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Foto: H. Marek

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Projekt des Naturparks Weißbach gewinnt Naturschutzpreis

Das Projekt „Mahd einmahdiger Wiesen im Naturpark Weißbach bei Lofer“ ist einer der Gewinner des größten heimischen Naturschutzpreis "Die Brennnessel – Naturschutz is ka gmahde Wies'n"

Foto: Naturpark Weißbach

Artenreiches Wirtschaftsgrünland der Tieflagen und Bergstufe zählt heute sowohl in Mitteleuropa als auch in Salzburg zu den gefährdeten Biotoptypen. Ihre Erhaltung ist von europäischer Bedeutung. Sie sind Teil des europäischen Naturerbes und Schutzgebietssystems Natura 2000. Einige dieser inzwischen gefährdeten Lebensräume mit ihren charakteristischen Arten, wie die artenreiche Bergmähwiese, haben in Salzburg einen Verbreitungsschwerpunkt.

Mit dem Projekt „Mahd einmahdiger Wiesen im Naturpark Weißbach bei Lofer“, welches vom Alpenverein Leogang gemeinsam mit dem Naturpark Weißbach und den bayerischen Saalforsten umgesetzt wird, soll zu deren Erhalt beigetragen werden. Dieses Engagement wurde nun mit dem Naturschutzpreis "Die Brennnessel – Naturschutz is ka gmahde Wies'n" ausgezeichnet: Bei der am 25. Jänner 2018 stattgefundenen Preisverleihung wurden Projektideen und umsetzungsorientierte Konzepte, die zum Schutz und Erhalt unserer natürlichen Vielfalt beitragen, prämiert. Von insgesamt 200 eingereichten Projekten haben sich 28 durchgesetzt und freuen sich über eine unbürokratische Finanzspritze sowie naturschutzfachliche Betreuung und mediale Begleitung von Blühendes Österreich.

Die für das Projekt „Mahd einmahdiger Wiesen im Naturpark Weißbach bei Lofer“ vorgesehenen Flächen für die einmahdigen Bergwiesen von rund 2 Hektar liegen im Pinzgauer Naturpark Weißbach bei Lofer auf Grundstücken der Bayerischen Saalforste. Die ehemals einmal im Jahr gemähten Flächen der Bayerischen Saalforste auf Salzburger Gebiet sind noch sehr artenreich, drohen jedoch mit Jungbäumen zuzuwachsen, da die Flächen schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr gemäht werden. Im Rahmen einer Projektwoche des Naturparks Weißbach wurde als vorbereitende Maßnahme im September 2017 eine Schwendaktion an aufwachsenden Jungbäumen auf der Fläche durchgeführt.

Ab dem Sommer 2018 ist für zunächst 10 Jahre geplant, dass im Rahmen einer Projektwoche (jährlich im Juli/August) der Alpenverein, der Naturpark und der Forstbetrieb mit einer von Erwachsenen begleiteten Projektwoche für Jugendliche die ca. 2 Hektar große Fläche auf südseitiger Exposition mit Hand-Sensen mähen soll. Begleitet von Erwachsenen sollen Jugendliche die körperlich schwere und anstrengende Mäh-Arbeit auf den steilen Bergmahdern erfahren. Die Unterkunft ist in einer nahen Forstbetriebshütte sichergestellt. Fachlich begleitet wird die Gruppe vom örtlichen Förster des Forstbetrieb und dem Geschäftsführer des Naturparks Weißbach.

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