Mehrjährige, krautige Pflanzen

Mehrjährige, krautige Pflanzen

Bei diesen Pflanzen verholzen die oberirdischen Pflanzenteile nicht oder nur wenig und bleiben krautig weich. Im Gegensatz zu den anderen krautigen Pflanzen überdauern sie mehrere Jahre und blühen und fruchten (meist) in jedem Jahr erneut.

Der Alpen-Mannsschild (Androsace alpina) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die einen 1 – 3 cm hohen lockeren Rasen oder flachen Polster bildet. Die Blätter sind 3 – 6 mm lang, länglich bis lanzettlich und in Rosetten angeordnet. Die Pflanzenteile sind mit 2- bis 8-strahligen Sternhaaren überzogen, wobei die Blätter nur am Rand, der Spitze und der Unterseite behaart sind.

Die einzelnen Blüten sind nur kurz gestielt und überragen so die Blätter kaum. Sie sind fünfzählig und zwittrig, d.h. es gibt männliche und weibliche Blüten. Die Krone hat einen Durchmesser von 7 – 8 mm und ist rosa oder weiß, hat aber auf jeden Fall einen gelben Schlundring. Die Blütezeit dauert von Juni bis August.

Die Pflanze kommt auf Fels- und Schutthalden der Zentralalpen vor. Sie bevorzugt feuchte, kalkarme Böden, die lange von Schnee bedeckt sind. Der Alpen-Mannsschild gedeiht in Höhenlagen zwischen 2.200 und 4.200 m und gehört damit zu den 10 am höchsten vorkommenden Alpenpflanzen. Die Pflanze ist in den Alpen endemisch, d.h. sie kommt nur hier vor. Durch die Klimaerwärmung ist sie somit besonders stark gefährdet, da sie keine Möglichkeit hat sich in anderen Gebieten anzusiedeln.

Die Aurikel (Primula auricula) wird 5 bis 25 cm hoch und bildet von April bis Juni 4 bis
12 Blüten aus. Diese sind goldgelb und duften stark. Die Pflanze ist mehrjährig und immergrün. Die Blätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet und haben als Schutz gegen die Sonne eine Wachsschicht.

Die Alpenschlüsselblume ist typisch für die nördlichen Kalkalpen. Als Standort bevorzugt diese kalkstete Pflanze kalkhaltige Matten, Felsspalten, Schutt und auch Polsterseggenrasen. Die Aurikel hat während der Eiszeiten Zuflucht in tieferen, geschützten Lagen gefunden.

Das Eiszeitrelikt ist sehr selten und daher geschützt. Es ist als Heilpflanze gegen Husten und Lungengeschwüre bekannt und ziert die Österreichische 5 Cent-Münze.

Die zarten Blüten des Bergwiesen-Frauenmantel (Alchemilla monticola) sind grünlich-gelb und daher eher unscheinbar. Sie stehen gehäuft an den Triebenden. Die Blätter sind rundlich bis nieren­förmig und typisch gelappt (9-lappig) und der Blattrand fein gezähnt. Blattober- und Unterseite sind dicht behaart und dadurch graugrün erscheinend.

Der Bergwiesen-Frauenmantel wächst in Magerwiesen und -weiden sowie in Hochstaudenfluren. Er ist die am häufigsten vorkommende Art unter den Frauenmantel­Arten in Österreich. Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Das Vorkommen erstreckt sich über ganz Österreich, von der Hügelstufe (200 m) bis in die Krummholzstufe (2.000 m).

Der Bergwiesen-Frauenmantel enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Glykoside und Saponine. Die jungen Blätter können fein geschnitten unter Salate gemischt werden. Größere Blätter lassen sich hervorragend zu Gemüsefüllungen (Strudel, … ), Aufläufen und Bratlingen verarbeiten. Als winterliche Vitaminspender können die Blätter ebenso getrocknet werden und lichtgeschützt gelagert werden.

Die Pflanze steht traditionell als Frauenheilmittel hoch im Kurs, was wahrscheinlich am Progesteron, einem weiblichen Sexualhormon ähnlichem Inhaltsstoff, liegt. Er wird somit gegen Wechselbeschwerden als Tee getrunken. Daneben fördert er die Milchbildung während der Stillzeit nach Geburten. Er ist hilfreich bei Husten und anderen Atemwegserkrankungen und fördert die Verdauung. Äußerlich angewendet wirkt der Tee gegen Geschwüre und Ekzeme.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

Die Brunnenkresse (Nasturtium officinale) ist eine wintergrüne, ausdauernde, krautige Sumpf- bzw. Wasserpflanze. Die Stengel sind hohl, rund, zwischen 15 und 80 cm lang und liegen im Wasser. Die Laublätter sind klein, grasgrün, unpaarig gefiedert und bestehen meist aus 2 – 4 Fiederpaaren. Die Blütenstände sind vielblütig und locker traubig. Die Blüten sind vierzählig und zwittrig mit gelben Staubbeuteln. Die Kronblätter sind weiß und 3 – 4 mm lang. Nach der Blüte von Mai bis Juli verfärbt sich der Trieb oft lila. Die Früchte sind 8 – 20 mm lange Schoten, die bis zu 60 Samen in zwei Reihen enthalten, und reifen von September bis Oktober.

Die Echte Brunnenkresse kann leicht mit dem Bitteren Schaumkraut, auch Falsche Brunnenkresse, verwechselt werden. Sie wachsen am gleichen Standort und sind beide essbar. Das Bittere Schaumkraut hat mit Mark gefüllte Stängel, die nicht kriechen und die Staubbeutel sind violett. Die Brunnenkresse kam ursprünglich in Europa, Nordafrika und Asien vor; inzwischen ist sie auf der ganzen Welt verbreitet. In Österreich ist sie eher selten und gilt im nördlichen und südöstlichen Alpenvorland sowie im Pannonischen Raum als gefährdet. Sie wächst an fließenden, nährstoffreichen Gewässern in sonniger bis halbschattiger Lage.

Der Name der Pflanze leitet sich vom althochdeutschen Wort „cresso“ ab, was „scharf“ bedeutet und auf den scharfen Geschmack hinweist. Brunnenkresse ist eine alte Heilpflanze, die appetitanregend, stoffwechselfördernd und harn- bzw. wehentreibend wirkt. Sie ist Vitamin C haltig und als Wintergemüse sehr beliebt. Nach der Blüte im Mai soll sie nicht mehr geerntet werden. Um dem Bedarf gerecht zu werden, wird die Brunnenkresse auch kultiviert. Sie benötigt dabei viel frisches Wasser, um eine Verunreinigung zu verhindern. Angebaut wird in flachen Gräben, Klingen genannt, die mit langsam fließendem Wasser gefüllt sind.

Die Clusius Primel (Primula clusiana) wird 2 bis 5 cm hoch und hat länglich-eiförmige, immergrüne Blätter. Sie blüht purpurrot und wird beim Verblühen meist lila. Die Blütezeit ist im Mai und Juni.

Die Blume bevorzugt magere Rasen an steinigen, felsigen Stellen. Normalerweise kommt sie in höheren Lagen vor. Die mehrjährige krautige Pflanze ist ein Endemit der Nördlichen Kalkalpen, d.h. sie kommt weltweit nur hier vor.

