naturpark

Weißbach

Landschaften voller Leben

Grenzüberschreitendes Zusammenspiel von Natur und Mensch

Die traditionell bewirtschafteten weitläufigen Almgebiete und die artenreichen Bergmähwiesen bringen naturkundliche Besonderheiten wie Frauenschuh, Türkenbund oder Apollofalter hervor.

Eingebettet in die Salzburger Kalkhochalpen bildet der Naturpark Weißbach mit dem Nationalpark Berchtesgaden einen gemeinsamen Naturraum, der von gelebter Grenzkultur zeugt. Im Naturparkgebiet des Bergsteigerdorfes Weißbach kommen alle Besucher:innen mit unterschiedlichen alpinistischen Interessen auf ihre Kosten.

Mehr Infos findest du hier: www.naturpark-weissbach.at 

Einrichtungen & Angebote

Daten & Fakten

Größe
0 ha
Gründungsjahr
0

Wald, Gebirge, Magerwiesen/Trockenrasen
Wichtige Lebensräume

2 Gemeinden
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Fauna & Flora

Im Gebirge des Naturparks wächst die Arnika, ein Korbblütengewächs, das eine Wuchshöhe zwischen 30 und 60 cm erreicht und vor allem auf mageren Weiden und Wiesen gedeiht. Die in Salzburg geschützte Pflanze duftet aromatisch und wird äußerlich als Wundheilmittel und innerlich in geringen Mengen bei Herz und Kreislaufstörungen genutzt.

Im trockenwarmen, oft felsigen Hügel- und Bergland trifft man auf den in Europa streng geschützten Apollofalter. Dieser ist einer der größten Tagfalter unserer Breiten – seine Flügelspannbreite misst 60 bis 90 mm. Er hat eine weißliche Flügelgrundfarbe, die schwarz bestäubt mit großen schwarzen Flecken ist. Auf seinen Hinterflügeln befinden sich große, rotgekernte, schwarzumrandete Augenflecken.
Seine Raupen fressen Mauerpfeffer, Fetthenne, Disteln und Flockenblumen, die auf trockenen, felsigen Magerwiesen vorkommen. Die Raupen sind ganz auf extreme Felsstandorte spezialisiert.

Der Rote Apollo | Foto: Herfried Marek
Der Rote Apollo | Foto: Herfried Marek

Wandertipps

Almen in geschichtsträchtiger Umgebung

Die Wanderung beginnt an einem geschichtsträchtigen Ausgangspunkt, dem Hirschbichl. Hier verlief einst ein Salztransportweg. Heute ist der Platz mit dem Almerlebnisbus erreichbar und bildet die direkte Grenze zum Nationalpark Berchtesgaden in Deutschland. Das charakteristische Element der Wanderung ist die Alm.

Gehzeit: 1,5 h
Höhenunterschied: ca. 170 Hm
Weglänge: ca. 3,5 km

  • Karte zur Wanderung erhältlich
  • öffentliche Verkehrsmittel
  • Weg markiert u./od. beschildert
  • Verpflegungsmöglichkeit
  • Parkplätze am Ausgangspunkt

Projekte

Auch in der Volksschule Weißbach waren die Klimafüchse 2022 unterwegs: Dabei stand das Thema Energieverbrauch im Fokus und dessen Auswirkung auf das Klima. Zuerst wurden die Grundlagen zum Klimawandel und erneuerbarer Energie bei einem Workshop mit Vertreter:innen des Klimabündnis vermittelt. Anschließend konnten die 17 Schüler*innen der Volksschule das zuvor gewonnene Wissen beim Stationenbetrieb spielerisch vertiefen. Dabei lernten sie, wie sie selbst zum Klimaschutz beitragen können.

Der AlmErlebnisBus im Naturpark Weißbach ist ein wichtiges klimafreundliches Element der Naturpark-Infrastruktur und wird gerade in der Hauptferienzeit sehr gerne angenommen. Durch den Bus ist es möglich umweltschonend, ohne das eigene Auto, mitten in den Naturpark zu gelangen, um von dort eine Wanderung auf eine der vielen Almen anzutreten. Der AlmErlebnisBus wird nicht nur von Touristen, sondern auch von Einheimischen sehr gerne genützt und soll in Zukunft rein elektrisch betrieben werden.

Der Rote Apollofalter (Parnassius apollo) ist im Naturpark Weißbach im Rückgang begriffen. Als Charakterart für felsdurchsetzte, trocken-warme Magerrasen benötigt der Schmetterling als Raupennahrung vor allem den Weißen Mauerpfeffer (Sedum album). Gleichzeitig braucht der ausgewachsene Falter in unmittelbarer Nähe magere blütenreiche Offenlandflächen, die ihm den benötigten Nektar bieten können.

Der Naturpark hat ein Pflegemanagement für einige besonders bedeutsame Flächen in Pürzlbach erstellt. Bei den Habitat-Pflegemaßnahmen ging es vorrangig um die Entnahme einzel-ner Fichten, vitaler Buchen und deren Verjüngung an und um die Felswandpassagen, um eine Verringerung der Beschattung der Felswandbereiche zu erreichen.

Rückblickend war die Maßnahme ein voller Erfolg. Zahlreiche Apollofalter, Bläulinge oder Scheckenfalter fliegen jetzt im zweiten Jahr nach der Maßnahme und profitieren von den strukturreichen und wärmebegünstigten Steilflächen.

Naturparke in Österreich
Ausflugstipps