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Foto: Herfried Marek

Foto: Herfried Marek

Foto: Herfried Marek

Hirschkäfer

Foto: abet – stock.adobe.com

Majestätisch und mächtig, aber auch etwas gefährlich sieht er aus – der schwarzbraune Hirschkäfer (Lucanus cervus) mit seinem imposanten Geweih am Kopf. Mit bis zu 9 cm Körperlänge ist er ein richtiger Gigant und eine Schönheit unter den heimischen Käfern. Die Geweihe tragen nur die Männchen, die sie aber lediglich für Kämpfe mit ihren Rivalen und zum Festhalten der Weibchen bei der Paarung einsetzen. Bei diesen Kämpfen versuchen die Käfermännchen herauszufinden, wer der Stärkere ist. Ziel ist es, den Gegner vom Baum zu stoßen. Als Gewinn wartet das Weibchen und eine leckere Stelle mit Eichensaft, die Lieblingsmahlzeit des Hirschkäfers. Zum Saugen des Saftes besitzen die Käfer speziell ausgebildete Mundwerkzeuge, die an einen kleinen, gefiederten, gelben Pinsel erinnern. Die Weibchen legen ihre Eier an morsche Wurzelstöcke der Eiche ab. Daraus schlüpfen weiße Larven, die bis zu 10 cm groß werden können. Sie ernähren sich von feuchtem und morschem Holz. Zu beobachten sind die erwachsenen Hirschkäfer vor allem an lauen Juli-Abenden, wenn sie brummend durch die Lüfte auf der Suche nach einer Eiche fliegen. Leider sind sie mittlerweile selten und stehen deshalb unter Schutz.

 

Erstaunlich, aber wahr

Ein betrunkener Hirschkäfer torkelt umher – das kann tatsächlich vorkommen! Manchmal befinden sich Bakterien an den Baumwunden, die den Zucker im Eichensaft zersetzen und zu Alkohol umwandeln. Der nichtsahnende Hirschkäfer trinkt dann den gegärten Saft und wird versehentlich rauschig.

 

Merkmale

  • 6 Beine
  • 3-geteilter Körper (Kopf, Rumpf, Hinterleib)
  • feste, gefärbte Deckflügel
  • meist deutliche Beißwerkzeuge

 

Ordnung

  • Käfer (Coleoptera)

Bevorzugter Lebensraum

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