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Foto: F. Grabenhofer

Foto: F: Kovacs

Foto: F. Kovacs

Foto: F. Grabenhofer

Foto: F. Kovacs

2019 ist das Jahr der Tonkünstler

2019 fand der Aktionstag zum Tag der Biodiversität am 22. Mai statt, dieses Mal unter dem Motto „Landschaften voller Tonkünstler“. Alle Naturpark-Schulen und -Kindergärten waren eingeladen, sich mit Aktionen und Projekten daran zu beteiligen.

Und es hat sich wieder einmal gezeigt: das große Engagement der Naturpark-Schulen und -Kindergärten und ihr besonderer Zugang zur Natur vor der Haustür. Über 120 Naturpark-Schulen, Naturpark-Kindergärten und regionale Einrichtungen haben Projekte umgesetzt, bei denen sich Kinder und Jugendliche mit den Tonkünstlern ihrer Naturparke befasst haben. Die kreativen Herangehensweisen und der besondere Einsatz sind beeindruckend!

Ein großes Dankeschön an alle, die beim Aktionstag oder mit Jahresprojekten für ein tieferes Naturverständnis bei Kindern und Jugendlichen und für die Biodiversität in unseren Naturparken beigetragen haben!

Fotos: Ewald Neffe, Pixabay/lagunabluemolly, Pixabay/sethink, Ewald Neffe, Herfried Marek, Pixabay/Pezibear, Pixabay/Oldiefan

Die Aktionen in den Bundesländern

Burgenland

Naturpark Geschriebenstein-Írottkő

NMS Lockenhaus, NMS Bernstein

Die Schüler/innen der 1. Klasse der NMS Lockenhaus besuchten im Rahmen des Tages der Biodiversität wahre Tonkünstler in ihrer unmittelbaren Umgebung – die Fledermäuse auf der Burg Lockenhaus. Dort erfuhren die Schüler/innen u.a., dass die Fledermäuse sozusagen mit den Ohren sehen und ihre Umgebung mit Schallwellen erkunden. Beim Brunnen wurde dann die Echoortung ausprobiert. Die Schüler/innen kamen zu der Erkenntnis, dass die Fledermaus der eindeutig bessere Tonkünstler ist.

 „Do animals speak English?“ Damit beschäftigten sich die Schüler/innen der 2. Klasse der NMS Lockenhaus im Englischunterricht. Unterschiedliche Tierlaute wurden auf Deutsch und Englisch unter die Lupe genommen und verglichen. Die Schüler/innen kamen zum Ergebnis, dass manche Tiere auf Englisch andere Laute von sich geben, als im Deutschen. So macht der Frosch „quak, quak“, but the sound by frogs is „ribbit, ribbit“. Sei es nun auf Deutsch oder auf Englisch, Tiere sind einfach Tonkünstler.

 „Wie klingt Donner, Blitz und Regen?“ Das fragten sich die Schüler/innen der 3. Klasse der NMS Lockenhaus am Tag der Artenvielfalt. Mit Hilfe von unterschiedlichen Instrumenten wurde angelehnt an Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ ein Gewitter nachgespielt. Inspiriert vom Tonkünstler Natur erschufen die Schüler/innen ein tolles Klanggewitter

Im Zuge des Tages der Artenvielfalt stand für die Schüler/innen der 4. Klasse der NMS Lockenhaus Achtsamkeit auf dem Programm. Beim Lauschen rund um den Schulteich hörten die Schüler/innen nicht nur Geräusche und Laute aus der Natur, sondern sie fokussierten auch auf ihr Befinden. Durch diese Technik stabilisierten die Schüler/innen ihre innere Balance und wurden ausgeglichener.

„Was piept denn da?“ Mit dieser Frage haben sich die Schülerinnen und Schüler der NMS Bernstein am Tag der Artenvielfalt auseinandergesetzt. An diesem interessanten Vormittag konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur wichtige Informationen über das Aussehen und Verhalten der wichtigsten heimischen Gartenvögel gewinnen, sondern sie haben sich vor allem intensiv mit dem Vogelgesang auseinandergesetzt. 

Foto: Nora Horvath
Foto: Nora Horvath
Foto: Christine Polster
Foto: Martina Szondi
Foto: Daniel Baumann

VS Lockenhaus

Am Aktionstag drehte sich in der Volksschule Lockenhaus alles um die Tonkünstler der Lüfte – die Vögel. Die Kinder der Volksschule fungierten dabei als Expert/innen und luden die Schüler/innen der NMS Lockenhaus zu einer gemeinsamen Reise in die Welt der Vögel ein. 

Dabei wurden u.a. unterschiedliche Vögel vorgestellt, die Entwicklung vom Ei zum Küken erklärt, Experimente durchgeführt und Besonderheiten einiger Vögel gezeigt. Die Schüler/innen der NMS staunten nicht schlecht, wie die „Kleinen“ der Volksschule bravourös durch den Vormittag führten. Zum Schluss gab es ein Vogelstimmen-Quiz, bei dem die Schüler/innen tolle Preise gewinnen konnten.

Abschließend durften die Schüler/innen der Volksschule und der NMS selber Tonkünstler sein: aus Ton wurden kleine Vögel ausgestochen und mit dem eigenen Namen versehen Die Vögelchen werden das gemeinsame Schulgebäude verschönern und die Schüler/innen an den gelungenen Tag der Artenvielfalt 2019 erinnern.

Foto: Nora Horvath
Foto: Nora Horvath

VS Holzschlag, VS Unterkohlstätten

Die SchülerInnen der Volksschulen Holzschlag und Unterkohlstätten waren bereits im April unterwegs: Sie unternahmen Wanderungen im Naturpark Geschriebenstein-Írottkö und beobachteten mit Begeisterung die Vögel. Begleitet wurden sie von der Ornithologin Katharina Schabl vom Naturpark. Ziel auf diesen Wanderungen war es, so viele Vogelarten wie möglich durch ihren Gesang zu bestimmen und kennen zu lernen. Die Kinder lauschten den verschiedenen Stimmen und beobachteten die Vögel durch ihre Ferngläser.

Foto: Helga Puhr
Foto: Sylvia Friedl

VS Rechnitz

Gemeinsam mit Katharina und Sonja vom Naturpark Geschriebenstein-Írottkő verschlug es die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Rechnitz auf die Wiese des alten Freibads. Mit gespitzten Ohren und ausgestattet mit Ferngläsern begaben sie sich auf die Suche nach einheimischen Vögeln und lernten so, die Geräusche der Vögel der richtigen Gattung zuzuordnen.

Nach einer kurzen Stärkung im Grünen durften die Kinder mit Hilfe von Becherlupen auf Insektenjagd gehen. Sie staunten nicht schlecht, was da so alles zum Vorschein kam. Neben diversen Heuschrecken und Käfern, konnte auch eine Kürbisspinne begutachten werden und sie lernten außerdem, wie die Grillen ihr bekanntes Zirpen erzeugen.

Foto: Traude Steiner
Foto: Traude Steiner

Naturpark Landseer Berge

VS Kaisersdorf

Im März 2019 hat die Volksschule Kaisersdorf beschlossen bei der Aktion „Landschaften voller Tonkünstler“ teilzunehmen. Dazu kam die Biodiversitätsexpertin und Ornithologin Katharina Schabl in die Schule und die Kinder lernten wichtiges über die Lebensweisen und Stimmen der Vögel. Ausgestattet mit Ferngläsern wurden gleich vor der Schule die Vögel bestimmt und immer wieder von Katharina erklärt. Es wurde den Gesängen der Vögel gelauscht und anhand dieser versucht sie zu bestimmen. Durch den Spaziergang im Dorf und im Wald konnten 16 Vogelarten gesehen bzw. gehört werden und die Kinder bekamen einen kleinen Einblick, welche Vogelarten sich in Dorfnähe, im Wald oder in der offenen Landschaft aufhalten. Außerdem gestalteten die Kinder der Naturpark-Schule ein eigenes Plakat. Sie zeichneten den Baum des Logos „Landschaften voller Leben“ und pickten die gesehenen Vögel darauf.

Foto: Naturpark Landseer Berge
Foto: Naturpark Landseer Berge

VS Oberpetersdorf, NMS Kobersdorf

Bei der VS Oberpetersdorf und der NMS Kobersdorf stand der Vormittag am 22. Mai ganz im Zeichen der „Tonkünstler“ – es gab drei Stationen. 

„ Also hörte der Mensch! – am Waldrand auf der Schotterstraße / am Schulhof“: Ich hinterlasse Geräusche beim Gehen – leises Gehen, blind Gehen und laufen – wie gut kann ich mich von dannen schleichen. Ich folge den Geräuschen – ein blindes Kommunizieren mit Naturtönen. Mein Schrittmacher – der Pulsschlag, der Lungenzug, das Abhören mit dem Stethoskop. Ich bin ganz Ohr – Momentaufnahmen realisieren, blind den Freund an kleinste Geräuschkulissen heranführen.

Wald Gehörgang! – im Wald bei Esterhazy “: Tiere unter die Lupe nehmen – Signalgeräusche der Insekten wahrnehmen. Der geknarrte und geblubberte Ton im Baum – Untersuchungen mit dem Stethoskop am Holz, Nadeln und Wurzeln. Ich pfeife dir was! – wir bauen ein Mai Pfeiferl

„Die Tonleiter vom Bach! – an der Furt und Brücke“: Den richtigen Ton finden – Geräusche Karte an einer Flussstrecke anlegen. Ein Wassertropfen geht auf Reise – verschwindet, haftet oder rollt er auf Naturmaterialien und gibt es Geräusche dazu. Der Wasser-Schaffell-Tango – Materialien fallen ins Wasserschaffell.

Foto: VS Oberpetersdorf
Foto: VS Oberpetersdorf

VS Weingraben

Die Volksschule Weingraben hat das Motto „Landschaften voller Tonkünstler“ über das gesamte Schuljahr in verschiedenen Projekten umgesetzt. Ihr Schwerpunkt lag dabei darauf, die heimischen Vögel näher kennen zu lernen.

Am 22. Mai wurden die Vorschulkinder eingeladen und alle Projekte vorgestellt. Zur Begrüßung sangen die Kinder ein Lied in dem es um die heimischen Vögel ging und danach wurden die 10 selbst gestalteten Plakaten der einzelnen Vögel von den Kindern vorgestellt. Hierzu wurden auch die Vogelstimmen eingebaut. Danach führten die Kinder einen kroatischen Kindertanz auf, der ebenfalls unsere heimischen Vögel beinhaltete.

