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Foto: Naturpark Steirische Eisenwurzen

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Foto: Oberösterreichische Akademie für Umwelt und Natur

Foto: Kovacs

Die Vogelbeere

... und ihre Bedeutung für die Biodiversität

Foto: Ewald Neffe

Als Pionierbaumart besiedelt die Vogelbeere, auch Eberesche genannt, gerne Kahlschläge und Lichtungen in Wäldern der Bergstufe. Oft findet man sie auch an Waldrändern und in Hecken. Durch das sehr gute Stockausschlagvermögen sind Vogelbeeren auch optimale Bäume für Hecken, die regelmäßig auf Stock gesetzt werden. Sie wächst als Strauch oder mittelgroßer Baum, oft mit mehreren Stämmen und wird 10 bis 15 Meter hoch und bis zu 100 Jahre alt. Als mittelgroßer Baum überragen Ebereschen oft als sogenannte einzelne Überständer den Rest der heckenbildenden Arten und erfüllen auch damit eine wichtige Funktion im Ökosystem z.B. als Ansitzwarten für Greifvögel.

Foto: Herfried Marek

Ihre Beeren wurden schon seit jeher in vielfältiger Weise genutzt. Früher wurden sie häufig getrocknet und dienten als Tierfutter und Nahrung im Winter. Sie haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und werden erst nach Frosteinwirkung mürbe und schmecken dann herb bis süßlich, je nachdem ob es sich um die Wildform mit großen Mengen an Gerbstoffen oder Kulturformen handelt.

Foto: Herfried Marek

Der Name Vogelbeere ist kein Zufall. Insgesamt wurden etwa 63 Vogel- aber auch 20 Säugetierarten als Nutzer der Früchte festgestellt. Insbesondere Singdrossel, Misteldrossel, Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke, Kleiber und Gimpel schätzen die Früchte der Eberesche und nutzen den Baum, ebenso wie der Grünspecht als Nistgehölz. Aber auch Rotfuchs und Dachs verschmähen die Früchte nicht. Da die Samen unverdaut wieder ausgeschieden werden, wird auf diesem Weg, die Ausbreitung der Eberesche sichergestellt. Nachgewiesener Weise ernähren sich 31 Säugetierund 72 Insektenarten, von den Blüten, Blättern und Früchten der Vogelbeere. Auch die Raupen des vom Aussterben bedrohten Baumweißlings, nutzen das Laub der Vogelbeere als Nahrung.


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