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Foto: Andreas Kristl

Foto: Horst Dolak

Foto: Johannes Puch

Es brummt und summt am Kreisverkehr

Naturpark Südsteiermark von DI Mag. Johannes Stangl

Projektbeschreibung

Nach dem Einrechen einer sehr dünnen Schicht Kompost geht es ans Pflanzen (A9 Autobahnabfahrt Vogau-Straß).
(Foto: Naturpark Südsteiermark)

Durch den Rückgang der für das südsteirische Landschaftsbild unter anderem typischen Blumenwiesen schwindet die Artenvielfalt, aber auch die Menge der Lebewesen. Um dagegen mit den Naturpark-Gemeinden ein Zeichen zu setzen, hat der Naturpark Südsteiermark ein LEADER-Projekt (Eigenmittel: 20%; „Blühendes Österreich – REWE International gemeinnützige Privatstiftung“) zur Naturnahen „Bebuntung“ von öffentlichen Grünflächen umgesetzt. Diese erste Phase wurde nun von der Phase II (weitere Flächenumsetzung, Finanzierung durch Gemeinden und Blühendes Österreich) abgelöst.

Ziel war und ist es, die Gemeinden einerseits auf die Vorteile (finanziell und in der Bewirtschaftung) der naturnahen Begrünung aufmerksam zu machen und gleichzeitig die GemeindemitarbeiterInnen zu ManagerInnen dieser ökologisch wertvollen Flächen auszubilden. Nebenbei wirkte diese Farbenpracht darüber hinaus auch motivierend für BürgerInnen in ihren Gärten Biotope für Insekten anzulegen.

Die neu gestalteten naturnahen öffentlichen Grünflächen (bisher ca. 15.000 m² umgesetzt/in Umsetzung) können nach einer gewissen Zeit des Anwachsens den trockenen Grünlandlebensräumen zugerechnet werden. Allein auf den Flächen der Pilotgemeinde Strass wurden über 300 verschiedene Pflanzenarten gesetzt bzw. gesät. Bei einer ersten zoologischen Erhebung am Kreisverkehr, nur drei Monate nach der Anlage, wurden 109 Arten bei den untersuchten Tiergruppen (Heuschrecken 11, „Blütenbesucher“ 27, Schmetterlinge 9, Wanzen 35, Zikaden 25, Libelle 1, Reptil 1) nachgewiesen.

Resümee und Ausblick

Ein erster Eindruck über die bunte Vielfalt nach nur drei Monaten (A9 Autobahnabfahrt Vogau-Straß).
(Foto: Naturpark Südsteiermark)

Der Knackpunkt bei dem Projekt war und ist die Übertragung der Aufsicht/Verantwortung über die Flächen an engagierte GemeindemitarbeiterInnen, die ein „grünes“ Auge auf Unkraut und idealen Schnittzeitpunkt haben. Weiters sollte man darauf achten, dass die Beschilderungen schon vor dem ersten „Spatenstich“ an den Flächen aufgestellt werden, damit die Bevölkerung vorab informiert wird.

Nach Beendigung des LEADER-Projektes wurde mit der Stiftung „Blühendes Österreich“ ein weiteres Projekt, „Biodiversitätsgemeinde- Phase II“ aufgesetzt, mit dem Ziel noch weitere Flächen mit den südsteirischen Naturpark-Gemeinden umzusetzen.

Service-Angaben

Naturpark Südsteiermark • DI Mag. Johannes Stangl
Grottenhof 1 • 8430 Leibnitz • Tel.: +43 (0) 3452 / 71 305
E-Mail: j.stangl@naturpark-suedsteiermark.at
Web: www.naturpark-suedsteiermark.at 


Es brummt und summt am Kreisverkehr (PDF-Download: 0,5 MB)

Stand: März 2021


Unterstützt wurde dieses Projekt zur Entwicklung des ländlichen Raums 14-20 aus Mitteln der europäischen Union, des Bundes und des Landes Steiermark!
Die Eigenmittel des Projektes wurden von der Stiftung „Blühendes Österreich“ übernommen.

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