Auch die in den Wintermonaten gebauten und auch schon draußen aufgehängten Meisenfutterglocken sowie die 2 Futterhäuschen, die selbst von den Mädchen und Burschen gebaut wurden, wurden hergezeigt. Auch Nistkästen wurden im Sachunterricht angefertigt und mit Wasserfarben angemalt. Diese können die Kinder dann mit nach Hause nehmen und sie mit ihren Eltern aufhängen.
Die Schule hat die Tonkünstler auch beim Wort genommen und Vogelnester mit Vogelfamilien aus Ton angefertigt. Außerdem gab es auch zwei Lehrausgänge zum Thema Vögel. An einem Tag wurde eine Exkursion zum Herrn Weber in Weingraben gemacht und dort durften die exotischen Vögel besichtigt werden. Am 26. März kam die Biodiversitätsexpertin Katharina Schabl vom Naturpark Landseer Berge und nach einer kurzen Präsentation ging es mit den Kindern ab nach draußen. Die Kinder lernten dabei die Vögel in unserer Umgebung kennen und auch ihre Stimmen dazu.

Am 22. Mai wurde im Garten der Schule auch den Klängen in der Natur gelauscht und es gab eine Bastelstation. Um das Thema Ton noch besser zu vertiefen gab es auch ein kleines Erkundungsspiel im Schulgarten bzw. um das Schulgelände herum. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler die gehörten Töne und Melodien wie das Blätterrascheln oder das summen der Insekten hautnah erleben.
Auch eine Geräuschejagd wurde veranstaltet, wo die Kinder während eines Spaziergangs so viele Geräusche wie möglich aufschreiben sollten.

Foto: Naturpark Landseer Berge
Foto: Naturpark Landseer Berge
Foto: Naturpark Landseer Berge
 

Naturpark Neusiedler See – Leithagebirge

NMS Purbach, VS BreitenbrunnVS Jois, VS Purbach

Die NMS Purbach hat Volksschulkinder des Naturparks zu einem Aktionstag mit Stationenbetrieb eingeladen. Dieser wurde in enger Kooperation mit dem Naturpark und dem Verein Nanu geplant und organisiert.

Es gab 5 spannende Stationen: „Kuckuck, upupup, uaomp und trrrr“ hieß es bei der Vogelstimmen-Mitmachgeschichte bei Kerzenschein in einem historischen Weinkeller. Bei einer anderen Station wurde mithilfe eines Klaviers die Stimme der Kohlmeise einstudiert und gelernt welche Vogelstimmen wir im Alltag häufig hören und bisher bewusst noch gar nicht wahrgenommen haben. Außerdem erforschten die Kinder mit viel Fantasie, Kreativität und Buntstiften das Reich der Insekten. Dabei wurde erklärt wo Heuschrecken ihre Ohren haben, wie sie ihre Zirplaute erzeugen und wozu der ganze „Krach“ eigentlich gut ist. Darüber hinaus wurde ins Reich der Nacht geführt und mit den Schülern erarbeitet wie Fledermäuse und Eulen im Dunkeln mit den Ohren „sehen“ und die Akustik der Nacht zum Orientieren nutzen. Mit Lehrern der Neuen Mittelschule bastelten die Kinder Instrumente aus Naturmaterialien und zum Abschluss wurde ein gemeinsam einstudiertes Lied vorgetragen. LehrerInnen und SchülerInnen aus den drei teilnehmenden Naturpark-Gemeinden hatten viel Spaß beim heurigen Aktionstag.

Foto: Reinhold Wodisch
Foto: Reinhold Wodisch

Naturpark Raab-Őrség-Goričko

KG Wallendorf

Am Aktionstag waren die Kindergartenkinder vom Kindergarten Wallendorf in einem nahegelegenen Waldstück und versuchten die Geräusche und Töne der Waldbewohner zu beobachten und zuzuordnen. Sie hörten den Ruf eines Kuckucks und einer Amsel, bestimmten die Bäume anhand der Rinde und lauschten dem Klang des Waldes. Auf einer sogenannten „Waldliege“ hatten die Kinder die Möglichkeit sich zu entspannen und die Natur in vollen Zügen zu genießen.

VS Neuhaus

Bereits seit dem Schuljahr 2016/2017 beschäftigen sich die SchülerInnen der Volksschule Neuhaus im Rahmen des Projektes „Citizen Science – Kinder als Naturforscher“ mit der Vogelwelt und haben wertvolle Erfahrungen gesammelt. Seither wird am schuleigenen Vogelhäuschen jährlich eine Vogelzählung durchgeführt und dokumentiert. Mit Hilfe von Ferngläsern zählten die SchülerInnen auch in diesem Schuljahr die heimischen Wintervögel („Stunde der Wintervögel“) und bestimmten die Vogelarten, mit den ihnen zur Verfügung gestellten Bestimmungsbüchern und Plakaten. Die gewonnenen Daten wurden auf der Plattform „Skooly“ eingetragen und automatisch ausgewertet.

Die Fortsetzung des Projektes nahm im Frühjahr 2018/2019 ihren Lauf. Die SchülerInnen spezialisierten sich nun auf die, in die Heimat zurückgekehrten, Singvögel. Da die Kinder bereits Vögel aufgrund bestimmter Merkmale identifizieren und voneinander unterscheiden konnten, wurde diese Fähigkeit vertieft und ausgebaut. 

Am heurigen Tag der Biodiversität waren die SchülerInnen dann in der Lage, mit Hilfe eines elektronischen Stiftes, der bei der gemeinsamen Verwendung mit dem dazugehörigen Bestimmungsbuch die Vogelstimmen einzelner Arten abspielt, die Vogelarten zu bestimmen und den passenden Vogelfamilien zuzuordnen. Anfangs forderte dies von den SchülerInnen viel Konzentration ab, aber im Laufe des Vormittages wurden sie mit dieser Aufgabe vertrauter und hatten sichtlich Freude daran.

Foto: VS Neuhaus
Foto: VS Neuhaus

VS Sankt Martin an der Raab

Mit Fledermäusen, Tonkünstlern der etwas anderen Art, beschäftigen sich die SchülerInnen und Schüler der VS Sankt Martin an der Raab. Am Tag der Artenvielfalt drehte sich zum Einstieg ins Projekt alles um diese kleinen „Vampire“.

Nach dem Einstieg mit einem tollen Film über das Jagdverhalten gab es verschiedene Stationen, um sich mit dem Leben der Fledermaus auseinanderzusetzen. Fledermauskot wurde unter dem Mikroskop untersucht und Speisereste eines Fledermausessens entdeckt. Auch nahmen die Kinder eine tote Fledermaus unter die Lupe und erfuhren viel über Fledermausarten, das Leben der Fledermäuse und die Notwendigkeit ihres Schutzes.

Im Vorfeld haben die Kinder in Werken bereits mit dem Gemeindebediensteten Nistkästen für Fledermäuse zugeschnitten, die im Zuge des Tages der Biodiversität zusammenbaut wurden und im Anschluss im Wald in der Nähe unseres Kirchturms, in dem Fledermäuse wohnen, montiert wurden.

Abschluss des Projektes wird für die 1.und 2. Schulstufe ein Besuch des Kirchturms und die Beobachtung des Ausflugs der Fledermäuse bei Anbruch der Dämmerung sein. Die 3. und 4. Schulstufe wird im Rahmen der Naturparktage am Abend in Wiesen bei Mattersburg die Fledermäuse beobachten. Die Töne dieser Tonkünstler werden sie nur mit Bat Detektoren hören. Die SchülerInnen sind total begeistert von dieser außergewöhnlichen Art der Tonkünstler.

Foto: VS Sankt Martin
Foto: VS Sankt Martin

Naturpark Rosalia-Kogelberg

Kindergarten Sieggraben, VS Sieggraben

Die Volksschule Sieggraben hat sich gemeinsam mit dem Naturpark-Kindergarten Sieggraben in verschiedenen Stationen mit diesem Thema „Landschaften voller Tonkünstler“ beschäftigt. Ein besonderes Highlight war in der Direktion untergebracht: Durch die baulichen Gegebenheiten war es möglich ein Ohr in überdimensionaler Größe aufzubauen. Aber auch Tierstimmen im Wald, Vogelstimmen, Klanggeschichten, Körperpercussion, Regenmacher und Fledermäuse konnte man im Schulhaus hören. Alle Kinder waren mit großem Eifer dabei und konnten auch beim Singen beweisen, dass sie wahre Tonkünstler sind.

Foto: Kindergarten Sieggraben
Foto: VS Sieggraben

VS Draßburg, VS Loipersbach, VS Schattendorf, VS Sieggraben

In diesem Jahr lud die Volksschule Schattendorf am 28.Mai zu einem „Fest zum Tag der Artenvielfalt“ unter dem Motto „Es klappert die Mühle am Tauscherbach“ zu sich ein. Bei der gemeinsamen Eröffnung mit VS Direktorin Petra Leitgeb gab es neben den Grußworten von Bildungsinspektor Heinz Zitz, LR C. Illedits und Bgm. J. Lotter zur Einstimmung auch gemeinsames Musizieren und Gastgeschenke, wie etwa einen Apfelbaum, für den Schulgarten. Danach durften sich die rund 170 Schulkinder der VS Schattendorf, VS Draßburg-Baumgarten, VS Loipersbach und VS Sieggraben an vier Stationen in der Schule, im Gemeindeamt und in der Schuhmühle einen Vormittag lang gemeinsam vergnügen.

In durchmischten Kleingruppen konnten die Volksschulkinder unter der Anleitung von Kräuterpädagoginnen, einem Imker, einer Liedermacherin und dem Storchenverein Rust allerhand Interessantes zum Thema Tonkünstler erleben. Die Themen Flora, Fauna, Regionalität und Nachhaltigkeit flossen unter anderem sowohl in das Verkosten von Blüten aus dem Garten als auch in das gemeinsame Backen, Tanzen, Basteln und Nestbauen mit den motivierten Naturvermittlerinnenn ein. Bei diesem bunten Programm spielte es am Ende gar keine Rolle, dass die Sonne nicht vom Himmel gelacht hat. Die vielen strahlenden Kinderaugen waren der Beweis dafür, wieviel Spaß sie alle miteinander gehabt haben!

Foto: Naturpark Rosalia-Kogelberg
Foto: Naturpark Rosalia-Kogelberg

Naturpark in der Weinidylle

NMS Josefinum

Am Aktionstag lernten die SchülerInnen der NMS Josefinum in der Wassererlebniswelt mit selbstgebauten Keschern Neues über verschiedene Amphibienarten und lauschten den tierischen Tonkünstlern.

