Mit heimischen Blühpflanzen, einer Steininsel und viel Platz für Insekten und Eidechsen zeigt die neue Blühfläche, wie schon kleine Maßnahmen die Artenvielfalt im Siedlungsraum nachhaltig fördern können.
Mitten im Ortszentrum von Neuberg an der Mürz im Naturpark Mürzer Oberland ist ein neuer Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entstanden. Direkt vor dem SPAR-Markt hat der Naturpark Mürzer Oberland eine artenreiche Blühfläche mit heimischen, mehrjährigen Stauden angelegt und damit einen weiteren wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität und zur Vernetzung wertvoller Lebensräume geleistet.
Die neu gestaltete Fläche bietet vom Frühjahr bis in den späten Herbst ein vielfältiges Blütenangebot für Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und zahlreiche weitere Bestäuber. Heimische Stauden sorgen über viele Monate hinweg für Nektar und Pollen und schaffen gleichzeitig wichtige Rückzugs- und Überwinterungsplätze für Insekten.
Ein besonderes Element der Anlage bildet eine kleine Steininsel in der Mitte der Blühfläche. Sie dient als Sonnen- und Wärmeplatz für Eidechsen und schafft gemeinsam mit offenen Bodenbereichen zusätzliche Lebensräume für wärmeliebende Tiere und Insekten. Gerade diese Kombination unterschiedlicher Kleinstrukturen macht naturnahe Flächen ökologisch besonders wertvoll.
„Bereits kleine Flächen können einen erstaunlich großen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten“, betont das Team des Naturparks Mürzer Oberland. „Im Siedlungsraum übernehmen Blühflächen eine wichtige Funktion als Trittsteinbiotope. Sie verbinden Lebensräume miteinander und helfen Bestäubern sowie vielen anderen Tierarten dabei, geeignete Nahrung und Rückzugsorte zu finden.“
Die Umsetzung ist Teil der laufenden Biodiversitätsmaßnahmen des Naturparks Mürzer Oberland. Ziel ist es, öffentliche Grünflächen ökologisch aufzuwerten, die Bevölkerung für die Bedeutung naturnaher Lebensräume zu sensibilisieren und gleichzeitig zu zeigen, dass sich Ortsgestaltung und Naturschutz hervorragend miteinander verbinden lassen.
Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die Entwicklung der Blühfläche im Verlauf der Jahreszeiten zu beobachten. Mit etwas Aufmerksamkeit lassen sich dort zahlreiche Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten entdecken. Mit etwas Glück können auch Eidechsen auf den sonnigen Steinen beobachtet werden.
Die neue Blühfläche soll zugleich als Vorbild dienen und dazu anregen, auch im eigenen Garten, auf Firmengeländen oder in öffentlichen Grünanlagen heimische Blühpflanzen und strukturreiche Kleinlebensräume zu schaffen. Denn jeder naturnah gestaltete Quadratmeter trägt dazu bei, die biologische Vielfalt zu fördern und Lebensräume nachhaltig miteinander zu vernetzen.