Internationaler Austausch im Naturpark Ötscher-Tormäuer

Wienerbruck, Mai 2026 – Unter dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt nachhaltiger Veränderungen – Gemeinsam die Zukunft des Alpenraums gestalten“ wurde die Ötscher-Basis in Wienerbruck von 10. bis 13. Mai 2026 zu einem internationalen Treffpunkt für Austausch und Zusammenarbeit rund um die Zukunft des Alpenraums.

Im Rahmen des mehrtägigen Treffens der Infopoints der Alpenkonvention lud der Naturpark Ötscher-Tormäuer am 12.Mai zu einer festlichen Abendveranstaltung mit zahlreichen Vertreter:innen aus Politik, Region und alpinen Institutionen.

 

Internationale Zusammenarbeit als Schlüssel

Im Mittelpunkt der Abendveranstaltung standen inspirierende Beiträge zur Frage, wie der Alpenraum nachhaltig gestaltet werden kann und welchen Einfluss die Alpenkonvention darauf haben kann. So machte die Veranstaltung deutlich, wie wichtig grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Alpenraum ist.

Die Alpenkonvention ist ein Vorzeigebeispiel wie Kooperation funktionieren und nachhaltiges Leben erhalten werden kann. Die Alpenkonvention hat viele richtige Ansätze etwa betreffend die Einbindung der lokalen Einwohner und Bewirtschafter,“ resümiert Landesrätin für Naturschutz Susanne Rosenkranz.

„Die Zukunft des Alpenraums kann nur gemeinsam gestaltet werden“, betont Andreas Fallmann, Bürgermeister der Naturpark-Gemeinde Gaming. „Gerade der internationale Austausch zeigt, wie wichtig Zusammenarbeit über Grenzen hinweg ist, im Dialog mit festem Willen Verantwortung für kommende Generation zu übernehmen.“

Auch Alenka Smerkolj, Generalsekretärin der Alpenkonvention, unterstrich die Bedeutung der Infopoints als verbindendes Element zwischen der Alpenkonvention und der Bevölkerung: „Die Alpenkonvention bringt seit vielen Jahren verschiedene Interessensgruppen aus allen Alpenländern und er EU zusammen. Die Infopoints sind dabei ein wichtiges Bindeglied zwischen der internationalen, oft strategischen sowie fachlichen Arbeiten und den Menschen vor Ort, denen der Schutz der Alpen genauso am Herzen liegt.“

In den weiteren Beiträgen der Redner:innen wurde deutlich, dass der Alpenraum vor großen Herausforderungen steht. Klimawandel, Biodiversitätsverlust und strukturelle Änderungen im ländlichen Raum betreffen alpine Regionen über Ländergrenzen hinweg.

Karl Weber als Bundesrat in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Die Alpenkonvention ist keine Verhinderungsagenda, sondern steht für Schutz und Nachhaltigkeit in den Alpen – Austausch ist essenziell und es braucht Elemente wie den Naturpark Ötscher-Tormäuer, die für einen lebendigen Austausch sorgen.“

Ewald Galle vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) verwies darauf, dass nachhaltiges Leben im Alpenraum tief in der Geschichte verankert ist und auch heute als Grundlage für zukünftige Entwicklungen dient. „Menschen im Alpenraum konnten nur überleben, weil sie über Jahrhunderte nachhaltig gelebt haben uns sich in vielfältiger Weise angepasst haben. Die Infopoints sorgen für die Berührung zur Region.“

Die Abendveranstaltung markierte den feierlichen Abschluss eines mehrtägigen Treffens und zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und zukunftsorientiert Kooperation im Alpenraum gestaltet werden kann.

 

Infopoints der Alpenkonvention im internationalen Austausch

Eingebettet war die Veranstaltung in ein viertägiges Austauschtreffen der Infopoints der Alpenkonvention. Ziel dieser zehn Infopoints, verteilt auf verschiedene Alpenländer, ist die Vermittlung der Ziele der Alpenkonvention an die Bevölkerung. Die Infopoints bilden somit ein Bindeglied zwischen politischen Rahmen und den Menschen vor Ort.

Im Mittelpunkt stand der Austausch und das Vernetzen der Vertreter:innen von 5 Infopoints der Alpenkonvention zur Entwicklung gemeinsamer Strategien, um die Zusammenarbeit aller Infopoints wirkungsvoller zu gestalten.

Ein weiterer zentraler Programmpunkt des Austauschtreffens war das Human Factor Training, das im Rahmen eines Interreg-Alpine Space Projekts durchgeführt wurde. Es widmete sich der Frage, warum nachhaltige Transformationen oft an der Umsetzung scheitern und welche Rolle der Mensch als entscheidender Erfolgsfaktor spielt. Die Teilnehmenden erhielten dabei praxisnahe Werkzeuge, um Veränderungsprozesse besser verstehen und aktiv gestalten zu können.

Katharina Zwettler (BMLUK) brachte es wie folgt auf den Punkt: „Es gibt eine große Lücke zwischen politischen Strategien und ihrer Umsetzung vor Ort – genau hier setzt der Human-Factor-Ansatz an.“

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