Diptam (Dictamnus albus) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit kriechendem, weißlichen Rhizom, die eine Wuchshöhe von 60 bis 100 cm erreicht. Sie blüht im Mai und Juni. Die Blüten sind dunkelgeadert rosa oder lila und haben lange Staubblätter.
Die Laubblätter sind einfach gefiedert mit 3 bis 5 Fiederpaaren und besitzen einen zitronenartigen Duft. Die länglich-eiförmigen Fiedern sind bis 8 cm lang.

Er wächst in den Lichtungen wärmeliebender Trockenwälder und Gebüsche, besonders aber an Waldsäumen im Übergang zu Trockenrasen und schätzt trockene, kalkhaltige und stickstoffarme Böden in halbschattiger Lage.

Die Volksheilkunde sagte dem Diptam harntreibende Wirkung nach. Außerdem wurde er auch gegen Nervenleiden eingesetzt. Die Fruchtschalen reißen bei trockenem Wind auf, rollen sich ein und schleudern die Samen bis zu 5 m weit fort.Zur Reifezeit geben die Drüsen der Fruchtstände so viel ätherisches Öl ab, dass die Pflanze schon von weitem gerochen werden kann. Es entsteht dabei das brennbare Gas Isopren. An windstillen Tagen kann es durch eine Zündquelle unterhalb der Blütenrispe entzündet werden, worauf die Feuerfront schnell die Blütenrispe empor läuft und dann erlischt. Die Pflanze nimmt dabei keinen Schaden. In der Dämmerung kann man bei Windstille und großer Hitze an der Pflanze kleine blaue Flammen sehen.

Arnika (Arnica montana) erreicht Wuchshöhen von 30 bis 60 cm. Ihre Blätter sind meist rosettig. Die Körbchenblüten haben außen dottergelbe Zungenblüten und innen unscheinbare Röhrenblüten. Die Blütezeit ist von Juni bis August.

Die krautige Pflanze bevorzugt Weiden und magere Wiesen. Besonders auf der Kallbrunnalm und Litzlalm gibt es Arnikabestände, die als Lebensraum in charakteristischen Almgebieten mit offenen Weideflächen vorkommen.

Die Pflanze duftet aromatisch und wird als Heilpflanze genutzt. In Teilen Österreichs ist Arnika geschützt und darf dort nur in kleinen Mengen geerntet werden.

Stolz streckt es seine zarten, leuchtend gelben Blüten der Sonne entgegen. Das Echte Johanniskraut, „Pflanze des Lichts“ – ein magisches und heilendes Kraut unserer Landschaft. Wenn es blüht, ist der Sommer da!

Wir zeigen, wieso diese Besonderheit der heimischen Pflanzenwelt als „Sonnwendkraut“ bezeichnet wird und stimmungsaufhellend, magisch wie auch zart in gleicherweise Weise ist.

Lichtverliebt und heiß begehrt

Seine ersten Blüten öffnet das Echte Johanniskraut jährlich um die Sommersonnenwende, einem Ereignis, mit dem das Echte Johanniskraut, Hypericum perforatum, schon seit uralter Zeit in Verbindung gebracht wird. Der Tag, an dem „das Licht das Dunkel besiegt“, wurde von den Menschen seit jeher gefeiert. Mit Johanniskraut wurden die Altare geschmückt, beim Tanzen verzierten Kränze aus blühendem Johanniskraut die Häupter der Damen. Das ursprünglich heidnische Fest wurde zur Sommersonnenwende (21. Juni) gefeiert, jedoch nach der Christianisierung auf den 24. Juni verlegt und mit dem heiligen Johannes in Verbindung gebracht – daraus entstand der Johanni-Tag. Dies hat der Pflanze schließlich auch zu seinem deutschen Namen verholfen.

In unserer heimischen Flora finden wir mehrere Johanniskraut-Arten. Das Echte Johanniskraut lässt sich am besten anhand seiner Stängel identifizieren: Wird dieser direkt unter dem Blütenstand zwischen den Fingern gerollt, fühlt er sich zweikantig an. Dafür verantwortlich sind zwei gegenüber liegende Längsleisten an den sonst stielrunden Trieben. Auch seine Blätter sind charakteristisch: Gegen das Licht gehalten, werden auf ihren Flächen durchscheinende Pünktchen erkennbar – Öldrüsen, die in das Blattgewebe eingelagert sind. Der lateinische Artbeiname „perforatum“ bezieht sich auf dieses Merkmal.

Während seiner Blütezeit zwischen Juni und August tummeln sich zahlreiche Insekten auf den filigranen Blüten. Aber nicht alle Blütenbesucher sind unbedingt nur an Pollen und Nektar interessiert. Auch Sonnenanbeter wie der Apollofalter und andere Schmetterlinge nutzen die Pflanze als sonnig-warmen Rastplatz.

Mit der Sonne kommt die gute Laune

„Pflanze der Sonne“ wird das Echte Johanniskraut auch genannt – ein klingender Name, der große Erwartungen wach werden lässt. Was hat es mit dieser Pflanze auf sich, dass mit ihrem Beinamen der zentrale Stern unseres Sonnensystems gewürdigt wird? In der Tat schreiben die Menschen seit Jahrtausenden dem Echten Johanniskraut magische, vor bösen Einflüssen schützende Eigenschaften zu, die auf ihre heilende Wirkung hinweisen. Heute ist die Wirkung der einzelnen Inhaltsstoffe durch medizinische Forschung bestätigt, das Zusammenspiel der Wirkstoffe ist jedoch teilweise noch immer nicht geklärt.

Seinen Bezug zur Sonne zeigt das Johanniskraut jedenfalls in mehrfacher Hinsicht. Als Pionier und Magerkeitszeiger bevorzugt die Pflanze sonnenreiche und karge Standorte, wie Magerweiden, Wegränder und Waldsäume. Im übertragenen Sinne kann das Johanniskraut auch „Sonne in die Seele“ bringen – es gilt als bestes pflanzliches Mittel gegen Depressionen. Seine antidepressive Wirkung ist seit langer Zeit bekannt. Schon Hildegard von Bingen hat dem Kraut den Beinamen „Arnika der Nerven“ gegeben. Durch den Gehalt an Hypericin wirkt die Pflanze photosensibilisierend, das heißt, es macht die Haut empfindlich gegenüber UV-Strahlung. Positiv in lichtarmen Wintermonaten – mit Vorsicht zu genießen bei besonders heller Haut oder starker Sonneneinstrahlung. Hyperforin und andere Inhaltsstoffe des Johanniskrauts sorgen für eine verstärkte Verfügbarkeit von Neurotransmittern (= Botenstoffe) im Gehirn, welche die Reizleitung verbessern und somit stimmungsaufhellend wirken können. Dies sind die gleichen Wirkmechanismen, wie sie auch von synthetischen Antidepressiva bekannt sind.

Der Beifuß (Artemisia vulgaris) wird bis 150 cm hoch und ist stark verzweigt. Die Blätter sind oberseits dunkelgrün, unterseits weißfilzig und 1– 2-fach gefiedert. Die Blüten sind unscheinbar gelb bis rotbraun und in reichblütigen Blütenständen angeordnet. Im Sommer riechen die Blätter intensiv aromatisch. Die Pflanze wächst an Wegrändern, trockenen Uferrändern und auf Schuttplätzen.

