Gipfeltreffen der Tiroler Naturparke

Wissens- und Erfahrungsaustausch bringt die fünf Tiroler Naturparke gemeinsam voran

Einmal im Jahr treffen sich Tirols Naturschutzlandesrat René Zumtobel und die Geschäftsführer:innen der Tiroler Naturparke zu einem zweitägigen Austausch. Im Rahmen des bereits 13. Gipfeltreffens besuchte Landesrat René Zumtobel gemeinsam mit den Verantwortlichen der Naturparke Zillertaler Alpen, Karwendel, Ötztal, Kaunergrat und Tiroler Lech die beeindruckende Wildflusslandschaft im Außerfern.

Dabei führte der „Summit“ heuer nicht in die Höhe der Berge, sondern folgte dem Verlauf des Lechs. Der Auftakt fand auf dem Wasserweg statt: In Booten wurde der Lech aus einer besonderen Perspektive erkundet. Dabei konnte die Kraft und Dynamik des Flusses erfahren werden, der sich stetig seinen Weg durch das breite Flussbett bahnt und die kargen Schotterinseln umströmt. Im weiteren Verlauf des Treffens wurde das Gebiet zu Fuß erkundet – unter anderem auf dem imposanten „Lechweg“, der dem Lauf des Flusses durch die Naturparkgemeinden folgt. Die Route führte an bunt blühenden Bergmähdern vorbei und zweigte bei Holzgau in das Höhenbachtal ein, eines der zahlreichen Seitentäler, wo der Simmswasserfall spektakulär das Wassernetzwerk rund um den Hauptstrom verdeutlicht.

Das unmittelbare Erleben der Naturparke ist die Besonderheit der jährlichen Gipfeltreffen, die einen intensiven Austausch über die Schutzgebiete, ihre aktuellen Entwicklungen und zukünftige Perspektiven ermöglichen“, so LR Zumtobel. „Das lebendige Wassersystem des Lechs ist heute eine Seltenheit“, betonte Nora Schneider, Geschäftsführerin des Naturparks Tiroler Lech: „Der gesamte Naturpark ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 und weist eine Vielzahl wertvoller Lebensräume auf – karge Schotterflächen, wandelbare Uferbereiche, trockene und feuchte Auen sowie steile, unberührte Schluchten und artenreiche Kulturlandschaften. Die Gipfeltreffen fördern inmitten des Facettenreichtums den direkten Austausch und heben den besonderen Wert der Schutzgebiete hervor.“

Die Tiroler Naturparke sind Modellregionen, die wertvolle und vielfältige Natur- und Kulturlandschaften mit Naturschutz, Landwirtschaft und Erholung sowie der dort lebenden Bevölkerung verbinden. „Dabei geht es grundsätzlich um Synergien, was die Tiroler Naturparke auch untereinander vorbildlich leben. Ein regelmäßiger Austausch der Beteiligten trägt dazu bei, gemeinsame Projekte voranzutreiben und voneinander zu lernen. Sie sind ein Netzwerk, das die Zukunft der Naturparkregionen nachhaltig gemeinsam gestaltet“, fasst Landesrat Zumtobel die Gipfeltreffen zusammen und hebt das große und stetige Engagement der Teams der Tiroler Naturparke hervor.

Ihre langjährige Erfahrung konnten die Naturparke auch im kürzlich abgeschlossenen Projekt „Organisationsentwicklung der Tiroler Naturparke“– mit Unterstützung des Landes Tirol –austauschen und vertiefen. Dabei entstanden neue Ansätze für die künftige „parkübergreifende“ Zusammenarbeit: Themen wie Netzwerkarbeit, Zieldefinition und strategische Entwicklung standen dafür im Fokus. Mit einem gefestigten Selbstverständnis treten die fünf Naturparke nun aus diesem intensiven Prozess, neue gemeinsame Projekt wurden bereits motiviert angestoßen.

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