetterlingsspirale findet sich über die unten stehenden Links.

Ab Ende April kann das Leben bei der Schmetterlingsspirale beobachtet werden: Welche Raupen und andere Insekten finden sich dort? Welche Tiere leben im Boden? Welche Schmetterlingsarten besuchen welche Pflanzen? Das über den unten angeführten Link erhältliche Praxismaterial enthält Informationen zum Baukünstler Raupe sowie ein Beobachtungsblatt.

 

Die Anleitung für den Bau einer Schmetterlingsspirale gibt es hier!


Download: Praxismaterial - Schmetterlingsspirale (PDF-Download: 0,7MB)

Lebensraum Obstbaum: Wer wohnt wo?

Foto: Franz Kovacs

Bildungsziele: Lebensraum Obstbaum: Bewohner und deren Bauwerke kennen lernen


Alter: Volksschule, Mittelschule

Gruppengröße: Gesamtgruppe

Material: Arbeitsblatt: Lebensraum Obstbaum, kleine Kärtchen, auf denen die Bewohner eines Obstbaumes abgebildet sind, Stifte, Klebeband oder Kleber, evtl. Forscherausrüstung: Lupe, Fernglas, etc.


Ort: Streuobstwiese


Ablauf: Gemeinsam werden die Stockwerke und Lebensräume eines Baumes besprochen. Jede Gruppe sucht sich einen Obstbaum aus und betrachtet diesen für einige Minuten: Welche Tiere leben auf, am oder im Baum? Welche tierischen Bauwerke befinden sich am Baum? Von wem stammen diese?

Nachdem die Beobachtungen ausgetauscht wurden, werden alle Bauwerke gemeinsam aufgesucht, wobei der/die Gruppenleiter/in den Kindern die Bauwerke gezielt zeigt und diese mit ihnen bespricht: Wer könnte dieses Bauwerk gebaut haben? Aus welchen Materialen besteht es? Wie hat das jeweilige Tier sein Bauwerk gebaut? Für was wird das Bauwerk genutzt? (Versteck, Nest, Winterquartier). Wer könnte als Nachmieter in das Bauwerk einziehen? (Specht = Baumeister, Siebenschläfer, Fledermaus, Wiedehopf = Nachmieter).

Anschließend bekommt jede Gruppe ein Blatt Papier mit der Skizze eines Obstbaumes sowie kleine Kärtchen, auf denen die Bewohner eines Obstbaumes abgebildet sind (Arbeitsblatt und Vorlagen für Tierkärtchen können als Praxismaterial heruntergeladen werden).

Die beobachteten Bauwerke sollen auf dem Arbeitsblatt eingezeichnet werden. Die tierischen Bakünstler oder ihre Nachmieter werden zu den Bauwerken dazu geklebt.


Download: Praxismaterial - Lebensraum Obstbaum (PDF-Download: 1,2 MB)

Hirschkäferwiege errichten

Foto: abet – stock.adobe.com

Hintergrund: Der Hirschkäfer, aber auch viele andere Käfer, Fliegen, Wanzen, Pilze usw., brauchen für die Entwicklung oder als Nahrung morsche Eichen-Wurzelstöcke. Der erwachsene Käfer selbst trinkt am liebsten den Saft alter Eichen, den er mit seinen speziell ausgebildeten Mundwerkzeugen saugt. Leider wird es für den Hirschkäfer immer schwieriger alte Eichen und deren Wurzelstöcke zu finden. Durch den Bau einer Hirschkäferwiege kann dem majestätischen Käfer geholfen werden, eine passende Kinderstube für seine Larven zu finden. Verwendet man unterschiedliche Laubholz-Baumarten, kann man mehrere Arten anlocken.


Bildungsziele: Lebensweise, Gefährdung und Schutzmaßnahmen für den Hirschkäfer und andere Totholzbewohner kennenlernen und aktiv helfen; Beobachtungen zur Entwicklung von Kleintieren im Totholz; Bedeutung von Alt- und Totholz im Wald und einer naturnahen Waldbewirtschaftung.


