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Hornkanker

Foto: ÖKOTEAM, Christian Komposch

Der Hornkanker (Phalangium opilio) stellt einen typischen Weberknecht dar: Er besitzt acht besonders lange, filigrane Beine und einen kleinen, eiförmigen Körper. Vorder- und Hinterkörper sind bei allen Weberknechten miteinander verwachsen, wodurch sie gut von anderen Spinnentieren zu unterscheiden sind. Nur die Männchen des Hornkankers tragen auffallende „Hörner“. Mit seinen langen, extrem beweglichen Beinen ist der Hornkanker bestens zu Fuß unterwegs, lassoartig schwingt er sie um Grashalme oder Blätter. Das zweite Beinpaar ist besonders lang und wird zum Abtasten genutzt. Droht dem Weberknecht Gefahr, kann er auch ein Bein abwerfen. Das noch zuckende Bein dient als Ablenkung für den Angreifer und ermöglicht dem Weberknecht die Flucht. Nachwachsen kann das Bein allerdings nicht mehr. Der Hornkanker fühlt sich als einer der wenigen tagaktiven Weberknechte bei Sonnenschein so richtig wohl und ist deshalb auf warmen Mauern oder bei seinen Wanderungen über sonnige Wiesen und Weiden gut zu beobachten. Als Nützling ist er auch ein gern gesehener Gast, denn er frisst mit Vorliebe Blattläuse, Milben und andere kleine Gliedertiere.

 

Erstaunlich, aber wahr

Wusstest du, dass Weberknechte Duftdrüsen besitzen? Greift ein Feind an, so hat der Weberknecht für ihn eine übelriechende Überraschung parat.

 

Merkmale

  • 8 Beine
  • 1 Körperglied
  • 1 Paar Kiefertaster und Kieferklauen

 

Klasse

  • Spinnentiere (Arachnida)

 

Ordnung

  • Weberknechte (Opiliones)
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