Foto: Cornelia Mähr
Foto: Cornelia Mähr

VS Kohfidisch, VS Mischendorf

Am Aktionstag beschäftigten sich die Kinder der Naturpark-Volksschule Kohfidisch und der Volksschule Mischendorf mit der heimischen Artenvielfalt und erfuhren, wie vielfältig, lebendig und spannend diese ist.

In insgesamt sechs Aktiv-Modulen, die mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule Burgenland entwickelt und gemeinsam mit den Pädagoginnen betreut wurden, hatten die teilnehmenden 115 SchülerInnen die Möglichkeit, sich auf vielfältige Weise mit Tonkünstlern auseinanderzusetzen und sie näher kennenzulernen: Es wurden Vogelstimmen verglichen, Naturgeräusche den Jahreszeiten zugeordnet, die Vielfalt der Säugetiere bestaunt und die Tonkunst von uns Menschen erforscht.

Foto: VS Kohfidisch
Foto: VS Kohfidisch

Kärnten

Naturpark Dobratsch

VS Arnoldstein, NMS Nötsch, NMS Nötsch in Expositur Bad Bleiberg

Am Aktionstag im Naturpark Dobratsch wurde den SchülerInnen ein buntes Programm mit Wanderstationen geboten. Unter anderem waren in diesem Jahr mit dabei: die Wildbach- und Lawinenverbauung, die ZAMG, der Alpengarten Villacher Alpe, die Bezirksforstinspektion, Vertreter der Jägerschaft, das Wasserwerk Villach sowie mehrere Naturpark-RangerInnen. 

Die SchülerInnen bzw. die Klassen wanderten selbstständig in einem zeitlich vorgegebenen Intervall von Station zu Station und bekamen so Einblicke in die Tätigkeitsfelder der oben genannten Organisationen unter dem Motto „Landschaften voller Tonkünstler“. Vom Rauschen des Windes über das Plätschern des Wassers, das Knarren alter Bäume bis zu den Singvögeln reichten die Themen. 

Neu war heuer, das erstmals Schülerinnen und Schüler der Naturpark-NMS Bad Bleiberg und Nötsch i.G. eigene Stationen betrieben haben und dabei ihr Wissen aus einem Jahresprojekt ihren jüngeren Kolleginnen und Kollegen aus den Volksschulen vermittelten. 

Foto: Robert Heuberger/Naturpark Dobratsch
Foto: Robert Heuberger/Naturpark Dobratsch

Naturpark Weissensee

VS Weissensee, VS Zlan

Am 24.Mai 2019 herrschte buntes Gezwitscher entlang des Seelehrpfades am Weißensee /Westufer. Am Aktionstag gab es fünf lehrreiche Stationen für einen erlebnisreichen Vormittag. 100 SchülerInnen der Naturpark-Volksschulen Weissensee und Zlan haben dort die Tonkünstler erforscht.

Unter fachkundiger Anleitung der Mitglieder des Vereins „Sei Nachbar in Stockenboi“  wurden Baumkugeln aus Birkenzweigen und Schafwolle zur Unterstützung für einen natürlichen Nistplatz angefertigt. Mit der Kräuterpädagogin erforschten die SchülerInnen die Nahrungsquellen der Vögel, um aus den daraus gewonnen Erkenntnissen einen energiereichen Aufstrich zu zaubern. Bei der Beobachtungsplattform direkt beim Weißensee und am Waldrand empfingen zwei Experten der Naturschutzorganisation „BirdLife“ die SchülerInnen. Hier gab es viel Wissenswertes über Vögel zu erfahren. Durch Beobachtung und Nachahmung der Lockrufe konnten ihre Rufe und Gesänge kennengelernt werden. In der Kreativwerkstätte wurden aus frischen Zweigen Blasinstrumente, „Kiewitt“ und Lockpfeife gebastelt und Vogelstimmen imitiert.

Foto: Naturpark Weissensee
Foto: Gilbert Sattlegger

Niederösterreich

Naturpark Dobersberg

VS Dobersberg, NMS Dobersberg

SchülerInnen unterschiedlicher Klassen der Naturpark-Schulen Volksschule und NMS Dobersberg machten beim Workshop „Tümpel, Thaya, Teich - Entdeckungen am Wasser“ mit. Unter der Leitung des Waldpädagogen und VS-Lehrers Otmar Strondl erkundeten die Kinder bei dieser Wanderung im Naturpark Dobersberg das Leben an diesen drei unterschiedlichen Gewässern.

Foto: Naturpark Dobersberg

Naturpark Eisenwurzen NÖ

VS Hollenstein, NMS Hollenstein, LFS Hohenlehen

Die Beiträge im Naturpark NÖ Eisenwurzen zum Thema „Landschaften voller Tonkünstler“ waren vielfältig: Beispielsweise waren Schülerinnen der NMS Hollenstein beim Weltrekordversuch zu Nützling-Hotels auf der Landesgartenschau „Garten Tulln“ dabei. In Summe steuerten die Hollensteiner großartige 27 Nützlingshotels bei. Den Weltrekord haben sie geschafft! Es wurden mehr als 31 m3 wertvolle Verstecke für Wildbienen & Co geschaffen. Im Zuge eines Naturschutzprojektes pflanzte der Naturpark gemeinsam mit Schülerinnen der LFS Hohenlehen eine große Anzahl an Fichten und Tannen auf einem "Windwurfschlag"– das gemeinsame Erleben, Arbeiten und Tun stand dabei im Vordergrund. Ende Mai arbeiteten die SchülerInnen der LFS Hohenlehen an der Lohhütte. Unter Anleitung eines pensionierten Holzknechtes zogen sie das Loh (die Rinde) von den Bäumen ab. Diese Technik beherrschen nicht mehr viele und die Lohhütte ist für die nächsten Jahre wieder gerettet. Die 4. Klasse der Volksschule Hollenstein unternahm eine Bachwanderung in der Promau und erkundeten die dort beheimatete Tier- und Pflanzenwelt.

Foto: Naturpark Archiv Gemeinde Hollenstein
Foto: Naturpark Archiv Gemeinde Hollenstein

Naturpark Geras

Kindergarten Geras 

Am Aktionstag waren der Naturpark-Kindergarten Geras und sein Partnerkindergarten Police aus Tschechien eingeladen, gemeinsam mit Kräuterpfarrer Benedikt, Hobby-Ornithologe und Förster Markus Philipp den Naturpark Geras in seiner Vielfalt an Pflanzen und Tieren zu erkunden. Der Besuch der Gehege fand genauso Begeisterung, wie das Kennenlernen der heimischen Bäume und Kräuter.

Foto: Kindergarten Geras
Foto: Kindergarten Geras

Naturpark Jauerling-Wachau

VS Maria Laach

Auch die Volksschule Maria Laach nahm am 22. Mai am Aktionstag teil. Die Kinder erforschten gemeinsam mit einem Team von Naturvermittlern die Geräusche der Wiese und des Waldes und lernten so ihren Naturpark von einer neuen Seite kennen. Die Kinder wurden auch selbst zu Tonkünstlern und durften vielerlei Arten der Geräuscherzeugung ausprobieren.  

Foto: Naturpark Jauerling-Wachau
Foto: Naturpark Jauerling-Wachau

Naturpark Kamptal-Schönberg

VS Schönberg

Trotz schlechtem Wetter hatten die SchülerInnen der Volksschule Schönberg am Aktionstag interessante Stunden. Die Kinder der 4 Klassen sollten herausfinden, wie sich ihr Naturpark Kamptal-Schönberg anhört. Sie sammelten Geräusche und es wurde schnell klar, wer die verschieden Geräusche erzeugt,  z.B. Tiere, im besonderen Vögel, Menschen und die Natur. Die von den Kinder erarbeitete Geräuschelandkarte spiegelte den Naturpark wider, in dem sich Natur und Menschen entfalten können. Besonders Vogelstimmen und die Echoorientierung der Fledermäuse wurden spielerisch erarbeitet. Zum Abschluss wurden die gesammelten Geräusche mit jenen in anderen Regionen der Welt verglichen und das Bewusstsein, eine ganz besondere „Geräuschewelt“ im Naturpark zu haben, erkannt.

Foto: VS Schönberg
Foto: VS Schönberg

Naturpark Leiser Berge

VS Ernstbrunn

Am 23. Mai machte sich die Volksschule Ernstbrunn auf den Weg zu ihrem Aktionstag-Ausgang. Dabei versuchten die Kinder – teilweise mit verbundenen Augen – den Wald „zu hören“ und Vogelstimmen zu erkennen. Neben vielen Geräuschen konnte auch ein Frosch gehört und gefunden werden.

Naturpark Ötscher-Tormäuer

VS Annaberg, VS Gaming, VS Mitterbach, VS PuchenstubenVS St.Anton

Vorbereitend zum Aktionstag wurde in der Volksschule Mitterbach eine Einheit zum etwas anderen Tonkünstler, der Fledermaus, abgehalten. Inhalt waren heimische Fledermausarten, deren Lebensweise, Gefahren für die Tiere und mögliche Schutzmaßnahmen. Dazu wurde ein großes gemeinsames Plakat gestaltet, welches nun in der Klasse hängt. Neben passenden Spielen wurde am Ende noch eine Fingerpuppe gebastelt, welche die Kinder mit Nachhause nehmen konnten.

An die 150 Kinder aus den Volksschulen Gaming, St. Anton, Puchenstuben, Annaberg und Mitterbach trafen sich am 19. Juni auf der Ötscher-Basis in Wienerbruck, um gemeinsam den Tonkünstlern ihrer Heimat auf die Schliche zu kommen. In einem Stationenbetrieb auf dem Gelände des Naturparkzentrums wurden unter anderem die Frösche und Unken im Biotop besucht, der Gesang der heimischen Vogelwelt erforscht und die Geräusche der Insekten hörbar gemacht. 

Der Kreativität freien Lauf lassen konnten die Kinder bei dem Formen von Tonkunstwerken und dem Bau von Instrumenten aus Naturmaterialien. Als Besonderheit erwies sich der Bau von Fledermauskästen aus regional hergestellten Bausätzen, welche in weiterer Folge im Naturpark und den Schulgärten aufgehängt und von den Kindern beobachtet werden. 

