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Foto: VNÖ

Foto: F. Kovacs

Foto: Naturpark Obst-Hügel-Land

Foto: F. Kovacs

Foto: Naturpark Obst-Hügel-Land

Kriterien

Um ein/e ProduzentIn von Österreichischen Naturpark-Spezialitäten sein zu können, müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden. Nachstehend sind die von dem Vorstand des Verbandes der Naturparke Österreichs 2012 beschlossenen „Herkunfts- und Qualitätskriterien der Österreichischen Naturpark-Spezialitäten“ wiedergegeben.

Präambel

Die österreichischen Naturparke repräsentieren eine Vielfalt charakteristischer Landschaften – in der Regel Kulturlandschaften, die durch jahrhundertelanges Bewirtschaften entstanden sind. Eines der gesetzlichen Ziele der Naturparke ist daher auch der Schutz einer Landschaft in Verbindung mit deren Nutzung. Dafür wird das Prädikat „Naturpark“ durch die jeweilige Landesregierung vergeben.

Bei den „Österreichischen Naturpark-Spezialitäten“ hängen der Schutz der Natur und die Erzeugung traditioneller Produkte eng zusammen: zum Beispiel sind Streuobstwiesen der Lebensraum für Steinkauz, Wiedehopf, Fledermäuse und andere Tiere und gleichzeitig der Lieferant für Säfte, Marmeladen und Schnaps. Oder die Almen in den alpinen Naturparken: sie müssen beweidet werden, um ein Zuwachsen zu verhindern - gleichzeitig gewinnt man Fleisch und Milch für verschiedene Käsespezialitäten.

Österreichische Naturpark-Spezialitäten tragen also durch die Art wie sie erzeugt werden zum Schutz der Landschaft in den Naturparken bei. Zusätzlich haben sie hohe Qualität und schmecken hervorragend.

Kriterien für Naturpark-Spezialitäten

Naturpark-Spezialitäten erfüllen daher folgende Kriterien:

Lage im Naturpark

Sie werden im Naturpark erzeugt.

  • Der Sitz des Betriebes liegt in einer Naturparkgemeinde
  • Die wertgebenden Bestandteile einer Naturpark-Spezialität stammen aus einer Naturparkgemeinde (z.B. die Kräuter beim Kräutersalz…)

Beitrag zum Schutz

Sie tragen zur Erhaltung der Kulturlandschaft bei.

Ein Beitrag zum Schutz der Landschaft und Natur wird mit folgenden Produktionsweisen und der Erzeugung folgender Produktgruppen geleistet:

  • Streuobstbau und die Produkte daraus
  • Milch und Milchprodukte und Fleisch und Fleischprodukte aus Weidehaltung und/oder Alpung von Rindern, Schafen, Ziegen und Alpakas
  • Honig- und Imkereiprodukte
  • Anbau und Wildsammlung von Kräutern und Wildfrüchten und Erzeugung von Fruchtaufstrichen, Sirupen, Teemischungen, Kräutersalz, Liköre…
  • Produkte aus kleinstrukturierten bäuerlichen Betrieben mit abwechslungsreicher Bodennutzung (Wiese-Acker-Wald-Gärten) und vielen Kulturlandschaftselementen
  • Produkte aus biologischem Ackerbau (Bsp.: Ölkürbis, Dinkel…)
  • Anbau von früher heimischen Spezialkulturen (Bsp.: Hanf, Flachs…)
  • Haltung alter Haustierrassen (Bsp.: Steinschafe, Turopolje-Schweine, Murbodner…)
  • Teichwirtschaft mit naturnahen Haltungs- und Fütterungsmethoden; mit heimischen Fischarten
  • Fische aus Wildfang
  • Wild aus der Jagd
  • Qualitätsweinbau und Uhudler
  • Handwerk und Kunsthandwerk: wenn durch die Art der verwendeten Ausgangs-materialien ein Beitrag zum Schutz von Landschaft und Natur geleistet wird (Bsp.: Wolle, Bienenwachs…)
  • Quellwasser und Produkte aus Quellwasser (Bsp.: Mineralwasser)

Diese Liste kann auf Antrag eines Naturparks durch den Vorstand des VNÖ erweitert werden.

Qualität

Naturpark-Spezialitäten sind Produkte von ausgezeichneter Qualität. Ihre ProduzentInnen nehmen in der Regel an einem Gütesiegel-Programm teil oder sie sind Mitglied eines Bio-Verbandes.

Die ProduzentInnen der Naturpark-Spezialtäten sind in der Regel Mitglied eines Bio-Verbandes oder nehmen an einem Gütesiegel-Programm teil. Über Bio-Verband oder Gütesiegel-Programm wird die Qualität regelmäßig kontrolliert. Sollte die Mitgliedschaft bei einem Bioverband oder Gütesiegelprogramm nicht möglich sein, sind die ProduzentInnen und die Qualität der Produkte dem Management des Naturparks bekannt zu geben.

Zukauf: Zugekaufte Bestandteile entsprechen den Qualitätsansprüchen der Naturpark-Spezialitäten; d.h., sie stammen aus nachhaltiger und fairer Produktion.

Identifikation

ProduzentInnen von „Naturpark-Spezialitäten“ wissen über die Ziele und Anliegen ihres Naturparks Bescheid und identifizieren sich mit ihnen.

Dies drückt sich beispielsweise dadurch aus, dass sie:

  • das Logo der „Österreichischen Naturpark-Spezialitäten“ in Form von Etiketten, Banderolen, Anhängern oder dergleichen verwenden
  • an ihrem Hof ein Schild oder eine Tafel mit der Aufschrift „Österreichische Naturpark-Spezialitäten“ anbringen
  • ihre Website mit der ihres Naturparks bzw. der Seite www.naturpark-spezialitaeten.at verlinken
  • an Veranstaltungen des Naturparks teilnehmen

Naturparkspezifische Kriterien

Die österreichischen Naturparke sind sehr unterschiedlich. Dies drückt sich vor allem in Bezug auf den Charakter der Landschaft oder die Größe des jeweiligen Parks aus. Die hier beschriebenen Kriterien sind daher als Mindestkriterien zu verstehen, die von den einzelnen Naturparken ergänzt werden können.

Wie wird man ProduzentIn von Naturpark-Spezialitäten?

Will ein/e ProduzentIn Naturpark-Spezialitäten vermarkten, wendet sie/er sich an ihren/seinen Naturpark. Es kommt zu einem Gespräch zwischen ProduzentIn und Naturparkmanagement, in dessen Rahmen eine Vereinbarung getroffen wird. Mit der Unterschrift bestätigt die/der ProduzentIn die Einhaltung der Kriterien.

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