Der Naturpark Dobratsch wurde als Österreichs erster Infopoint der Alpenkonvention verlängert. Die Generalsekretärin der Alpenkonvention Alenka Smerkolj nahm die Verlängerung der Kooperation bei ihrem Besuch in Villach persönlich vor. Dabei kam ihr auch eine besondere Ehre zu teil, die durfte sich ins Ehrenbuch der Stadt Villach eintragen.
„Die Alpenstadt Villach nimmt nicht nur im Bereich des Klimaschutzes eine internationale Vorreiterrolle ein, sondern setzt auch beim Schutz des alpinen Lebensraums seit Jahrzehnten maßgebliche Akzente. Bereits 1997 wurde in Villach die Idee der Alpenstädte ins Leben gerufen. Mit der Gründung des ersten Naturparks Kärntens im Jahr 2002 sowie der Eröffnung des ersten Infopoints der Alpenkonvention im Jahr 2019 unterstrich die Stadt ihre langfristige Verantwortung für den alpinen Raum. Die internationale Vernetzung zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Alpen ist der Stadt Villach ebenso wie dem Naturpark ein besonderes Anliegen“, betont Naturpark-Vorsitzende und Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig.
In den vergangenen Jahren hat der Naturpark Dobratsch nicht nur im Naturpark-Büro die Protokolle und die jährlichen Alpenzustandsberichte für die Bevölkerung zugänglich gemacht, sondern vor allem bei zahlreichen Veranstaltungen die Bedeutung des Schutzes der Alpen betont. Auch die Naturpark-Ranger:innen sind wichtige Botschafter der Alpenkonvention; sie geben wichtige Informationen an Einheimische, Gäste und die Naturpark-Schulen weiter.
„Der Naturpark Dobratsch zeigt eindrucksvoll, wie internationale Ziele der Alpenkonvention auf regionaler Ebene wirksam umgesetzt und weitergetragen werden können. Als Umwelt- und Naturschutzreferent unterstütze ich dieses Engagement mit voller Überzeugung, denn der Schutz unserer einzigartigen alpinen Lebensräume ist eine gemeinsame Verantwortung über Grenzen hinweg. Die Verlängerung der gemeinsamen Vereinbarung ist ein starkes Signal für gelebten Natur- und Klimaschutz in Kärnten. Ich danke allen, die diese Kooperation mit ihrem Einsatz tragen“, so Landesrat Peter Reichmann.
„Die Infopoints der Alpenkonvention sind eine wichtige Verbindung, über die die Konvention die lokale Ebene erreicht und den Menschen nähergebracht wird. Darüber hinaus sind Schutzgebiete ein wesentliches Bindeglied bei der Umsetzung der Ziele der Konvention, um den Naturschutz und die nachhaltige Entwicklung der Alpen zu gewährleisten. Ich bin dem Naturpark Dobratsch und der Stadt Villach sowie allen anderen Parkgemeinden für ihr langjähriges Engagement und ihren sehr aktiven Einsatz bei diesen gemeinsamen Bemühungen äußerst dankbar und freue mich auf die Fortsetzung dieser großartigen Zusammenarbeit“ so Alenka Smerkolj, Generalsekretärin der Alpenkonvention.
Ehrenbucheintragung als Anerkennung ihrer Leistungen
„Alenka Smerkolj ist seit 2019 Generalsekretärin der Alpenkonvention. Sie ist damit die am längsten amtierende Generalsekretärin der Organisation und auch die erste Frau in dieser Position, sowie eine verlässliche Partnerin für die Stadt Villach und den Naturpark Dobratsch. Neben bedeutenden Maßnahmen im Bereich Klimaschutz, Lebensqualität und Artenschutz setzt sie sich vor allem auch für die Vermittlung der Ziele der Alpenkonvention in der Bevölkerung und den Gemeinden ein. Der Eintrag ins Ehrenbuch der Stadt Villach würdigt ihr Werk und wir freuen uns auf gemeinsame künftige Aktivitäten“, so Vizebürgermeisterin Katholnig abschließend.
Was ist die Alpenkonvention?
Die Alpenkonvention ist wegweisend für nachhaltiges Leben in den Alpen und als erster internationaler Vertrag zur nachhaltigen Entwicklung und zum Schutz einer gesamten Gebirgskette eine Pionierin ihrer Art. Das völkerrechtlich verbindliche Abkommen wurde von allen acht Alpenstaaten (inkl. Deutschland, Österreich, Schweiz) und der EU unterzeichnet. Durch die Alpenkonvention sollen ökologische Ziele mit wirtschaftlichen Interessen vereint werden, Themen wie Verkehr, Tourismus, Energie und Naturschutz werden in sogenannten Protokollen behandelt. Im Jahr 2026 jährt sich die Unterzeichnung der Konvention, mit der die internationale Verpflichtung zum Schutz des Alpenraums festgelegt wurde, zum 35. Mal.
Bei der Unterzeichnung mit dabei: Generalsekretärin Alekna Smerkolj, Landesrat Peter Reichmann, 1. Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig, 2. Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser, Bürgermeister Reinhard Antolitsch, Bürgermeister Christian Hecher, Naturpark Rat Vorsitzender Oskar Tscherpel, Naturpark Geschäftsführer Robert Heuberger, Naturpark Projektleiterin Birgit Pichorner