Er hat einen hohen Gehalt an Gerbstoffen, Bitterstoffen, Cumarinen und ätherischen Ölen. Die jungen Triebe schmecken im Frühjahr noch mild und wenig bitter, im Sommer stark bitterwürzig. Die Blätter sind frisch und getrocknet ein Würzmittel für Salate und Suppen. Grob gehackt bereichert er Aufläufe und Eierspeisen. Traditionell wurde damit Schweinsbraten „umhüllt“, um ihn leichter verdaulich zu machen. Allgemein eignen sich die Sommerblätter für fette Speisen, da die Bitterstoffe verdauungsfördernd wirken.

Die Heilwirkung des Tees bei Nervosität und Schlafstörung ist in der Volksmedizin unumstritten. Die Blätter, in Öl angesetzt, wirken bei müden Füßen und Rheumatismus.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

Die feinen Blüten der Gemeinen Schafgarbe (Achillea millefolium) sind in Körbchen angeordnet. In den Körbchen stehen außen die weißen oder rosafarbenen Zungenblüten, innen weiße Röhrenblüten. Zahlreiche Blütenkörbchen bilden wiederum eine Scheindolde als Gesamtblütenstand. Die Pflanze ist frischgrün bis dunkelgrün, die Blätter sind fein gefiedert.

Die Gemeine Schafgarbe wächst in Fettwiesen und Fettweiden; diese Standorte sind natürlicherweise nährstoffreich. Blütezeit ist von Juni bis Oktober. Das Vorkommen der Gemeinen Schafgarbe erstreckt sich über gesamt Österreich, von den Tieflagen (200 m) bis in die Hochalmen (1.800m).

Die Inhaltsstoffe der Gemeinen Schafgarbe sind unter anderen ätherische Öle (Azulen), Sesquiterpenlactone, Flavonoide, Gerb- und Bitterstoffe. Die Blätter sind von intensiv-würzigem Geschmack und eigenen sich in erster Linie als Gewürzkraut. Die jungen Blätter machen Salate, Suppen und Saucen schmackhaft würzig. Insgesamt lässt sich der Geschmack als stark herb und muskatnussartig beschreiben. Daher sollte mit den Blättern eher sparsam umgegangen werden. Die Verwendung als Würzpflanze in der Bierherstellung ist beinahe verschwunden und durch den Hopfen abgelöst worden. Heute erlebt die Schafgarbe in Kleinstbrauereien eine kleine Renaissance.

Volksmedizinisch wirkt die Gemeine Schafgarbe entzündungshemmend bei Magen- und Darmproblemen, weiters beruhigend und blutreinigend. Bei empfindlichen Personen kann der Pflanzensaft in Zusammenwirken mit Sonneneinstrahlung Bläschen und Rötungen („Wiesendermatitis“) hervorrufen.


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Die feinen, weißen Blüten des Gewöhnlichen Giersch (Aegopodium podagraria) ordnen sich in einer Doppeldolde an. Die Blätter sind zweifach gefiedert, wobei die Blattstiele nicht hohl sind.

Der Gewöhnliche Giersch (auch noch Geißfuß genannt) wächst in Fettwiesen, schattigen Gebüschen und Gärten. Die Blütezeit des Geißfußes reicht von Juni bis in den August. Das Vorkommen des Gewöhnlichen Giersch erstreckt sich über gesamt Österreich, von den Tieflagen (200 m) bis in die Bergwaldstufe (1.400 m).

Der Gewöhnliche Giersch ist reich an Kalium, Magnesium, Calcium, Mangan, Zink und Kupfer; beinhaltet ein Mehrfaches an Vitamin A, C und Eiweiß als Kopfsalat; außerdem Harz, ätherisches Öl, Flavonoide (antioxidative Wirkung). Die Blätter haben einen petersilienartigen Geschmack, wobei er mit dem zunehmenden Alter der Blätter intensiver wird; insgesamt sehr fein aromatisch und herzhafter schmeckend. Die jungen Blätter finden als Spinat Verwendung, aber auch als Salat gemeinsam mit Löwenzahn und Sauer-Ampfer. Durch sein eigenständiges Aroma lässt er sich zu köstlichen Suppen, Beilagen und Aufläufen verarbeiten. Früher waren Girschblätter Hauptbestandteil der vielerorts üblichen „Neunstärke“, einer Frühlingskräutersuppe, die besonders zu Gründonnerstag gegessen wurde.

Volksmedizinisch wird Gewöhnlicher Giersch gegen Rheuma und Gicht eingesetzt. Mittels Mörser zerquetscht, werden Umschläge gegen Verbrennungen und Insektenstiche auf die Haut aufgelegt.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

Die bis zu 100 cm große, kriechende Pflanze entwickelt im Mai und Juni mehrere gelbe, tütenförmige Blüten. Sie hat herzförmige Blätter, die auf langen Stielen sitzen.

Die Osterluzei (Aristolochia clematitis) bevorzugt extensiv genutzte Weingärtenränder und Auwiesen. Die Pflanze dient als ausschließliche Futterpflanze für die Raupen des Osterluzeifalters und wurde auch als Heilpflanze gegen Schlangenbisse und in der Geburtshilfe verwendet.

Der Gletscherhahnenfuß (Ranunculus glacialis) ist eine grün überwinternde, ausdauernde, krautige Pflanze, die 5 bis 20 cm hoch wird. Die handförmigen Blätter sind in 3 bis 5 gezähnte Lappen geteilt; die grundständigen Blätter sind fleischig und dreiteilig. Die Stängel und Blätter sind meist kahl, selten zottig behaart. Die Pflanze blüht im Juni, Juli und August; die Blüten sind etwa 1,5 bis 3 cm breite Becher, die zuerst weiß, später zunehmend errötend blühen.

Die Pflanze kommt in den Zentralalpen, ebenso in den Pyrenäen und Karpaten in 2.300 bis über 4.200 m Höhe vor, außerdem in der Arktis. Sie gilt als Pionierpflanze in Gletschervorfeldern und bevorzugt kalkarme, steinige, humusarme Böden, Geröll, Gletschermoränen und blanken Fels. Die geschützte Pionierpflanze ist ausgesprochen selten.

Wie alle Hahnenfußarten enthält auch der Gletscherhahnenfuß Giftstoffe. Obwohl er zuweilen in der Volksmedizin verwendet wurde, scheinen ihm Inhaltsstoffe, die eine Heilwirkung rechtfertigen, zu fehlen. Lange Zeit galt der Gletscherhahnenfuß als die am höchsten blühende Pflanze in den Alpen, ist aber nach neuesten Informationen von „Natopia“ durch den „Roten Steinbrech“ abgelöst worden; die höchsten Fundorte des Gletscherhahnenfußes liegen in der Schweiz auf ca. 4.270 m. Selbstbestäubung ist aufgrund fehlender Insekten in diesen Höhen die einzige Möglichkeit der Befruchtung.

