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Foto: Ewald Neffe

Foto: Archiv Naturpark Weißbach

Foto: Ewald Neffe

Mobilitätslösungen für ein zukunftsfähiges Rißtal

Euregio-Projekt wurde genehmigt

Foto: DAV Tobias Hipp

Foto: Naturpark Karwendel

Hall in Tirol, 25. Oktober 2023. Das Rißtal im Herzen des Naturparks Karwendel mit seinem Landschaftsschutzgebiet "Großer Ahornboden" gehört nicht nur zu den bekanntesten Orten, sondern ist auch zu dem am stärksten frequentierten Bereich innerhalb des Karwendels. Der Naturpark Karwendel startet zusammen mit dem Alpenverein München & Oberland, der Gemeinde Lenggries sowie der Marktgemeinde Vomp eine Machbarkeitsstudie zu nachhaltigeren Formen der An- und Abreise im Rißtal. Die ARGE Euregio SBM (Schwaz-Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach) genehmigte nun die im Förderprogramm (INTERREG VI -A Bayern-Österreich 2021-2027) der EU für grenzübergreifende Projekte eingereichte Studie.

Die Anreise der Besucher*innen ins Rißtal, die größtenteils aus dem südbayerischen Raum kommen, erfolgt grenzüberschreitend überwiegend mit PKWs über den sogenannten Isarwinkel. Von Vorderriss (Gemeindegebiet Lenggries) über die Enklave Hinterriss (Gemeinden Vomp und Eben am Achensee) führt eine 12 Kilometer lange Mautstraße in die „Eng“ zum Großen Ahornboden. Insbesondere an den Herbstwochenenden, wenn die Laubfärbung der 2430 Bergahorne einsetzt, strömen die Massen hierher, um dieses Naturschauspiel zu erleben. Die Zahl der PKWs im Zeitraum von Mai bis Oktober ist hoch und der Motorradverkehr erlebte im letzten Jahrzehnt eine starke Zunahme. Neben dem Motorradverkehr ist auch der Radverkehr gewachsen, für welchen derzeit kaum Infrastruktur existiert, obwohl dieser eigentlich am umweltfreundlichsten ist. Über den Bergsteigerbus Eng gibt es aktuell eine öffentliche Anbindung an den Personennahverkehr ab Lenggries/Bad Tölz, die Taktung bietet jedoch nur eine begrenzte Flexibilität beziehungsweise Erreichbarkeit.  

Auf der Suche nach möglichen Lösungsansätzen, um diesen hochwertigen Naturraum langfristig zu entlasten, zu schützen und zukunftsfähig zu machen, haben der Naturpark Karwendel gemeinsam mit den Partnern Alpenverein München & Oberland, Gemeinde Lenggries und Gemeinde Vomp sowie den assoziierten Partnern Weggemeinschaft Hinterriß-Eng und Gemeinde Eben a. A. einen Euregio-Projektantrag mit dem Titel „Mobilität im Rißtal 2.0“ eingereicht, der nun genehmigt wurde.

Mit dem positiven Bescheid des Euregio-Lenkungsausschusses kann nun in der Projektlaufzeit von zwei Jahren die Erarbeitung von Lösungsansätzen für alternative Mobilitätsformen im Isarwinkel und Rißtal zusammen mit den lokalen Akteuren, Expert*innen und weiteren Interessensgruppen auf bayerischer und Tiroler Seite gestartet werden.  

„Im Projekt möchten wir zusammen mit Grundeigentümern, Gemeinden, der Wegegemeinschaft und vielen weiteren direkt oder indirekt Beteiligten verschiedene Fragestellungen rund um die Themenblöcke MIV (motorisierter Individualverkehr), Radverkehr, ÖPNV und Information in einem offenen Beteiligungsprozess erörtern“, so Anton Heufelder (GF Naturpark Karwendel). „Dazu wird es in den kommenden Monaten moderierte Runde Tische und Workshops geben, wobei wir zusätzlich von Spezialisten aus dem Verkehrsplanungsbereich unterstützt werden.“

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