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Foto: Naturpark Steirische Eisenwurzen

Foto: F. Kovacs

Foto: H. Marek

Foto: Verein Domenico

Foto: F. Kovacs

Foto: Oberösterreichische Akademie für Umwelt und Natur

Foto: Kovacs

Topfenschmarren

Foto: Paul List & Veit Kern

Der Topfenschmarren ist eine ganz besondere Gaumenfreude und bedarf weder viel Zeit noch Aufwand. Gleich ob als Haupt- oder Nachspeise - diese süße Verführung erfreut Klein wie Groß zu jeder Jahreszeit! Die "kalorienärmere Version" des Kaiserschmarrens kann mit Zwetschkenröster, Apfelmus oder etwa, wie in unserem Fall, mit gekochten Erdbeeren genossen werden. Probieren Sie unseren Rezept-Tipp aus und lassen Sie es sich schmecken!


Zutaten für 4 Portionen

Foto: Paul List & Veit Kern
  • 150 g Topfen
  • 200 g Sauerrahm
  • 100 g Butter
  • 8 Eier
  • 75 g Rosinen (in Rum eingelegt)
  • 75 g Maisstärkemehl
  • 40 g Kristallzucker
  • 40 g Staubzucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • Zitronenschale

Zubereitung

Foto: Paul List & Veit Kern

Die Hälfte der Butter (handwarm) mit Zitronenschale, einer Prise Salz, Staub- und Vanillezucker schaumig rühren und die Dotter nach und nach beigeben. Topfen, Sauerrahm, Maisstärkemehl und Rosinen dazumischen, Eiklar mit Kristallzucker steif schlagen und unter die Masse heben. In einer Pfanne die restliche Butter erwärmen und die Masse darin anbacken. Angebackene Masse in grobe Stücke teilen und für rund 15 Minuten im Ofen bei ca. 200 C° fertig backen. Masse mit Gabeln in mundgroße Stücke teilen, mit etwas Zucker bestreuen und nochmals für wenige Minuten in den Ofen geben (damit der Zucker karamellisiert). Den fertigen Topfenschmarren mit etwas Staubzucker bestreuen und mit Zwetschkenröster, Apfelmus oder, wie in unserem Fall, mit gekochten Erdbeeren servieren und schmecken lassen.


Die Alm – bunte Gesellschaft in der Höh'

Foto: Ewald Neffe

Üblicherweise befinden sich Almen in höheren Lagen und werden vom Menschen auch nur einen gewissen Teil des Jahres bewirtschaftet. Der Mensch ist hier von der Natur abhängig, ab wann er das Vieh auf die Alm treiben kann und wann es Zeit für den Almabtrieb ist, wo dann Bilanz gezogen werden kann, ob es ein gutes Almjahr war. Genauso wie der Mensch ist auch die Natur an diese Jahreszeiten gebunden und hat unterschiedlichste Strategien entwickelt damit umzugehen.

Ein Distelfalter labt sich am Nektar einer Rostblättrigen Alpenrose, Foto: Herfried Marek

Viele Pflanzen haben nur wenige Wochen Zeit um auszutreiben, zu blühen, Samen zu bilden und erneut Kraft für das nächste Jahr einzuspeichern. Daher erblühen viele Almflächen zu einer gewissen Zeit in allen Farben der Natur und verströmen einen starken Duft, um möglichst viele Insekten zur Bestäubung anzulocken. Ursprünglich war eine typische Almrasengesellschaft nur über der Waldgrenze vorhanden. Durch den Menschen und die regelmäßige Nutzung der Almen hat sich diese natürliche Waldgrenze nach unten verschoben und heute findet man auch in tieferen Lagen offene Rasengesellschaften mit einer großen Artenvielfalt. Das oft sehr mühsame und arbeitsaufwendige Schwenden, also das händische Entfernen von aufkommenden Gehölzen, ist die Voraussetzung, dass jene Flächen auch zukünftig für die Bewirtschaftung als Alm zur Verfügung stehen. Die Zusammensetzung der Pflanzen ist stark abhängig von der Beschaffenheit des Gesteins darunter. So gibt es viele sehr ähnliche Pflanzen, die entweder nur auf Silikat oder Kalk zu finden sind. In manchen Gegenden findet man die Almwirtschaft bis in tiefere Lagen und dort kann man auch immer wieder vereinzelt Streuobstbestände, die überwiegend aus alten erhaltenswerten Sorten bestehen, auf den Almen finden.

Foto: Naturpark Weißbach

Ein für die österreichischen Almwirtschaft typisches Tier ist das Rind: Früher wurden vorzugsweise Rinderassen, die an das Leben im Hochgebirge angepasst sind, zur Sömmerung, also der sommerlichen Rinderweide auf den Almen verwendet. In jüngerer Vergangenheit kamen aber vor allem Hochleistungsrassen zum Einsatz, wodurch es beinahe zum Ausstreben traditioneller Rinderassen kam. Tiroler Grauvieh, Murbodner, Kärntner Blondvieh, Tux-Zillertaler Rind und Ennstaler Bergschecken kamen in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts nur mehr mit einigen hundert Exemplaren, teilweise mit lediglich rund 20 Stück vor. Heute wird speziell auf diese Rassen geachtet. Die Bestandszahlen haben sich etwas erholt und wir können typische Almprodukte wie Käse, Milch oder den für diesen Rezepttipp notwendigen Topfen auch wieder von diesen Rinderraritäten genießen.


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