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Foto: F. Grabenhofer

Foto: F. Kovacs

Foto: F. Kovacs

Foto: F. Grabenhofer

Foto: F. Kovacs

Schwerpunkt Insekten

Praxismaterialien für Schulen und Kindergärten

Foto: Reinhold Wodisch

Die folgenden Praxismaterialien sind als Anregung und Hilfestellung für Aktivitäten an Schulen und Kindergärten gedacht.

Sie befassen sich mit der Bedeutung von Insekten und sind auch in unserer aktuellen Ausgabe „Ideen und Tipps“ zum österreichweiten Aktionstag zu finden.

Räuber & Beute

Bild: VNÖ

Bildungsziele: Rolle von Insekten als Beute und Räuber kennenlernen


Alter: VS, NMS

Gruppengröße: Kleingruppe

Material: Vorlagen für die Insekten-Kärtchen (PDF-Download: 0,5 MB)


Ablauf: Zu jedem Räuber (= Nützling) wird eine passende Beute (= Schädling) gesucht. Die Kärtchen werden aneinandergelegt. Mit der Start-Karte beginnen und alle Karten verwenden. Da sich viele Räuber von derselben Beute (z.B. von Blattläusen) ernähren, gibt es von manchen Beutetieren mehrere Kärtchen. Dadurch sind auch mehrere Lösungen (was die Reihenfolge der Karten betrifft) möglich.

SchädlingNützling
Thrips Raubwanze
Blattlaus Florfliege
Schwebfliege
Marienkäfer
Netzspinne
Weiße Fliege Schlupfwespe (Encarsia formosa)
Nacktschnecke Laufkäfer
Engerling Erdläufer
Fadenwurm (Heterorhabditis)
Apfelwickler Schlupfwespe (Trichogramma)
Spinnmilbe Raubmilbe (Phytoseiulus persimilis)

Mögliche Lösung: Start > Florfliege > Blattlaus > Raubwanze > Thrips > Marienkäfer > Blattlaus > Schlupfwespe (Encarsia formosa) > Weiße Fliege > Netzspinne > Blattlaus > Laufkäfer > Nacktschnecke > Schwebfliege > Blattlaus > Erdläufer > Engerling > Fadenwurm > Engerling > Schlupfwespe (Trichogramma) > Apfelwickler > Raubmilbe > Spinnmilbe > Ende


Download: Praxismaterial – Räuber und Beute (PDF-Download: 1 MB)

Die Welt der Blattläuse

Blattläuse (Foto: pixabay)

Bildungsziele: Jäger-Beute-Verständnis, geduldiges, aufmerksames Wahrnehmen


Alter: VS, NMS

Gruppengröße: Kleingruppe, jede/r für sich

Material: Beobachtungsblatt (PDF-Download: 0,5 MB), Stift, Digitalkamera oder Smartphone (evtl. mit Pflanzenbestimmungs-App), evtl. Handlupe, Insekten-Bestimmungsbuch


Ablauf: Oft entdeckt man am Rand von gemähten Wiesen, an Weg- und Waldrändern Stängel oder Blätter von Kräutern und Sträuchern, wie den Holunder, die zahlreich von Blattläusen besiedelt sind. Über 800 Arten gibt es bei uns. Interessant ist, dass es mehrere Generationen gibt, in denen nur Weibchen existiere, und dass es ungeflügelte und geflügelte Tiere gibt. Als reine Pflanzensaftsauger, die sich stark vermehren können, gehören einige Arten zu den für uns schädlichen Tieren. Ein genaues Hinsehen lohnt sich aber: Zuerst versuchen wir zu entdecken, wer neben den Blattläusen noch auf der Pflanze zu finden ist. In aller Regel wird man rasch Ameisen und in weiterer Folge Blattlausfresser finden. Das sind Marienkäfer und ihre Larven, Schwebfliegenlarven, Florfliegenlarven, Blumenwanzen oder auch Ohrwürmer. Das heißt, wir bekommen Einblick in eine einfache Nahrungskette: Pflanzen – pflanzensaftsaugende Blattläuse – mit diesen in Symbiose lebende Ameisen (naschen zuckerhältige Ausscheidungen der Läuse, verteidigen Läuse) – blattlausfressende Räuber.