Die Große Brennnessel (Urtica dioica) ist im Vergleich zur kleinen Brennnessel 2-häusig mit Brennhaaren. Die Stängel sind kantig und aufrecht. Die Blätter sind gegenständig, mit herzförmigem Grund und grob gesägt. Die Blütenrispen sind länger als der Blattstiel und die Blüten unscheinbar weiß. Die Samen ähneln kleinsten Nüssen. Die Brennnessel kommt häufig auf Wegrändern, Ackerrändern und Waldrändern vor.

Magnesium, Kalium, Eisen, Kieselsäure, Vitamin A, C, E, Kohlenhydrate und Flavonoide sind die wichtigsten Inhaltsstoffe der Brennnessel. Die Samen enthalten außerdem viel Vitamin E. Aufgrund des spinatartigen Grundgeschmacks wird sie gerne in der Küche verwendet – für Spätzle, Nockerl, Nudeln, Brot, Suppen, … Die kleinen Samen schmecken nussig und bereichern Salate und Beilagen. Die getrockneten Blätter können ganzjährig als Würzmittel und Farbgeber (z. B. für Suppen) eingesetzt werden.

In der Volksmedizin gilt die Brennnessel als stark blutreinigend, entgiftend und entwässernd. Daher wird sie seit Jahrhunderten für Frühjahrskuren eingesetzt. Sie wirkt bei Gallenerkrankungen, Verdauungsleiden und senkt den Blutzuckerspiegel.


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Die Blütenstände der Großen Wiesen-Margerite (Leucanthemum ircutianum) werden aus den zentralen gelben Röhren- und den randlichen weißen Zungenblüten gebildet. Die Blätter sind lanzettlich bis spatelförmig und am Rand gekerbt.

Die Große Wiesen­-Margerite wächst in Fettwiesen und -weiden sowie an Wegrändern. Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Das Vorkommen erstreckt sich über gesamt Österreich, von der Hügelstufe (200 m) bis in die Bergwaldstufe (1 .400 m).

Sie enthält ätherische Öle, Tannine und Harze. Im Frühling und Frühsommer sind die Blütenknospen ähnlich wie Spargel verwendbar (kurz blanchieren und in Butter schwenken). Die Wurzeln, von September bis März geerntet, sind ein gutes Koch- und Backgemüse und schmecken wie Winterrüben.

Die Große Wiesen-Margerite ist in der Volksmedizin grundsätzlich eher weniger gebräuchlich: Aus den Blütenknospen kann ein krampflösender Tee zubereitet werden (z.B. gegen Menstruationsbeschwerden und Darmkoliken). Er lindert Husten und wirkt zusammenziehend (z.B. bei Wunden der Schleimhaut).


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Die Blüten des Großen Wiesenknopfs (Sanguisorba officinalis) sind purpur- bis weinrot und bilden einen dichten Blütenstand (Knopf). Die Blätter sind gestielt und in einzelne Blättchen zerteilt, die sich paarweise gegenüber stehen (ein endständiges Blättchen); ihr Rand ist gesägt.

Der Große Wiesenknopf wächst in Feuchtwiesen. Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Das Vorkommen erstreckt sich über gesamt Österreich, von der Hügelstufe (200 m) bis in die Bergwaldstufe (1.500 m).

Der Große Wiesenknopf enthält Saponine, Gerbstoffe, Flavonoide, Tannine und Vitamin C. Der Grundgeschmack der Pflanze ist gurkenartig. Die Blätter, Treibspitzen und Blütenstände werden roh (von April bis Juni) als Zutat für Salate verwendet. In Suppen, Gemüsegerichten, Gemüsepürees und Eierspeisen werden sie verkocht. Die Blüten, im September gesammelt, werden getrocknet als Tee verwendet. Die Wurzel nutzt man in Herbst, Winter und Frühjahr des ersten Jahres getrocknet und gemahlen als Würzmehl in Brotteig und Gemüsebreien. Für die Verwendung als Gemüse, wird die Wurzel geschält und über Salate geraspelt oder als Kochgemüse verwendet.

Als Tee wird die Pflanze frisch oder getrocknet verwendet. Sie wirkt auf Grund der Gerbstoffe blutungsstillend darüber hinaus antibakteriell, schmerzlindernd und entzündungshemmend – z.B. gegen Schleimhautentzündungen im Mund und Rachen. Äußerlich wirken zerriebene Blätter oder Wurzeln gegen Entzündungen und beschleunigen die Heilung.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

Die Blüten sind violett und typisch lippenförmig, mit Ober- und Unterlippe, gebaut. Die Blätter sind nierenförmig und bis 5 cm im Durchmesser groß. Die Blüten stehen in den Achseln der Blätter. Der Blattrand ist leicht gekerbt. Der Stängel ist typisch vierkantig. Mit seiner kriechenden Wuchsform kann er in wenigen Jahren große Flächen bedecken (besonders in Gärten).

Die Gundelrebe (Gewöhnlicher Gundermann) wächst in Fettwiesen, Gärten und Gebüschen. Die Blütezeit reicht von April bis Juli. Das Vorkommen erstreckt sich über gesamt Österreich, von der Hügelstufe (200 m) bis in die Bergwaldstufe (1.600 m).

Die Gundelrebe enthält Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherisches Öl, Saponine sowie Vitamin C und Kalium. Zeitig im Frühjahr dienen die Blätter zum würzen von Tee, Kräuterlikör, -wein und Bier. Die jungen Blätter sind eine gute Würzzutat für Salate, Suppen, Eierspeisen, Quiche und Kräuterkäse. Die Blüten sind ein netter Dekor für Salate und Aufstriche. Der Geschmack ist wohlaromatisch, jedoch schmecken ältere Blätter sehr intensiv und stark herb.

Bei Magen- und Darmbeschwerden, Blasenleiden und grippalen Infekten. Idealerweise wird die frische Pflanze verwendet, aber sie kann auch in Öle eingelegt werden (Wundbehandlung und Hautpflege).


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Im schattigen Schluchtwald fühlt er sich wohl. Gleichsam mystisch erscheint er hier und besonders malerisch, wenn die Sonne sein zartes Blatt zum Leuchten bringt. Der Hirschzungenfarn – Hexenkraut im Mittelalter und seltene Pflanze unserer Landschaft.

Nicht so einfach, das mit den Sporen

Heben sich die Morgennebel aus der kühlen, schattigen Schlucht, werden langsam Details erkennbar: ein kleines Bächlein zwischen bemoosten Felsblöcken, an den steilen Hängen mächtige Linden, Ahorn und Eschen und am Fuße ihrer Stämme eine üppige Vielfalt an Kräutern. Insekten schwirren in der Luft – ein reich gedeckter Tisch für die Wasseramsel auf Nahrungssuche. In diesem Reichtum bleiben die Blicke gern am Hirschzungenfarn hängen. Seine Blattwedel wirken beruhigend ebenmäßig, glatt ausgebreitet, mit welligen Rändern und in Büscheln trichterförmig wachsend. Im Unterschied zu den meisten anderen Farnen sind sie ungeteilt. Mit etwas Glück sind an der Blattunterseite auch sogenannte „Sori“ zu erkennen, braun und linealisch geformt, auf eng benachbarten Nerven paarweise angeordnet. Das sind die Orte, an denen der Farn seine Sporen produziert. Im Unterschied zu den Blütenpflanzen vermehren sich Farne nämlich nicht über Samen, sondern eben über diese Sporen. Und jetzt wird’s spannend, oder jedenfalls ungewöhnlich! Aus den Sporen entwickeln sich unscheinbare, kurzlebige „Vorkeime“, die in ihrem Aussehen eher an ein Lebermoos, als an einen Farn erinnern. Hier werden die männlichen und weiblichen Keimzellen gebildet. Nach erfolgreicher Befruchtung der Eizelle kann schließlich die bekannte Farnpflanze wachsen.

