Lange Nacht der
Naturparke
Erlebe die geheimnisvolle Dunkelheit
Licht aus, Natur an!
Auch in diesem Jahr öffnen 28 Naturparke in ganz Österreich ihre Pforten für ein außergewöhnliches Erlebnis – die Lange Nacht der Naturparke. Anlässlich der internationalen „Earth Night“ laden sie dazu ein, das Wunder der Nacht mit allen Sinnen zu entdecken, um ein Bewusstsein für die Bedeutung der natürlichen Dunkelheit zu schaffen.
Wenn am 11. September die Sonne untergeht, beginnt ein besonderes Schauspiel. Mit spannenden Führungen, leisen Erlebnissen und himmlischen Ausblicken zeigen die Naturparke, wie kostbar die Dunkelheit ist – und warum es sich lohnt, sie zu bewahren. Hier findest du eine Übersicht der Veranstaltungen:
Burgenland (4)
Kärnten (1)
Niederösterreich (14)
Oberösterreich (2)
Salzburg (1)
Steiermark (3)
Tirol (2)
Vorarlberg (1)
Wir sind gerade dabei, alle Veranstaltungen zur Langen Nacht der Naturparke 2026 zusammenzustellen. Schon bald findest du hier das vollständige Programm – danke für deine Geduld!
Burgenland
Kärnten
Niederösterreich
Oberösterreich
Salzburg
Steiermark
Tirol
Vorarlberg
Hintergrund
Die Lange Nacht der Naturparke findet 2026 bereits zum dritten Mal in Folge österreichweit statt. Was als gemeinsames Zeichen für den Wert der natürlichen Dunkelheit begann, hat sich zu einem besonderen Erlebnis entwickelt, bei dem Naturparke in ganz Österreich die Nacht in den Mittelpunkt stellen.
Warum wir Dunkelheit schützen müssen
Die Lange Nacht der Naturparke ist weit mehr als ein nächtlicher Ausflug – sie ist ein Plädoyer für den Erhalt der natürlichen Nacht. Vielen ist bereits aufgefallen, dass der Blick in den Sternenhimmel, der einst überall möglich war, zur Seltenheit wird. Der Zauber der Nacht verblasst – langsam, aber spürbar. Doch was vielen nicht bewusst ist: Künstliches Licht bedroht unsere Nächte – und mit ihnen auch die Natur.
Lichtverschmutzung gefährdet nämlich nicht nur den freien Blick auf die Sterne – sie hat tiefgreifende Auswirkungen auf Ökosysteme, Tierverhalten und die Gesundheit von Pflanzen. Insekten, Vögel und Säugetiere verlieren durch Lichtverschmutzung die Orientierung. Pflanzen geraten aus dem Rhythmus.
Gerade Naturparke, die Rückzugsräume für viele gefährdete Arten darstellen, sind auf echte Dunkelheit angewiesen. Umso wichtiger ist es, dass wir aktiv werden – für den Erhalt echter Nachtlandschaften, für die Natur und für kommende Generationen.
Ein Datum mit Bedeutung
Dass die Lange Nacht der Naturparke am 11. September stattfindet, ist kein Zufall: Zeitgleich wird weltweit die „Earth Night“ begangen – eine Initiative der „Paten der Nacht“, die dazu aufruft, für eine Nacht auf künstliches Außenlicht zu verzichten. So entsteht ein besonderer Rahmen für ein unvergessliches Naturerlebnis, das Bewusstsein schafft – für uns, für andere und für die Welt von morgen.
Lichtverschmutzung in Naturparken
Auch wenn künstliches Licht vor allem in Städten und dicht besiedelten Regionen entsteht, macht es an deren Grenzen nicht halt. Je nach Wetterlage und atmosphärischen Bedingungen kann Licht erstaunlich weite Strecken zurücklegen – und so auch scheinbar dunkle, naturnahe Gebiete erreichen, die selbst kaum Lichtquellen besitzen.
Auch unsere Naturparke bleiben davon nicht verschont. Obwohl sie wertvolle Rückzugsorte für Mensch und Tier sind, zeigt sich hier in den letzten Jahren ein klarer, besorgniserregender Trend: Die Lichtverschmutzung nimmt zu.
Eine Studie unter der Leitung von Dr. Stefan Wallner belegt diesen Wandel deutlich: Zwischen 2012 und 2022 ist die Lichtverschmutzung in den österreichischen Naturparken im Durchschnitt um 42 % gestiegen. Besonders betroffen sind Gegenden, die bisher zu den dunkleren Regionen zählten – und deshalb besonders sensibel auf selbst kleinste Lichtquellen reagieren.
Dr. Wallner dazu: „Die meist großen Zunahmen sind klar zu sehen und gut erklärbar: Dunkle Gebiete steigen in ihren Helligkeiten natürlich schneller, wenn auch nur wenige Lichtquellen installiert werden. Dennoch ist deutlich ersichtlich, dass das Wachstum in diesen Gebieten gegeben ist und hier ein klarer Handlungsbedarf besteht.“