Für ein paar Minuten beobachten wir das Treiben. Werden Blattläuse tatsächlich verteidigt? Was macht die Ameise? Wie viele Räuber entdecken wir? Sind Tiere da, die sich für Blattläuse überhaupt nicht interessieren? Aber es ist noch komplizierter: Es gibt auch räuberische Marienkäferlarven, zum Beispiel vom Asiatischen Marienkäfer, die heimische Käfer fressen. Auch das kannst du beobachten.

Fotografiere mit einer Digitalkamera oder deinem Smartphone Blattlauskolonien und alle mit auf der Pflanze lebenden Tiere. Schreibe auf, wo du die Kolonien gefunden hast, welche Pflanze es ist, welche Tiere du beobachtest und was die Tiere machen.

Tipp: Es gibt verschiedene, kostenfreie Pflanzenbestimmungs-Apps, die schnell Ergebnisse liefern, um welche Pflanze es sich handelt.


Download: Praxismaterial – Welt der Blattläuse (PDF-Download: 0,5 MB)

Hummel-Fotosafari

Fotos: Kathy Büscher/Pixabay, Herbert Aust/Pixabay, Myriam Zilles/Pixabay, jordon–stock.adobe.com, Josef Pichler/Pixabay, moritz320/Pixabay, Kathy Büscher/Pixabay, Otto Leiner
Foto: VNÖ

Viele Pflanzen, wie z.B. Wiesenklee, Eisenhut und Luzerne, werden kaum von der Honigbiene besucht und werden hauptsächlich von Hummeln bestäubt. Ebenso Nachtschattengewächse, zu denen die Tomaten gehören.


Bildungsziele: Artenvielfalt der Hummeln kennenlernen, genaues Wahrnehmen und Beobachten


Alter: NMS

Gruppengröße: Kleingruppe

Material: Digitalkamera oder Smartphone, Stifte, Beobachtungs- und Bestimmungsblätter (PDF-Download 1 MB), evtl. Lupe


Ablauf: Ab März geht’s los – mit den ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühling begeben sich die überwinterten Hummelköniginnen auf die Suche nach einem neuen Nestquartier. Bis zum Sommer wächst das Hummelvolk auf bis zu mehrere hundert Exemplare an. Hummelbeobachtungen gelingen also von März bis in den späten Herbst hinein.

Am besten eignen sich für die Fotosafari bunte Blumenwiesen, blütenreiche Waldränder und lichte Wälder. Keine Angst – Hummeln stechen nur zur Verteidigung und sind überhaupt nicht aggressiv.

Fotografiere mit deinem Smartphone oder einer Kamera verschiedene Hummelarten und schreibe auf, wo du die Hummeln gefunden hast.

Tipp: Schau besonders genau bei den Blüten – notiere dir auch die Blütenfarbe, Hummeln haben ganz bestimmte Vorlieben. Danach probiere mithilfe des Bestimmungsschlüssels die Hummeln auf den Fotos zu bestimmen. Auf geht die Hummelsuche – viel Spaß!


Download: Praxismaterial – Hummel-Fotosafari (PDF-Download: 1,3 MB)

Bodentiere beobachten und bestimmen

Bildungsziele: Vielfalt der Bodenlebewesen kennenlernen, Lebensweise und Anpassungen von Bodentieren erforschen


Alter: Kindergarten, VS, NMS

Gruppengröße: Kleingruppe

Material: Licht und Wärmequelle: z. B. Steh- oder Schreibtischlampe (60 Watt Wärmelampe), Trichter, Auffangbehälter: z.B. leere Kaffeedose (sollte innen dunkel sein oder mit schwarzem Papier ausgelegt), grobmaschiges Küchensieb, Auffanggefäß aus Glas, Filterpapier


Versuchsaufbau und Arbeitsblatt (PDF-Download 0,3 MB)


Berlese-Apparatur (Foto: VNÖ)

Ablauf: Im Vorfeld werden gemeinsam (z.B. bei einem Spaziergang) verschiedene Bodenproben im Garten, im Wald oder auf der Wiese entnommen.