Foto: Regina Putschögl
Foto: weinfranz
Foto: weinfranz
Foto: weinfranz

Naturpark Purkersdorf

Allgemeine Sonderschule Purkersdorf

Am Aktionstag fertigten die die SchülerInnen der Allgemeinden Sonderschule Purkersdorf an Stationen unter der Leitung von Matthias Hesse verschiedene Instrumente an. Maipfeiferl, Windspiele oder Klanghölzer wurden dabei hauptsächlich aus dem Staudenknöterich angefertigt. Diese Pflanze ist eine eingeschleppte und im Naturpark Purkersdorf nicht heimische Art (Neophyt). Dadurch wurde neben dem gestalterischen Arbeiten auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt heimischer Pflanzenwelt sowie zum Erhalt der Biodiversität des Naturparks geleistet. Im Bereich Musizieren setzten sich die SchülerInnen unter der Leitung der Musikschule Purkersdorf mit Karl Pieler mit den Themen Rhythmik, Waldtöne und Klopfzeichen der Spechte, als spezielle Wald- und Naturparkbewohner, auseinander. Im Bereich Natur erhielten die SchülerInnen unter der Leitung des Naturpark Purkersdorf von Gabriela Orosel fachliche Inputs zu den betreffenden pflanzlichen und tierischen Tonkünstlern. Gemeinsam wurde mit allen Kindern ein Plakat gestaltet. Als Abschluss gab es in der Schule ein gemeinsames Konzert.

Foto: Naturpark Purkersdorf
Foto: Naturpark Purkersdorf

AHS Purkersdorf

Die AHS Purkersdorf arbeitet mit dem Naturpark Purkersdorf zusammen. Als Einstimmung zum Aktionstag befassten sich die SchülerInnen im Vorfeld mit Wald-, Natur-, und Tiergeräuschen, sowie auch mit verschiedensten Störgeräuschen in der Natur. Nach ihrem gemeinsamen Waldausgang im Naturpark, wo die SchülerInnen die Waldlandschaft und die Geräuschwelt individuell entdeckten – sei es von Tieren, Pflanzen oder auch unbelebten Phänomenen – vertonte die 1.B des BG/BRG Purkersdorf im Musikunterricht eine Naturkomposition als grafische Notation basierend auf einer persönlichen Geräuschlandkarte und den eigens dafür gesammelten Naturmaterialien als Klangbausteinen.

Foto: Naturpark Purkersdorf
Foto: Naturpark Purkersdorf

Oberösterreich

Naturpark Attersee-Traunsee

ABZ Salzkammergut

Am ABZ Salzkammergut gab es am 22. Mai verschiedene Workshops für die ersten Klassen: Unter anderem zu den Tonkünstlern im Wald und den Wiesenklängen. Es wurden Maipfeifferl gebastelt, ein Song mit Wasser einstudiert, Windspiele gebastelt ... Zum Abschluss haben sich die SchülerInnen gegenseitig die Projekte präsentiert und eine gemeinsame Geräuschkulisse mit Steinen erzeugt.

Foto: Sabine Pumberger
Foto: Sabine Pumberger

NMS Schörfling

Am 22. Mai wurde die „Erlebnis- und Lehrraum Streuobstallee“ in Schörfling eröffnet.Die SchülerInnen der NMS Schörfling hatten im Vorfeld Informationen zu den seltenen regionalen Mostbirnsorten zusammengetragen und digital aufbereitet sowie bei der Pflanzung von 23 Mostbirnbäumen geholfen und so neue Lebensräume für Tonkünstler geschaffen. 

Foto: Johannes Horvath
Foto: Johannes Horvath

VS Aurach

Die Volksschule Aurach hat am Aktionstag ihre Schule und den Garten so gestaltet, dass Tonkünstler aller Art einen Lebensraum zum Wohlfühlen finden. Es wurde vor dem Schulhaus eine Wiese und ein Blumenbeet angelegt. Man darf gespannt sein, welche Insekten und Vögel ihre Klänge dort verbreiten werden. 

Foto: Claudia Zobl
Foto: Claudia Zobl

VS Neukirchen

In der Volksschule Neukirchen hat der Aktionstag mit dem gemeinsamen Singen der Vogelhochzeit begonnen, dann wurde von der 4. Klasse das Heckenlied vorgesungen. Im weiteren Verlauf stellten sich die SchülerInnen gegenseitig ihre Projekte der letzten Tage vor, dann wurde mit allen Klassen eine Collage zu den Tonkünstlern im Wald erarbeitet.

Foto: Clemens Schnaitl
Foto: Clemens Schnaitl

VS Reindlmühl

Am Aktionstag der Volksschule Reindlmühl gab es einen Lehrausgang in den Wald. Dabei wurden Tannen gepflanzt und auch eine Geräuschlandkarte erstellt. Ganz im Mittelpunkt stand der Tonkünstlers der Teichwelten – der Frosch.

Foto: Katharina Hackl
Foto: Katharina Hackl

VS Schörfling

Die Volksschule Schörfling hat sich am Aktionstag ausgiebig dem Hinhören gewidmet: Die Kinder haben eine Geräuschelandkarte gezeichnet, es wurde Geräuschememory gespielt und Walnussklappern gebastelt, mit denen dann auch fleißig Töne produziert wurden.

Foto: Johannes Horvath
Foto: Johannes Horvath

Naturpark Mühlviertel

VS Bad Zell, VS Rechberg, VS St. Thomas

Die Naturpark-Volksschulen Bad Zell, Rechberg und St. Thomas am Blasenberg beteiligten sich am bundesweiten Tag der Artenvielfalt und nahmen mit Naturvermittlerin Julia Kropfberger die Säugetiere als Tonkünstler genauer unter die Lupe. Wildschweine grunzen, Luchse raunzen während der Paarungszeit, um einen Partner zu finden, Rehe fiepen nach ihrer Mutter und die Fledermäuse orientieren sich sogar in stockdunkler Nacht anhand ihrer Ultraschalllaute. Fasziniert lauschten die Kinder den unterschiedlichen Geräuschen der Säugetiere im Naturpark und lernten wie und warum sie sich mit Tönen in verschiedenen Lebenslagen ausdrücken.

Unter Anleitung von Willi Katteneder ließ die Naturpark-Volksschule St. Thomas am Blasenberg auch heimische Gehölze als Tonkünstler erklingen. Dabei fertigten sie verschiedene Klangspiele und Flöten. Um eine optimale Schwingungsfrequenz der unterschiedlichen Klanghölzer zu erhalten waren Prozentrechenkenntnisse für die richtige Bohrlochhöhe gefragt. 

Foto: VS St. Thomas
Foto: Berlesreiter

Naturpark Obst-Hügel-Land

Kindergarten Scharten

Am 22. Mai begleiteten zwei Natur- und Landschaftsvermittlerinnen die Kindergartenkinder und machten sich mit ihnen auf Entdeckungsreise in eine „Landschaft voller Tonkünstler“.

In mehreren Workshops im April und Mai befassten sie sich mit diesem Thema: Zu Beginn widmeten sie sich jenen Tonkünstlern, die den Kindern meist als Erstes einfallen: den Vögeln. Die Kinder haben erfahren, welche unterschiedlichen Laute die verschiedenen Vögel machen, die große Vielfalt der Eulen genauer unter die Lupe genommen und gestaunt, dass diese lautlos fliegen können. Beim zweiten Workshop standen die Insekten im Mittelpunkt. Die Kinder konnten selbst ausprobieren, wie Heuschrecken, Zikaden oder Bienen zirpen, singen bzw. summen. Außerdem wurde ihnen die wichtige Rolle der Insekten bei der Bestäubung anhand eines Spieles verdeutlicht.

Weiters wurde über Naturphänomene wie Wind, Wasser, Gewitter und Regen gesprochen, mit Steinen der Regen nachgeahmt und erklärt, wie Donner und Wind entstehen. Auf der Streuobstwiese suchte sich jedes Kind einen Platz zum Hören und fertigte eine kleine Geräuschekarte an. Mit Augenbinden und im Gänsemarsch gingen die Kinder dann als „Blinde Raupe“ durch die Wiese und achteten auf die verschiedensten Geräusche. Zum Schluss ließen sie noch Naturmaterialien erklingen (z.B. einfache Flöten - gebaut aus trockenen Knöterichrohren).

Am 22. Mai konnten die Kinder verschiedene Instrumente ausprobieren und vergleichen, wie sie sich anhören (Wind, Frosch, bestimmter Vogel, etc.). Besonders aufmerksam lauschten sie der Klanggeschichte von Brigitte Gaisböck! Lustige Geräuschespiele wie Tierstimmen-Memory sowie Malen nach Musik und ein gesundes Buffet rundeten den Aktionstag ab.

Naturpark Obst-Hügel-Land
Naturpark Obst-Hügel-Land

Salzburg

Naturpark Riedingtal in Zederhaus

Kindergarten ZederhausVS Zederhaus

Alle Klassen der Naturpark-Volksschule sowie des Kindergartens Zederhaus haben am Aktionstag zum Thema „Landschaft voller Tonkünstler“ mitgemacht und der Naturpark Riedingtal, die LehrerInnen und PädagogInnen der Volksschule und des Kindergartens haben sich dazu verschiedenes einfallen lassen.  

Bevor es raus ins schönste Klassenzimmer der Welt, das „Klassenzimmer Natur“ ging, stimmten alle gemeinsam das Naturparklied an. Anschließend konnten die Kinder an vorbereiteten Stationen den Klängen in der Natur lauschen, Vogelgezwitscher, Wiese und Wald ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Zwischendurch konnten sich die Kinder bei einer Station mit frischen selbstgemachten Kräuteraufstrichen laben. Sie konnten auch selbst in die Rolle von Tonkünstlern schlüpfen, Maipfeiferl schnitzen und spielen und mit Naturmaterialien die Begleitung bei Gesangsstücke übernehmen. So konnten die Kinder die Geräusche in der Natur bewusst erleben und die Vielfalt der Tonkünstler kennen lernen.

Foto: Naturpark Riedingtal
Foto: Naturpark Riedingtal

Naturpark Weißbach

VS Weißbach 

Passend zum heurigen Motto nahmen die Kinder der Volksschule Weißbach die auffälligsten Gesangskünstler im Naturpark Weißbach unter die Lupe – oder besser gesagt unters Ohr: Die heimische Vogelwelt.

In einer Vorbereitungsstunde wurden typische Rufe und Gesänge (nicht ausschließlich von Vögeln) vom Tonträger abgespielt und versucht, die dazugehörigen Arten zuzuordnen. Einige konnten von den Kindern erkannt werden, aber es zeigte sich doch auch, dass es gar nicht so leicht ist bestimmte Arten richtig zu bestimmen, bzw. dass viele, darunter auch noch recht häufige Tiere, den Kindern nicht mehr bekannt sind.

