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Foto: Fred Lindmoser

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Musikerziehung

Foto: Pixabay

Musik liegt in der Luft und zwar wörtlich. Die Natur ist voller Klänge und Rhythmen, die Inspiration oder Beiwerk für den musikalischen Ausdruck von Kindern und Jugendlichen sein können.

Nachfolgend finden Sie Beispiele, um „Musik“ gemäß des österreichischen Lehrplans draußen zu unterrichten.

Klangkarten aus dem Buch „Draußen unterrichten"

Die Kinder erforschen Geräusche am Naturort und notieren sie zeichnerisch, stellen eine Tonabfolge mit Bewegung dar, können in die Natur eintauchen.

Diese Unterrichtssequenzen sind dem Buch „Draußen unterrichten: Das Praxishandbuch für dislozierten Unterricht 1. bis 8. Schulstufe" entnommen. Dabei handelt es sich um Beispiele für lehrplanadäquaten Unterricht, der im Freien stattfindet. Wir danken der Stiftung SILVIVA und dem hep Verlag für die zur Verfügungstellung dieser Inhalte.

Geräuschejagd

Material: keines


Ablauf: 

Die Lehrperson erklärt: „Heute gehen wir auf Geräuschejagd. Dafür müssen wir erst einmal unsere Ohren spitzen. Nein, nein, ohne Taschenmesser oder Bleistiftspitzer. Wir machen es wie die Tiere. Was haben denn Tiere, die besonders gut hören, für Ohrformen?" Gemeinsam zählt die Klasse einige Tiere auf, die besonders hellhörig sind, und beschreibt deren Ohren. Diese Tiere haben meist große Ohrmuscheln. Danach testen die Kinder das eben Gelernte: Zunächst hören sie wie immer. Dann legen sie die Hände halbtrichterförmig um die Ohrmuscheln und hören nochmals. Die Lehrperson fragt: „Was ist anders? Was ist nun das leiseste Geräusch, das ihr noch hören könnt?"

Klangkarte zeichnen

Material: Schreibunterlagen, Stifte, Blätter


Ablauf: 

Jedes Kind erhält eine Schreibunterlage, einen Stift und ein Blatt Papier. Es geht an seinen persönlichen Naturplatz oder sucht sich sonst einen Platz, an dem es sich wohlfühlt und an dem es ungestört lauschen kann.

An seinem Platz zeichnet das Kind eine Klangkarte: Es legt das Blatt mit Unterlage vor sich auf den Boden und trägt sich selbst mit einem Kreuz oder einer Figur in der Mitte des Blatts ein. Dann spitzt es seine Ohren und zeichnet oder notiert alle Geräusche, die es hört, auf der Klangkarte ein. Die Kinder müssen versuchen, die Töne möglichst genau zu lokalisieren und an der richtigen Stelle auf der Karte einzutragen. Was vor ihnen ertönt, tragen sie vor dem Kreuz ein, was hinten ertönt, hinter dem Kreuz. Ergänzend können folgende Aufgaben auf dem Blatt stehen:

  • Was ist der tiefste Ton, den du hörst?
  • Was ist der schnellste Ton, den du hörst?
  • Was ist der lauteste Ton, den du hörst?

Nach fünf bis fünfzehn Minuten kommen die Kinder auf ein vereinbartes Signal zur Lehrperson zurück. Nun tauscht sich die Klasse aus. Die Lehrperson fragt: „Was war denn der tiefste Ton, den ihr erhascht habt? Was der schnellste? Was der lauteste? Was für Geräusche habt ihr sonst noch gehört? Und wie viele insgesamt?"

Anschließend machen die Kinder eine Ausstellung mit ihren Klangkarten. Dabei ordnen sie die Karten so, dass sie räumlich richtig am Boden liegen. Hat zum Beispiel Anna das Gekicher von Eva auf ihrer Karte links eingezeichnet, muss Evas Karte links von Annas zu liegen kommen.

Diese Aktivität kann zu jeder Jahreszeit wiederholt und mit den früheren Klangkarten verglichen werden. Was ist gleich geblieben? Was hat sich geändert?

Diese Unterichtssequenzen stammen aus dem Buch „Draußen unterrichten". Weitere Informationen zum Buch finden Sie unter: www.hep-verlag.de/draussen-unterrichten-at 

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