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Foto: Naturpark Steirische Eisenwurzen

Foto: F. Kovacs

Foto: H. Marek

Foto: Verein Domenico

Foto: F. Kovacs

Foto: Oberösterreichische Akademie für Umwelt und Natur

Foto: Kovacs

Kräuter-Wein-Gelee

Der Herbst hat begonnen und die Weintrauben sind reif. Um diese Köstlichkeit unserer wunderschönen Kulturlandschaften einmal anders genießen zu können, vereint dieser Rezepttipp Produkte dieser süßen Frucht mit ausgewählten Kräutern. Die hierbei entstehende Köstlichkeit lässt sich vielseitig einsetzen – sie passt zu Käse ebenso wie zu Fleischgerichten oder Salaten. 


Zutaten

  • ¾ Liter Weißwein
  • ¼  Liter Traubensaft
  • Kräuter (stark würzige wie Bohnenkraut, Rosmarin, Salbei, Thymian, Ysop etc.)
  • 1 kg Gelierzucker 1:1

Zubereitung

Die Kräuter entstielen und fein hacken. Den Wein und Traubensaft mit dem Gelierzucker unter kräftigem rühren mindestens 6-8 Minuten sprudelnd kochen lassen. Anschließend die Kräuter beimischen und in vorbereite Gläser füllen. Das pikante Gelee eignet sich als Würze zu diversen Fleischspeisen, zum Verfeinern von Käsetellern und Saucen oder auch zum Salat-Dressing.


Der Weinberg

Weingärten - wo sich die Sonne widerspiegelt, Foto: E. Neffe

Die Standortansprüche der Weinrebe bedingen für deren Anbau eine warme, sonnige Lage. Besonders bieten sich nach Süden ausgerichtete Hänge an. Ein naturnah bewirtschafteter Weinberg, wie es traditionell üblich war, beinhaltet oft auch zahlreiche Strukturen, wie Einzelbüsche, felsige Bereiche, Stützmauern aus Steinen und Streuobstbäume. 

Eine Gottesanbeterin, Foto: H. Marek

Vor allem dort finden sich eine große Anzahl auf Wärme angewiesener Eidechsen, Schlangen und Insekten. Auch die Gottesanbeterin wird immer wieder in Weingärten nachgewiesen. Durch das Offenhalten und die extensive Pflegen von Wiesenbereichen im Weingarten wird die Biodiversität gefördert. Gerne gehen auch viele Vögel im Weingarten auf Jagd, weil sie von der offenen Struktur und dem Insektenreichtum profitieren. In extensiv genutzten Weingärten findet man in den Wiesenbereichen zwischen den Zeilen artenreiche Pflanzengesellschaften in denen Traubenhyazinthen- und Laucharten vorkommen. 

Raupen eines Osterluzeifalters auf ihrem Namensgeber - der Osterluzei, Foto: H. Marek

Eine weitere Besonderheit mancher Weingärten ist die Osterluzei – eine ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze, die wahrscheinlich über den Weinbau zu uns gekommen ist. Sie wurde im Altertum als Mittel gegen Schlangenbisse eingesetzt. Eine Besonderheit ist, dass sich die Raupen des ausgesprochen hübschen und seltenen Osterluzeifalters ausschließlich von ihren Blättern ernähren und daher auch an das Vorkommen dieser Pflanze gebunden sind.
Eine weitere Pflanze, die ihren Weg über die Weingärten zu uns fand ist die Kermesbeere. Sie wurde ursprünglich, was heute verboten ist, zum Färben von Rotwein verwendet. So hat die Kultivierung der Weinrebe in unseren Breiten auch zur Bereicherung unserer Artenvielfalt beigetragen. 


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