naturpark

Zirbitzkogel-Grebenzen

Landschaften voller Leben

Vom Gletscher geformt

Vor über 12.000 Jahren trafen sich 2 Gletscherzungen, die im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen diese liebliche und weite Landschaft formten. Durch die Kraft und den Einfluss des Murgletschers bildete sich das heutige Bild der Neumarkter Passlandschaft mit ihren sanft geformten Hügeln, zahlreichen Teichen und Mooren, Almen und den Bergpersönlichkeiten Zirbitzkogel (2.396 m) und Grebenzen (1.892 m). Aber auch Wälder, Blumenwiesen und Streuobstbestände prägen das Landschaftsbild.

Diese Vielfalt kann auf verschiedene Weise erkundet und genossen werden – entweder jeder für sich oder im Zuge einer naturbezogenen Wanderung mit unseren Naturvermittler:innen.

Mehr Infos findest du hier: www.natura.at

Einrichtungen & Angebote

Daten & Fakten

Größe
0 ha
Gründungsjahr
0

Hecken, Streuobstwiesen, Feuchtwiesen und Moore
Wichtige Lebensräume

3 Gemeinden
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Fauna & Flora

Auf gut überschaubarem, sonnigem Gelände im Naturpark fühlt sich der Neuntöter wohl.
Dieser ist dafür bekannt, seine Beute (Käfer, Hummeln, Bienen und andere Insekten) auf Dornen aufzuspießen. Für seine Nester benötigt er dornenreiches Gebüsch und Hecken.

Das Braunkehlchen als Bodenbrüter besiedelt insektenreiche Wiesen mit maximal zwei Mahden im Jahr, bevorzugt ausgedehnte feuchte Wiesen- und Weidegebiete. Der Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen mit seinen Feuchtwiesen und Niedermooren gehört vermehrt zu den bevorzugten Brutgebieten dieses Vogels.

Einen ganz besonderen Anblick im Naturpark bieten die verschiedenen Orchideen, die neben Läusekraut, Kuckuckslichtnelken und Wollgras im Frühsommer die Feuchtwiesen in ein buntes Blütenmeer verwandeln.

Braunkelchen © Leander Khil

Wandertipps

Via Natura, Etappe 1 „Lebensraum Wasser“

Von der Quelle über den Bach bis zum Kalk, wo kein Wasser mehr vorkommt – die 1. Etappe der Via Natura „Lebensraum Wasser“ zeigt, wie vielfältig Wasserlandschaften sein können.

Schwierigkeit: mittelschwierig
Höhenmeter bergab: 864 m
Streckenlänge: 
21 km
Höhenmeter bergauf: 1060 m
Höchster Punkt: 1870m
Gehzeit/ Gesamt: 8:00 h

Via Natura, Etappe 3 „Auf dem Weg der Eiszeit“

Spüren Sie die Kraft der Vergangenheit  entlang der 3. Etappe der Via Natura – auf dem Weg der Eiszeit, wo Gletscher einst Täler schufen und die Landschaft prägten.

Schwierigkeit: mittelschwierig
Höhenmeter bergab: 346 m
Streckenlänge: 
10 km
Höhenmeter bergauf: 141 m
Höchster Punkt: 1115 m
Gehzeit/ Gesamt: 3:00 h

Hörfeldmoor Rundweg

Auf dem Rundweg um das Ramsar Schutzgebiet Hörfeldmoor weisen viele Stationen auf die Fauna und Flora des Feuchtgebietes hin. Ein Steig macht das Moor begehbar und bietet Einblicke in diesen ganz besonderen Lebensraum.

Das Naturschutzgebiet Hörfeld Moor beheimatet 500 verschiedene Schmetterlings- und Falterarten und 125 Vogelarten.

Schwierigkeit: leicht
Höhenmeter bergab: 80 m
Streckenlänge: 
6,8 km
Höhenmeter bergauf: 60 m
Höchster Punkt: 986 m
Gehzeit/ Gesamt: 2:30 h

Projekte

Herausforderungen wie Lebensraumzerschneidung, Versiegelung, Klimakrise und intensive Landwirtschaft werden durch aktuelle Projekte adressiert.

Ein Managementplan stärkt den Biotopverbund: Kernlebensräume werden gesichert, Korridore gepflegt und Trittsteine geschaffen.
Ein Biodiversitätsexperte erfasst drei Jahre lang per GIS den Ist-Zustand, dokumentiert Defizite und Potenziale und setzt erste Maßnahmen pilotartig um. Ergänzend erfolgen Vernetzungsarbeit mit Schulen, Gemeinden und Betrieben sowie Öffentlichkeitsarbeit über Medien und soziale Netzwerke.
Ab 2025 werden nach Fertigstellung des Managementplans erste naturschutzfachliche Maßnahmen und Kleinprojekte begleitet.
Ansprechpartner: Dr. Thorsten Jakobitsch, +43 3584 2005-13, t.jakobitsch@natura.at

Pflanzen, Beobachten & Forschen

In 28 steirischen Naturpark-Schulen wurde ein lebendiger Naturkalender in Form einer Hecke realisiert. Schüler:innen und Lehrer:innen beobachten daran die Auswirkungen des Klimawandels an zwölf verschiedenen Wildsträuchern. Auch Privatpersonen können sich an dem Projekt beteiligen und ihre Natur-Beobachtungen in die App „Naturkalender Steiermark“ eintragen.

Das Projekt „Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen“ vermittelt arbeitssuchenden Menschen seit nunmehr 16 Jahren zeitlich befristete Arbeitsplätze in den steirischen Naturparken. Deren Tätigkeit leistet wiederum einen wertvollen Beitrag zum Erhalt von ökologisch intakten Kulturlandschaften.

über den Verein NATURPARKE STEIERMARK

Seit 2004 arbeiten die sieben steirischen Naturparke im Verein NATURPARKE STEIERMARK erfolgreich zusammen. Im Sinne der Umsetzung der Ziele der Biodiversitätsstrategie Österreich 2020+ stellen die gemeinsamen Projekte und Aktivitäten die Themen Naturschutz und Biodiversität in den Mittelpunkt.

Die Infos zu allen NATURPARKE STEIERMARK-Projekten finden Sie hier!

Die Steirischen Naturparke bedecken 12 % der Landesfläche und haben damit große Bedeutung für Kulturlandschafts-, Biodiversitäts- und Lebensraumschutz.

In den kommenden Jahren soll für alle sieben Naturparke ein Managementplan entstehen, der Ausgangslage, strategische Ausrichtung und operative Ziele definiert. Die Erstellung erfolgt partizipativ und sorgt für transparente, nachvollziehbare Planung.
Der Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen besteht seit 1983, umfasst 285 km² und erhält mit dem gemeinsam erarbeiteten Managementplan ein zentrales Grundlagendokument für die zukünftige Naturparkarbeit.

Naturparke in Österreich
Ausflugstipps