Umsetzungphase mehrerer Naturschutzprojekte im Naturpark Mürzer Oberland gestartet

Wenn ich wüßte, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Dieser Spruch, der von Martin Luther stammen soll, war das Motto der Gruppe rund um die Biodiversitätsexpertin des Naturparks Mürzer Oberland, Melanie Gröbl, welche diesen Freitag am Gelände des historischen Neuberger Bahnhofes mit der umfassenden Bepflanzung des Areals begann. Diese Initiative im Rahmen des steiermarkweiten Projektes „NaturVerbunden Steiermark“ ermöglichte nun zum Start der Aktivitäten die Anlage einer Heckenreihe unweit des Mürzufers.

Hecken sind extrem wichtige Biotope für eine Vielzahl von Tieren und ermöglichen so den Erhalt der Artenvielfalt in der Region. In den nächsten Monaten und Jahren soll im gesamten Naturpark Mürzer Oberland durch die Anlage solcher sogenannten Trittsteinbiotope dem massiven Rückgang an Insekten und anderen Kleinlebewesen entgegengewirkt werden.

Ermöglicht werden diese Aktivitäten durch eine Förderung der Naturschutzabteilung des Landes Steiermark, sie unterstützen allgemein die Umsetzung der Renaturierungsverordnung der Europäischen Union. Weitere Aktionen sind im gesamten Naturpark und, bei Interesse benachbarter Gemeinden, auch darüber hinaus, geplant. Der im Vorjahr mit dem Biodiversitätspreis des Landes Steiermark, der Silberdistel, ausgezeichnete „Weg zur Vielfalt“ in Altenberg an der Rax oder der Heckenpfad und die Blumenwiese im Gelände der Naturparkschule in Neuberg an der Mürz sind ebenfalls Teil dieses landesweiten Naturschutzprojektes. Außerdem wurden mit den Initiativen „regionale Gehölzvermehrung“ und „regionales Wiesensaatgut“ weitere Förderprojekte durch die steirische Naturschutzabteilung bereits gestartet.

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