Im Naturpark Raab wurden an drei Standorten in Sankt Martin an der Raab und Jennersdorf Feuchtbiotope wiederhergestellt. Durch gezielte Maßnahmen wurden heimische Arten gefördert und Neophyten sowie Schilf eingedämmt.
Im Naturpark Raab waren mehrere Feuchtbiotope und Uferbereiche entlang der Raab im gleichnamigen Landschaftsschutzgebiet gefährdet, weil sie zunehmend verlandeten und von invasiven Pflanzen wie Staudenknöterich überwuchert wurden. Diese Entwicklung schränkte den Lebensraum gefährdeter Arten wie Teichfrosch, Spitzschlammschnecke sowie Silber- und Bruchweide stark ein.
Um dem entgegenzuwirken, wurden an den Standorten in Sankt Martin an der Raab Neophyten entfernt, während gleichzeitig heimische Pflanzen neu angesiedelt werden. In Jennersdorf wurde der Aufwuchs von Schilf eingedämmt, um die fortschreitende Verlandung zu stoppen.
Das Ziel des Projekts ist es, die Förderung heimischer Arten wie Teichfrosch, Spitzschlammschnecke oder Silber- und Bruchweide zu sichern und die Lebensraumvernetzung in den betroffenen Regionen zu verbessern.
„Der Naturpark Raab steht für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung unserer einzigartigen Kulturlandschaft. Ein besonderes Anliegen ist mir dabei der Erhalt der heimischen Artenvielfalt. In den letzenden Jahrzehnten haben Neophyten diese bedroht. Projekte wie dieses haben daher einen besonders hohen Stellenwert im Naturpark Raab“ meint Philipp Weber, Geschäftsführer des Naturparks Raab.
Landschaften voller Leben
Das Projekt im Naturpark Raab war eine von insgesamt 15 Initiativen im Rahmen des Projekts „Landschaften voller Leben“, welches durch den Biodiversitätsfonds gefördert wird. In diesem Projekt bündeln elf Naturparke aus sechs Bundesländern gemeinsam mit dem Verband der Naturparke Österreichs die Kraft ihres Netzwerks zum Schutz der biologischen Vielfalt.
Mit Unterstützung des Biodiversitätsfonds, finanziert von der Europäischen Union – NextGenerationEU und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.
