Auftakt zum Forschungsprojekt Gesäuse im Fluss

Mit großem Interesse ist am 3. Februar 2026 das neue Forschungsrojekt „Gesäuse im Fluss“ gestartet. (Unterstützt von der Österr. Akademie der Wissenschaften) Rund 50 Teilnehmer:innen waren beim Stiegenwirt in Palfau dabei, um sich über Ziele, Forschungsschwerpunkte und regionale Auswirkungen zu informieren. Das Projekt widmet sich dem Schutz und der Wiederherstellung alpiner Flusslandschaften sowie der Entwicklung naturbasierter Lösungen für Nutzungskonflikte im Bereich von Enns, Salza und Lassing.

Nach der Begrüßung stellten die Projektpartner – darunter BOKU Wien, Nationalpark Gesäuse, Wildnisgebiet Dürrenstein‑Lassingtal und der UNESCO Global Geopark Steirische Eisenwurzen – die wissenschaftlichen und regionalen Schwerpunkte vor. Besonders im Fokus stehen hydrodynamische Prozesse, die Bedeutung intakter Sedimenthaushalte sowie Strategien, um Schutzgebiete, Wasserkraft und Hochwasserschutz besser miteinander zu vereinbaren.

Einen vertieften Einblick in die ökologische Bedeutung von Salza und Enns gab Thomas Friess (Ökoteam Graz). Er zeigte, warum diese Flusssysteme zu den wertvollsten Österreichs zählen – etwa als Lebensraum für seltene Arten wie Flussuferläufer oder Deutsche Tamariske.

Im Anschluss stellte Peter Flödl (BOKU) zentrale Forschungsinhalte vor, darunter Analysen zu Klimawandel-Effekten, Mikroplastik-Einträgen und Möglichkeiten zur Einbindung der Bevölkerung über Citizen Science.

„Gesäuse im Fluss“ ist Teil des Earth System Sciences-Förderprogramms und wird in einer der ökologisch bedeutendsten Regionen Österreichs umgesetzt. Die Kombination aus Schutzgebieten, Forschung und regionalem Know-how ermöglicht Modelllösungen mit hoher Relevanz für den gesamten Alpenraum.

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