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Foto: Herfried Marek

Foto: Herfried Marek

Foto: Herfried Marek

Silberfischchen

Foto: vasin – stock.adobe.com

Ein nicht gern gesehener, aber durchaus nützlicher Gast! Klein, flink und metallisch glänzend huscht das Silberfischchen (Lepisma saccharina) über den Boden im Badezimmer. Sein stromlinienförmiger Körper ist mit silbergrauen Schuppen bedeckt. Am Kopf trägt es zwei lange, fadenförmige Fühler. Am Hinterleib befinden sich drei weitere fühlerähnliche Anhänge. Alle fünf Fühler helfen dem kleinen Insekt beim Tasten und Fühlen. Das Silberfischchen ist nämlich nachtaktiv und äußerst lichtscheu. Der Bodenbewohner bevorzugt Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit, diese Bedingungen findet er oft in Küchen, Bädern, Toiletten oder Kellern vor. Dort versteckt er sich tagsüber in dunklen Ritzen und Fugen. Erst wenn es dunkel ist, begibt er sich auf Nahrungssuche. Das kleine Insekt ist sehr genügsam, hat aber eine Vorliebe für Zucker und Stärke, aber auch Leim, lose Haare und Hautschuppen, Bucheinbände, Schimmelpilze sowie Hausstaubmilben schmecken ihm besonders gut. Gibt es einmal nichts zu fressen – kein Problem – das Silberfischen kann mehrere Monate ohne Nahrung auskommen. Silberfischchen sind weder Schädlinge noch Krankheitsüberträger. Allerdings ist ein extremer Befall ein Warnsignal, denn er deutet auf ein Feuchtigkeitsproblem und einen Schimmelbefall im Haus hin.

 

Erstaunlich, aber wahr

Silberfischchen gehören zu den ursprünglichsten Insekten und sind lebende Fossilien. Sie existieren seit mindestens 300 Millionen Jahren und waren damit schon vor den Dinosauriern auf der Erde.

 

Merkmale

  • 6 Beine
  • 3-geteilter Körper (Kopf, Rumpf, Hinterleib)
  • 2 lange, fadenförmige Fühler
  • 3 Schwanzanhänge
  • keine Flügel

 

Ordnung

  • Fischchen (Zygentoma)
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