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Foto: Vögerer

Naturpark Bauernland

Unser Landschaftsbild und unsere Region durch bäuerliche Bewirtschaftung zu erhalten, ist unser höchstes Ziel

Die Region mit ihrem einzigartigen Landschaftsbild braucht die Bäuerinnen und Bauern, die diese Flächen bewirtschaften und nutzen. Sie tragen damit entscheidend zur Lebensqualität aller in der Region des Naturparks Bauernland bei. Die Produkte von unseren Bauernhöfen haben Wert. Hinter diesen Produkten stehen Geschichten und Gesichter. Seit Generationen bringen sie mit Fleiß und Eifer hervorragende Lebensmittel auf den Tisch. Mehr Wertschätzung hilft das Selbstbewusstsein und das Berufsbild des Bauern und der Bäuerin in den Mittelpunkt zu rücken.

Bildergalerie

Einrichtungen & Angebote

  • Großes Wander- Rad- und Reitwegenetz
  • Ausflugsziele und Naturerlebnisprogramme
  • Bauernmuseum Mondsee
  • Phyllotaxis-Irrsee Mondsee Land Art in Tiefgraben
  • Aussichtsturm Kulmspitz in Innerschwand
  • Naturlehrpfad Edelkastanienwald Unterach am Attersee
  • Glücksplatz Theklakapelle in St. Lorenz
  • Haubner-Kapelle zwischen den zwei mächtigen Linden in Tiefgraben
  • Hochmoor Wildmoos Mondseeberg
  • Keltenhügel in Oberhofen
  • Egelseemoor in Unterach
  • Kapellenlinde in Zell am Moos

Daten & Fakten

Größe: 9.685 ha

Gründungsjahr: 2021

Wichtige Lebensräume: stehende und fließende Gewässer, Streuobstwiesen, Blumenwiesen, Bergwiesen, Seewiesen, Weiden, Moore, Wälder

Gemeinden: Innerschwand am Mondsee, Oberhofen am Irrsee, Mondsee, St. Lorenz, Tiefgraben, Unterach am Attersee, Zell am Moos

Fauna & FloraBesonderheiten aus der Tier- und Pflanzenwelt

Der Große Brachvogel zählt zu den Wiesenbrütern und hat sich im Naturpark Bauernland, genauer gesagt im Naturschutzgebiet „Irrsee Nordmoor“, eine Heimat gefunden. Derzeit leben ca. 7 – 8 Paare des Großen Brachvogels am Irrsee. Der seltene Vogel ist hier so willkommen, dass er seit 1979 sogar das Wappen der Naturpark-Gemeinde Oberhofen am Irrsee ziert. Auch im Osten und Süden des Irrsees befinden sich Moorflächen – gemeinsam mit dem Nordmoor stellen sie das Naturschutzgebiet „Irrseemoore“ dar.  Hier sind die in Form der Streunutzung extensiv bewirtschafteten Niedermoorwiesen von den naturbelassenen Bereichen zu unterscheiden. Diese unbewirtschafteten Moorflächen sind mit Torfmoosen, Haarmützenmoos, Moosbeeren und Wollgras bewachsen.

Der Mondsee, der die größte alleinstehende Fläche des Naturpark Bauernland ist, und der Attersee beheimaten zwei sehr seltene Bewohner, die sich hier aber äußerst wohl fühlen. Sowohl der Perlfisch, als auch die Seelaube stehen weltweit unter höchstem Schutz – der Mondsee und der Attersee wurden aufgrund der Vorkommen dieser beiden Fische sogar zum Europaschutzgebiet ernannt. Beide Fische kommen nur noch in einigen wenigen Seen der Welt vor – und eben auch im Naturpark Bauernland, wo sie ganzjährig geschont sind. Dadurch können wir stolz auf einen soliden Bestand dieser beiden Fischarten blicken.

Wandertipps

Kulmspitz

Es kann sich wohl kaum jemand daran erinnern, doch bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde auf der Kulmspitze in der Gemeinde Innerschwand am Mondsee ein Aussichtsturm errichtet. Die Idee eines alten/neuen Wahrzeichens in der Region wurde erst vor wenigen Jahren von den Gemeinden Innerschwand und Oberwang sowie vom Tourismusverband Mondsee-Irrsee wieder aufgegriffen. 2019 wurde der 28 Meter hohe Aussichtsturm feierlich eröffnet. Seither gilt er als eines der beliebtesten Wanderziele der Naturpark-Region und bietet seinen Gästen einen unglaublichen Blick, weit über die Grenzen des Naturpark Bauernland hinaus. Gewandert wird auf einer Forststraße, was die Wanderung für Alt und Jung möglich macht.

Gehzeit: ca. 2 Stunden
Höhenunterschied: ca. 215 m
Weglänge: ca. 5,8 km

  • Keine Verpflegungsmöglichkeiten
  • Familientauglich
  • Parkplätze am Ausgangspunkt

Weitere Infos finden Sie hier!

Radstattkapelle - Hochalm

Ausgangspunkt dieser Wanderung ist die alte Radstattkapelle, die auf einer kleinen Lichtung seit etlichen Jahren ruht. Von dort geht es zur ehemaligen Alm des Klosters Mondsee, zur Hochalm, die als einer der schönsten Kraftplätze der Region gilt. Auf dem Weg dorthin werden einem wunderschöne Blicke über die Region des Naturpark Bauernland gewährt.