Der lateinische Artbeiname „scolopendrium“ hat seinen Ursprung im griechischen „skolekes“, was „kleine Würmer“ bedeutet und sich auf das wurmartige Aussehen der Sori bezieht. Der sprechende Name „Hirschzunge“ betrifft, leicht nachvollziehbar, die langgestreckte Form der Blätter.

Zauberhaft und unerkannt

Die Fortpflanzung der Farne gab den Menschen früher ein großes Rätsel auf. Weder Samen noch Keimlinge waren zu finden – das konnte doch nicht mit rechten Dingen zugehen! Fantasie und Aberglauben waren also Tür und Tor geöffnet. Es wurde vermutet, Farnblüten- und Samen wären unsichtbar. Andere Erzählungen wiederum berichten, das Farnkraut blühe nur in der Johannisnacht (23./24. Juni) und werfe dann den begehrten „Wünschelsamen“ ab. Wer diesen besaß, hatte ein Zaubermittel in der Tasche, hieß es. Er ließe Wünsche in Erfüllung gehen, könne seinen Besitzer vor Hexereien und Zauber schützen und sogar unsichtbar machen, ihm beim Finden von verborgenen Schätzen helfen und Unwetter abhalten. Kein Wunder also, dass er so heiß begehrt war. Sogar Verbote für das Sammeln von Farn oder Farnsamen in der Johannisnacht wurden erlassen. Erst im 19. Jahrhundert lüftete ein Botaniker das Geheimnis um die Vermehrung der Farne.

In der modernen Homöopathie wird der Hirschzungenfarn wegen seiner lymphunterstützenden Wirkung geschätzt. Schon im Mittelalter schrieb Hildegard von Bingen, der Farn habe derart große Kraft, dass ihn der Teufel fliehe. Auf sie geht die Rezeptur eines Elixiers von Hirschzungenfarn mit Wein, Zimt, Pfeffer und Honig zurück. Es hilft gegen Lungenentzündung, Asthma, Husten, Bauchschmerzen, Störungen im Hormonhaushalt, Menstruationsstörungen, Lebererkrankungen und bei Beschwerden der Wechseljahre. Zu den wichtigen Inhaltsstoffen der Pflanze gehören Schleimstoffe, Gerbstoffe, Vitamin C, Cholin und Kohlenhydrate.

Die Blätter der Hohen Schlüsselblume (Primula elatior) bilden eine grundständige Rosette, sind unregelmäßig gezähnt und weisen einen deutlich geflügelten Stiel auf. Im Gegensatz zur kräftig gelben Echten Schlüsselblume sind ihre Blüten hellgelb und vielblütig auf einer einseitswendigen Dolde. Die Hohe Schlüsselblume kommt in krautreichen Laubwäldern, Auen und auf Bergwiesen vor.

Die Hohe Schlüsselblume enthält Saponine, Gerbstoffe und Kieselsäure. Außerdem Flavone und ätherische Öle. Die Blüten schmecken aufgrund des Nektars süßlich und bereichern Salate und Rohkost. Die Blätter können ebenfalls in verschiedenen Beilagen und Salaten Verwendung finden. Da die Hohe Schlüsselblume teilweise geschützt ist, sollte sie nur in geringen Mengen geerntet werden bzw. ist es ratsam, sie im Garten anzubauen.

In der Volksmedizin findet die Hohe Schlüsselblume Anwendung bei Bronchialerkrankungen: Von Schnupfen bis Halsentzündungen und Brustschmerzen bei Verkühlungen. Sie ist entkrampfend und schleimlösend und wirkt bei Nervosität und Migräne.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

Die Blüten des Kriechenden Fingerkraut (Potentilla reptans) sind kräftig gelb mit 6 Kronblättern. Die Blätter sind fingerförmig geteilt und bestehen aus 5 Blättchen. Die Pflanze bildet lange oberirdische Ausläufer (nomen est omen!).

Das Kriechende Fingerkraut wächst in feuchten Wiesen, Ruderalfluren, Straßenböschungen und Äckern. Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Das Vorkommen erstreckt sich über gesamt Österreich, von der Hügelstufe (200 m) bis in die Bergwaldstufe (1.600 m).

Das Kriechende Fingerkraut enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Schleimstoffe und Cumarine. Im Frühling werden die jungen Triebe, wenn sie noch kaum faserig sind, als Salat verwendet. Gegart kann aus ihnen ein Kräuterpüree oder Gemüsefüllungen produziert werden. Die Blüten eigen sich als essbare Dekoration.

Das Kraut wirkt zusammenziehend und hat eine schmerzstillende und durchfallhemmende Wirkung. Als Tee kann es gegen Durchfall und Unterleibsbeschwerden eingesetzt werden. Außerdem wird es bei Blutungen und Entzündungen der Mundschleimhaut als Tee gegurgelt.


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Die Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris) ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, deren Blätter und Stängel meist lang, weich und silbergrau behaart sind. Sie erreichen eine Wuchshöhe von ca. 10 cm. Die Blüten sind glockenförmig, auch dicht behaart, rosa bis violett und erscheinen im April.

Die Pflanze wächst auf Kalk-Trockenrasen. Das sind Biotope, die sich an trockenen, nährstoffarmen Standorten ausbilden. In dem von Trockenheit geprägten Magerrasen wachsen niedrige Kraut- und Halbstrauchpflanzen. Typisch sind Arten der Steppenvegetation, aber auch Hochgebirgsarten und Orchideen kommen häufig vor.

Sie ist giftig, geschützt und eine alte Heilpflanze. Eine Pflegemaßnahme zum Schutz gegen Verbuschung der Trockenrasen ist die Beweidung mit Schafen.

Beim Rundblättrigen Sonnentau (Drosera rotundifolia) ist keine Verwechslung möglich. Sie bildet eine bodenständige Rosette aus, die eine Wuchshöhe von 5 – 20 cm erreicht. Ihre Blätter sind zu Fangblättern umgestaltet, auf denen jeweils rund 200 rötliche Tentakeln sitzen, an deren Ende ein klebriges Sekret ausgeschieden wird. Dieses dient dem Fang von Insekten.

Sonnentau wächst in Hochmooren, Flachmooren und Zwischenmooren auf sehr nährstoffarmen Standorten. Die Pflanze ernährt sich von kleinen Insekten, die sie mit den klebrigen Tentakeln auf ihren Blättern fängt und die von Verdauungsdrüsen in der Blattmitte zersetzt werden.

Die Blüten des Schlangen-Knöterichs stehen in einer Schein-Ähre und sind zart rosafarben. Die Grundblätter sind lang gestielt und eiförmig; auf der Unterseite weißlich überlaufen. Die wenigen Stängelblätter sind fast ungestielt und wesentlich kürzer.