Alter: Volksschule, Mittelschule

Gruppengröße: Gesamtgruppe

Material: alte Eichenstämme und dicke Eichenäste (evtl. auch Eichenrindenstücke), Sägemehl, Eichen-Hackschnitzeln, Spaten, Schaufeln


Ablauf für den Bau einer Hirschkäferwiege: Wichtig ist die richtige Wahl des Standortes: eine sonnige Stelle, idealerweise umgeben von Eichen. Konnte bereits ein Hirschkäfer in näherer Umgebung beobachtet werden (Umkreis von ca. 3 km), eignet sich die Stelle perfekt. Dort wird eine ca. 50 cm tiefe Grube ausgehoben. In diese werden die Eichenstämme und -äste senkrecht gestellt. Die Zwischenräume werden mit Sägemehl und Eichen-Hackschnitzeln, evtl. auch mit Eichen-Rindenstücken aufgefüllt.

Tipp: Die Hirschkäferwiege sollte über die Jahre hinweg immer wieder mit Sägemehl und Hackschnitzeln nachgefüllt werden.

Durch natürliche Prozesse mit Hilfe von Pilzen und Mikroorganismen entwickelt sich in der Käferwiege das optimale Klima für Hirschkäferlarven. Findet ein Hirschkäferweibchen nun die Käferwiege, kann es mit der Eiablage beginnen. Fünf- bis acht Jahre werden die geschlüpften Larven in der Käferwiege verbringen, ehe daraus erwachsene Hirschkäfer schlüpfen. Die erwachsenen Käfer selbst sind besonders gut an lauen Juli-Abenden, wenn sie brummend durch die Lüfte auf der Suche nach einer Eiche fliegen, zu beobachten.

Die bebilderte Anleitung für den Bau einer Hirschkäferwiege finden Sie hier!


Download: Praxismaterial - Hirschkäferwiege (PDF-Download: 0,4 MB)

Wasser-Safari

Foto: Fred Lindmoser

Hintergrund: Die Larven der Köcherfliege bauen mithilfe eines selbstgebildeten Klebers und kleinen Steinchen oder Pflanzenstückchen eine Wohnröhre – den sogenannten Köcher. So ist die Larve vor Räubern geschützt. Meistens ragen nur der Kopf und die Beinchen aus dem Köcher heraus. Köcherfliegenlarven leben am liebsten unter Steinen, in klaren und fließenden Gewässern.


Bildungsziele: Baukünste der Köcherfliegenlarven kennen lernen, Beobachten, Experimentieren und Forschen im Lebensraum Bach


Alter: Volksschule, Mittelschule

Gruppengröße: Klein- oder Gesamtgruppe

Material: Wasserkescher (es gehen auch feine Plastik-Küchensiebe), Kübel, (Plastik-)Schüsseln, evtl. Terrarien-/Aquarienboxen, Lupen, Becherlupen, Nadel, Pinzette


Ablauf: Für eine Wasser-Safari muss man nicht erst in fremde Länder reisen, bei unseren heimischen Bächen gibt es viel zu entdecken und erforschen!

Tiere am Wasser beobachten: Jedes Kind sucht einen Platz und beobachtet für sich das Geschehen im, am und um den Bach. Anschließend werden die Beobachtungen gemeinsam besprochen.

Köcherfliegen Larven suchen: Der/die GruppenleiterIn zeigt den Kindern wo man eine Köcherfliegenlarve findet, erklärt ihnen, wie man mit den Tieren umgeht und gibt den
Kindern fachliche Inputs dazu (Bauweise, Körperbau etc.). Nun bekommen die Kinder die Aufgabe, selbst Köcherfliegenlarven zu suchen. Tipp: Köcherfliegenlarven sitzen gerne unter Steinen!

Köcherfliegenlarven unter der Lupe betrachten: Aus was wurde der Köcher gebaut? Welches Material erkennt ihr? Wie gut ist der Köcher getarnt? Vergleicht die gefundenen Köcher – entdeckt ihr Unterschiede?

