Der Naturpark Rosalia-Kogelberg erweitert sein naturtouristisches Angebot um ein neues zukunftsweisendes Projekt: In Kürze steht Besucherinnen und Besuchern eine moderne, barrierefreie Radbox mit Fahrrädern und Zubehör für alle Altersgruppen und Bedürfnisse zur Verfügung. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf inklusiver Mobilität und dem Ausbau eines barrierefreien Tourismusangebotes im Bezirk Mattersburg.
Am Fuße des neuen Naturparkzentrums Rosalia-Kogelberg in Rohrbach in der Nähe des Parkplatzes beim Badeteich wurde dafür eine barrierefrei zugängliche Radbox errichtet. Zur Verfügung stehen unterschiedliche Fahrradmodelle – darunter E-Bikes, Kinderräder, Fahrräder mit Anhängern für Familien sowie speziell angepasste Spezialräder für Menschen mit Behinderungen. Ergänzt wird das Angebot durch Helme, Satteltaschen und Fahrradschlösser.
Besonders attraktiv ist der Standort der neuen Radbox: In unmittelbarer Nähe zum ÖBB Bahnhof Marz/Rohrbach, liegt direkt am B32 Rosalia-Radweg, einer beliebten regionalen Radroute durch die sanfte Hügellandschaft des Naturparks, die zahlreiche Natur- und Kulturerlebnisse miteinander verbindet. Zudem verläuft der rund 87 Kilometer lange Eulenweg unmittelbar vorbei, der alle zwölf Naturparkgemeinden des Naturparks Rosalia-Kogelberg miteinander vernetzt und Besucherinnen und Besucher durch die vielfältige Natur- und Kulturlandschaft der Region führt. Damit bildet die neue Infrastruktur einen idealen Ausgangspunkt für nachhaltige und barrierefreie Naturerlebnisse. Der Naturpark Rosalia-Kogelberg mit seiner vielfältigen Flora und Fauna sowie den gut ausgebauten Wegen bietet ideale Voraussetzungen für sanfte Mobilität und Naturerlebnis – ob beim Spazierengehen, Joggen, Nordic Walken oder Radfahren.
„Barrierefreiheit bedeutet für uns, Natur für alle Menschen erlebbar zu machen – unabhängig von Alter oder körperlichen Voraussetzungen. Mit der neuen Radbox setzen wir einen wichtigen Schritt hin zu einem inklusiven und modernen Naturtourismus im Naturpark Rosalia-Kogelberg. Das Angebot an Spezialfahrrädern ist in dieser Form einzigartig im gesamten Burgenland“, betont Naturpark-Obmann Kurt Fischer.
Die inklusive Radbox entsteht im Rahmen des EU-geförderten Interreg-Projekts „B-Free Destination“, das die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Österreich und Ungarn im Bereich barrierefreie Mobilität stärken soll. Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Landes Burgenland finanziert. Derzeit läuft noch der Probebetrieb inklusive Evaluierungsphase. Der offizielle Start ist voraussichtlich Ende Mai geplant.
„Dieses Projekt ist ein echter Meilenstein im Ausbau unseres naturtouristischen Angebotes im Naturpark Rosalia-Kogelberg. Mit der Verbindung aus Naturerlebnis, nachhaltiger Mobilität und Barrierefreiheit schaffen wir ein Angebot, das weit über die Region hinaus Strahlkraft entwickeln wird“, erklärt Geschäftsführerin Marlene Hrabanek-Bunyai.
Die Ausleihe der Räder erfolgt direkt vor Ort über einen QR-Code oder online über die Website des Naturparks. Nach der Buchung erhalten Besucherinnen und Besucher einen Zugangscode zur videoüberwachten Anlage und können die Fahrräder selbstständig entnehmen. Die Verleihdauer ist flexibel gestaltet und reicht von drei Stunden bis hin zu einer wochenweisen Nutzung.
Bereits ab Mai starten erste geführte Pilot- und Testtouren mit unterschiedlichen Zielgruppen und spezialisierten Naturpark-Guides. Die Touren werden gezielt an die jeweiligen Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer angepasst und verbinden Bewegung mit spannenden Informationen zur Natur- und Kulturlandschaft der Region. Die erste inklusive Tour für Menschen mit Behinderung findet am 13. Juni statt. Weitere Touren folgen am 27. Juni und 10. Juli („Naturerlebnis Radtour aktiv“) sowie am 4. Juli („Naturerlebnis Radtour komfort“). Startpunkt ist jeweils die neue Radbox beim Naturparkzentrum.
„Mit den Pilottouren möchten wir Erfahrungen sammeln und gleichzeitig zeigen, wie vielfältig inklusive Mobilität im Naturpark umgesetzt werden kann. Besonders freut uns, dass wir von 13. bis 21. Mai eine Jugendgruppe des ‚Förderzentrums und der Berufsschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung‘ aus Bayern begrüßen dürfen, die mit unseren Spezialrädern eine rund 270 Kilometer lange Tour nach Ungarn und wieder retour absolvieren wird“, berichtet Projektleiterin Claudia Fürst.