Der Schlangen-Knöterich wächst in feuchten Fett­-Wiesen. Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Das Vorkommen erstreckt sich über gesamt Österreich, von der Hügelstufe (200 m) bis in die obere Bergwaldstufe (1.800 m).

Der Schlangen-Knöterich enthält in Kraut und Wurzeln Eiweiß, Gerbstoffe, Vitamin C und Oxalsäure. Die Blätter sind im Geschmack dem Echten Spinat sehr ähnlich. Die Wurzel ist reich an Stärke, die zu schmecken ist; genauso wie Gerbstoffe und Säuren, die etwas zusammenziehend sind. Die ergiebigen Wurzeln können von September bis in den Winter genutzt werden. Getrocknet und gemahlen ergeben sie ein Stärkemehl. Die Blätter, von April bis Ende August geerntet, ergeben eine gute Grundlage für Salate, Spinat oder andere Blattgemüsegerichte z.B. Gemüsepürees.

Durch den hohen Gerbstoffgehalt wird der Knöterich gegen Magen- und Darmkatarrhen und bei inneren Blutungen zur Wundheilung eingesetzt. Dem Tee wird verdauungsfördernde und allgemein stärkende Wirkung nachgesagt.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

Die Schneerose (Helleborus niger) erreicht Wuchshöhen zwischen 10 und 30 cm. Die Blüten sind weiß, bisweilen rosa überlaufen und nach dem Verblühen grünlich; die Hauptblütezeit ist von Februar bis April. Die lederartigen, immergrünen Blätter sind handförmig geteilt (4 bis 9 – teilig).

Die mehrjährige Pflanze bevorzugt Buchen-Ahorn-Eschenmischwälder auf seichtgründigen Böden. Die Pflanze ist giftig. Ein Pulver aus dem getrockneten Wurzelstock ist Bestandteil vieler Niespulver.

Eine Pflanze, die spinnen kann? Und was macht eine Wurz´n am Haus? Ja und wo bitte wächst die Wurz, wenn gerade kein Haus da ist? Die Hauswurz ist eine ganz eigenartige Pflanze unserer Vegetation mit einem außergewöhnlichen Stoffwechsel. Sie ist immerlebend, einmalblühend, wasserspeichernd und spinnhaarig.

Immerlebende Hitzemeisterin …

Dickfleischige Blätter, welche zu kleinen kugelförmigen Rosetten angeordnet sind, und wir haben unsere allseits bekannte Hauswurz, wie sie gern in Tontöpfen oder auf Steinmauern ums Haus gesetzt wird. Oft ist die Freude groß, wenn bekannt wird, dass diese Pflanzen bei uns sehr wohl auch wildwachsend vorkommen. Wo? Dazu später mehr.

Der Sage nach gehört eine Hauswurz auf jedes Hausdach, weil sie dauerhaft vor Blitzschlägen schützt. Daher auch der deutsche Gattungsname unserer Pflanze. Die botanische Bezeichnung „Sempervivum“ ist da schon mehr in der realen Welt, denn das heißt wortwörtlich übersetzt immer lebend. Die attraktiven, weniger als 2 cm Durchmesser aufweisenden Grundblattrosetten unserer Spinnweb-Hauswurz, sind aus dickfleischigen Einzelblättern aufgebaut, welche an der Spitze ein kleines Haarbüschel tragen. Schon im ganz jungen Zustand verkleben diese Haare mit denjenigen der Nachbarblätter. Dann wachsen die Blätter in die Länge, dehnen sich nach außen, und die Haare werden zu einem filzigen Netz aufgespannt, welches an ein Spinnennetz erinnert. Im Gegensatz zum Tierreich dient dieses Netz aber als Wärme- und Strahlungsschutz. Die dicken Blätter speichern Wasser (unsere Pflanze gehört zur Familie der Dickblattgewächse) und ermöglichen damit ein Leben an ausgesprochen trockenen Standorten. Wenn die Sonne scheint, ist es hier sehr heiß: An der Blattoberfläche wurden schon 60°C gemessen. An so einem Platz ist ein guter Verdunstungsschutz wichtig. Daher öffnet die Hauswurz ihre Spaltöffnungen zur Aufnahme von CO2 aus der Luft nur in der Nacht, im Gegensatz zu fast allen anderen heimischen Pflanzen. Der Stoffwechsel in Form der Photosynthese findet bei unserer Pflanze sehr wohl auch untertags statt, es braucht ja das Sonnenlicht dazu. In der Zeit dazwischen speichert die Hauswurz das CO2 als Äpfelsäure zwischen. Sie zählt damit zu den sogenannten CAM-Pflanzen (Crassulacean Acid Metabolism).

… doch nicht unsterblich

Eine große Besonderheit in unserer Flora ist das Blühverhalten der Hauswurz: Sie lebt viele Jahre als eher unscheinbare Blattrosette, bevor sie dann einmal aus der Mitte der Blattrosette stark in die Höhe wächst. Die Spinnweb-Hauswurz blüht dann sehr auffällig in Form von rosafarbigen Sternen, gebildet aus je 8-10 Blütenblättern. Und nach diesem pompösen Ereignis stirbt unsere Pflanze. Es überleben nur die Samen sowie kleine Tochterrosetten, welche schon zuvor gebildet wurden. Diese dienen auch der Ausbreitung als „Bergab-Roller“. Und bergab gibt es viel zu rollen, denn die Spinnweb-Hauswurz wächst in den hohen Berglagen unserer Zentralalpen nur über kalkfreiem Gestein in kargen Felsfluren. Hier sind Nährstoffe Mangelware und Wasser ebenso. Dieser extreme Lebensraum im Gebirge erfordert spezielle Anpassungen, wie die schon beschriebenen dicken und Wasser speichernden Blätter oder den ganz besonderen Stoffwechsel. Die kugeligen Blattrosetten sind kleine Nährstoffbomben, weshalb sie als Nahrung für Tiere dienen können und gelegentlich auch vom Alpensteinbock als Energiequelle genutzt werden.

Die Spinnweb-Hauswurz wächst sehr langsam. Erfreuen wir uns daher in aller Ruhe an ihrer Blütenpracht direkt vor Ort auf den Berggraten und -rücken. Schauen wir zu, wie die nektarreichen Blüten von Insekten besucht werden, und wie hübsch sich die Tochterrosetten um die Mutterpflanze herum gruppieren. Und wenn wir unser eigenes Haus vor Blitzschlag schützen oder schlecht heilende Wunden mit dem Pflanzensaft der Hauswurz heilen wollen, dann schauen wir doch zur Gärtnerei unseres Vertrauens für eine deutlich rascher wachsende und kultivierte Dach-Hauswurz.

Der Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata) bildet unscheinbare Blüten, die zu einem kugeligen bis eiförmigen Blütenstand an einem langen, aufrechten Stiel zusammengefasst sind. Markant sind die zur Blütezeit weit abgespreizten Staubbeutel. Die langen, lanzettlichen und tief längsrippigen Blätter bilden eine Rosette und ragen büschelförmig auf.