Am 22. Mai begaben sich die SchülerInnen dann auf Wanderschaft in den Naturpark, höher hinauf bis zu den ersten Almwiesen. Obwohl es bei frischen Temperaturen beinahe durchgehend in Strömen regnete waren die Kinder motiviert und guter Dinge. Trotz schlechten Wetters gab es dann auch zahlreiche akustische Begegnungen: Von Tannenmeise über Zilpzalp – dessen Ruf den Namen prägte bis hin zu den erstaunlich aktiven Buchfinken und einem lautstarken Zaunkönig konnten einige unserer heimischen Vogelarten „erhört werden“.

Foto: Naturpark Weißbach
Foto: Naturpark Weißbach

Steiermark

Naturpark Almenland

VS Arzberg, VS Breitenau, VS Fladnitz, VS Koglhof, VS Passail, NMS Passail, VS Pernegg 

Über die unzähligen Formen von Tönen konnten sich am 22. Mai in St. Erhard rund 300 Kinder ein Hörbild machen. Alle sieben Naturpark-Schulen haben sich dort mit je einer Station beteiligt und auch die angehende Naturpark-Volksschule Gasen war fleißig dabei. Die Themen wurden in speziellen Projekten im Unterricht aufbereitet. Es wurde fleißig experimentiert und die Ergebnisse den MitschülerInnen vermittelt.

Am Aktionstag drehte sich dann alles um Fragen wie: Welche Töne erzeugt der Mensch, welche ein Tier oder welche kommen in der Natur vor? Mit Hilfe einer "Eins, Zwei oder Drei"-Station der VS Fladnitz gingen die Schüler dieser Frage auf den Grund. „Das Lied der Regenmacher“ führten die Kinder der VS Pernegg bei ihrer Station auf und dass Holz nicht nur zum Heizen da ist, davon konnten sich die Kinder bei der Station von Maria Häuselhofer überzeugen. „Vom Pfeiferl, über Lautgedichte“ war Thema der Station der NMS Passail. Die VS Koglhof hatte ein Geräuschmemory vorbereitet, welches zum Raten animierte. Hollerbüchsen? Was ist das? Ein Spielzeug aus vergangenen Tagen, das einen lauten Knall von sich gibt, wenn man damit schießt. Dies vermittelten uns die Schüler der VS Passail. Die Jäger aus Passail vollführten wahre Kunststücke, um mit einfachen Gräsern oder anderen Hilfsmittel Tierlaute zu imitieren. Eine „MUTPROBE: Monster in der Wiese? Wer traut sich in die Wiese voller Schrecken?“ hatte sich die Biodiversitätsexpertin ausgedacht. Welche Tonquelle wieviel Dezibel verursacht und wann es für unsere Ohren zu laut wird erfuhren die Kinder bei Naturvermittlerin Ingrid Pistotnik. Warum eine sympathisch muhende Kuh kein Kuscheltier ist erklärten die Landwirte Andreas Schoberer und Martin Pichler. Dass man nicht immer Strom braucht, um ein Xylophon zu bauen begriffen die Kinder bei Naturvermittlerin Maria Hirschböck. Warum ein Elektrofahrzeug fast lautlos daherkommt erklärte der Klima- und Energie-Regionalmanager Martin Auer. Die VS Breitenau hatte Bechertelefone vorbereitet und erklärte, wie sich der Schall verbreitet. Die VS Gasen hatte eine Stille-Station vorbereitet, bei der die Kinder ganz leise sein mussten, um zu hören, was man sonst nicht wahrnimmt.

Foto: Naturpark Almenland
Foto: Naturpark Almenland
Foto: Naturpark Almenland
Foto: Naturpark Almenland

Naturpark Mürzer Oberland

Gemeinsamer Kindergarten der Gemeinden Altenberg an der Rax, Mürzsteg und Neuberg an der Mürz, Kindergarten Kapellen, Kindergarten der Marktgemeinde Neuberg an der Mürz, VS Viktor Kaplan, NMS Viktor Kaplan

Im Naturpark Mürzer Oberland haben die Naturpark-Schulen und -Kindergärten gemeinsam ein „Fest der Artenvielfalt“ in der Naturpark-Schule Neuberg an der Mürz gestaltet. Mit viel Engagement wurde den BesucherInnen die unglaublich vielfältigen Kommunikationsarten und Geräuschwelten der Natur näher gebracht. Bei einem Hörspiel, einer Klanggeschichte, der Wahrnehmung der Töne bei einem Spaziergang durch den Wald oder bei dem Erlernen der Gebärdensprache konnte man sich ein Bild von den Forschungen der Schüler machen. Die Kindergartenkinder rundeten mit fantasievollen Tänzen und Liedern das Fest der Artenvielfalt ab. Ein spannender Nachmittag, mit viel Spiel und Spaß für die ganze Familie, an dem alle angeregt wurden wieder öfter den Tonkünstlern aus der Natur zu lauschen.

Foto: nixxipixx.com
Foto: nixxipixx.com

Naturpark Pöllauer Tal

VS Pöllauberg, VS Pöllau-Grazerstraße, VS Saifen-Boden, VS Schönegg,
VS Sonnhofen, NMS Pöllau

Die VS Pöllau-Grazerstraße hat am Aktionstag ein buntes Programm zu den Vögeln. Es wurde gesungen (Alle Vögel sind schon da – mehrstimmig und mit instrumentaler Begleitung). Es gab eine Präsentation zu verschiedenen Vögeln und ein Quiz dazu. Des Weiteren ein Vogelpuzzle als „Mitmachstation“, einen Legekreis, eine Bastelarbeit u.v.m. Im Vorfeld des Aktionstages ging es mit dem Zoologen auf einen Lehrausgang mit Vogelerkundung.

In der VS Sonnhofen gab es Tonkünstler-Stationen mit Fantasiereisen zum Thema Wasser, Feuer, Luft. Es konnte gemalt werden zur Wasser-, Feuer-, Windmusik. Eine Station beschäftigte sich mit einem Klangspiel der Elemente. Es gab Hörspiele mit verschiedenen Naturmaterialien. Die Kinder konnten mit dem Fallschirmtuch Wind erzeugen. Der Wasserkreislauf war Thema, so auch Donner und Blitz. Und eine Station ging der Frage nach, welche Geräusche der Fisch erzeugt.

In der NMS Pöllau haben sich alle Schulstufen mit unterschiedlichen Tonkünstlern beschäftigt: Themen waren u.a. die 4 Jahreszeiten, der Wald und die Vögel, es wurden Tonaufnahmen von Naturgeräuschen gemacht und auch Töne visualisiert sowie Maipfeiferl hergestellt.

Auch die VS Schönegg hatte ein buntes Stationenprogramm: Hier gab es musikalische Annäherungen: Die Vogelhochzeit, Alle Vöglein sind schon da … Dazu gab es Hörübungen mit Vogelstimmen auf CD. Die Aufgabe war, den Kuckuck heraushören. Zudem konnten die Kinder aus Strohhalmen eine Oboe basteln, die sehr entenhaft klingt. An einer weiteren Station wurde das Bilderbuch „Das Lied der bunten Vögel “ dargeboten. Es wurde ein Vogel-Windspiel gebastelt. Neben den Stationen gab es auch einen Lehrausgang in den nahegelegenen Wald, wo die Kinder den Vogelstimmen lauschen konnten.

In der VS Pöllauberg wurde zum Thema Tonkünstler gebastelt, musiziert, gelesen, geschrieben, entdeckt und gejausnet.

Die VS Saifen-Boden gestaltete ihren Aktionstag zum Thema Wasser.

Foto: Naturpark Pöllauer Tal
Foto: Naturpark Pöllauer Tal

Naturpark Sölktäler

VS Stein/Enns, NMS Stein/Enns

Der 22. Mai stand auch im Naturpark Sölktäler ganz im Zeichen der Tonkünstler: In der NMS Stein/Enns wurde ein Stationenbetrieb mit acht Stationen eingerichtet. Jede Station wurde von einer anderen Klasse gestaltet und betreut. An den Stationen ging es um Vögel, Das Entstehen von Tönen, Gehör, Geräusche, Mohnblumen, Tierstimmen und Lockinstrumente. Der Naturpark hatte eine eigene Station „Natur“, in der die Kinder mit verbundenen Augen verschiedenen Geräuschen aus der Natur lauschten – ein „Ruhiger werden“ nach der Station der aktiven Lockrufe von Rot- und Rehwild. Die Kinder konnten auch die Urheber der Geräusche erraten und es wurde Wissen dazu vermittelt. Am 23. Mai wurde dann mit den Volksschulen Stein/Enns und Mössna je eine Aktion im Freien durchgeführt. Eine Ausstellung in der Aula der NMS rundete die Projekte zum Aktionstag ab. 

Foto: Naturpark Sölktäler
Foto: Naturpark Sölktäler

Naturpark Steirische Eisenwurzen

VS Altenmarkt, VS Gams, VS St. Gallen, NMS Weißenbach

Am 22. Mai gab es an der Volksschule St. Gallen 15 Stationen zu verschiedenen Tonkünstlern. Kinder aus den Volksschulen Altenmarkt, Gams und St. Gallen sowie die NMS Weißenbach an der Enns konnten an diesen die hiesigen Tonkünstler erforschen. Ein Tageshighlight bildete das gemeinsame Naturkonzert aller teilnehmender Schulen. 

Neben freiwilligen Mitwirkenden wie der Österreichische Naturschutzjugend, die Steiermärkischen Landesforste, die Österreichischen Bundesforste, Swarovski Optik, der Nationalpark Gesäuse, die Musikschule Eisenwurzen, der Berg- und Naturwacht und dem GeoDorf Gams, gab es auch heuer Unterstützung seitens der Naturparkschule NMS Weißenbach. 

Ein erfolgreicher, spannender und vor allem klangreicher Tag für alle Mitwirkenden und Beteiligten.

