YOUrALPS - EU-Projekt im Alpenraum
Jugend verbindet Natur und Alpen
Der VNÖ beteiligte sich als einer von 12 Projektpartnern am Projekt „YOUth foR the ALPS – (re)connecting youth-nature mountains for an inspiring future in the Alps (YOUrALPS)“, das von November 2016 bis Oktober 2019 im „Alpine Space Programm“ der EU durchgeführt wurde.
Ziel dieser Vernetzung war es, bei jungen Menschen
- das Wissen über und das Bewusstsein für die Natur und Kultur der Alpen zu stärken,
- das Knowhow, das relevant für das Leben in den Alpen ist, weiterzugeben und so
- die Identikation der Jugend mit ihrer Lebensumwelt, den Alpen, zu festigen.
Für den VNÖ war das Projekt eine gute Gelegenheit, das erfolgreiche Modell der „Naturpark-Schulen“ international zu verbreiten und gleichzeitig im Austausch mit den anderen Alpenländern auch weiterzuentwickeln.
Projekt-Ergebnisse
Bildungs-Netzwerk OurAlps
Das Projekt verfolgte zwei innovative Ansätze, die bei der Schlusskonferenz im Oktober 2019 in Chambéry vorgestellt
wurden:
Das Bildungs-Netzwerk OurAlps ist ein alpenweites Netzwerk für alle, die mit bergorientierter Bildung in den Alpen zu tun haben (Lehrer*innen, NLF, Waldpädagog*innen, aber auch Organisationen wie Naturparke, Nationalparks, etc.). Die Vernetzung geschieht über die Plattform (http://www.ouralps.org), über Mailinglisten zu verschiedenen
Themen wie Klimawandel oder Biodiversität und durch gemeinsame Aktionen zu diesen Themen.
Alpine School Model
Das Projekt verfolgte zwei innovative Ansätze, die bei der Schlusskonferenz im Oktober 2019 in Chambéry vorgestellt
wurden:
Das „Alpine School Model“ deniert als theoretisches Modell – aufbauend auf den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung – pädagogischen Ansätze, Inhalte und methodischen Instrumente speziell für den Alpenraum. Ein wesentliches Element dabei ist die Zusammenarbeit von Schulen und nicht-institutionellen Bildungsorganisationen, wie z.B. Schutzgebieten. Um das Alpine School Model in der Praxis zu unterstützen, wurde das Alpine School App entwickelt, das im Google- und im Apple App Store heruntergeladen werden kann. Das App deckt die 3 Bereiche der nachhaltigen Entwicklung ab (Ökologie, Sozioökonomie und Governance). Im Ökologie-Bereich geht es ist um Phänologie, das App ist ähnlich den diversen Naturkalender-Apps aufgebaut.
Das Modell wurde während der Projektlaufzeit an 14 Pilotstandorten – jeweils aus einer Schule und einem Schutzgebiet bestehend – getestet. Bei der Schlusskonferenz konnten 8 Schulen und ihren Partnern die Zertizierungsurkunden als „Alpine Schools“ überreicht werden.
Nach dem Alpine-School-Model können sich Schulen und die dazugehörigen Partner (z.B. Schutzgebiete) zertizieren lassen. Das Alpine School Model ist vor allem für Schulen im Sekundarbereich gedacht (12 Jahre aufwärts), die über den Natur- und Umweltbezug hinaus auch eine internationale Zusammenarbeit suchen. Die Zertizierung wird für Österreich die PH Burgenland, Kompetenzzentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung übernehmen.
Alpine School App
Um das Alpine School Model in der Praxis zu unterstützen, wurde das Alpine School App entwickelt, das im Google- und im Apple App Store heruntergeladen werden kann. Das App deckt die 3 Bereiche der nachhaltigen Entwicklung ab (Ökologie, Sozioökonomie und Governance). Im Ökologie-Bereich geht es ist um Phänologie, das App ist ähnlich den diversen Naturkalender-Apps aufgebaut.
Näheres dazu finden Sie unter: www.alpineschool.org/en/alpine-school-app-other-tools (http://www.alpine-school.org/en/alpine-school-app-other-tools)
Good Practice Beispielen
In der vom VNÖ erarbeiteten Sammlung mit Beispielen aus der bergorientierten Bildung finden sich Beispiele aus fünf Ländern von Gymnasien oder anderen weiterführenden Schulen, in denen Jugendliche in Schutzgebieten z.B. die Auswirkungen des Klimawandels untersuchen, sich mit der Wassergüte von Seen oder auch der regionalen Geschichte beschäftigen. Ebenso gibt es mehrere Beispiele von Organisationen, die verschiedenen Zielgruppen den Zugang zu den Bergen ermöglichen; hier reicht das Spektrum von Volksschulkindern, die das erste Mal in einer Berghütte übernachten, bis zu Menschen mit Behinderung.
Projektpartner
Lead-Partner des Projekts ist ALPARC, das Netzwerk der alpinen Schutzgebiete.
Zu den Partnern zählen die Region Lombardei, die Universität Innsbruck, die Universität Ljubljana sowie ein lombardisches Umweltforschungsinstitut. Beteiligt sind außerdem Schutzgebietsorganisationen wie der Verband der Schweizer Pärke, der Verband der Naturparke Österreichs, das RMB, ASTERS und der Nationalpark Berchtesgaden.
Der Bildungsbereich wird durch Éduc´alpes sowie je eine französische und slowenische Schule vertreten. Als „Observer“ unterstützen 25 Institutionen – darunter das BMLFUW, der Landesschulrat Burgenland, die Österreichische Alpenvereinsjugend und der Umweltdachverband – die Umsetzung und Verbreitung der Ergebnisse.
Projektpartner im Überblick:
• ALPARC – Le Réseau Alpin des Espaces Protégés (http://www.alparc.org/)
• Educ’alpes, réseau d’éducation à la montagne alpine (http://www.educalpes.fr/)
• Asters, Conservatoire d’Espaces Naturels de Haute-Savoie
• Etablissement Public Local d’Enseignement et de Formations Professionnelles Agricoles (EPLEFPA) de Chambéry – La
Motte-Servolex
• Regione Lombardia – Direzione Generale Ambiente, Energia e Sviluppo Sostenibile
• Fondazione Lombardia per l’Ambiente (http://www.anet.org/)
• Regionalmanagement Burgenland GmbH (http://www.rmb.at/)
• Universität Innsbruck, Institut für Geographie (https://www.uibk.ac.at/geographie/)
• Univerza v Ljubljani (https://www.uni-lj.si/)
• Biotehniški center Naklo (http://www.bc-naklo.si/)
• Nationalparkverwaltung Berchtesgaden (http://www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de/)
Mehr Informationen zum Projekt gibt’s unter:
www.alpine-space.eu/projects/youralps/