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Foto: Lengauhof

Lengauhof

Betrieb des Monats Jänneraus dem Naturpark Zillertaler Alpen

Unser Hof liegt im idyllischen Tiroler Bergsteigerdorf Ginzling-Dornauberg im Naturpark Zillertaler Alpen auf 1000m und besteht seit ca. 1795.

Der Traum vom eigenen Hof

Vom bewussten Konsumenten zum Vollerwerbslandwirt und somit den Traum vom eigenen Hof erfüllt! Immer schon war es uns sehr wichtig WAS auf unseren Tisch kommt. Ein eigener Hof wäre da bestimmt die beste Möglichkeit, hochwertige Lebensmittel für den Eigenbedarf zu produzieren. Dies war der Grundgedanke. Es allerdings in die Tat umzusetzen ist als Quereinsteiger erst einmal gar nicht so einfach. Zum Glück gab es dann 2006 doch einen Hof, vorerst nur zur Pacht.

Die biologische Wirtschaftsweise war von Beginn an außer Frage gestellt. Im Jahre 2011 haben wir uns dazu entschlossen, den Hof von Grund auf zu modernisieren. Die Direktvermarktung aller am Hof erzeugten Produkte war uns immer schon sehr wichtig. Speziell die Direktvermarktung unseres gesamten Fleisches, aus Respekt den Tieren gegenüber, war uns immer ein großes Anliegen.

Die Hofschlachtung hat den großen Vorteil, dass an einem Tag höchstens zwei Tiere geschlachtet werden und wir uns somit auch bewusst genügend Zeit dafür nehmen können, um das Tier in Würde zu schlachten. Um eine Stressschlachtung zu vermeiden, kommt es auch manchmal vor, dass eine Schlachtung verschoben wird, wenn nicht alle Faktoren passen. Das ist in einem großen Schlachthof nicht möglich...

Unsere Kunden bestätigen uns auch immer wieder, dass sich das auch in der Fleischqualität wiederspiegelt, was für uns immer wieder aufs Neue eine tolle Motivation ist.

Weiters produzieren wir unseren Betriebsstrom mit einer 20kw Photovoltaikanlage auf unserem Stalldach, die Energie für unsere Milchverarbeitung, Warmwasser, Heizung Privat- und Altbauernhaus sowie die Heubelüftung wird nachhaltig mit der hofeigenen Hackschnitzel-Heizanlage hergestellt.
 
Durch dieses Betriebskonzept ist es uns möglich eine so hohe Wertschöpfung zu erzielen, sodass wir den kleinen Hof im Vollerwerb führen können.

Sommer auf der Alm

Im Frühjahr beginnen sofort nach der Schneeschmelze die Vorbereitungen auf der Alm. Dann Anfang bis Mitte Mai wird aufgetrieben; bei uns sind das ca. 50 Stück Bio-Rinder. Davon ca. 35 Milchkühe und 25 Bio-Milchziegen. Wir verbringen 4-5 Wochen am Niederleger, danach geht’s hinauf auf den Hochleger. Dort bleiben wir wieder 4-5 Wochen. Es wird noch einmal runter und rauf gewechselt im Abstand von 4-5 Wochen und anschließend bleiben wir am Niederleger bis ca. Ende September.

Der Almsommer ist für Mensch und Tier manchmal eine echte Herausforderung und eine komplette Umstellung für die gesamte Familie. Man trägt auch sehr viel Verantwortung den Tieren gegenüber. Die ganze Familie arbeitet mit. Um Arbeitsspitzen zu bewältigen, beschäftigen wir zeitweise auch Praktikanten und Maschinenringfacharbeiter.

Der überwiegende Teil der Milch wird am Heimbetrieb zu Bio-Joghurt, Bio-Butter, Bio-Topfen und Bio-Käse verarbeitet. Dazu muss die Bio-Milch jeden bis jeden zweiten Tag ins Tal gebracht werden. Dieser Spagat ist manchmal nicht ganz einfach, denn die Heuernte sollte auch noch "nebenbei" eingebracht werden und wir haben einige sehr anspruchsvolle Feldstücke mit einer Steilheit von bis zu 78%.

Es ist jedoch für uns die schönste Zeit im Jahr, denn wie unsere jüngere Tochter mal gesagt hat: „Wer einmal mit dem ALMERVIRUS angesteckt ist, ist unheilbar“. Es ist für uns trotz aller Mühe der schönste Arbeitsplatz, den man sich nur wünschen kann! Wir verbringen sehr viel Zeit mit unseren Töchtern, die schon sehr fleissig mithelfen. Wir geniessen gemeinsam unsere Mahlzeiten mit selbstgemachten Bio-Produkten.

Die Tiere haben das allereste Futter und geben somit hochwertigste Bio-Milch, die wir zu schmackhaften Produkten verarbeiten. Einfach ein wunderbarer Kreislauf.

Wir sind Demeterhof!

Seit 2006 sind wir biologisch und seit 2016 als erster Zillertaler Betrieb in Umstellung auf Demeter.

Demeter ist das Qualitätslabel der biodynamisch angebauten Lebensmittel. Es ist das älteste Öko-Label und verfügt über die strengsten Richtlinien. Wer Demeter-Lebensmittel einkauft, weiß, dass dahinter eine konsequent naturnahe und nachhaltige Landwirtschaft und Verarbeitungsweise steht.
 