Foto: Heinz Peterherr
Foto: Heinz Peterherr

Naturpark Südsteiermark

Kinderbetreuung Kiebitz, Kindergarten Kaindorf, Kindergarten Kitzeck, Kindergarten Langegg, Kindergarten Obervogau, Kindergarten Pistorf, Kindergarten Seggauberg, Kindergarten St. Johann, Kindergarten Straß, Schlosskindergarten Gleinstätten, VS Frauenberg, VS Großklein, VS Kaindorf, VS Langegg, VS St. Johann, VS Tillmitsch, NMS Ehrenhausen, NMS Gamlitz, NMS Gleinstätten

Im Naturpark Südsteiermark genossen knapp 700 Kinder aus den Naturpark-Schulen und -Kindergärten auf dem „Markt der Artenvielfalt“ einen spannenden Vormittag rund um das Thema Natur- und Kulturlandschaftsschutz. Die Jagdhörner der Steirischen Jägerschaft eröffneten das bunte Treiben. Die Schmetterlinge bei der Naturschutzjugend flatterten leise mit ihren Flügeln und der Biber knabberte bei der Berg- und Naturwacht im Auwald. 26 verschiedene Naturvermittlungsstationen begeisterten die jungen SüdsteirerInnen, denn wo ist es schon möglich an einem Tag eine Kuh zu melken, in eine Bienenwabe zu blicken, einen Sensenmähkurs zu besuchen und köstliche Snacks aus dem Grünzeugs von der Wiese zu verkosten.

Foto: Naturpark Südsteiermark

Tirol

Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

VS Brandberg, NMS Tux

Im Hochgebirgs-Naturpark entdeckten die Naturpark-Schulen die Töne aus der Zeit der Jäger und Sammler vor 9.000 Jahren. Die VS Tux ging im Tuxertal auf Spurensuche, die VS Brandberg besuchte den Zamsergrund. Welchen Tieren begegneten die Steinzeitjäger? Welche Naturgeräusche hörten sie? Ob Steinbock, Gams oder Murmeltier – die Töne der Tiere im Hochgebirge begleiteten die Kinder bei dieser Steinzeitführung, auf der sie eine längst vergangene Zeit mit allen Sinnen entdecken konnten. Und eine spannende Jagdgeschichte entführte sie in die Zeit der Steinzeitjäger am Pfitscher Joch.

Foto: Archiv Naturpark Zillertaler Alpen
Foto: Archiv Naturpark Zillertaler Alpen

Naturpark Karwendel

VS Eben

Die Kinder der Volksschule Eben haben am Aktionstag aus gesammelten Materialien Naturinstrumente gebaut und damit in einem Klangorchester musiziert. Zudem hat Ihnen bei Lehrausgängen eine Ornithologin die Stimmen der gefiederten Tonkünstler näher gebracht. Darüber hinaus wurden die kleinen Naturforscher angeleitet, ihre Aufmerksamkeit auf die Klänge von Wiese, Wald und des heimatlichen Achensees zu lenken und so die Tonkünstler kennenzulernen, die hinter den Geräuschen stecken.

Foto: G. Troppmair
Foto: G. Troppmair

VS Vomp

Die Klasse 3a der Volksschule Vomp haben sich mit den Geräuschen von Wasser – des Regens, der Quelle, des Bachs usw. beschäftigt und gemeinsam die Eigenschaften aufgeschrieben. Die Beispiele wurden in einer von den Kindern gestalteten Projektmappe gesammelt.

Naturpark Kaunergrat

VS Fließ und Kindergarten Kauns

Im Naturpark Kaunergrat haben sich am 16. Mai die SchülerInnen der Volksschule Fließ an ihrem Aktionstag als Vogelforscher auf den Weg gemacht. Am 24. Mai sind dann auch die Kinder des Kindergartens Kauns aufgebrochen, um die gefiederten Tonkünstler zu erkunden.

Foto: Naturpark Kaunergrat
Foto: Naturpark Kaunergrat

Naturpark Ötztal

NMS Längenfeld

Zwei erste Klassen der NMS Längenfeld waren an ihrem Aktionstag als Vogelforscher unterwegs, um den Tonkünstler KUCKUCK genauer unter die Lupe zu nehmen.

Sie haben dabei vieles über die Zugvögel gelernt und auch dazu, wie die anderen Vögel hier den harten Winter überleben. Zwischendurch wurde das Kuckucksspiel gespielt: Kleine Gruppen wurden gebildet und jede Gruppe musste auf ihr Nest aufpassen. Aber die Kinder mussten auch „Würmer“ sammeln gehen … und plötzlich, wenn man nicht gut genug auf sein Nest aufgepasst hat, liegt ein falsches Ei im Nest. Noch dazu ein viel größeres Ei als die Eigenen – EIN KUCKUCKS EI! Ganz unter dem Motto:  Spaß haben – und dabei noch lernen.

Foto: Archiv NuPÖtztal/P.Gruener
Foto: Archiv NuPÖtztal/P.Gruener

Informationen und Materialien zum Aktionstag 2019

Ideen und Tipps zum Jahresthema „Landschaften voller Tonkünstler“

Die konzentrierten Aktionen der Naturparke, Naturpark-Schulen und Naturpark-Kindergärten lassen diese als österreichweite, kräftige Einheit in Erscheinung treten und erhöhen die öffentliche Wahrnehmung für deren Engagement für die Biodiversität. „Ideen und Tipps“ soll als Unterstützung für Aktionen und Projekte zum Jahresthema „Landschaften voller Tonkünstler“ dienen.

PDF-Download: Ideen und Tipps Tonkünstler

Beispiele zu Tonkünstlern, die uns umgeben

Gehölze

Foto: Pixabay/Yvonne Höpfl

Das Phänomen

Gehölze kombinieren ganz bestimmte Tier- und Pflanzenwelten, die je nach Art und Größe, eigene Geräuschkulissen hervorrufen. Diese Geräuschkulissen machen den Klang und die Stimmung in einem Lebensraum einzigartig und unterscheiden ihn von anderen Symphonien, welche zum Beispiel nur auf Wiesen zu hören sind.
Gehölze wie zum Beispiel Heckensträucher wogen sich im Wind, rascheln mit den Blättern, schlagen mit den Ästen aufeinander und knacken. Je mehr Gehölze beieinanderstehen, desto intensiver werden ihre Geräusche. Im Wald gesellt sich zu Blätterrascheln, schlagenden und knackenden Ästen auch das mächtige Stöhnen von Baumstämmen, das Rumpeln, wenn sie fallen oder der laute Knall, wenn ein Baum vom Blitz getroffen wird. Hecken wie auch Wälder dienen aber auch als Lebensraum für Tonkünstler wie singende Vögel, keifende Eichhörnchen und brummende Käfer. Manche unserer Tonkünstler kommen nur in Lebensräumen mit den richtigen Gehölzen vor. So findet man Mönchsgrasmücken nur dort, wo es Hecken gibt, aber niemals mitten im Wald oder auf einer offenen Fläche. Buchfinken hingegen lieben Bäume und würden sich nicht mit ein paar Sträuchern zufrieden geben. So klingen selbst verschiedene Arten und Kombinationen von Gehölzen unterschiedlich. Diese manchmal feinen Unterschiede kannst du nur wahrnehmen, wenn du dich bewusst darauf einlässt und dich mit deiner Umgebung beschäftigst. Dann enthüllen sich dir
nach und nach die Melodien, die durch Gehölze geprägt werden.

 

Die Geräusche im Überblick

  • Die Bewohner der Hecken und Wälder, wie zum Beispiel verschiedene Vögel, Bienen, Füchse, Hirsche und viele mehr zwitschern, summen, rufen, quieken, heulen, röhren und fauchen.
  • Saftstrom des Ahorns.
  • Blätter rascheln in Laubwäldern.
  • Äste knacken.
  • Stämme ächzen.Blüten verwandeln sich in Früchte.

 

Ideen und praktische Tipps zur Umsetzung

  • Besorg dir ein Stetoskop und leg es an einen Baumstamm. Was kannst du hören? Wie hört es sich an, wenn jemand die Äste schüttelt oder du gegen den Baumstamm klopfst?
  • Geh zu deiner Naturparkhecke und hör dich um, welche Heckenbewohner und
    Heckengeräusche kannst du hören?
  • Bau eine Rassel aus den Samen deiner Hecke oder des Waldes. Das funktioniert
    besonders gut mit den Samen von Hasel, Pimpernuss, Schlehe, Schwarzem Holunder, Rotbuche, Eiche, Robinie, Kirsche und Linde.
  • Setz dich zuerst unter einen Nadelbaum, dann unter einen Laubbaum und lausche ihren Geräuschen. Wie unterscheiden sie sich? Bemerkst du auch Unterschiede zwischen verschiedenen Laubbäumen?
  • Spiel das Mikrofonspiel
  • Welche Geräusche gibt es im Wald? Welche dieser Geräusche kannst du im Wald in deiner Nähe hören?
  • Manche Vorgänge bei Gehölzen, wie zum Beispiel die Samenverbreitung des Sandbüchsenbaums, können sehr laut sein.
  • Welche Beispiele kennst du noch?
  • Wie sehen Fuchsrufe aus, wenn man sie zeichnet?

 

Zum Weiterdenken

  • Welche Prozesse in Gehölzen verursachen
    noch Geräusche?
  • Welche Töne entstehen wenn Menschen
    Gehölze verarbeiten und verwenden?

Wiesen

Foto: Donau Niederösterreich/www.extremfotos.com

Das Phänomen

Wie Gehölze kombinieren Wiesen ganz bestimmte Tiere und Pflanzen zu einer eigenen Tonkulisse. Nicht nur leben auf Wiesen andere Tiere und Pflanzen als auf Gehölzen, sie werden auch von Menschen anders genutzt. So finden sich auf Wiesen Haustiere wie zum Beispiel Kühe, Schafe oder Ziegen, die dieser Umgebung einen ganz anderen Klang verleihen, als wir ihn im Wald durch Rehe, Füchse oder Wölfe hätten. Auf Wiesen finden sich auch eigene Vogelarten, die den Wald meiden, wie zum Beispiel das Braunkehlchen oder die Feldlerche. Auch manche Insekten, wie zum Beispiel Zikaden und Grillen finden sich nur auf Wiesen und veranstalten nur dort ihre lauten Konzerte, die von im Wind rauschendem Gras begleitet werden.
So einzigartig wiesenbewohnende Tiere sind, so einzigartig sind auch ihre Strategien um Töne zu erzeugen:
Vögel nutzen ihren Stimmkopf, Insekten verwenden ihren Panzer oder ihre Tymbalorgane und Säugetiere erzeugen Töne mit dem Kehlkopf. Auf Wiesen finden finden wir auch Pflanzen wie den Klappertopf oder den Mohn, die von sich aus keine Geräusche erzeugen können, aber mit ihren Fruchtständen im Rhythmus rasseln, wenn sie vom Wind geschüttelt werden. So haben Wiesen ihre eigene, einzigartige
Kombination von Tönen, die sich in keinem anderen Lebensraum findet. Wie auch bei der Tonkunst der Gehölze lassen sich die Unterschiede zwischen verschiedenen Wiesen nur wahrnehmen, wenn du dich bewusst darauf einlässt und dich mit diesem einzigartigen Lebensraum beschäftigst. Dann enthüllen sich dir nach und nach die Melodien, die durch Wiesen geprägt werden.