Köcher inspizieren: Zuerst wird genau geschaut, ob der Köcher bewohnt oder unbewohnt ist. Ist der Köcher unbewohnt, kann er mit einer Nadel vorsichtig zerteilt werden. Jetzt kann auch das Innere des Köchers unter der Lupe betrachtet werden. Ist der Köcher bewohnt, bitte nur mit einer Pinzette vorsichtig ein Teilchen (z. B. ein Steinchen, ein kleines Pflanzenstück) vom Köcher lösen und die „ganze“ Köcherfliegenlarve wieder ins Wasser geben. Das gelöste Teilchen kann nun ebenfalls unter der Lupe betrachtet werden.

Hinweis: Alle Tiere werden nach dem Beobachten, wieder frei gelassen! Das Wasser wird in den Gefäßen schnell warm und der Sauerstoff schwindet – während der Beobachtungsphase regelmäßig frisches Wasser dazu geben!


Weiterführende Idee – Wasser-Keschern:

Die Kinder dürfen mit einem Wasserkescher versuchen weitere Bachbewohner zu fangen, zu beobachten und zu bestimmen.


Download: Praxismaterial - Wasser-Safari (PDF-Download: 0,3 MB)

Räuber & Beute

Bild: VNÖ

Bildungsziele: Rolle von Insekten als Beute und Räuber kennenlernen


Alter: VS, NMS

Gruppengröße: Kleingruppe

Material: Vorlagen für die Insekten-Kärtchen (PDF-Download: 0,5 MB)


Ablauf: Zu jedem Räuber (= Nützling) wird eine passende Beute (= Schädling) gesucht. Die Kärtchen werden aneinandergelegt. Mit der Start-Karte beginnen und alle Karten verwenden. Da sich viele Räuber von derselben Beute (z.B. von Blattläusen) ernähren, gibt es von manchen Beutetieren mehrere Kärtchen. Dadurch sind auch mehrere Lösungen (was die Reihenfolge der Karten betrifft) möglich.

SchädlingNützling
Thrips Raubwanze
Blattlaus Florfliege
Schwebfliege
Marienkäfer
Netzspinne
Weiße Fliege Schlupfwespe (Encarsia formosa)
Nacktschnecke Laufkäfer
Engerling Erdläufer
Fadenwurm (Heterorhabditis)
Apfelwickler Schlupfwespe (Trichogramma)
Spinnmilbe Raubmilbe (Phytoseiulus persimilis)

Mögliche Lösung: Start > Florfliege > Blattlaus > Raubwanze > Thrips > Marienkäfer > Blattlaus > Schlupfwespe (Encarsia formosa) > Weiße Fliege > Netzspinne > Blattlaus > Laufkäfer > Nacktschnecke > Schwebfliege > Blattlaus > Erdläufer > Engerling > Fadenwurm > Engerling > Schlupfwespe (Trichogramma) > Apfelwickler > Raubmilbe > Spinnmilbe > Ende


Download: Praxismaterial – Räuber und Beute (PDF-Download: 1,0 MB)

Die Welt der Blattläuse

Blattläuse (Foto: pixabay)

Bildungsziele: Jäger-Beute-Verständnis, geduldiges, aufmerksames Wahrnehmen


Alter: VS, NMS

Gruppengröße: Kleingruppe, jede/r für sich

Material: Beobachtungsblatt (PDF-Download: 0,5 MB), Stift, Digitalkamera oder Smartphone (evtl. mit Pflanzenbestimmungs-App), evtl. Handlupe, Insekten-Bestimmungsbuch


Ablauf: Oft entdeckt man am Rand von gemähten Wiesen, an Weg- und Waldrändern Stängel oder Blätter von Kräutern und Sträuchern, wie den Holunder, die zahlreich von Blattläusen besiedelt sind. Über 800 Arten gibt es bei uns. Interessant ist, dass es mehrere Generationen gibt, in denen nur Weibchen existiere, und dass es ungeflügelte und geflügelte Tiere gibt. Als reine Pflanzensaftsauger, die sich stark vermehren können, gehören einige Arten zu den für uns schädlichen Tieren. Ein genaues Hinsehen lohnt sich aber: Zuerst versuchen wir zu entdecken, wer neben den Blattläusen noch auf der Pflanze zu finden ist. In aller Regel wird man rasch Ameisen und in weiterer Folge Blattlausfresser finden. Das sind Marienkäfer und ihre Larven, Schwebfliegenlarven, Florfliegenlarven, Blumenwanzen oder auch Ohrwürmer. Das heißt, wir bekommen Einblick in eine einfache Nahrungskette: Pflanzen – pflanzensaftsaugende Blattläuse – mit diesen in Symbiose lebende Ameisen (naschen zuckerhältige Ausscheidungen der Läuse, verteidigen Läuse) – blattlausfressende Räuber.