Anliegen der Demeter-Qualität sind:

  • Erhalt der Artenvielfalt
  • Bodenverbessernde Arbeit mit den biodynamischen Präparaten
  • Harmonische soziale Beziehungen zwischen allen Hofbewohnern
  • Wesensgemäße Haltung und Fütterung der Tiere, alle Tiere sind gleichwertig

Wesentliche Punkte sind:

  • Gesamtbetriebsumstellung
  • Obligatorische Tierhaltung für landwirtschaftliche Betriebe oder zumindest eine Kooperation mit Austausch von Futter und Mist
  • Demeter ist der einzige Bioverband der weltweit nach den selben Richtlinien arbeitet
  • Kühe behalten ihre Hörner
  • Einsatz biologisch-dynamischer Präparate aus Kräutern, Mineralien und Kuhmist
  • Alte Sorten und Züchtungsarbeit im Bereich Getreide, Gemüse und Geflügel
  • Generell keine Sorten aus Zellfusionstechnik
  • Erlaubt in der Verarbeitung sind nur wenige absolut notwendige Zusatzstoffe und Prozesshilfstoffe
  • Keine Jodierung, kein Nitritpökelsalz, keine naturidentische Aromen, Geschmacksverstärker oder künstliche Hilfsmittel
  • Mind. 3 Tierarten um einen geschlossenen Hoforganismus zu garantieren

Strengste Vorschriften für schonendste Verarbeitung

Durch die Verarbeitung sollen Demeter-Produkte ihre Qualität behalten und in ihrem Charakter gefördert werden. Die Verarbeitung wird als ein Veredelungsprozess verstanden, der höchste Achtsamkeit verdient. Deshalb regelt Demeter die Verarbeitung strenger als die anderen Ökolabel. Damit die hohe Qualität der Agrarprodukte auch beim Konsumenten ankommt!

Eine zeitgemäße Anbauweise mit langer Tradition

Die Demeter-Landwirte orientieren sich am «Landwirtschaftlichen Kurs», den Rudolf Steiner 1924 in Koberwitz vorgetragen hat. Aus der Fülle der Anregungen und Hinweise wird die biologisch-dynamische Landwirtschaft seither weltweit erfolgreich praktiziert. Dabei werden die vor hundert Jahren gegebenen Impulse laufend den aktuellen und geographischen Gegebenheiten angepasst: Jeder biodynamische Bauer ist ein Forscher, jede biodynamische Bäuerin ist eine Kreative. Auf ihren Höfen gestalten sie das in den Kursen Gelernte auf individuelle Art und Weise und entwickeln neue verbesserte Methoden, die den individuellen Bedingungen ihrer Hof-Umgebung entsprechen. Ohne Leidenschaft kann man nicht biodynamische Landwirtschaft betreiben.
 
Die nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung

Aber auch unabhängige professionelle und wissenschaftliche Forschung beschäftigt sich mit der biodynamischen Anbauweise. Sie gilt nach Studien, die über mehr als zwanzig Jahre vom FiBl in der Schweiz und vielen anderen weltweit betrieben wurden, als eine der nachhaltigsten Landbewirtschaftungen. Sie sorgt dafür, dass sich die Humusschicht und somit stärkere Wurzeln im Prozess des Anbaus fortwährend gebildet werden und so große Mengen von Kohlendioxid binden kann. Das macht sie zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft, speziell in Zeiten des Klimawandels...

Produkte zum Feinsten

Wir haben 20ha Grünland und Almwirtschaft, 14 Milchkühe (Anbindehaltung und täglicher Winterauslauf) und Jungviehaufzucht (Freilauf), Tiroler Grau,- und Braunvieh mit Hörnern, Legehühner versch. alte Rassen mit Glucken, Duroc Zuchtsau und Eber mit Ferkelaufzucht im Freiland sowie gamsfärbige Gebirgsziegen mit Kitzaufzucht und mit Hörnern.

Zudem verfügen wir über eine hofeigene Hackschnitzelanlage und 24 KW PV-Anlage für: Heutrocknung, Milch und Fleischverarbeitung, Wärmeversorgung 2 Häuser (privat und SeniorenBauern) Die PV Anlage dient hauptsächlich dem Eigenverbrauch in Spitzenzeiten speisen wir den Strom jedoch auch ein.

Wir verkaufen verschiedenste Naturprodukte. Darunter ein Produktangebot aus Kuhmilch, das zertifiziert biologisch ist: Rohmilch, Speisetopfen, Naturjoghurt, Sauerrahmbutter, Schnittkäse, Bergkäse. Zusätzlich dazu gibt es ein Produktangebot aus Ziegenmilch, das ebenfalls zertifiziert biologisch ist: Rohmilch, Gervais, Hartkäse, Schnittkäse, (nur begrenzt verfügbar). Auch Fleisch, von verschiedenen Tieren, das bei der Hofschlachtung gewonnen wird und zertifizert biologisch ist kann man bei uns kaufen: Schwein, Rind, Jahrling, Kalb und Kitz.

Kontakt

Lengauhof

Brigitte und Thomas Kern
Dornauberg 8a, 6295 Ginzling-Dornauberg
Tel.-Nr.: 0650 211 84 63 oder 0650 221 55 09
E-Mail: lengauhof@gmx.at
Website: www.lengauhof.at


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