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Foto: Naturpark Steirische Eisenwurzen

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Foto: Oberösterreichische Akademie für Umwelt und Natur

Foto: Kovacs

Lärchenwiesen

... und ihre Bedeutung für die Biodiversität

Foto: Herfried Marek

Wer schon einmal durch eine traditionell bewirtschaftete Lärchenwiese gegangen ist, kann sich sicher an die imposanten, oft einzeln oder in Gruppen stehenden Bäume, erinnern. Besonders im Herbst, wenn sich die Nadeln gelb färben, sind sie eine wahre Augenweide. Durch gezielte Forstwirtschaft wurden hier, meist in höheren Lagen, Lärchenwiesen geschaffen, die durch einen lockeren Bestand von großen Lärchen, zwischen denen sich Grünlandflächen ausdehnen, gekennzeichnet sind. Die Grünflächen werden entweder gemäht oder häufiger beweidet und beherbergen viele Pflanzenarten der Magerwiesen und -weiden. Zusätzlich wächst hier wertvolles Bau- und Brennholz.

Foto: Fotolia/mirkograul

Gerade die Lärchen bieten sich für eine solche Bewirtschaftung an, weil sie relativ viel Licht zum Boden durchlassen und ihre Nadeln viel besser verrotten als Fichtennadeln, die nur schwer eine Wiesengesellschaft hochkommen lassen. Meist findet man diese Wälder an eher feuchteren Hängen. Hier fühlt sich auch das Braunkehlchen wohl, ein Zugvogel, der nur im Sommer bei uns brütet. Es benötigt offene Wiesenlandschaften mit höheren Stauden und Büschen als Ansitzwarten sowie großen Grasbüscheln, unter denen es brütet.

Auch die Insekten und Spinnen, die es als Nahrung benötigt, finden sich in ausreichender Zahl auf solchen Flächen. Vor allem in beweideten Beständen gibt es eine hohe Strukturvielfalt mit Sträuchern und Zwergsträuchern. Über die Beweidung kann der Mensch schmackhafte Milchprodukte herstellen. Doch es gibt auch andere Möglichkeiten leckere Dinge von Lärchenwiesen zu erzeugen. Oft kann man hier eine große Pflanze mit weißen schirmähnlichen Blüten antreffen – die Engelwurz (Angelika). Blätter und Stängel können roh als würzige Beigabe zu Salaten oder verkocht und getrocknet als Würze zu Gemüse- und Fleischgerichten gegessen werden.

 

PDF-Download: Lärchenwiesen und ihre Bedeutung für die Biodiversität


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