BEGEGNUNGSHOF FÜR MENSCH, TIER & KULTUR
TUJARIBU
Unser alter Hof im nördlichen Waldviertel nahe Schrems wurde von uns während der vergangenen 18 Jahre in erster Linie als Sozialprojekt geführt. Unser Betrieb Tujaribu – das Wort kommt aus dem Suaheli und bedeutet „probieren wirs jetzt gemeinsam!“ bietet im Rahmen einer sozialpädagogischen Intensivmassnahme Kindern und Jugendlichen in Lebenskrisen einen Platz zur stationären Einzelbetreuung am Hof an.
Die von Natur umgebene Lage unseres Hofes gibt Raum und Zeit, sich auszuprobieren, neue Stärken zu entdecken, zur Ruhe zu kommen.
Von Beginn an nutzten wir die kleine, dem Hof zugehörige Fläche als Ressource für die Arbeit mit unseren jugendlichen Klient*innen, und binnen kurzer Zeit gehörten neben Hund und Katz auch alte Haustierrassen wie Mangalitzaschweine, Waldschafe und Sulmtaler Hühner sowie einige Bienenstöcke zu unserer „Wohngemeinschaft“. All unsere Nutztiere leben ganzjährig im Freiland und werden vorwiegend mit Getreide, Gemüse und Obst gefüttert.Unser Grundgedanke war: Wollen wir weiter Fleisch konsumieren, so ist es uns ein Anliegen, dass wir den Tieren ein gutes und möglichst artgerechtes Leben bieten, sie selbst versorgen, möglichst angst,- und stresslose Schlachtung gewährleisten und auch weitgehend selbst verarbeiten.
Dadurch entstand ein achtsamer und reflektierter Zugang zu Nahrung, weg von der völlig anonymisierten und oft verschwenderischen Konsumation, hin zu einem wertschätzenden Umgang mit Tier und Pflanze als Lebewesen.