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Kurzcharakteristik der Landschaft des Naturparks Sölktäler
Das Landschaftsbild des Naturparks wird von schroffen Bergspitzen, Karen und Karseen, den Almen und Wäldern und den sanften Wiesenflächen und den darin eingebetteten Dörfern in den Tallagen geprägt.
Vor allem das dynamische Element Wasser bereichert die Landschaft. Von vernässten und vermoorten Flächen mit ihrer typischen Vegetation, vom kleinen Karsee bis zum 23 ha großen Schwarzensee und vom Gebirgsbach mit zahlreichen Wasserfällen sind allen charakteristischen Wasser-Lebensräume vertreten.
Die typischen Fichten- und in höheren Lagen die Fichten-Lärchen-Zirbenwälder sind in allen Höhen von Siedlungen, Wiesen und Almen durchsetzt. Die Land- und Forstwirtschaft gestaltet das Bild der Kulturlandschaft der Sölktäler.
Auf den ausgedehnten Almflächen weidet im Sommer das Vieh. Der Tagesablauf auf der Alm ist dabei noch vielfach von den traditionellen Arbeiten und Bräuchen geprägt. In den Kupferkesseln der Almhütten erzeugt die Sennerin, wie schon seit Jahrhunderten, eine besondere Spezialität – den Steirerkas.
Der Wildreichtum macht die Region zu einem wertvollen Jagdgebiet: Reh-, Rot- und Gamswild sind häufig vertreten. Schneehase und Murmeltier sind gut an das Leben in der alpinen Stufe angepasst. Auch Baum-, Stein- und Edelmader leben im Gebiet und Birk- und Auerhuhn sind hier zu finden. Nicht selten zieht der Steinadler seine Kreise über den schroffen Graten.
Um die 6000 Jahre lässt sich die Bedeutung des Sölkpasses als Handelsweg zurückverfolgen. Er verbindet das Ennstal mit dem Murtal und diente vor allem dem Salztransport von Norden nach Süden und in der Gegenrichtung von Wein und Getreide. Noch heute sind Trassenstücke der alten Römerstrasse zu sehen. Heute führt eine Bergstrasse über den 1790 m hohen Gebirgspass.
Die beiden Haupttäler des Kleinen und Großen Sölkbaches mit den drei Gemeinden Großsölk, Kleinsölk und St. Nikolai ist auch der Lebensraum von rund 1700 traditionsbewussten Sölkerinnen und Sölkern. Der Naturpark hat eine Fläche von 27700 ha und erstreckt sich von rund 660 m im Ennstal bis 2747 m Seehöhe der Hochwildstelle.
Jahreshauptversammlung 2009
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