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Foto: H. Marek

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Naturpark Tiroler Lech bekommt Auszeichnung „Naturpark des Jahres 2017“

Am Freitag, dem 12. Mai 2017, wurde dem Naturpark Tiroler Lech feierlich die Urkunde zum „Naturpark des Jahres 2017“ überreicht. Gäste und Gratulantinnen waren unter anderem Frau Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Ingrid Felipe und Frau Landesrätin Dr. Beate Palfrader. Das Programm gestalteten die Schüler und Schülerinnen der Naturpark-Schule Elmen.

Nach der feierlichen Urkundenüberreichung (v.l.n.r.): Franz Handler, Geschäftsführer des Verbandes der Naturparke Österreichs, Anette Kestler und Heinrich Ginther, Geschäftsführerin und Obmann des Naturparks Tiroler Lech, Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Ingrid Felipe sowie Landesrätin Dr. Beate Palfrader. Foto: Naturpark Tiroler Lech / Marlene Salchner

Die Wildflusslandschaft im Naturpark Tiroler Lech, Foto: Mario Posch

Die meisten der im Bestand gefährdeten Flussregenpfeifer gibt es österreichweit am Tiroler Lech. Hier finden sie noch offene Kiesbänke, die für Nahrungssuche und Brut lebensnotwendig sind. Foto: Felix Lassacher

Das Naturparkhaus Klimmbrücke, Foto: Francesca Wolf

„Der letzte Wilde“ – so wird der Naturpark Tiroler Lech nicht zu unrecht genannt, umfasst er doch die letzte Wildflusslandschaft in den Nordalpen. Wild mäandrierend, laufend neue Wege durch Schotter und Kies suchend zeigt der Lech täglich ein neues Bild. Pflanzen und Tiere, die an diese Umgebung angepasst sind und teilweise zu den stark gefährdeten Arten gehören, finden hier ihren perfekten Lebensraum. Flussuferläufer brüten auf den Schotterbänken und es bedarf großer Vorsicht, will man nicht versehentlich auf ein gut getarntes Gelege treten. Die Deutsche Tamariske, eine Pflanze, die sich besonders an die ständig ändernden Flussläufe angepasst hat, ist hier ebenso heimisch, wie zum Beispiel der Zwergrohrkolben oder auch der Flussregenpfeifer. Die Kreuzkröte ist akut vom Aussterben bedroht, für Ihren Erhalt hat der Naturpark Tiroler Lech eigens ein Artenschutzprojekt ins Leben gerufen.

Doch die schöne Landschaft allein macht einen Naturpark nicht aus. Das Zusammenspiel von Schutz, Bildung, Regionalentwicklung und Erholung ist es, das die Naturpark-Arbeit zu einer großen Herausforderung macht. Im Naturpark Tiroler Lech werden diese vier Säulen vorbildhaft von den Veranwortlichen umgesetzt. Aus diesem Grund wurde der Naturpark von einer Jury bestehend aus Experten und Expertinnen aus eben diesen vier Bereichen aus insgesamt neun Bewerbern zum „Naturpark des Jahres 2017“ gewählt. Beurteilt wurden bei der Abstimmung die Aktivitäten und Angebote zu den vier Themenbereichen sowie die Kommunikation nach innen und außen. In allen Bereichen erzielte der Naturpark Tiroler Lech erstklassige Ergebnisse, was ihn zu einem würdigen Träger des Titels macht.

„Der Naturpark Tiroler Lech ist nicht nur ein einzigartiges Naturjuwel, sondern bietet seinen Besucherinnen und Besuchern ein umfassendes Bildungsangebot, um die Besonderheiten des Naturparks zu erkunden und zu genießen. Ich freue mich sehr, dass die vielfältigen Aktivitäten des Naturparks überregional wahrgenommen werden und in Form der Auszeichnung „Naturpark des Jahres“ österreichweit Anerkennung finden. Ich gratuliere den Verantwortlichen des Naturparks Tiroler Lech zu dieser Auszeichnung und bedanke mich für den Schutz und die Erhaltung dieses wertvollen Landschafts- und Erholungsraumes“, sagte Frau Dr. Beate Palfrader, Landesrätin für Bildung, Familie und Kultur, im Zuge der Urkundenüberreichung.

Auch Mag. Wolfgang Mair, Präsident des Verbandes der Naturparke Österreichs, gratulierte dem Naturpark ganz herzlich „zur Auszeichnung ihrer hervorragenden Leistungen und dem Zusammenspiel der vier Säulen. Es ist nicht leicht Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung unter einen Hut zu bringen, doch dem Naturpark ist es vorbildhaft gelungen, die teils gegensätzlichen Wünsche und Ansprüche miteinander zu verbinden.“

„Die fünf Tiroler Naturparke sind Aushängeschilder für unser Land. Ich bin sehr dankbar über die exzellente Arbeit, die hier geleistet wird: denn gut genützte Naturjuwele sind die beste Werbung für den Naturschutz“, sagte LH-Stv.in Ingrid Felipe.

Die Einbindung der Bevölkerung in den Naturpark zeigte sich auch beim Programm rund um die Urkundenverleihung im Naturparkhaus Klimmbrücke bei Elmen. Die Naturpark-Schule Elmen begleitete die Veranstaltung mit Gedichten und musikalischen Einlagen, wie zum Beispiel der Naturparkhymne.
Auch die Ausstellung „An den Ufern des Tiroler Lech“ der Künstlergruppe „Nationalparkmaler“ wurde an diesem Abend eröffnet. Die Kunstmaler und Zeichner aus ganz Österreich haben im Jahr 2016 den Naturpark Tiroler Lech besucht und dort die Motive für ihre Werke gefunden. Die Bilder und Zeichnungen sind von Mai bis September im Naturparkhaus Klimmbrücke ausgestellt.

 

Mehr Informationen über den "Naturpark des Jahres 2017" erhalten Sie hier!

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