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Foto: Ewald Neffe

Foto: Archiv Naturpark Weißbach

Foto: Ewald Neffe

Jugendliche im Ehrenamt für die Umwelt

Vierzehn junge Menschen tauschen Ferien gegen Plumpsklo

Die Freiwilligen bei der Maßnahmenfläche, v.l.n.r. Magdalena Haidegger, Florian Tesarek, Flora Kiewicz, Michelle Köberl sowie die Agrargemeinschaft Laliders Alm (Foto: Marina Hausberger)

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei der Arbeit im Regen (Foto: Florian Tesarek)

Gelber Enzian mit der Laliderer Wand im Hintergrund (Foto: Marina Hausberger)

Pannonischer Enzian (Foto: Marina Hausberger)

Die Unterstützer der Almpflege der Laliders Alm

Für die Freiwilligen heißt es in der Woche vom 02.08. – 08.08.2020 kräftig anpacken – und das mit Körperkraft und unmotorisiertem Werkzeug auf unwegsamen Gelände.
Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Österreich und Deutschland leisten während der Umweltbaustelle „Almpflege Lalidersalm“ wichtige Arbeit für den Alpenschutz. In einer Kooperation zwischen dem Österreichischen Alpenvereins und dem Naturpark Karwendel wird innerhalb weniger Tage die Lalidersalm von Latschen und Geröll befreit. Ziel der Arbeit ist es, die fortschreitende Verbuschung aufzuhalten und die Weideflächen wiederherzustellen.

Artenschutz und Bauernhilfe

Vor allem für die lokalen Bauern sind die vorgenommenen Schwendmaßnahmen enorm wichtig, „damit in Zukunft auch noch Almwirtschaft betrieben werden kann“, so Bernhard Steinlechner, Obmann der Agrargemeinschaft Lalidersalm und selber Landwirt. Doch auch für die Artenvielfalt ist die Entfernung der Latschen von größter Bedeutung. Wenn die Alm verwildert, geht diese einzigartige Kulturlandschaft samt ihrer typischen Flora und Fauna verloren. So sind laut Marina Hausberger, Rangerin
des Naturpark Karwendel, verschiedenste Arten wie besipielsweise das Birkhuhn, der Pannonische Enzian oder der Gelbe Enzian die Profiteure der Arbeit, die diese Woche geleistet wird.

Tausche Meer gegen nasse Wanderschuhe

Die fleißigen Helfer*innen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren sind trotz der schweren körperlichen Arbeit dennoch guter Laune. Die ersten zwei Arbeitstage waren von Regen bestimmt, das bedeutet nasse Wanderschuhe und selten trockene Kleidung. Als „mobilen Badesee“ bezeichnet Niklas aus Kufstein liebevoll seine Wanderschuhe, die durch die Arbeit im Regen außen wie innen völlig durchnässt sind. Eine „Panorama“-Dusche und ein Plumpsklo komplettieren das Almfeeling. Aber die jungen Menschen sind sich einig: Sie finden den Spaß am Abenteuer und das Wissen, etwas Gutes für die Alpen zu tun, eindeutig besser als Urlaub am Meer.

Zum Österreichischen Alpenverein

Der Österreichische Alpenverein wurde im Jahre 1862 gegründet und ist der größte Bergsteigerverein Österreichs. Jedes Jahr werden Umweltbaustellen und Bergwaldprojekte zum Schutz des besonderen Lebensraum Alpen veranstaltet, an welchen hunderte freiwillige Mitarbeiter*innen teilnehmen.

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