Für ein paar Minuten beobachten wir das Treiben. Werden Blattläuse tatsächlich verteidigt? Was macht die Ameise? Wie viele Räuber entdecken wir? Sind Tiere da, die sich für Blattläuse überhaupt nicht interessieren? Aber es ist noch komplizierter: Es gibt auch räuberische Marienkäferlarven, zum Beispiel vom Asiatischen Marienkäfer, die heimische Käfer fressen. Auch das kannst du beobachten.

Fotografiere mit einer Digitalkamera oder deinem Smartphone Blattlauskolonien und alle mit auf der Pflanze lebenden Tiere. Schreibe auf, wo du die Kolonien gefunden hast, welche Pflanze es ist, welche Tiere du beobachtest und was die Tiere machen.

Tipp: Es gibt verschiedene, kostenfreie Pflanzenbestimmungs-Apps, die schnell Ergebnisse liefern, um welche Pflanze es sich handelt.


Download: Praxismaterial – Welt der Blattläuse (PDF-Download: 0,5 MB)

Hummel-Fotosafari

Fotos: Kathy Büscher/Pixabay, Herbert Aust/Pixabay, Myriam Zilles/Pixabay, jordon–stock.adobe.com, Josef Pichler/Pixabay, moritz320/Pixabay, Kathy Büscher/Pixabay, Otto Leiner
Foto: VNÖ

Viele Pflanzen, wie z.B. Wiesenklee, Eisenhut und Luzerne, werden kaum von der Honigbiene besucht und werden hauptsächlich von Hummeln bestäubt. Ebenso Nachtschattengewächse, zu denen die Tomaten gehören.


Bildungsziele: Artenvielfalt der Hummeln kennenlernen, genaues Wahrnehmen und Beobachten


Alter: NMS

Gruppengröße: Kleingruppe

Material: Digitalkamera oder Smartphone, Stifte, Beobachtungs- und Bestimmungsblätter (PDF-Download 1,0 MB), evtl. Lupe


Ablauf: Ab März geht’s los – mit den ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühling begeben sich die überwinterten Hummelköniginnen auf die Suche nach einem neuen Nestquartier. Bis zum Sommer wächst das Hummelvolk auf bis zu mehrere hundert Exemplare an. Hummelbeobachtungen gelingen also von März bis in den späten Herbst hinein.

Am besten eignen sich für die Fotosafari bunte Blumenwiesen, blütenreiche Waldränder und lichte Wälder. Keine Angst – Hummeln stechen nur zur Verteidigung und sind überhaupt nicht aggressiv.

Fotografiere mit deinem Smartphone oder einer Kamera verschiedene Hummelarten und schreibe auf, wo du die Hummeln gefunden hast.

Tipp: Schau besonders genau bei den Blüten – notiere dir auch die Blütenfarbe, Hummeln haben ganz bestimmte Vorlieben. Danach probiere mithilfe des Bestimmungsschlüssels die Hummeln auf den Fotos zu bestimmen. Auf geht die Hummelsuche – viel Spaß!


Download: Praxismaterial – Hummel-Fotosafari (PDF-Download: 1,3 MB)

Bodentiere beobachten und bestimmen

Bildungsziele: Vielfalt der Bodenlebewesen kennenlernen, Lebensweise und Anpassungen von Bodentieren erforschen


Alter: Kindergarten, VS, NMS

Gruppengröße: Kleingruppe

Material: Licht und Wärmequelle: z. B. Steh- oder Schreibtischlampe (60 Watt Wärmelampe), Trichter, Auffangbehälter: z.B. leere Kaffeedose (sollte innen dunkel sein oder mit schwarzem Papier ausgelegt), grobmaschiges Küchensieb, Auffanggefäß aus Glas, Filterpapier


Versuchsaufbau und Arbeitsblatt (PDF-Download 0,3 MB)


Berlese-Apparatur (Foto: VNÖ)

Ablauf: Im Vorfeld werden gemeinsam (z.B. bei einem Spaziergang) verschiedene Bodenproben im Garten, im Wald oder auf der Wiese entnommen.