Tipp: Frischer Kompost eignet sich hervorragend.

Die Bodentiere werden mit der „Berlese-Apparatur“ gefangen (der Versuchsaufbau hierzu und ein Arbeitsblatt können über den untenstehenden Download-Link heruntergeladen werden). Bei der Berlese-Apparatur wird die Bodenprobe der Wärmestrahlung einer Lampe ausgesetzt. Die Bodentiere fliehen vor dem Licht, der Wärme und der damit verbundenen Austrocknung in immer tiefere Schichten im Trichter – bis sie schließlich in die Dose fallen.

Die Berlese-Apparatur wird gebaut und in den Auffangbehälter ein Loch geschnitten, in das der Trichter genau hineinpasst. Das Filterpapier wird befeuchtet und in das Auffanggefäß aus Glas gegeben. In das Sieb wird eine Hand voll der zu untersuchenden Bodenprobe gegeben. Dann wird das Licht eingeschaltet und der Aufbau für einige Stunden stehen gelassen.

Danach sollten einige der lichtscheuen Tierchen in das Auffanggefäß gefallen sein und können beobachtet werden.

Je nach Altersklasse können die Bodentiere mit Becherlupe (Kindergarten, VS), Binokular (VS, NMS) und/oder Mikroskop (NMS) beobachtet und erforscht werden.


Download: Praxismaterial – Bodentiere beobachten und bestimmen (PDF-Download 0,8 MB)

Einen Bestimmungsschlüssel der häufigsten Bodentiere finden Sie hier!

Kletterfigur: Mein Lieblingsinsekt

Foto: Liesa Valicek
Bild: VNÖ

Was ist dein Lieblingsinsekt? Welches Insekt gefällt dir am besten? Ein kleiner roter Marienkäfer oder doch ein mächtiger großer Hirschkäfer? Geh auf die Wiese und fotografiere dein Lieblingsinsekt, suche Bilder deines Lieblingsinsektes in Büchern oder im Internet und zeichne dieses nach oder entwirf dein eigenes Phantasieinsekt.
Tipp: Im Vorfeld sollte erarbeitet werden, was alle Insekten gemeinsam haben – einen Körper, der aus drei Teilen besteht, nämlich Kopf, Brust und Hinterleib, sechs Beine sowie zwei bis vier Flügel, die aber auch fehlen können, und vorne am Kopf befinden sich Fühler und Mundwerkzeuge.


Bildungsziele: Kreatives Gestalten; Formen, Farben und Muster von Insekten

Alter: Kindergarten, VS, NMS

Gruppengröße: Kleingruppe, Gesamtgruppe (Arbeit einzeln)

Material: Trägermaterial: Baumwollschnur, Karton, Trinkhalme, Klebstoff, Klebeband, Schere, Holzperlen, Holzstäbchen (z.B. Eisstiel) Verschiedene Gestaltungsmaterialien für das Insekt: z.B. Bunt-, Tonpapier, Farben zum Ausmalen (Buntstifte, Filzstifte, Ölkreiden und/oder Wasserfarben), Seidenpapier, Moosgummi etc.


Anleitung und Bastelvorlage (PDF-Download 1,2 MB)


Ablauf: Zwei Kartonscheiben dienen als Träger für das Insekt: Dazu werden aus dem Karton zwei Kreise mit einem Durchmesser von ca. 5,5 cm ausgeschnitten. Auf eine der Scheiben werden zwei Trinkhalmstücke (Länge ca. 3 cm), leicht schräg befestigt. Die zweite Kartonscheibe wird auf die Trinkhalme geklebt, so dass eine Doppelscheibe entsteht mit den Trinkhalmen in der Mitte. Durch jeden Trinkhalm wird jeweils eine Baumwollschnur (Länge ca. 60-70 cm) gefädelt. An das untere Ende jeder Schnur wird eine Holzperle geknotet. Die oberen Schnurenden werden am Holzstäbchen mit einer Schlaufe zum Aufhängen befestigt.

