Zusammenfassung der

Masterarbeit

Sarah Martin

Der Schulgarten als Lernort

– ökologische Gestaltungsmöglichkeiten, Einsatz im Regelunterricht und Auswirkungen auf die Lernmotivation – am Beispiel von vier neu gestalteten Schulgärten im Naturpark Ötscher-Tormäuer

Für erfolgreiche Bildungsprozesse im Schulalltag ist die Lernmotivation der Schüler:innen ein zentraler Faktor. Zunehmend diskutiert wird der Einsatz von Schulfreiräumen wie Schulgärten im Unterricht. Auch in den neuen Lehrplänen der Volksschulen nimmt die Beziehung zu Natur und Umwelt eine tragende Rolle ein.

In einem Projekt wurden die vorhandenen Schulgärten der vier Naturpark-Schulen im Naturpark Ötscher-Tormäuer umgestaltet. Dabei lag der Fokus auf einer naturnahen Gestaltung und der möglichen Nutzung des Gartens für den Unterricht.

Ziel der vorliegenden Studie war es herauszufinden, inwiefern sich die Nutzung der Gärten nach der Umgestaltung verändert hat. Insbesondere wurde erforscht, für welche Fächer die Schulgärten eingesetzt werden. Auch die Wirkung auf die körperliche und seelische Gesundheit und das soziale Verhalten der Schüler:innen und Lehrpersonen lag dabei im Forschungsinteresse. Weiters wurde der Effekt einer Beteiligungsaktion in Form einer Pflanzwerkstatt analysiert. Die letzte Forschungsfrage rückte die Lernmotivation in den Mittelpunkt. Es sollte herausgefunden werden, welche Auswirkungen der Schulgartenunterricht auf die Lernmotivation der Schüler:innen im Vergleich zum Unterricht im Klassenzimmer aufweist.

Mithilfe einer standardisierten Fragebogenbefragung von 8 Pädagog:innen und 121 Schüler:innen sowie einer Beobachtung von sechs Unterrichtseinheiten im Schulgarten und Klassenzimmer konnten einige Ergebnisse formuliert werden.

Neben der intensiven Nutzung in den Pausen werden die Schulgärten auch immer wieder im Unterricht eingesetzt. Dabei finden alle Fächer und vor allem der fächerübergreifende Unterricht Einsatz in den Freiräumen. Die umgestalteten Schulgärten zeigen eine positive Wirkung auf die körperliche und seelische Gesundheit der Schüler:innen und Lehrpersonen. Auch das soziale Verhalten aller Beteiligten wird durch die neuen Schulfreiräume positiv beeinflusst. Die Pflanzwerkstatt sorgte sowohl bei den Schüler:innen als auch bei den Lehrpersonen für großen Anklang und vor allem das Einpflanzen und Gießen erweckte Begeisterung. Zur Lernmotivation konnte herausgefunden werden, dass die Kinder im Schulgarten ein stärkeres Autonomie- und Kompetenzgefühl entwickeln als beim Unterricht im Klassenraum. Auch die soziale Eingebundenheit und der Spaßfaktor werden draußen erfüllt.

Durch die Befunde lässt sich ableiten, dass der Schulgarten geeignete Bedingungen schafft, um intrinsische Lernmotivation hervorzurufen. Als Empfehlung kann der verstärkte Einsatz von Schulgärten im Regelunterricht ausgesprochen werden.

Hard Facts

  • Name: Sarah Martin
  • Universität: Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik
  • Studiengang: Umweltpädagogik
  • Titel der Masterarbeit: Der Schulgarten als Lernort – – ökologische Gestaltungsmöglichkeiten, Einsatz im Regelunterricht und Auswirkungen auf die Lernmotivation –
    am Beispiel von vier neu gestalteten Schulgärten im Naturpark Ötscher-Tormäuer

Die Masterarbeit kann hier heruntergeladen werden: PDF-Download (1,6 MB)

© Herfried Marek
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