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Foto: Ewald Neffe

Foto: Archiv Naturpark Weißbach

Foto: Ewald Neffe

Jauerlinger Saftladen

Schüler und Schülerinnen sammelten Äpfel für Naturpark-Apfelsaft

Naturparkvolksschule Spitz beim Apfelsammeln: mit Schulleiterin Ruth Eder, VOL Christa Mischer und Landwirt Leopold Wieser Foto: Naturpark Jauerling-Wachau

Foto der neuen Saftflaschen Foto: Naturpark Jauerling-Wachau

Naturparkmittelschule Emmersdorf beim Apfelsammeln Foto: Naturparkmittelschule Emmersdorf

Naturparkvolksschule Maria Laach beim Apfelsammeln: mit Lehrerin Ursula Steininger und Schulleiterin Hermine Fichtinger Foto: Naturpark Jauerling-Wachau

Überreichung des Buches an Naturparkmittelschule Emmersdorf: Ricarda Gattringer (Naturpark), Franz Siebenhandl (Schulleiter) Foto: Naturpark Jauerling-Wachau

Überreichung des Buches an Naturparkvolksschule Maria Laach: Hermine Fichtinger (Schulleiterin), Ricarda Gattringer (Naturpark) Foto: Naturpark Jauerling-Wachau

Über 3.200 Liter Apfelsaft wurden dieses Jahr im Naturpark-Projekt Jauerlinger Saftladen produziert. Diese Rekordernte verdanken die Schulen nicht nur dem apfelreichen Jahr, sondern auch ihrer eigenen Initiative beim Apfelsammeln. In jeder der sieben Naturparkgemeinden haben alle 9 Schulen Äpfel auf Streuobstwiesen gesammelt, die sonst liegen geblieben wären. Die mühsame Ernte rentiert sich für die Besitzer oft nicht und so kommen die jungen Erntehelfer genau richtig.

„Es ist schön, wenn die alten und artenreichen Streuobstwiesen wertgeschätzt werden und dadurch ein gesundes, regionales und klimafreundliches Lebensmittel entsteht! Dass alle Schulen im Naturpark beim Jauerlinger Saftladen mitmachen, ist ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in der Region und für das zunehmende Bewusstsein für den Schutz der Kulturlandschaft. Ich möchte mich herzlich bei den Besitzern der Bäume, bei den Gemeinden und bei den Schulen bedanken für die hervorragende Zusammenarbeit und ihr aller Engagement“, erklärt Mathilde Stallegger, Geschäftsführerin des Naturparks.

Apfelsammeln und um die Wette malen
„Jauerlinger Saftladen“ ist eines der größten schulübergreifenden Naturpark-Projekte Österreichs und erhielt 2019 den VIKTUALIA Award des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus. Über den Etikettenwettbewerb wird das Thema Biodiversität in den Unterricht der Schulen integriert. Der Malwettbewerb stand unter dem Motto: „Der Apfel als Produkt der Bestäubung“ und stellt die Schlüsselrolle der Insekten als Bestäuber und Voraussetzung für unsere Obst- und Gemüseernte in den Fokus. Das Projekt verbindet eine gesamte Region, indem alle Schulen im Naturparkgebiet heimische Äpfel auf Streuobstwiesen sammeln, um daraus einen regionalen Apfelsaft zu pressen, der den Schulen zur Verfügung gestellt wird. Auch Obstbaumpflanzungen und Sortenbestimmungen wurden bereits im Rahmen des Projekts mit den Schulen durchgeführt. Das Projekt Jauerlinger Saftladen wird vom Land Niederösterreich und der EU unterstützt. In diesem Jahr findet der Malwettbewerb in Kooperation mit der Landesgalerie Niederösterreich statt.

Unterricht im Freien: Naturpark-Schulen lernen in und von der Natur
Von den neun Schulen im Naturpark, sind fünf zu Naturparkschulen ausgezeichnet: Mittelschule Emmersdorf, Mittelschule Spitz, Volksschule Maria Laach, Volksschule Mühldorf, Volkschule Spitz. Diese Schulen widmen sich im Unterricht vermehrt den Themen Natur, Regionalität und Nachhaltigkeit und beteiligen sich selbstverständlich auch am Jauerlinger Saftladen. Im Rahmen der Termine zum Apfelsammeln wurden diesen Naturparkschulen das Buch „Draußen unterrichten“ überreicht. Dies ist ein Praxishandbuch, das für alle Fachbereiche der Volksschule und der Unterstufe Ideen für den Unterricht in der Natur enthält. Der Verein Naturparke Niederösterreich hat die Österreich-Ausgabe für alle Naturpark-Schulen und -Kindergärten erworben.
Die Natur wirkt sich positiv auf die Gesundheit und die Konzentrationsfähigkeit von Kindern aus. Naturpark-Schulen und Naturpark-Kindergärten setzen deshalb einen Schwerpunkt auf das Lernen in und von der Natur vor ihrer Haustür. Das neue Handbuch soll den Pädagoginnen und Pädagogen Anleitungen liefern, wie sie sich die Natur beim Unterrichten zum Werkzeug machen können. Dies ist gerade in Zeiten von Corona so wichtig wie noch nie.

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