Tipp: Frischer Kompost eignet sich hervorragend.

Die Bodentiere werden mit der „Berlese-Apparatur“ gefangen (der Versuchsaufbau hierzu und ein Arbeitsblatt können über den untenstehenden Download-Link heruntergeladen werden). Bei der Berlese-Apparatur wird die Bodenprobe der Wärmestrahlung einer Lampe ausgesetzt. Die Bodentiere fliehen vor dem Licht, der Wärme und der damit verbundenen Austrocknung in immer tiefere Schichten im Trichter – bis sie schließlich in die Dose fallen.

Die Berlese-Apparatur wird gebaut und in den Auffangbehälter ein Loch geschnitten, in das der Trichter genau hineinpasst. Das Filterpapier wird befeuchtet und in das Auffanggefäß aus Glas gegeben. In das Sieb wird eine Hand voll der zu untersuchenden Bodenprobe gegeben. Dann wird das Licht eingeschaltet und der Aufbau für einige Stunden stehen gelassen.

Danach sollten einige der lichtscheuen Tierchen in das Auffanggefäß gefallen sein und können beobachtet werden.

Je nach Altersklasse können die Bodentiere mit Becherlupe (Kindergarten, VS), Binokular (VS, NMS) und/oder Mikroskop (NMS) beobachtet und erforscht werden.


Download: Praxismaterial – Bodentiere beobachten und bestimmen (PDF-Download 0,8 MB)

Einen Bestimmungsschlüssel der häufigsten Bodentiere finden Sie hier!

Kletterfigur: Mein Lieblingsinsekt

Foto: Liesa Valicek
Bild: VNÖ

Was ist dein Lieblingsinsekt? Welches Insekt gefällt dir am besten? Ein kleiner roter Marienkäfer oder doch ein mächtiger großer Hirschkäfer? Geh auf die Wiese und fotografiere dein Lieblingsinsekt, suche Bilder deines Lieblingsinsektes in Büchern oder im Internet und zeichne dieses nach oder entwirf dein eigenes Phantasieinsekt.
Tipp: Im Vorfeld sollte erarbeitet werden, was alle Insekten gemeinsam haben – einen Körper, der aus drei Teilen besteht, nämlich Kopf, Brust und Hinterleib, sechs Beine sowie zwei bis vier Flügel, die aber auch fehlen können, und vorne am Kopf befinden sich Fühler und Mundwerkzeuge.


Bildungsziele: Kreatives Gestalten; Formen, Farben und Muster von Insekten

Alter: Kindergarten, VS, NMS

Gruppengröße: Kleingruppe, Gesamtgruppe (Arbeit einzeln)

Material: Trägermaterial: Baumwollschnur, Karton, Trinkhalme, Klebstoff, Klebeband, Schere, Holzperlen, Holzstäbchen (z.B. Eisstiel) Verschiedene Gestaltungsmaterialien für das Insekt: z.B. Bunt-, Tonpapier, Farben zum Ausmalen (Buntstifte, Filzstifte, Ölkreiden und/oder Wasserfarben), Seidenpapier, Moosgummi etc.


Anleitung und Bastelvorlage (PDF-Download 1,2 MB)


Ablauf: Zwei Kartonscheiben dienen als Träger für das Insekt: Dazu werden aus dem Karton zwei Kreise mit einem Durchmesser von ca. 5,5 cm ausgeschnitten. Auf eine der Scheiben werden zwei Trinkhalmstücke (Länge ca. 3 cm), leicht schräg befestigt. Die zweite Kartonscheibe wird auf die Trinkhalme geklebt, so dass eine Doppelscheibe entsteht mit den Trinkhalmen in der Mitte. Durch jeden Trinkhalm wird jeweils eine Baumwollschnur (Länge ca. 60-70 cm) gefädelt. An das untere Ende jeder Schnur wird eine Holzperle geknotet. Die oberen Schnurenden werden am Holzstäbchen mit einer Schlaufe zum Aufhängen befestigt.