Lebensraum des Spitz-Wegerichs sind trockene Mager- bis Fettwiesen, Weiden und halbruderale Stellen, wo er von Mai bis September blühend anzutreffen ist. Das Vorkommen des Spitz-Wegerichs erstreckt sich über gesamt Österreich, von den Tieflagen (200 m) bis in die obere Bergwaldstufe (1600 m).

Zu den Inhaltsstoffen des Spitz-Wegerichs zählen Gerb-, Bitter- und Schleimstoffe, Kieselsäure, Zink, Kalium, Vitamin B und C, das Glykosid Aucubin und Mineralstoffe. Der Grundgeschmack der Pflanze, vor allem der Blütenknospen, weist ein pilzartiges Aroma auf. Man kann die Blätter der Rosettenmitte bis in den Herbst hinein ernten, da der Wegerich immer wieder junge Blätter hervorbringt. Diese können roh in Salaten, Aufstrichen und als Beigabe zu Gemüse oder Wildkräuterspinat dienen. Die Blütenknospen, z.B. in der Pfanne gedünstet, sind eine wahre Delikatesse. Die Samen, von August bis Oktober geerntet, eignen sich zur Verfeinerung von Salaten oder Gemüsegerichten.

Volksmedizinal gilt der Spitz-Wegerich-Sirup als Hustenmittel. Weiters wird der Pflanze eine adstringierende, antibiotische, blutreinigende, harntreibende und wundheilende Wirkung zu­geschrieben. Die frischen zerriebenen Blätter können bei Insektenstichen zur Erstversorgung verwendet werden.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

Die weißen Lippenblüten der Weißen Taubnessel (Lamium album) stehen gehäuft an der Triebspitze. Die Blätter sind brennnesselähnlich gestaltet und auch der Stängel ist, für die Lippenblütler typisch, vierkantig. Im Unterschied zur Brenn-nessel besitzt die Taubnessel keine Brennhaare. Sie ist an den Rändern von frischen, nährstoffreichen Wiesen, von Bächen und entlang von Wegen und Zäunen anzutreffen. Die Blütezeit ist von April bis Oktober. Das Vorkommen der Weißen Taubnessel erstreckt sich über gesamt Österreich, von den Tieflagen (200 m) bis in die Stufe der Hochalmen (1.800 m).

Die Inhaltsstoffe der Weißen Taubnessel sind unter anderem Kalium, Phosphor, Calcium, Bor, Eisen, Magnesium, Schwefel sowie ätherisches Öl, Flavonoide, Saponine und Gerbstoffe. Das Kraut der Taubnessel ist nahezu die ganze Wachstumsperiode eine hervorragende Grundlage für schmackhafte, aromatische Teemischungen. Als Suppengemüse gekocht bieten sich die jungen Blätter und Triebspitzen mit den Blüten an. Diese können auch als spinatähnliches Gemüse zubereitet werden. Die Blüten eignen sich als besonders hübscher, essbarer Dekor.

In Bierteig getaucht, im heißen Fett gebacken und mit Staubzucker und Zimt bestreut schmecken sie besonders gut. In der Naturheilkunde gilt die Pflanze als belebend, entzündungshemmend, blutstillend, verdauungsfördernd und harntreibend. Ebenso im Einsatz als schleimlösendes Mittel bei Katarrhen und Bronchitis. Äußerlich helfen Umschläge bei Hautschwellungen, Juckreiz und Nagelbettentzündungen.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

Die Blüte der Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) ist blau-violett und glockenförmig ausgebildet, wobei die Kronblätter oft bis zur Mitte gespalten sind. Die Stängelblätter sind lanzettlich und ungestielt, die Grundblätter verkehrt eiförmig und gestielt. 

Die Wiesen-Glockenblume wächst in Wiesen, vor allem Fettwiesen. Die Blütezeit reicht von Mai bis in den Juli. Das Vorkommen erstreckt sich über gesamt Österreich, von der Hügelstufe (200 m) bis in die untere Bergwaldstufe (800 m). 

Die Wiesen-Glockenblume ist reich an Vitamin C und enthält des weiteren Inulin. Die Blätter haben einen süßen erbsenartigen Grundgeschmack, wobei sie mit dem zunehmenden Alter der Blätter bitter werden. Die Blüten können als essbare Dekoration verwendet werden. Die Sprosse lassen sich von April bis Mai zu einem zarten Stengelgemüse oder als Salat verarbeiten. Die Blätter können, in Streifen geschnitten, als Grundlage von Salaten verwendet werden oder geben Suppen ein gutes Aroma. Die Wurzel kann frisch oder getrocknet verwendet werden. Zumeist kocht man sie in Suppen.

Volksmedizinisch spielt die Wiesen-Glockenblume keine große Rolle; sie wirkt leicht adstringierend und leicht antiseptisch. Früher wurde sie weiters gegen Halsschmerzen eingesetzt.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

Die purpurroten Blüten des Wiesen-Klees stehen in dichten, kugeligen Köpfchen. Die Blätter sind dreizählig zusammengesetzt und formen das wohlbekannte ,,Kleeblatt“. 

Lebensraum des Wiesen-Klees sind frische Fettwiesen und Fettweiden, sowie Wegränder und lichte Wälder. Gelegentlich wird er auch als Futterpflanze angebaut. Die Blütezeit des Wiesen-Klees reicht von Mai bis in den Spätherbst (Oktober). Das Vorkommen des Wiesen-Klees erstreckt sich über gesamt Österreich, von den Tieflagen (200 m) bis in die Almenstufe (1.800 m). 

Der Wiesen-Klee enthält an sekundären Inhaltsstoffen Cumarine, Flavonoide, Gerbstoffe, Glykoside, Isoflavone, Mineralstoffe, Salicylate und Vitamine. Die Blätter haben einen schwach sauren Eigengeschmack, ergeben jedoch mit anderen Wildkräutern eine gute Gesamtkomposition und dienen als Eiweißquelle. Die Blüten schmecken süßlich-nussig. Die jungen Triebe und Blätter eignen sich sehr gut als Beigabe zu Salaten, Kräuteraufstrichen, Frühlingssuppen, Gemüse und spinatähnlichen Gerichten. Die Blüten sind als schöne essbare Dekoration sowie zum Aromatisieren von Sirupen usw. geeignet und können in Teiggerichte mit eingeknetet werden. Die Samen können zu Mehl geschrotet oder im Winter als Vitaminlieferant keimen gelassen werden.

Volksmedizinisch wird er als Tee bei Durchfällen, Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden und bei Husten und äußerlich bei Hauterkrankungen eingesetzt. Inhaltsstoffgruppen des roten Blütenfarbstoffes wirken als Phyto-Östrogene und damit beruhigend.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

Die zarten, dottergelben Blüten des Wiesen-Löwenzahns (Taraxacum officinale) sind zahlreich in einem Korb angeordnet, der damit einer Einzelblüte ähnelt. Die Blätter sind unterschiedlich groß, gezähnt und bilden eine Blattrosette. Die Wurzel ist als Pfahlwurzel ausgebildet und kann eine Länge von bis zu 2 m erreichen. Der Wiesen-Löwenzahn wächst in Fett- und Intensivwiesen sowie an Wegrändern. Die Blütezeit ist von April bis Mai (Oktober). Man kann ihn fast überall Österreich antreffen von der Hügelstufe (200 m) bis zur Krummholzstufe (2.000 m).

