naturpark

Karwendel

Landschaften voller Leben

Himmelstürmende Gipfel zwischen Inn und Isar

Der Naturpark Karwendel umfasst beinahe das gesamte Karwendelmassiv und ist mit einer Fläche von 739 km² das größte und älteste Tiroler Schutzgebiet und der größte Naturpark Österreichs. Seit Mitte Jänner 2022 gehört zum Naturpark Karwendel ebenfalls das 11,5 km² große Naturschutzgebiet Arnspitze im Gemeindegebiet von Leutasch. 

Aufgrund seiner Topographie verfügt das Karwendel über einen überdurchschnittlich hohen Anteil an natürlichen Lebensräumen, wie Urwälder und Wildflüsse, und beherbergt eine hohe Anzahl europaweit bedeutender Tier- und Pflanzenarten.

Seit Jahrhunderten prägen Alm-, Forst und Jagdwirtschaft als klassische alpine Nutzungsformen das Gebiet.

Mehr Infos findest du hier: www.karwendel.org

Einrichtungen & Angebote

Daten & Fakten

Größe
0 ha
Gründungsjahr
0

Gebirge, Wald, Fließgewässer
Wichtige Lebensräume

16 Gemeinden
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Fauna & Flora

Im WALDreichen Karwendel findet der Dreizehenspecht ideale Lebensbedingungen vor. Hier gibt es viel stehendes Totholz, wo er seine Bruthöhlen bauen und Futterinsekten finden kann. Mit einer Körperlänge von 20 bis 22 cm ist er eine relativ kleine Spechtart.

Das Karwendel ist auch die Heimat des majestätischen Steinadlers mit einer Flügelspannweite von über 2 m und einem Gewicht bis zu 5 kg. Seine Hauptnahrung sind vor allem Murmeltiere, Reh- und Gamskitze, Schneehasen und Rauhfußhühner. Im Tiroler und Bayrischen Karwendel gibt es insgesamt 21 Steinadler-Brutpaare, die ein Leben lang zusammen bleiben.

Am Großen Ahornboden im Herzen des Karwendels liegt ein bedeutender Verbreitungsschwerpunkt des Bergahorns – über 2.200 Exemplare sind hier anzutreffen. Er ist ein Baum des kühl-feuchten Bergklimas, der erfolgreich dem Schotter trotzt und eine Höhe von 35 m erreichen kann. Sein Holz wird gerne im Musikinstrumentenbau verwendet.

Steinadler | Foto: M.Schinner
Steinadler | Foto: M.Schinner

Wandertipps

Dem Salz und der Natur auf der Spur

Die Wanderung bietet eine beeindruckende Landschaft am Issanger mit einem herrlichen Panoramablick. Die Besucher:innen wandeln auf den Spuren des Salzbergbaus im Halltal (Herrenhäuser, Ladhütten).

Gehzeit: ca. 6 h
Höhenunterschied: 870 Hm
Weglänge: ca. 13,5 km

  • Karte zur Wanderung erhältlich
  • öffentliche Verkehrsmittel
  • Weg markiert u./od. beschildert
  • Verpflegungsmöglichkeit
  • Parkplätze am Ausgangspunkt

Projekte

Im Naturpark Karwendel haben sich die Kinder des Waldkindergartens Moosbett nicht nur am Aktionstag 2022 mit dem Thema Klimawandel und seinen Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen beschäftigt. Im Garten des Kindergartens wurde auch ein neuer Lebensraum für Insekten und andere Kleinstlebewesen geschaffen. Auch als Reaktion auf die zunehmende Versiegelung legten die Kinder mehrere kleine Beete und Blumen an und warteten darauf, dass die ersten Insekten einziehen.

Durch ein grenzüberschreitendes Artenhilfsprojekt in enger Kooperation mit dem schwedischen Zoo Nordens Ark soll die Population des Alpenbocks im Naturpark Karwendel gestärkt werden. Auf Initiative des Innsbrucker Alpenzoos wurden 2019 von den Käferexpert:innen der Tiroler Landesmuseen einige Exemplare gesammelt und nach Schweden geliefert, damit sie sich dort vermehren und 2021 bzw. spätestens 2022 wieder im Naturpark ausgesetzt werden können.

Klimawandel sichtbar machen

Das Projekt KlimaAlps will durch Bewusstseinsbildung und Aufklärung die Potenziale zum Klimaschutz eines jeden wecken und wirksam machen. Sichtbare Zeichen des Klimawandels werden gezeigt, und Umweltbildner*innen und Multiplikator*nnen dazu ausgebildet, das Wissen zielgruppenspezifisch weiterzugeben.

KlimaAlps kümmert sich um die Sichtbarmachung des Klimawandels für verschiedene Alters- und Zielgruppen in touristisch stark frequentierten Gebieten. Ein wichtiger Bestandteil ist die maßgeschneiderte Aufbereitung des Wissens für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Wandern mit öffentlicher Anreise

Die Idee des WÖFFI war es, eine Broschüre zum Wandern mit Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Naturpark Karwendel zu schaffen, dabei aber immer die Anreiseoptionen von Innsbruck/Tirol und München/Bayern zugleich darzustellen. Damit wurde das Ziel verfolgt, die Gäst*innen zum Umstieg vom Privat-PKW auf die öffentliche Anreise zu bewegen.

Nach der ersten Auflage 2015 wurde das Projekt weiterentwickelt und 2019 durch den FALTI ergänzt.

Naturparke in Österreich
Ausflugstipps