Erfolgreiche Ansiedlung von Steinkrebsen im Naturpark Ybbstal

Im Naturpark Ybbstal konnte ein wichtiger Beitrag zum Schutz des heimischen Steinkrebses geleistet werden. Dabei wurden die Tiere behutsam aus einer stabilen Spenderpopulation entnommen und sicher in die Oberläufe des Urnbaches überführt, deren Struktur und Wassertemperatur dem Spendergewässer entsprechen. Die Reusenfänge zur Kontrolle der Signalkrebse im Hauptlauf des Urnbaches wurden in regelmäßigen Abständen erfolgreich durchgeführt.

Mit dieser Maßnahme wurde ein entscheidender Schritt zur Etablierung stabiler Steinkrebspopulationen gesetzt. Durch die Ansiedlung in mehreren geeigneten Zubringerbächen entsteht ein engmaschiges Netz voneinander unabhängiger Bestände. Diese Struktur stärkt die Resilienz der Art im Naturpark-Gebiet, da mögliche Ausfälle durch Krankheit oder andere Belastungen besser abgefedert werden können.

Parallel dazu wurde im Hauptlauf des Urnbaches das Management der invasiven Signalkrebse durch regelmäßiges Abfischen intensiviert. Dies trägt wesentlich zur Regulierung der Bestände bei und schafft bessere Bedingungen für das langfristige Überleben der heimischen Art. Mit Abschluss der Arbeiten ist das Ziel erreicht, den Steinkrebs in der Region Ybbstal nachhaltig zu sichern und seinen Lebensraum zu erweitern und zu stärken.

„Die Ansiedlung von Steinkrebsen in geeigneten Gewässerabschnitten scheint eine vielversprechende Methode zu sein, um die Bestände in der Region langfristig zu sichern und den Gesamtzustand der Populationen nachhaltig zu verbessern“, freut sich Ronnie Walcher, Naturpark-Manager und Vorhabenleiter im Naturpark Ybbstal.

In den kommenden Jahren sind in den mit Steinkrebsen besetzten Gewässern im Urnbach Bestandskontrollen geplant, um den Erfolg der Maßnahme langfristig zu überprüfen.

Landschaften voller Leben

Das Projekt im Naturpark Ybbstal ist eine von insgesamt 15 Initiativen im Rahmen des Projekts „Landschaften voller Leben“, welches durch den Biodiversitätsfonds gefördert wird. In diesem Projekt bündeln elf Naturparke aus sechs Bundesländern gemeinsam mit dem Verband der Naturparke Österreichs die Kraft ihres Netzwerks zum Schutz der biologischen Vielfalt.

 


 

Mit Unterstützung des Biodiversitätsfonds, finanziert von der Europäischen Union – NextGenerationEU und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.

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