 

Die Geräusche im Überblick

  • Weidetiere wiehern, blöken und muhen
  • Wiesenbewohner wie der Feldhase, Ziesel oder Hamster quieken und rufen.
  • Insekten schwirren und summen.
  • Zikaden und Grillen zirpe.
  • Heupferde reiben sich die Beine.
  • Wiesenpflanzen, wie zum Beispiel der Mohn oder der Klappertopf, rasseln und
    klappern mit ihren Fruchtständen.

 

Umsetzungsideen und praktische Tipps

  • Geh auf eine Wiese und mach eine Geräuschlandkarte.
    Was kannst du wo hören?
  • Schaff Lebensraum für die Tonkünstler der Wiese und baue ein Insektenhotel oder eine Insektentränke.
  • Male die Geräusche die du hörst. Wie sehen sie für dich aus?
  • Welche Geräusche findest du auf einer Wiese?
  • Welche Geräusche kannst du auf Wiesen in deiner Nähe hören?
  • Wie hören Tiere, wie zum Beispiel Falter und Fische?
  • Geh mit deinem Smartphone auf eine Wiese und sieh dir die Visualisierung der Wiesengeräusche (Sonagramme) an. Welche Töne findest du am schönsten?


Zum Weiterdenken

  • Wie funktionieren die Ohren von Kühen, Schafen und Ziegen?
  • Wie machen Grillen, Zikaden und Heupferde Geräusche und wie hören sie?

Vögel

Foto: Ewald Neffe

Das Phänomen

Das PhänomenVögel gehören zu den offensichtlichsten Tonkünstlern unserer Umwelt. Sie singen, zwitschern, piepsen, quieken, klopfen, fauchen, imitieren … Jedes Frühjahr singen sich viele von ihnen die Kehle aus dem Hals um anderen Vögeln mitzuteilen, dass sie bereit sind für eine Familiengründung. Das interessante dabei ist, der Gesang vieler Vögel ist nicht angeboren, sondern erlernt. Wie ein Kind, das in die Musikschule geht, lernen auch viele Vögel den Gesang wenn sie jung sind. Singend und rufend drückt sich jederVogel anders aus und jede Art hat ein breites Repertoire, mit dem sie uns mitteilt, was gerade passiert und was sie bewegt. Und das kann auch uns Menschen bewegen.Der erste Vogelgesang im Frühling lässt das Herz höherschlagen, ein Sommer ohne Amselgesang ist unvorstellbar und nicht umsonst dienen Vögel als Inspiration für zahlreiche Gedichte und Musikstücke wie zum Beispiel „Wenn der Vogel singen will“von Franz Grillparzer oder „Il gardellino“ von Vivaldi.Besonders bei Musik kommt sich die Tonkunst der Vögel und der Menschen nahe, denn so wie Menschen versuchen Vögel zu imitieren, so versuchen Vögel oftmals auch Menschen zu imitieren.So kann es vorkommen, dass ein Vogel anstatt seiner arteigenen Melodie einen Popsong trällert. Besonders intelligente Vögel, wie zum Beispiel Eichelhäher, imitieren auch andere Tiere, wie zum Beispiel Katzen, um Fressfeinde zu vertreiben.Wenn wir genau darauf achten, können wir verschiedene Vogelarten an ihren Rufen unterscheiden und mit ihnen fühlen, was sie gerade mit ihren ArtgenossInnen teilen. Manchem Leute machen das sogar haupberuflich.

 

Die Geräusche im Überblick

  • Paarungsrufe im Frühling.
  • Futterrufe wenn sich die Eltern dem Nest nähern.
  • Warnrufe bei Gefahr.
  • Flügelrascheln beim Putzen und beim Fliegen.
  • Klopfen und Rascheln, wenn Vögel nach Nahrung suchen.

 

Ideen und praktische Tipps zur Umsetzung

  • Schaff Lebensraum für diese Tonkünstler und baue ein Vogelhaus.
  • Mach eine Vogelkartierung und sieh dir an welche Vögel in deiner Umgebung
    leben. Hierzu kannst du einfach spazieren gehen und die Vögel, die du bemerkst auf einer Karte einzeichnen, oder dich von nachfolgender Anleitung inspirieren lassen
  • Versuch die Töne verschiedener Vögel nachzuahmen. Welche Vögel fallen dir leicht? Das kannst du auch mit Vogelpfeifen ausprobieren. Vogelfpeifen bekommt
    man zum Beispiel beim Jagdbedarf.
  • Versuche ein Sonagramm zu zeichnen und vergleiche verschiedene Vögel.
  • Hör dir Musikstücke berühmter KomponistInnen an, die von Vögeln inspiriert
    wurden wie zum Beispiel
  • Sieh dir an:
    >wie Menschen Vogelstimmen imitieren
    >wie Vögel Menschenstimmen imitieren
    >wie Vögel Alltagsgeräusche imitieren
  • Mach ein Quiz und finde heraus wie viele
    Vogelstimmen du kennst

 

Zum Weiterdenken

  • Welche Vögel kennst du und welche Töne machen sie? Kannst du sie nachahmen?
  • Wie funktionieren Vogelohren und Vogelstimmen?
  • Wie kannst du Vogelkommunikation beobachten?
  • Welche Strategien haben Vögel um besonders leise zu sein?

Säugetiere

Foto: Pixabay/lagunabluemolly

Das Phänomen

Auch Säugetiere drücken sich über Töne aus. Sie piepsen, quieken, blöken, muhen, jaulen, fauchen, bellen, miauen und vieles mehr. Dabei klingt jedes Säugetier anders und hat sein eigenes Repertoire mit dem es uns mitteilt, was gerade passiert, ob es gerade Lust auf Zuneigung hat oder ob es lieber alleine gelassen werden möchte.Säugetiere nutzen diese Töne und Tonabfolgen um untereinander, zum Beispiel von Katze zu Katze, oder auch von Katze zu Hund, zu kommunizieren. Manche dieser Töne haben sich Menschen zunutze gemacht, wie zum Beispiel das Bellen eines Hundes oder Esels um vor Gefahr gewarnt zu werden. Gleichermaßen nutzen Menschen Töne, wie zum Beispiel Pfiffe oder Rufe um mit Säugetieren zu kommunizieren und sie dazu zu bringen bestimmte Dinge zu tun. Dabei enstehen manchmal kunstvolle Tonabfolgen und Melodien, wie zum Beispiel beim schwedischen Hirtenruf, dem Kulning, das mit seinen lang gezogenen hohen Tönen durch das ganze Tal hallt. Manchmal beschränkt sich die Kommunikation auch auf kurze Pfiffe und Wörter, die einen Moment nachdem sie ausgestoßen wurden schon wieder verklungen sind. Obwohl Säugetiere, mit Ausnahme des Menschen, weniger musikalisch erscheinen als zum Beispiel Vögel, interagieren sie auch mit Musik. So kommen zum Beispiel Kühe angelaufen, wenn sich ihre Bauern aufs Feld setzen und Musik spielen oder Katzen versuchen ihre Menschen davon abzuhalten nervige Musik zu spielen.Unter den Säugetieren gibt es außerdem ganz spezielle Tonkünstler, die Fledermäuse. Sie stoßen Laute aus, die für Menschen meist nicht hörbar sind, um sich in ihrer Umgbung zu orientieren. Sie sehen sozusagen mit den Ohren.

 

Die Geräusche im Überblick

  • Manche Säugetiere rufen während der Brunft und verwenden auch sonst viele Töne, wie zum Beispiel für Warnrufe, bei Kämpfen um zu imponieren oder um Freude auszudrücken.
  • Katzen schnurren und miauen.
  • Hunde winseln, knurren und bellen.
  • Hamster und Kaninchen quieken.
  • Rothirsche röhren.
  • Wildschweine grunzen.

 

Umsetzungsideen und praktische Tipps

  • Mach eine Suchliste
  • Spiel Säugetier-Activity mit den Kategorien Zeichnen, Töne nachahmen und Pantomime
  • Versuche die Geräusche deiner Lieblingstiere nachzuahmen. Was fällt dir dabei auf?
  • Hör dir die Herzschläge verschiedener Säugetiere an (z.B. auf Youtube) und vergleiche sie mit deinem eigenen. Was fällt dir auf?
  • Menschen immitieren andere Tiere und kommunizieren mit ihnen, wie zum Beispiel beim schwedischen Hirtenruf
    >Was fällt dir dazu ein?
    >Kennst du noch weitere Beispiele?
  • Was hören unsere Vierbeiner?
  • Nicht nur der Mensch, sondern auch Tiere mögen Musik und auch hier sind die Geschmäcker verschieden
  • Mach ein Quiz.
    >Wie viele Säugetierstimmen kennst du?
    >Welche davon kennst du aus deiner Umgebung und aus deinem Alltag?

 

Zum Weiterdenken

  • Welche Geräusche machen Fledermäuse und warum können sie Menschen nicht
    hören?
  • Wie nehmen andere Tiere Geräusche wahr und wieso hören sie oft so viel besser als Menschen?
  • Wie setzen Säugetiere ihre Stimme zur Kommunikation ein?
  • Wie kommunizierst du mit Säugetieren, wenn du welche triffst?
  • Welche Strategien haben Säugetiere um besonders leise zu sein?

Jahreszeiten

Foto: Pixabay/Public Domain Pictures

Das Phänomen

Das Naturjahr ist wie ein Musikstück: Wenn im Frühling die ersten Tiere aus dem Winter zurückkehren beginnt der Frühling mit einem Pianissimo, welches während der Paarungszeit seinen Höhepunkt in einem dröhnenden Forte findet. Der Frühlingshöhepunkt wandelt sich zum Sommer in ein Mezzoforte, welches zum Herbst hin in ein Pianissimo übergeht. Nach und nach wird auch das Pianissimo des Herbstes zu fast völliger Stille und der Winter bricht an. Doch nicht nur Tiergeräusche ändern sich mit den Jahreszeiten: ein zugefrorener Bach taut im Vorfrühling auf und fängt wieder an zu glucksen, die Blätter fangen im Spätfrühling wieder an zu rauschen, ein Sommergewitter schickt Donner über den Himmel, ein Herbststurm pfeift und ein Schneesturm im Winter erstickt alle Geräusche. So erzeugen Tiere, Pflanzen und Wetterphänomene akustische Kombinationen, die typisch für jede Jahreszeit sind. Auch Menschen erzeugen in jeder Jahreszeit typische Geräusche. So kann man im Frühling die ersten MotorradfahrerInnen hören, im Sommer vergnügtes Plantschen am Wasser und die Ernte des ersten Getreides, im Herbst die Lieder der Erntedankfeste und des Almabtriebs und im Winter Weihnachtslieder, das Vorbeisausen von Skifahrern oder das Kratzen von Eislaufschuhen auf dem Eis. Manchmal hört man die Unterschiede zwischen den Jahreszeiten fast nicht, weil die Übergänge so langsam passieren und die Unterschiede fein sein können. Die Symphonien, die das Jahr für uns spielt, sind subtil und nur wer sich darauf einlässt viele Male genau hinzuhören kann sie in ihrem vollen Umfang genießen.