Gehzeit: ca. 3,5 Stunden
Höhenunterschied: ca. 534 m
Weglänge: 9,2 km

Weitere Infos zu dieser Wanderung erhalten Sie hier!

Durch das Helenental auf den Kolomansberg

Die älteste noch erhaltene Holzkirche Österreichs und das wildromantische Helenental an der Zeller Ache locken jährlich eine Vielzahl an Einheimischen und Gästen in die Naturpark-Gemeinde Tiefgraben. Bald lässt man Häuser und Menschen hinter sich und kann sich auf die Schönheit der Region und den zauberhaften Kolomansberg konzentrieren, der als alter Kultplatz gilt.

Gehzeit: ca. 5 Stunden
Höhenunterschied: ca. 665 m
Weglänge: ca. 15,3 km

Weitere Infos dazu erhalten Sie hier!

Von St. Lorenz auf den Almkogel

Die Naturpark-Gemeinde St. Lorenz befindet sich direkt am Ufer des Mondsees und ist eines der beliebtesten Wanderziele der gesamten Naturpark-Region. Am Fuße der Drachenwand startet der schöne Wanderweg, der einen Schritt für Schritt näher an jenen Gipfel bringt, der uns eine der atemberaubendsten Ausblicke der ganzen Region bietet.

Gehzeit: ca. 3 Stunden
Höhenunterschied: ca. 480 m
Weglänge: ca. 4 km

Weitere Informationen erhalten Sie hier!

Projekte

Obstbaum-Aktion und Patenschaftsmodell

Streuobstbäume stellen wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen dar und prägen die gesamte Region des Naturpark Bauernland. Um diesen wichtigen Lebensraum noch zu erweitern und zu stärken, organisierte der Naturpark Bauernland im Jahr 2022 eine Obstbaum-Aktion, die es den Landwirt*innen der Region ermöglichte, verschiedenste Obstbäume zu besonderen Konditionen zu erwerben.

Um die Zahl der Streuobstbäume noch weiter zu erhöhen, wurde ein Obstbaum-Patenschaftsmodell ins Leben gerufen, dass es Privatpersonen und Firmen ermöglichte, die Patenschaft über einen jungen Obstbaum zu übernehmen, der bei einem Landwirt in der Naturpark-Region gepflanzt wurde. Insgesamt konnten im Jahr 2022 gut 600 junge Obstbäume gepflanzt werden – knapp 150 davon waren Patenbäume.

 

„Landschaftspflege Bauernland“

Die Landwirtschaftliche Siedlungsgemeinschaft „Landschaftspflege Bauernland“ ist eine Gemeinschaft, die im Jahr 2018 von Naturpark-Vorstandsmitglied ÖR Alois Gaderer gegründet wurde und mittlerweile in den Verein des Naturpark Bauernland eingegliedert ist. Ziel dieser Gemeinschaft ist es, die charakteristischen Kulturflächen der Landschaft des Naturparks und dessen Natur zu erhalten und öffentliche Mittel sinnvoll einzusetzen. Zu diesem Zweck wurden 2018 zwei Motormäher angeschafft, die in der Lage sind, steile und nasse landwirtschaftliche Flächen in bäuerlicher Bewirtschaftung zu erhalten.

Alle Bewirtschafter*innen und Pächter*innen der Naturpark-Region können Mitglied der Landschaftspflege Bauernland werden. Die Mitgliedschaft berechtigt zur Nutzung sämtlicher Gerätschaften der Gemeinschaft. Sie umfasst das gesamte Naturpark-Gebiet von Oberhofen am Irrsee bis Unterach am Attersee sowie die Gemeinde Oberwang.

Ein weiteres Anliegen der Landwirtschaftlichen Siedlungsgemeinschaft ist es , für die geschützten und wertvollen Gebiete und sensiblen, schwer zu bewirtschaftenden Flächen Öffentlichkeitsarbeit zu leisten und auf ihren Schutz aufmerksam zu machen. Die Landschafts-Pflegegemeinschaft koordiniert und betreut bereits knapp 150 ha an schwierigen Flächen – und es gibt weiterhin regen Zuspruch. Innerhalb von nur vier Jahren haben sich rund 50 Landwirt*innen der Gemeinschaft angeschlossen.

 

Erfahren Sie mehr über Projekte zum Schutz & Erhalt der biologischen Vielfalt in den Naturparken! 

Anfahrt

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Naturpark-Gemeinde Oberhofen verfügt über einen eigenen Bahnhof. Von dort kann man per Bus oder mit dem Postbus-Shuttle in die anderen Naturpark-Gemeinden weiterreisen. Der öffentliche Bus 140 von Salzburg fährt beinahe stündlich nach Mondsee, weiter nach Innerschwand am Mondsee, mit Endstation Unterach am Attersee.

Mit dem Auto

Der Naturpark Bauernland ist von Richtung Wien und Salzburg am einfachsten über die Westautobahn zu erreichen. Mondsee hat eine eigene Abfahrt.

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