4 Säulen-Modell

Modellregionen für nachhaltige Entwicklung

Schützen durch Nützen

Wesentliche Basis der Arbeit der Naturparke in Österreich bildet das 4 Säulen-Modell. Die vier gleichwertigen Säulen – Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung – sind mehr als nur Schlagworte: Sie bilden den integrativen Ansatz, der die Naturparke zu erfolgreichen Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung macht.

Gleichrangiges Miteinander – unsere Philosophie

Was unsere Arbeit besonders macht: Die vier zentralen Säulen der Naturparke – Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung – sie stehen gleichrangig nebeneinander und wirken im engen Zusammenspiel. Denn nachhaltiger Mehrwert entsteht in den Naturparken durch vernetztes Denken und Handeln. Wenn Schutzräume erhalten, Landschaften gepflegt, Wissen vermittelt und Regionen gestärkt werden, entsteht eine lebenswerte Zukunft – für Mensch und Natur gleichermaßen.

Unsere Naturparke leben diese Philosophie – Tag für Tag und mit großer Überzeugung. Mit Projekten und Initiativen, die wirken: heute, morgen und für kommende Generationen. Denn unsere „Landschaften voller Leben“ sind mehr als schöne Orte. Sie sind Zukunftsräume, die gemeinsam gestaltet und bewusst genützt werden.

Schutz

Ziel ist, die Natur- und jahrhundertelang geprägten Kulturlandschaften durch Schutz und nachhaltige Nutzung in ihrer Vielfalt und Schönheit zu sichern, zu erhalten und zu entwickeln.

Dazu zählen mitunter folgende Themen:

  • Biodiversität
  • Klimaschutz und Klimawandelanpassung
  • Besucherlenkung
  • Vertragsnaturschutz
  • Schutzgebietsbetreuung
  • Naturnahe Nachtlandschaften
  • Naturkundliche Informationen
  • Forschung
Foto: Archiv Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

Erholung

Ziel ist, dem Schutzgebiet und dem Landschaftscharakter entsprechend, attraktive naturnahe Erholung anzubieten.

Das sind zum Beispiel:

  • Wander-, Rad- und Reitwege
  • Naturverträgliche Erlebnisse
  • Barrierefreiheit
  • Rast- und Ruheplätze
  • Besucherlenkung
Foto: www.pov.at

Bildung

Ziel ist es, die Vielfalt der Natur und Kultur sowie deren Zusammenhänge im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung erlebbar zu machen.

Dies wird etwa so ermöglicht:

Foto: Fred Lindmoser

Regionalentwicklung

Ziel ist, Impulse für eine regionale Entwicklung zu setzen, um damit die regionale Wertschöpfung zu erhöhen sowie die Lebensqualität zu sichern und zu verbessern.

Hierfür werden beispielsweise folgende Aktivitäten umgesetzt:

  • Enge Zusammenarbeit von Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Gewerbe und Kultur
  • Klimaschutz und Klimawandelanpassung
  • Sozial-, umwelt- und klimaverträglicher Tourismus
  • Naturpark-Spezialitäten
  • Naturpark-Partnerbetriebe
  • Regionale Angebote
Foto: Michael Stabentheiner

Ein Modell für Mensch und Natur

Die österreichischen Naturparke verbinden auf einzigartige Weise den Schutz der Natur mit ihrer achtsamen Nutzung.
Ganz nach dem Motto „Schützen durch Nützen“ werden seltene Arten und Lebensräume bewahrt. Im Zusammenhang dessen werden die wertvollen Kulturlandschaften, die durch jahrhundertelange, naturnahe Bewirtschaftung entstanden sind erhalten.

Diese Form des Schutzes ist gesetzlich verankert und bildet die Grundlage jedes Naturparks. Zugleich schaffen die Naturparke bewusst gestaltete Räume, in denen Menschen Natur erleben, genießen und verstehen können, ohne sie zu überformen.

Besonders wichtig ist hierbei das Vermitteln der Natur- und Kulturvielfalt. Die vielfältigen Bildungsangebote machen den Naturpark-Gedanken für Groß und Klein lebendig und begreifbar.

Durch gezielte Maßnahmen in der Regionalentwicklung, etwa die Förderung von Naturpark-Produkten, nachhaltigem Tourismus oder Kooperationen mit regionalen Betrieben wird die lokale Wirtschaft gestärkt und die Identität ganzer Regionen gefestigt. So entsteht ein lebendiger Kreislauf aus Wertschätzung, Nutzung und Erhalt.

Naturparke in Österreich
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