Der Wiesen-Löwenzahn enthält Bitterstoffe, Flavonoide, Cumarine sowie relativ hohe Anteile an Kalium, Magnesium, Eiweiß und Vitamin C. Die jungen Blätter werden gerne als Salat (meist mit gekochten Erdäpfeln), Spinat oder in Kräuterkäse gegessen; sind sie zu bitter, lässt man sie fein geschnitten 1 Stunde in Wasser ziehen. Die Blütenstengel lassen sich, längsgeschnitten und in Wasser gezogen, als Salatzutat oder Gemüse verwenden. Die Blütenblätter lassen sich zu Gelees und Sirup verarbeiten. Aus den ungeöffneten Blütenköpfen werden Chutneys hergestellt oder in Essig kapernähnlich eingelegt. Die ganze Pflanze ist harntreibend und hilfreich bei Leberbeschwerden, zur Blutreinigung und bei Verdauungsbeschwerden.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

Der Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) blüht violett, mit den für die Familie so typischen Lippenblüten, die zu Quirlen in einem lockeren Blütenstand zusammengefasst sind. Die Laubblätter sind ungeteilt, lang gestielt, mit gekerbtem Blattrand, durchzogen von einem markanten Adernnetz. Die gesamte Pflanze ist schwach drüsig behaart (klebrig). 

Lebensraum des Wiesen-Salbeis sind Trockenrasen und Wegränder. Seine Blütezeit reicht von Mai bis in den Juni/Juli (September). Das Vorkommen des Wiesen-Salbeis erstreckt sich über gesamt Österreich, von den Tieflagen (200 m) bis in die Bergstufe (1.000 – 1 .600 m). 

Zu den Inhaltsstoffen des Wiesen-Salbeis zählen ätherische Öle, Flavonoide, Saponine, Bitter­ und Gerbstoffe. Die Pflanze hat einen feinen, leicht herben und fruchtig-frischen Geschmack. Die violetten Blüten duften aromatisch und schmecken zart und süßlich. Verwendung in der Küche finden die jungen Blätter im Frühjahr für Salate, Suppen und gedünstet als spinatähnliches Gemüse. Die Blüten können von Mai bis Mitte Juli als essbare Dekoration zu vielen verschiedenen Speisen verwendet werden und eignen sich auch gut zum Färben und Aromatisieren von Essigen, Ölen und Sirupen. 

Volksmedizinal wird der Tee aus den Blättern innerlich gegen Erkrankungen der Atemwege und des Verdauungsapparates und äußerlich bei Zahnfleisch- und Hauterkrankungen verwendet.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

Der Wiesen-Sauerampfer (Rumex acetosa) ist windblütig. Somit sind die eingeschlechtigen Blüten unscheinbar und klein, wobei die Blüten in Form einer Rispe angeordnet sind. Die Blätter sind von pfeilförmiger Gestalt und am Stängel wechselständig angeordnet. Typisch sind die häutigen Nebenblattscheiden am Übergang von Stängel zu Blattstiel.

Der Wiesen-Sauerampfer wächst in Fettwiesen und -weiden. Die Blütezeit reicht von Mai bis in den Juli.

Der Wiesen-Sauerampfer ist reich an Vitamin C, Carotin, Eisen sowie Flavonoiden, Gerbstoffen und Oxalsäure. Oxalsäure kann, über mehrere Monate eingenommen, zu Nierenschäden führen. Durch Abkochen und Abgießen des Kochwassers kann sie aus den Speisen entfernt werden. Die Blätter haben einen zitronenähnlichen, säuerlichen Geschmack. Die jungen Blätter und Triebspitzen finden als Zutat für Salate oder in Suppen Verwendung. In fettreichen Fleischspeisen wirkt der Ampfer verdauungsfördernd; gegart können die Triebspitzen und Blätter ebenso in Eintöpfen eingesetzt werden. Volksmedizinisch wird Ampfer zur Blutreinigung vor allem im Frühjahr eingesetzt. Ebenso wird Ampferbrei bei Hautleiden in Form von Umschlägen angewendet.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

Das Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) blüht weiß, rosa bis blass violett. Die Blüten sind in einem lockeren Blütenstand (Rispe) zusammengefasst. Die Blätter sind schmal gefiedert, die Grundblätter stehen in einer Rosette. 

Lebensraum des Wiesen-Schaumkrauts sind frische Fettwiesen, aber auch Auen, Sümpfe und entlang von Bächen, wo es schon zeitig im Früh­jahr (April bis Juni) blüht. Die Vorkommen des Wiesen-Schaumkrauts erstrecken sich über gesamt Österreich, von den Tieflagen (200 m) bis in die obere Bergwaldstufe (1.600 m). 

Zu den Inhaltsstoffen zählen die scharf schmeckenden Senfölglykoside, Mineral- und Bitterstoffe, und ein äußerst hoher Anteil an Vitamin C. Der Geschmack der Pflanze lässt sich als kresseartig, senfartig bis scharf beschreiben. Die jungen Sprosse, Blätter und Blütenknospen bereichern Salate, Vorspeisen und Wildkräuteraufstriche und ersetzten, in getrockneter Form, Pfeffer. Die Stängel sind wie Spargel verwendbar und die scharf schmeckenden Samen erinnern an Senfsamen und sind wie diese zu verwenden. Die Blüten dienen als essbare Dekoration. Am besten schmeckt die Pflanze vor der Blüte, da sie zu dieser Zeit noch milder und noch nicht so scharf ist. 

In der Volksmedizin werden Frischsaft oder Kaltauszüge gegen Asthma, Bronchitis, Hauterkrankungen und Krämpfe eingesetzt. Die frische Pflanze wirkt blutreinigend, verdauungsfördernd und ist Teil der Frühjahrskur. Die Senfölglykoside regen die Gallen- und Lebertätigkeit an.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

Die zahlreichen purpurnen Blüten der Zaun-Wicke (Vicia sepium) sind in einem traubenförmigen Blütenstand angeordnet. Die Blätter bestehen aus 4 bis 7 gefiederten Blättchenpaaren, wobei das endständige Blättchen in eine Blattranke umgewandelt ist. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli.

Die Zaun-Wicke wächst in Fettwiesen, auf Weg- und Ackerrändern und in lichten Laubwäldern.

Die Zaun-Wicke ist reich an Vitaminen, Carotin, Gerbstoffen, Asparagin und Spurenelementen sowie Saponinen. Die Saponine sind schwer verdaulich, daher müssen die Pflanzenteile zum Essen mindestens 10 Minuten erhitzt werden! Die Blätter und Früchte der Zaun-Wicke schmecken würzig, herb-erbsenartig. Junge Triebe und Blätter können von April bis Juni gegart in Suppen, Fonds und Gemüsegerichten verwendet werden. Die Blüten können wiederum im Teig von Bratlingen eingesetzt und junge Samenschoten als Pfannengemüse zubereitet werden.

Volksmedizinisch wird der Zaun-Wicke keine besondere Wirkung zugeschrieben. Sie ist aber dafür bekannt, den Stoffwechsel anzuregen.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen der Firma grünes handwerk haben sie verfasst.

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