 

Die Geräusche im Überblick

  • Der Frühling ist laut und es dominieren die Paarungsrufe und Reviergesänge der Vögel, Blätterrauschen ist erst am Ende des Frühlings zu hören.
  • Der Sommer ist ein wenig leiser, die Paarungsrufe klingen aus und es dominieren Warnrufe, Freudenschreie, das Zirpen der Grillen und Heuperde und Blätterrascheln.
  • Im Herbst hörst du hauptsächlich Blätterrascheln, das leise Knacken, wenn ein Blatt zu Boden fällt und die Paarungsrufe einiger Säugetiere.
  • Der Winter ist leise und es dominiert die Stille, höchstens bei einem Sturm heult
    noch der Wind, aber Tiere und Pflanzen sind fast völlig still.

 

Ideen und praktische Tipps zur Umsetzung

  • Komponiere dein eigenes Jahreszeitenlied
  • Mach eine Geräuschjagd und versuche so viele Geräusche wie möglich zu finden
  • Hör dir Musikstücke berühmter KomponistInnen zu den Jahreszeiten an, zum Beispiel:
    > „Die vier Jahreszeiten“ von Vivaldi
    >„Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn
    Kannst du die Jahreszeiten erraten bevor
    du den Titel des Stückes liest?
  • Welche Klänge hörst du im Sommer, im Frühling oder im Herbst?

 

Zum Weiterdenken

  • Mach die Geräuschjagd und das Mikrofonspiel zu verschiedenen Jahreszeiten.
    Wie viele und welche Geräusche findest du in welcher Jahreszeit?

Elemente

Foto: Fotalia/bessi7

Das Phänomen

Vom säuselnden Wind bis zur Opernsängerin, das Element Luft ist die Grundlage vieler Geräusche. Bewegt sie sich, wie Beispielsweise bei Wind, entsteht Rauschen, Pfeifen, Quietschen oder Säuseln. Desto gekonnter sie über Membranen und Resonanzräume bewegt wird, wie beispielsweise mit Stimmbändern oder Musikinstrumenten, desto abwechslungsreichere Melodien können entstehen. Hinter Tönen, die von Luft verursacht werden, liegen komplexe physikalische Vorgänge, die nicht nur für kunstvollen Selbstausdruck wichtig sind, sondern auch für viele Maschinen und Geräte, wie zum Beispiel Lautsprecher und Filmaufnahmen. Wasser ist, genauso wie Luft, die Grundlage vieler Geräusche und kann als Regen prasseln, trommeln, peitschen undm dröhnen. Der Regen gibt uns Rhythmus und spielt gemeinsam mit Blitz, Donner und Windbrausen Symphonien für uns. Wasser macht nicht nur selbst Geräusche, sondern bietet auch Lebensraum für Tonkünstler, wie zum Beispiel quakende Frösche, surrende Libellen und singende Vögel. Genauso wie bei Luft stecken hinter Wassergeräuschen komplexe physikalische Vorgänge, die Menschen für Maschinen und Geräte einsetzen, wie zum Beispiel das Echolot, welches verhindert, dass Schiffe auf Grund laufen. Wasser und Luft dienen nicht nur der Tonerzeugung, sie übertragen und reflektieren Töne auch auf unterschiedliche Art und Weise. So beeinflussen diese beiden Elemente auch unsere Geräuschwahrnehmung, weshalb sich eine trockene Umgebung anders anhört, als eine feuchte und ein windiger Lebensraum anders klingt, als eine große Wasserfläche.

 

Die Geräusche im Überblick

  • Das Element Wasser plätschert, rauscht und gluckst in Bächen. Je nach Fließgeschwindigkeit entstehen laute und leise, langsame und schnelle, monotone und abwechslungsreiche Geräusche.
  • Stehende Gewässer können durch Zersetzungsprozesse blubbern und bieten vielen tierischen Tonkünstlern Lebensraum.
  • Wasser trommelt als Regen auf Dächer und Fensterscheiben.
  • Das Element Luft braust, heult und säuselt als Wind. Wind kann Blätter zum Rascheln und Äste zum Knacken bringen.
  • Luft wird von Menschen und Tieren durch ihre Stimmbänder bewegt. Es entsteht
    Sprache und Gesang.
  • Feuer knistert und knackt.

 

Ideen und parktische Tipps zur Umsetzung

  • Schaff Lebensraum für Tonkünstler des Windes indem du Vogelhäuser aufstellst.
  • Mach dir eine Wasserharmonika indem du über den Rand von wassergefüllten Weingläsern streichst.
  • Bau dir eine Wasserflöte, indem du Flaschen verschieden hoch mit Wasser füllst und über die Öffnung bläst. Je mehr Wasser die Flasche enthält, desto höher wird der Ton. Alternativ kannst du die Wasserflöte auch als Wasserxylophon vewenden, indem du mit einem Schlägel dagegen schlägst.
  • Mach ein Feuer und gib nach der Reihe verschiedene Dinge hinein: Salz, Wasser, verschiedene Hölzer. Welche Geräusche lösen sie aus?
  • Hör dir Musikstücke berühmter KomponistInnen an, die von den Elementen Wasser, Wind oder Feuer inspiriert wurden, zum Beispiel:
    > „Wasser Musik“ von Georg Friedrich Händel
    > „Winter Wind“ von Frédéric Chopin
    Kannst du die Elemente anhand der, Musik, bevor du den Titel liest, erraten? Auch moderne MusikerInnen lassen sich von den Elementen inspirieren, zum Beispiel:
    > „Regen“ von Brian Crain
    > „Wind“ von Brian Crain
    > „El fuego“ von Capella de la Torre
    Kannst du die Elemente anhand der Musik, bevor du den Titel liest, erraten?
  • Verschaff dir einen Überblick über Gewässergeräusche:
  • Mixe mit dem Naturgeräuschmixer deine eigenen Naturgeräusche mit den Elementen Feuer, Wasser und Luft.

 

Zum Weiterdenken

  • Machen Fische auch Geräusche?
  • Wieso gibt es Geräusche?
    Könnten wir ohne Luft oder ohne Wasser hören?
  • Wieso macht der Wind überhaupt Geräusche?
  • Wie entstehen Donnergeräusche?

Menschen

Foto: Pixabay/Pezibear

Phänomen

Wie andere Tonkünstler lenken Menschen Luftmoleküle bewusst in die richtigen Bahnen, um sich sprechend, singend oder auch über ein Musikinstrument auszudrücken. Diese geräuschvollen Kunstformen sind von Person zu Person, Region zu Region und Land zu Land unterschiedlich. Gedichte und Musikstücke haben in unterschiedlichen Dialekten und Sprachen verschiedene Rythmen und Töne. So basiert europäische Musik auf acht Tönen und stellt Zusammenhänge in den Vordergrund, während asiatische Musik oft auf fünf Tönen basiert und Pausen stärker unterstreicht. Diese regionalen Unterschiede gibt es aber auch bei Tieren, wie zum Beispiel beim Buchfink. Er hat regional ausgeprägte Dialekte und so pfeifen, wie bei Menschen auch, tiroler Buchfinken ein bisschen anders als steirische Buchfinken.

Manchmal lenken Menschen Luftmoleküle auch unabsichlich in bestimme Bahnen und es entstehen Alltags-, Umgebungs- und Körpergeräusche wie zum Beispiel klirrendes Geschirr, rauschender Straßenlärm oder ein Magenknurren. Diese Alltags- und Umgebungsgeräusche beeinflussen sowohl menschliche als auch nichtmenschliche Tonkünstler. So fühlt sich unser akustischer Horizont in Umgebungen mit klaren, harmonierenden Geräuschen weit an, weil wir dort Töne über weite Entfernungen wahrnehmen können. Das erleben wir meist, wenn wir in der Natur sind. Wird unsere Umgebung so laut und disharmonisch, dass wir nur noch unser unmittelbares Umfeld wahrnehmen können, wie zum Beispiel an stark befahrenen Straßen, dann verengt sich auch unser Raumempfinden.

 

Die Geräusche im Überblick

  • Sprache und Gesang.
  • Musik mit Instrumenten.
  • Alltagsgeräusche: kochendes Essen, brummende Autos oder klappern der Stifte in der Federmappe.
  • Körpergeräusche: Herzschlag, rauschen unseres Blutes, Gluckern im Bauch, Magenknurren.

 

Ideen und praktische Tipps zur Umsetzung

  • Kannst du ein Instrument spielen?
    Bring es mit und spiel deinen FreundInnen was vor, spielt gemeinsam ein Stück oder versucht damit andere Tonkünstler nachzuahmen.
  • Bastel ein Hollerpfeiferl
  • Bau dir ein Knöterich-Xylophon.
    Dafür musst du nur verschieden große Knöterichstücke aneinanderbinden.
    Vorsicht, es ist ein leises Instrument, wenn du zu fest drauf schlägst bricht es.
  • Spiel eine Runde Geräuschbingo
  • Leg das Ohr an den Rücken deiner FreundInnen, welche Geräusche hörst du? Wie klingt es, wenn sie sich bewegen oder sprechen? Kannst du es hören, wenn sie sich auf den Kopf klopfen?
  • Körpergeräusche gehören zu den ersten Dingen die ein Mensch im Bauch der Mutter hört. Was empfindest du, wenn du sie jetzt hörst?
  • Hör dir die Geräusche dieser menschlichen Umgebungen an. Was lösen sie in dir aus?
  • Wie werden Vögel von menschlichen Geräuschen beeinflusst?
  • Wie hören eigentlich Menschen?

 

Zum Weiterdenken

  • Wie entstehen menschliche Körpergeräusche?
  • Welche Geräusche verursachen Menschen noch?
  • Wie nehmen wir Geräusche wahr und was lösen sie in uns aus?
  • Wie werden verschiedene Instrumente gebaut und wie entsteht ihr Klang?
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