Nun geht es ans Basteln
Für die Großen: Du kannst dafür Buntpapier, weißes Papier, das mit Wasserfarben, Bunt- oder Filzstifen bemalt wird, Seidenpapier für die Flügel deines Insektes oder ähnliches Material verwenden. Deiner Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Das fertige Insekt wird anschließend auf die Kartonscheibe geklebt. Für die Kleinen: Male die Vorlage mit deinen Lieblingsfarben bunt aus oder suche in einem Buch nach deinem Lieblingsinsekt und versuche die Vorlage nach den echten Farben des Tieres anzumalen. Das fertige Insekt wird anschließend auf die Kartonscheibe geklebt.

Wo möchte mein Insekt hin, was hat mein Insekt am liebsten?
Überlege dir, wo dein Insekt am liebsten hinfliegen oder -krabbeln möchte? Vielleicht zu Blumen, um Pollen oder Nektar zu sammeln? Zu einer mit Blattläusen übersäten Pflanze oder zu schmackhaften Blättern? Gestalte den Lieblingsplatz deines Insektes und klebe ihn auf das Holzstäbchen. Das Stäbchen mit dem Motiv befestigst du an die Fäden (knoten, kleben …).

Und fertig ist deine Kletterfigur: Wenn du nun deine Kletterfigur aufhängst und abwechselnd an der linken und rechten Schnur ziehst, fliegt bzw. krabbelt dein Insekt nach oben zu seinem Lieblingsplatz.


Download: Praxismaterial – Kletterfigur: Mein Lieblingsinsekt (PDF-Download 1,7 MB)

Praxismaterialien für zu Hause

Die Inhalte der folgenden Praxismaterialien wurden für den Heimunterricht angepasst. Kinder von Volksschulen (Grundstufe 2) und NMS können diese ganz leicht zu Hause bearbeiten.

MaterialDownload

Einführung

  • Einführung lang: Insekten und Co. in Naturparken
  • Einführung kurz: Insekten und Co. in Naturparken

 

PDF-Download: 2,8 MB
PDF-Download: 0,7 MB

Aktivität im Garten

  • Hummel-Fotosafari

 

PDF-Download: 0,8 MB

Insekten als Nützlinge

  • Gemeiner Ohrwurm
  • Gartenkreuzspinne

 

PDF-Download: 0,7 MB
PDF-Download: 0,6 MB

Insekten in den Nahrungsnetzen

  • Lederlaufkäfer
  • Gemeine Eintagsfliege

 

PDF-Download: 0,7 MB
PDF-Download: 0,7 MB

Insekten als Bestäuber

  • Steinhummel
  • Honigbiene

 

PDF-Download: 0,8 MB
PDF-Download: 0,7 MB

Insekten im Boden

  • Rote Waldameise
  • Gemeiner Steinläufer

 

PDF-Download: 0,7 MB
PDF-Download: 0,7 MB

Insektenschönheiten

  • Blaugrüne Mosaikjungfer
  • Kaisermantel

 

PDF-Download: 0,6 MB
PDF-Download: 0,7 MB

Bestimmungskarten

Wissenswertes zu 20 Insektenarten, die eine große Bedeutung für die Biodiversität in unseren Naturparken haben. Die Karten sind im Format DIN A4 angelegt; sie können ausgedruckt, auf DIN A5 geschnitten und evtl. laminiert werden.

Poster

Ein Übersichtsposter, passend zu den Insektenkarten, das 20 Insektenarten darstellt. Das Poster ist im Format DIN A1 angelegt und kann als Digitaldruck in der Originalgröße oder auch verkleinert ausgedruckt werden.

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