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Foto: Herfried Marek

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Rote Waldameise

Foto: Antrey – stock.adobe.com

Die Rote Waldameise (Formica rufa) ist ein hervorragender Baumeister: Aus Erde und Pflanzenteilen baut sie riesige Nester, die „Ameisenhügel“, die bis zu zwei Meter hoch sein können – dabei liegt der größte Teil des Nests unterirdisch! Eine erstaunliche Leistung, wenn man bedenkt, dass die kleinen Insekten nur rund sechs Millimeter groß sind.

Eines der Geheimnisse der Ameisen lautet dabei: Team-Work. Gemeinsam bilden sie Völker mit 200.000 bis zwei Millionen Ameisen. Für einen reibungslosen Ablauf sorgt eine genaue Arbeitsteilung. Jede Ameise weiß, was sie zu tun hat.

Der Ameisenhügel selbst besteht aus zahlreichen Kammern und Gängen, die sich unterirdisch fortsetzen. An der Erdoberfläche verlaufen vom Ameisenhügel ausgehend die sogenannten „Ameisenstraßen“, Duftstoffe markieren dabei den „Straßenverlauf“.

Rote Waldameisen tragen als nützliche Helfer zum ökologischen Gleichgewicht im Wald bei: Als gefräßige Räuber verspeisen sie unzählige Insekten, deren Larven und Spinnentiere, darunter auch massenhaft Forstschädlinge. Sie fressen Aas und kranke Tiere und verbreiten den Samen von Pflanzen. Durch ihren Nestbau sorgen sie für den Abbau von Laub und Holz, lockern damit den Boden auf und fördern die Humusbildung.

 

Erstaunlich, aber wahr

Rote Waldameisen verteidigen sich, indem sie ihren Feind mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen beißen und danach eine Säure in die Wunde spritzen. Das kann auch für uns Menschen unangenehm bis schmerzhaft sein – also bitte nicht verärgern.

 

Merkmale

  • 6 Beine
  • 3-geteilter Körper (Kopf, Rumpf, Hinterleib)
  • Wespentaille zwischen Rumpf und Hinterleib
  • kräftige Mundwerkzeuge
  • 4 Flügel (Geschlechtstiere) oder flügellos

 

Ordnung

  • Hautflügler (Hymenoptera)

 

Familie

  • Ameisen (Formicidae)

Bevorzugter Lebensraum

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