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Foto: Naturpark Jauerling-Wachau

Foto: Büro LACON

Foto: Naturpark Attersee-Traunsee

Wildbestäuberkurse

in den Salzburger Naturparken Riedingtal und Weißbach - Weiterarbeit von Franz Gfrerer

Projektbeschreibung

Krokusse, eine der ersten Nahrungsquellen für viele Wildbestäuber, wie z. B. Hummeln (Foto: Naturpark Riedingtal)

Wildbienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen und auch Käfer leisten für die Bestäubung der Pflanzen einen unbezahlbar wertvollen Beitrag und haben eine äußerst wichtige zentrale Bedeutung für unser Ökosystem. Noch summt, flattert und schwirrt es auf unseren Blumenwiesen aber die Bestände schwinden auch bei uns schleichend – 16 Wildbienenarten im Land Salzburg sind vom Aussterben bedroht. Das „Bienensterben“ ist seit mehreren Jahren Thema in den Medien, der Gesellschaft und Politik. Dabei gilt das öffentliche Interesse in erster Linie der Honigbiene. Leider ist bereits jede zehnte Wildbienenart, davon sogar jede vierte Hummelart in Europa vom Aussterben bedroht.

Mit den Wildbestäuberkursen wirkt der Naturpark Riedingtal in Zusammenarbeit mit der Naturschutzabteilung Salzburg diesem Trend entgegen. Bereits im Jahr 2017 konnten im Rahmen eines Interreg-Projektes mit Unterstützung der Naturschutzabteilung Salzburg in den beiden Naturparken Riedingtal und Weißbach Wildbestäuberzentren installiert werden. Im Naturpark Riedingtal wurde dazu die alte „Waschberghütte“ zu einem schmucken kleinen Schulungszentrum umgebaut.

So entstand neben einem kleinen Seminarraum für bis zu 15 Personen mit Beamer und einschlägiger Literatur auch ein Mikroskopierraum mit leistungsfähigen Mikroskopen. Ziel war und ist es, das faszinierende Netzwerk von Blüten und Insekten bei den Wildbestäuberkursen den Menschen näher zu bringen.

Die Besucher*innen wurden dazu eingeladen, in die Welt der Blumen und Insekten einzutauchen, indem sie:

  • Blüten unter dem Mikroskop entdecken,
  • blütenbesuchende Insekten im Freiland aufspüren und unter dem Mikroskop betrachten,
  • häufige Hummelarten bestimmen,
  • einen Eindruck von der Vielfalt der Natur und ihrer Abläufe mitnehmen,
  • Informationen über die wirtschaftliche Rolle der Insektenbestäubung und
  • Tipps für den praktischen Bienenschutz bekommen.


Dabei erlernten die Teilnehmer*innen auch Grundwissen über die Biologie der Bienen und übten sich in der Bestimmung der häufigsten Artengruppen. Durch die Teilnahme an den Intensivkursen konnten sie genug Erfahrung sammeln, um sich eigenständig in die Bestimmung der heimischen Bienen zu vertiefen.

Durchgeführt wurden dabei unterschiedlich ausgearbeitete Programme, z. B. Ein- und Zwei-Tageskurse sowie einwöchige Intensivseminare für unterschiedlichste Gäste: Von Schulklassen, über Vereine bis hin zu Beschäftigten im Naturschutzwesen und Umweltbildung. Als Kursleiter*innen fungierten dabei anerkannte Wildbestäuber-Expert*innen.

Auch in der Naturpark-Volksschule Zederhaus wurde in Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Naturparks das Thema „Wildbestäuber“ intensiv behandelt. So fanden zum Insektenschutz bereits mehrere Projekte und Exkursionen statt und beim Wildbestäuberzentrum „Waschberghütte“ im Naturpark Riedingtal erfahren die Schüler*innen und Lehrer*innen eine fundierte Einführung in die faszinierende Welt der Wildbestäuber.

Resümee und Ausblick

Schüler*innen beim Mikroskopieren im Wildbestäuberzentrum Waschberghütte (Foto: Naturpark Riedingtal)

Die Umsetzung von Wildbestäuberkursen hat auch in Zukunft im Naturpark-Programm hohe Priorität und stellt einen wertvollen Beitrag zum Thema Schutz und Erhalt der Insektenvielfalt dar. Aktuelle Termine zu den Wildbestäuberkursen im Naturpark Riedingtal werden auf der Website des Naturparks bekannt gegeben.

Service-Angaben

Naturpark Riedingtal • 5584 Zederhaus Nr. 25
Franz Gfrerer (Geschäftsführung und Gebietsbetreuung)
Tel.: +43 (0) 6478 801 • E-Mail: zederhaus@salzburgerlungau.at
Web: www.naturpark-riedingtal.at


Insektenreiche Naturparke Naturpark Riedingtal (PDF-Download: 0,4 MB)

Stand: April 2021


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