Nun geht es ans Basteln
Für die Großen: Du kannst dafür Buntpapier, weißes Papier, das mit Wasserfarben, Bunt- oder Filzstifen bemalt wird, Seidenpapier für die Flügel deines Insektes oder ähnliches Material verwenden. Deiner Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Das fertige Insekt wird anschließend auf die Kartonscheibe geklebt. Für die Kleinen: Male die Vorlage mit deinen Lieblingsfarben bunt aus oder suche in einem Buch nach deinem Lieblingsinsekt und versuche die Vorlage nach den echten Farben des Tieres anzumalen. Das fertige Insekt wird anschließend auf die Kartonscheibe geklebt.

Wo möchte mein Insekt hin, was hat mein Insekt am liebsten?
Überlege dir, wo dein Insekt am liebsten hinfliegen oder -krabbeln möchte? Vielleicht zu Blumen, um Pollen oder Nektar zu sammeln? Zu einer mit Blattläusen übersäten Pflanze oder zu schmackhaften Blättern? Gestalte den Lieblingsplatz deines Insektes und klebe ihn auf das Holzstäbchen. Das Stäbchen mit dem Motiv befestigst du an die Fäden (knoten, kleben …).

Und fertig ist deine Kletterfigur: Wenn du nun deine Kletterfigur aufhängst und abwechselnd an der linken und rechten Schnur ziehst, fliegt bzw. krabbelt dein Insekt nach oben zu seinem Lieblingsplatz.


Download: Praxismaterial – Kletterfigur: Mein Lieblingsinsekt (PDF-Download 1,7 MB)

Praxismaterialien für zu Hause

Die Inhalte der folgenden Praxismaterialien wurden für den Heimunterricht angepasst. Kinder von Volksschulen (Grundstufe 2) und Mittelschulen können diese ganz leicht zu Hause bearbeiten.

MaterialDownload

Einführung

  • Einführung lang: Insekten und Co. in Naturparken
  • Einführung kurz: Insekten und Co. in Naturparken

 

PDF-Download: 2,8 MB
PDF-Download: 0,7 MB

Aktivität im Garten

  • Hummel-Fotosafari
  • Die Welt der Blattläuse

 

PDF-Download: 0,8 MB
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Insekten als Nützlinge

  • Gemeiner Ohrwurm
  • Gartenkreuzspinne
  • Grünes Heupferd
  • Hornkanker

 

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Insekten in den Nahrungsnetzen

  • Lederlaufkäfer
  • Gemeine Eintagsfliege
  • Große Schwarze Fichtenrindenlaus
  • Grüne Zwergzikade

 

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PDF-Download: 0,8 MB
PDF-Download: 0,7 MB

Insekten als Bestäuber

  • Steinhummel
  • Honigbiene
  • Schachbrettfalter
  • Große Schwebfliege

 

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PDF-Download: 0,7 MB
PDF-Download: 0,7 MB
PDF-Download: 0,7 MB

Insekten im Boden

  • Rote Waldameise
  • Gemeiner Steinläufer
  • Dunkelbrauner Kugelspringer
  • Silberfischchen

 

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PDF-Download: 0,7 MB
PDF-Download: 0,7 MB
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Insektenschönheiten

  • Blaugrüne Mosaikjungfer
  • Kaisermantel
  • Edelgamander-Netzwanze
  • Hirschkäfer

 

PDF-Download: 0,6 MB
PDF-Download: 0,7 MB
PDF-Download: 0,7 MB
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Bestimmungskarten

Wissenswertes zu 20 Insektenarten, die eine große Bedeutung für die Biodiversität in unseren Naturparken haben. Die Karten sind im Format DIN A4 angelegt; sie können ausgedruckt, auf DIN A5 geschnitten und evtl. laminiert werden.

Poster

Ein Übersichtsposter, passend zu den Insektenkarten, das 20 Insektenarten darstellt. Das Poster ist im Format DIN A1 angelegt und kann als Digitaldruck in der Originalgröße oder auch verkleinert ausgedruckt werden.

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